VerlG - Gesetz über das Verlagsrecht

Übersicht



Das Gesetz über das Verlagsrecht VerlG, das die Rechtsverhältnisse zwischen einem Verleger und seinem Autor regelt, ist ein Bundesgesetz aus der Rechtsmaterie des Urheberrechts. Es trat am 01. Januar 1902 in Kraft.

VerlG - Das Gesetz über das Verlagsrecht (© Marco2811 - Fotolia.om)
VerlG - Das Gesetz über das Verlagsrecht
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Es unterliegt naturgemäß Änderungen im Zuge der wissenschaftlich-technischen Fortentwicklung. Es definiert den Verlagsvertrag über ein Werk der Tonkunst oder der Literatur als eine Verpflichtung des Verfassers, sein Werk dem Verleger zur Verbreitung und Vervielfältigung auf eigene Rechnung zu überlassen. Der Verleger dagegen ist verpflichtet, das Werk zu verbreiten und zu vervielfältigen. Die Rechtsverhältnisse die zwischen Verleger und dem Urheber des Werkes bestehen, sind im Urheberrechtsgesetz festgeschrieben.

Inhalte des Verlagsgesetzes

Das Verlagsgesetz kennt 50 Paragrafen. Im Paragrafen zwei findet sich die Regelung zur Befugnis des Verfassers zur weiteren Vervielfältigung und Verbreitung. So ist es ihm u.a. gestattet das Werk in eine andere Sprache oder Mundart zu übersetzen, die Wiedergabe in anderer Form zu betreiben, das Werk nachdrücklich zu bearbeiten, es verfilmen zu lassen. Im Paragrafen 5 ist bestimmt, dass der Verleger nur zu einer Auflage berechtigt ist. Ist dies vertraglich anders geregelt, so gelten die Bedingungen der ersten Auflage.

Ein Vertragsverlag kommt naturgemäß nicht zustande, wenn er zum Gegenstand eine andere Verwertungsart als die Buchform hat. Das Verlagsgesetz wird in erster Linie dann wirksam, wenn zwischen den Vertragsparteien keine nachdrückliche Abmachung getroffen wurde. In allen anderen Fällen handelt es sich um sogenanntes dispositives Recht, es sei denn, es handelt sich um ein zukünftiges Werk nach Paragraf 40 des Verlagsgesetzes. Ein Verlagsvertrag bewirkt ein Dauerschuldverhältnis zwischen den beiden Vertragspartnern. Es ist möglich, dieses Vertragsverhältnis aus wichtigem Grund zu kündigen.

Der Verleger ist verpflichtet, diejenige Zahl von Abzügen herzustellen, welche er nach dem Vertrag oder gemäß dem § 5 herzustellen berechtigt ist. Er hat rechtzeitig dafür zu sorgen, daß der Bestand nicht vergriffen wird.

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