InsO - Insolvenzordnung

Übersicht


Erster Teil
Allgemeine Vorschriften

Zweiter Teil
Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Erfaßtes Vermögen und Verfahrensbeteiligte

    Erster Abschnitt
    Eröffnungsvoraussetzungen und Eröffnungsverfahren

    Zweiter Abschnitt
    Insolvenzmasse. Einteilung der Gläubiger

    Dritter Abschnitt Insolvenzverwalter. Organe der Gläubiger

    Dritter Teil
    Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

      Erster Abschnitt
      Allgemeine Wirkungen

      Zweiter Abschnitt
      Erfüllung der Rechtsgeschäfte. Mitwirkung des Betriebsrats

      Dritter Abschnitt
      Insolvenzanfechtung

      Vierter Teil
      Verwaltung und Verwertung der Insolvenzmasse

        Erster Abschnitt
        Sicherung der Insolvenzmasse

        Zweiter Abschnitt
        Entscheidung über die Verwertung

        Dritter Abschnitt
        Gegenstände mit Absonderungsrechten

        Fünfter Teil
        Befriedigung der Insolvenzgläubiger. Einstellung des Verfahrens

          Erster Abschnitt
          Feststellung der Forderungen

          Zweiter Abschnitt
          Verteilung

          Dritter Abschnitt
          Einstellung des Verfahrens

          Sechster Teil
          Insolvenzplan

            Erster Abschnitt
            Aufstellung des Plans

            Zweiter Abschnitt
            Annahme und Bestätigung des Plans

            Dritter Abschnitt
            Wirkungen des bestätigten Plans. Überwachung der Planerfüllung

            Siebter Teil
            Koordinierung der Verfahren von Schuldnern, die derselben Unternehmensgruppe angehören

              Erster Abschnitt
              Allgemeine Bestimmungen

              Zweiter Abschnitt
              Koordinationsverfahren

              Achter Teil
              Eigenverwaltung

              Neunter Teil
              Restschuldbefreiung

              Zehnter Teil
              Verbraucherinsolvenzverfahren

              Elfter Teil
              Besondere Arten des Insolvenzverfahrens

                Erster Abschnitt
                Nachlaßinsolvenzverfahren

                Zweiter Abschnitt
                Insolvenzverfahren über das Gesamtgut einer fortgesetzten Gütergemeinschaft

                Dritter Abschnitt
                Insolvenzverfahren über das gemeinschaftlich verwaltete Gesamtgut einer Gütergemeinschaft

                Zwölfter Teil
                Internationales Insolvenzrecht

                  Erster Abschnitt
                  Allgemeine Vorschriften

                  Zweiter Abschnitt
                  Ausländisches Insolvenzverfahren

                  Dritter Abschnitt
                  Partikularverfahren über das Inlandsvermögen

                  Dreizehnter Teil
                  Inkrafttreten


                  Das Insolvenzverfahren, ein spezielles Verfahren der Zwangsvollstreckung in der Bundesrepublik Deutschland, wird durch die Insolvenzordnung InsO geregelt. Das Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, eine Mehrzahl von Gläubigern eines nicht zahlungsfähigen, insolventen Schuldners in gleichem Maße zu befriedigen.

                  Insolventer Schuldner (©  photo 5000 - Fotolia.com)
                  Insolventer Schuldner
                  (© photo 5000 - Fotolia.com)

                  Die Insolvenzordnung in ihrer heutigen Fassung trat am 01.01. 1999 in Kraft. Damit ersetzte sie, zuerst in den alten Bundesländern, die Vergleichsordnung aus 1935 und die Konkursordnung aus 1877. In den neuen Bundesländern wurde mit der neu aufgelegten Insolvenzordnung die Gesamtvollstreckungsordnung aus 1990 abgelöst.

                  Ziele des Insolvenzverfahrens

                  Ziel der Insolvenzordnung ist es, eine ausgewogene Befriedigung aller Gläubiger des Schuldners zu ermöglichen. Hierfür wird das Vermögen des Schuldners sowie seine Einnahmen herangezogen und in geregelter Art und Weise abgeführt bzw. verwertet. Dabei sorgt die Rechtsprechung, die in der Insolvenzordnung festgelegt ist, dafür, dass dem Schuldner das Einkommen, das er für seinen Lebensunterhalt benötigt, auch verbleibt. Ein etwaiger Verwertungserlös wird den Gläubigern, nach Abzug der Kosten des Gerichts, des Verwalters, der Steuerberater, der Verwertungskosten und der Abwicklungskosten, ausgezahlt.

                  Ein zweites Ziel der Insolvenzordnung ist es, dem Schuldner ein Leben ohne seine Altschulden zu ermöglichen. Nach einer sechsjährigen Phase des Wohlverhaltens hat er die Möglichkeit eines Neuanfangs. Die Insolvenzordnung der Bundesrepublik Deutschland sieht nicht nur die Insolvenz für juristische Personen vor, sondern nunmehr auch die Verbraucherinsolvenz, die Restschuldbefreiung für natürliche Personen. Eine Insolvenz der öffentlichen Hand ist nach Paragraf 12 der Insolvenzordnung formell nicht möglich. Auch berufsständische Körperschaften sowie Sozialversicherungsträger und Rundfunkanstalten sowie Gemeinden sind nicht insolvenzfähig. Bei Krankenkassen, die durchaus insolvenzfähig wären, konnte entsprechendes bis dato abgewendet werden.

                  (+++ Textnachweis ab: 1.1.1999 +++)Das G ist nach seinem § 335 iVm Art. 110 Abs. 1 nach Maßgabe d. Abs. 2 EGInsO 311-14-1 am 1.1.1999 in Kraft getreten.

                  © 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.