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§ 452d HGB - Abweichende Vereinbarungen

Viertes Buch (Handelsgeschäfte) / Vierter Abschnitt (Frachtgeschäft) / Dritter Unterabschnitt (Beförderung mit verschiedenartigen Beförderungsmitteln)

(1) Von der Regelung des § 452b Abs. 2 Satz 1 kann nur durch Vereinbarung abgewichen werden, die im einzelnen ausgehandelt ist, auch wenn diese für eine Mehrzahl von gleichartigen Verträgen zwischen denselben Vertragsparteien getroffen ist. Von den übrigen Regelungen dieses Unterabschnitts kann nur insoweit durch vertragliche Vereinbarung abgewichen werden, als die darin in Bezug genommenen Vorschriften abweichende Vereinbarungen zulassen.

(2) Abweichend von Absatz 1 kann jedoch auch durch vorformulierte Vertragsbedingungen vereinbart werden, daß sich die Haftung bei bekanntem Schadensort (§ 452a)

1.
unabhängig davon, auf welcher Teilstrecke der Schaden eintreten wird, oder
2.
für den Fall des Schadenseintritts auf einer in der Vereinbarung genannten Teilstrecke
nach den Vorschriften des Ersten Unterabschnitts bestimmt.

(3) Vereinbarungen, die die Anwendung der für eine Teilstrecke zwingend geltenden Bestimmungen eines für die Bundesrepublik Deutschland verbindlichen internationalen Übereinkommens ausschließen, sind unwirksam.




Nachrichten zum Thema
§ 452d HGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 452d HGB
  • BGH - Aktenzeichen: I ZR 87/14
    10.12.2015
    a) Führt der aufgrund eines Luftfrachtvertrags beauftragte Frachtführer den Transport auf einer Teilstrecke mit dem LKW durch, obwohl eine Luftbeförderung technisch und verbindungsmäßig grundsätzlich möglich wäre, hat die Oberflächenbeförderung keine Hilfsfunktion mehr, sondern einen die Luftbeförderung ersetzenden eigenständigen... » weiter lesen
  • LG-KLEVE - Aktenzeichen: 4 O 272/12
    01.10.2013
    1. Zur Einbeziehung von Standard-AGB in Transportverträge nach niederländischem Recht (hier: FENEX-Bedingungen). 2. Enthalten AGB eine Wahl niederländischen Rechts, ist in Transportverträgen grundsätzlich nach niederländischem Recht zu beurteilen, ob die AGB Vertragsbestandteil geworden sind. 3. Die §§ 305, 305a BGB sind keine... » weiter lesen
  • BGH - Aktenzeichen: I ZR 14/11
    13.09.2012
    Der Grundsatz, dass anhand von Lieferscheinen oder Handelsrechnungen im Rahmen freier richterlicher Beweiswürdigung gemäß § 286 Abs. 1 ZPO der Inhalt eines verlorengegangenen Pakets nachgewiesen werden kann, ist bei einem Streit über den Inhalt eines entwendeten, vom Versender selbst beladenen und verschlossenen Transportcontainers... » weiter lesen
  • BFH - Aktenzeichen: I R 17/09
    26.08.2010
    1. Das wirtschaftliche Eigentum an einer Forderung verbleibt im Rahmen eines Asset-Backed-Securities-Modells beim Forderungsverkäufer, wenn er das Bonitätsrisiko (weiterhin) trägt. Dies ist der Fall, wenn der Forderungskäufer bei der Kaufpreisbemessung einen Risikoeinbehalt vornimmt, der den erwartbaren Forderungsausfall deutlich... » weiter lesen
  • OLG-STUTTGART - Aktenzeichen: 3 U 60/10
    20.08.2010
    1. Bei reinen Vermögensschäden hängt die Zulässigkeit einer Feststellungsklage von der Wahrscheinlichkeit eines auf die Verletzungshandlung zurückzuführenden Schadenseintritts ab. Sie ist unzulässig, wenn der Eintritt irgendeines Schadens ungewiss ist, der Kläger muss vielmehr schon für die Zulässigkeit der Klage eine... » weiter lesen
  • OLG-STUTTGART - Aktenzeichen: 3 U 38/10
    14.07.2010
    BGH AZ: I ZR 150/10 » weiter lesen
  • OLG-STUTTGART - Aktenzeichen: 3 U 120/09
    17.03.2010
    Nur ein qualifiziertes Verschulden des Verfrachters selbst führt zum Wegfall der Haftungsbeschränkung nach § 660 I HGB.Der Anspruchsteller hat auch im Rahmen des § 660 III HGB Anhaltspunkte für das Vorliegen eines qualifizierten Verschuldens darzulegen. Allein aus dem Umstand, dass der Schadenshergang im Dunkeln liegt und die Beklagte... » weiter lesen
  • OLG-STUTTGART - Aktenzeichen: 3 U 140/09
    24.02.2010
    BGH AZ: I ZR 50/10 » weiter lesen
  • OLG-FRANKFURT-AM-MAIN - Aktenzeichen: 5 U 23/09
    11.12.2009
    Zum Begriff des Flughafens nach Art. 18 Warschauer Abkommen. » weiter lesen
  • OLG-STUTTGART - Aktenzeichen: 3 U 116/09
    21.10.2009
    1. Die Ausstellung eines Luftfrachtbriefs sowie das Akzeptieren einer solchen Beförderungsart durch die Versenderin per Unterschrift deutet auf eine stillschweigende Vereinbarung eines Luftbeförderungsvertrages hin; der Luftfrachtbrief enthält regelmäßig ein Angebot für den Abschluss eines Luftbeförderungsvertrages. 2.... » weiter lesen

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