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§ 900 BGB - Buchersitzung

Buch 3 (Sachenrecht) / Abschnitt 2 (Allgemeine Vorschriften über Rechte an Grundstücken)

(1) Wer als Eigentümer eines Grundstücks im Grundbuch eingetragen ist, ohne dass er das Eigentum erlangt hat, erwirbt das Eigentum, wenn die Eintragung 30 Jahre bestanden und er während dieser Zeit das Grundstück im Eigenbesitz gehabt hat. Die dreißigjährige Frist wird in derselben Weise berechnet wie die Frist für die Ersitzung einer beweglichen Sache. Der Lauf der Frist ist gehemmt, solange ein Widerspruch gegen die Richtigkeit der Eintragung im Grundbuch eingetragen ist.

(2) Diese Vorschriften finden entsprechende Anwendung, wenn für jemand ein ihm nicht zustehendes anderes Recht im Grundbuch eingetragen ist, das zum Besitz des Grundstücks berechtigt oder dessen Ausübung nach den für den Besitz geltenden Vorschriften geschützt ist. Für den Rang des Rechts ist die Eintragung maßgebend.




Nachrichten zum Thema
§ 900 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 900 BGB
  • BAYERISCHER-VGH - Aktenzeichen: 15 CS 14.2612
    17.04.2015
    Nachbar-Eilantrag; Abstandsflächen;Unterer Bezugspunkt für die Berechnung der Wandhöhe;Maßgeblichkeit der Geländehöhe auf dem Baugrundstück;Kein Rückgriff auf „Urgelände“ bei einer Veränderung, die älter als 30 Jahre ist;Inhalt der Baugenehmigung;Auslegung der Eintragungen auf einem „Freiflächengestaltungsplan“ » weiter lesen
  • OLG-FRANKFURT-AM-MAIN - Aktenzeichen: 20 W 169/11
    12.01.2012
    1. Zur Glaubhaftmachung des Eigenbesitzes einer Gemeinde, die auch satzungsmäßige Vertreterin der im Grundbuch eingetragenen Eigentümerin ist 2. Eine altrechtliche Markgenossenschaft ist grundbuchfähig. Ein zu ihrem Ausschluss als Eigentümerin eingeleitetes Aufgebotsverfahren ist nur unter den Voraussetzungen des § 927 Abs. 1 Satz 3... » weiter lesen
  • BGH - Aktenzeichen: XII ZB 344/10
    30.11.2011
    a) Bei Anrechten in der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung, die in den alten Bundesländern erworben wurden, handelt es sich um Anrechte gleicher Art i.S.d. § 18 Abs. 1 VersAusglG. b) Maßgebliche Bezugsgröße für die gesetzliche Rentenversicherung i.S.d. § 5 Abs. 1 VersAusglG sind Entgeltpunkte (§§ 63, 64 Nr. 1 SGB VI), so dass... » weiter lesen
  • VG-BERLIN - Aktenzeichen: 29 K 64.09
    02.03.2011
    Das Recht, den Eigentumsübergang als Fondsvermögen durch deklaratorischen Vermögenszuordnungsbescheid feststellen zu lassen, kann verwirkt sein, wenn der Rechtsnachfolger des früheren Fondsinhaber durch Veräußerung des Fondsvermögens sein Desinteresse an dem Vermögenswert bekundet hat. » weiter lesen
  • HESSISCHES-LAG - Aktenzeichen: 19 Sa 329/10
    29.10.2010
    Die ergänzende Vertragsauslegung einer Rückzahlungsklausel kommt in Betracht, wenn der Wegfall der Klausel ohne Ersatz eine unzumutbare Härte darstellen würde. Davon ist auszugehen, wenn sich das aus der Anwendung der Grundsätze über die wirksame Bindungsdauer ergebende Prognoserisiko im Einzelfall verwirklicht (im Anschluss an BAG 15.... » weiter lesen
  • ARBG-WIESBADEN - Aktenzeichen: 5 Ca 46/08
    18.12.2008
    Die Zuweisung eines Arbeitplatzes nach Rückkehr aus den Mutterschutzzeiten nach dem Mutterschutzgesetz, der dem vorherigen Arbeitsplatz nicht gleichwertig ist, stellt eine Benachteiligung wegen des Geschlechts im Sinne von § 3 Abs. 1 AGG dar. Ein Schadenersatzanspruch im bestehenden Arbeitsverhältnis umfasst nicht die... » weiter lesen
  • VG-FRANKFURT-AM-MAIN - Aktenzeichen: 6 K 3352/07.F
    10.12.2008
    Bei dem Anspruch auf Enteignung nach § 13 Abs. 3 HStrG handelt es sich um einen Anspruch aus eingetragenem Recht, der nicht der Verjährung unterliegt. » weiter lesen
  • BVERWG - Aktenzeichen: BVerwG 3 C 31.98
    26.08.1999
    Leitsätze: 1. Auf einen Verwaltungsakt i.S. des Art. 19 EV, der nach Maßgabe des DDR-Rechts zum Zeitpunkt seines Erlasses nichtig war und dessen Nichtigkeit nicht geheilt worden ist, kann sich der Begünstigte bzw. dessen Rechtsnachfolger nicht berufen; die Nichtigkeit erfordert einen erkennbar schwerwiegenden Mangel. 2. Die 1958... » weiter lesen
  • VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - Aktenzeichen: 5 S 660/89
    05.02.1990
    1. Der Eigentümer eines Wohnhauses erleidet keinen Nachteil iS des § 47 Abs 2 VwGO, wenn durch einen Bebauungsplan ein Feldweg in Wegfall kommt, der 30 Jahre lang als Zufahrt zu dem Haus genutzt wurde. » weiter lesen

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