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§ 892 BGB - Öffentlicher Glaube des Grundbuchs

Buch 3 (Sachenrecht) / Abschnitt 2 (Allgemeine Vorschriften über Rechte an Grundstücken)

(1) Zugunsten desjenigen, welcher ein Recht an einem Grundstück oder ein Recht an einem solchen Recht durch Rechtsgeschäft erwirbt, gilt der Inhalt des Grundbuchs als richtig, es sei denn, dass ein Widerspruch gegen die Richtigkeit eingetragen oder die Unrichtigkeit dem Erwerber bekannt ist. Ist der Berechtigte in der Verfügung über ein im Grundbuch eingetragenes Recht zugunsten einer bestimmten Person beschränkt, so ist die Beschränkung dem Erwerber gegenüber nur wirksam, wenn sie aus dem Grundbuch ersichtlich oder dem Erwerber bekannt ist.

(2) Ist zu dem Erwerb des Rechts die Eintragung erforderlich, so ist für die Kenntnis des Erwerbers die Zeit der Stellung des Antrags auf Eintragung oder, wenn die nach § 873 erforderliche Einigung erst später zustande kommt, die Zeit der Einigung maßgebend.


Erwähnungen von § 892 BGB in anderen Vorschriften
Folgende Vorschriften verweisen auf § 892 BGB:
  • Gesetz über das Kreditwesen (KWG)
    • Zweiter Abschnitt (Vorschriften für Institute, Institutsgruppen, Finanzholding-Gruppen, gemischte Finanzholding-Gruppen und gemischte Holdinggesellschaften)
      • 2a. (Refinanzierungsregister)
    • § 22n Rechtsstellung des Sachwalters
  • Pfandbriefgesetz (PfandBG)
    • Abschnitt 5 (Schutz vor Zwangsvollstreckung; Trennungsprinzip bei Insolvenz der Pfandbriefbank)
  • § 30 Trennungsprinzip bei Insolvenz der Pfandbriefbank; Sachwalterernennung
  • Insolvenzordnung (InsO)
    • Dritter Teil (Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens)
      • Erster Abschnitt (Allgemeine Wirkungen)
    • § 81 Verfügungen des Schuldners
    • § 91 Ausschluß sonstigen Rechtserwerbs
      • Dritter Abschnitt (Insolvenzanfechtung)
    • § 147 Rechtshandlungen nach Verfahrenseröffnung
    • Elfter Teil (Internationales Insolvenzrecht)
      • Zweiter Abschnitt (Ausländisches Insolvenzverfahren)
    • § 349 Verfügungen über unbewegliche Gegenstände
  • Strafprozeßordnung (StPO)
    • Erstes Buch (Allgemeine Vorschriften)
      • Achter Abschnitt (Beschlagnahme, Überwachung des Fernmeldeverkehrs, Rasterfahndung, Einsatz technischer Mittel, Einsatz Verdeckter Ermittler und Durchsuchung)
    • § 111g Aufhebung der Vollziehung des Vermögensarrestes
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    • Buch 3 (Sachenrecht)
      • Abschnitt 2 (Allgemeine Vorschriften über Rechte an Grundstücken)
    • § 893 Rechtsgeschäft mit dem Eingetragenen
    • § 894 Berichtigung des Grundbuchs
    • § 899a Maßgaben für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts
      • Abschnitt 4 (Dienstbarkeiten)
        • Titel 1 (Grunddienstbarkeiten)
      • § 1028 Verjährung
      • Abschnitt 7 (Hypothek, Grundschuld, Rentenschuld)
        • Titel 1 (Hypothek)
      • § 1140 Hypothekenbrief und Unrichtigkeit des Grundbuchs
      • § 1157 Fortbestehen der Einreden gegen die Hypothek
      • § 1158 Künftige Nebenleistungen
      • § 1159 Rückständige Nebenleistungen



Nachrichten zum Thema
§ 892 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 892 BGB
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 476/15
    04.11.2015
    Erfasst die Abtretung einer Grundschuld nur einen Teil der rückständigen Grundschuldzinsen, so bedarf es zur Löschung des Rechts nur der Bewilligung des Grundschuldzessionars, nicht jedoch zusätzlich auch der Bewilligung des Zinsgrundpfandrechtsgläubigers. » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 34 Wx 89/15
    28.10.2015
    Zu den (hier: fehlenden) Voraussetzungen für die Löschung eines Amtswiderspruchs im Antragsverfahren, der sich gegen die im Grundbuch eingetragene Anwachsung des Anteils eines ausgeschlossenen Gesellschafters bei den verbliebenen Gesellschaftern richtet. » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 132/15
    07.04.2015
    Die Vollstreckbarkeit der Entscheidung des Familiengerichts in einer Familienstreitsache im Scheidungsverbund setzt voraus, dass sie entweder in Rechtskraft erwachsen oder ihre sofortige Wirksamkeit angeordnet ist. » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 34 Wx 7/14
    23.02.2015
    1. Ist nach Übertragung eines Teils eines Miteigentums im Grundbuch zwar der Ausschluss des Rechts, die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen, im Verhältnis der bisherigen Miteigentümer und im Verhältnis des neuen Miteigentümers zu dem nicht an der Veräußerung beteiligten Miteigentümer, nicht aber im Verhältnis von Erwerber und... » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 34 Wx 193/14
    11.12.2014
    1. Bei einem Wechsel der Straßenbaulast gehen die jeweiligen dinglichen Belastungen auf den neuen Träger über.2. Wird der Ausübungsbereich einer Dienstbarkeit (Geh- und Fahrtrecht) als öffentliche Straße gewidmet, wird die Dienstbarkeit nicht schon deswegen gegenstandslos.3. Ist das Geh- und Fahrtrecht seit 40 Jahren gelöscht und das... » weiter lesen
  • LG-BONN - Aktenzeichen: 6 T 218/14
    03.09.2014
    In der Teilungsversteigerung hinsichtlich des Grundbesitzes der Gesellschaft bürgerlichen Rechts besteht ein Veräußerungsverbot gemäß § 23 ZVG. » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 34 Wx 286/14
    28.07.2014
    1. Abgrenzung zwischen Richtigstellung und Berichtigung im Grundbuchverfahren.2. Wird gemäß notariellem Testament die dort als " Vera St., geb. am xxx" bezeichnete Erbin als Ei-gentümerin im Grundbuch eingetragen, kann mit den Mitteln des Grundbuchverfahrens regelmäßig keine Personenidentität mit der sich als Erbin bezeichenden... » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 392/13
    20.03.2014
    Nach Löschung eines Insolvenzvermerks besteht für das Grundbuchamt in aller Regel kein Grund mehr, an der Verfügungsbefugnis des eingetragenen Eigentums zu zweifeln. » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 354/13
    12.03.2014
    Grundbuchverfahrensrechtlich können die Ansprüche auf Eigentumsübergang und auf Begründung eines Erbbaurechts nicht Gegenstand einer einheitlichen Vormerkung sein. » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 34 Wx 377/12
    01.03.2013
    1. Zur Zugehörigkeit eines sogenannten Anliegerwegs als unselbständiger Bestandteil eines angrenzenden Grundstücks.2. Der Umstand, dass ein Anliegervermerk im Grundbuch des gegenüber liegenden Grundstücks fehlt, erstreckt den guten Glauben des Grundbuchs, in dem der Anliegervermerk enthalten ist ("hierzu die zum Weg gehörende... » weiter lesen

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