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§ 836 BGB - Haftung des Grundstücksbesitzers

Buch 2 (Recht der Schuldverhältnisse) / Abschnitt 8 (Einzelne Schuldverhältnisse) / Titel 27 (Unerlaubte Handlungen)

(1) Wird durch den Einsturz eines Gebäudes oder eines anderen mit einem Grundstück verbundenen Werkes oder durch die Ablösung von Teilen des Gebäudes oder des Werkes ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Besitzer des Grundstücks, sofern der Einsturz oder die Ablösung die Folge fehlerhafter Errichtung oder mangelhafter Unterhaltung ist, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Besitzer zum Zwecke der Abwendung der Gefahr die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat.

(2) Ein früherer Besitzer des Grundstücks ist für den Schaden verantwortlich, wenn der Einsturz oder die Ablösung innerhalb eines Jahres nach der Beendigung seines Besitzes eintritt, es sei denn, dass er während seines Besitzes die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder ein späterer Besitzer durch Beobachtung dieser Sorgfalt die Gefahr hätte abwenden können.

(3) Besitzer im Sinne dieser Vorschriften ist der Eigenbesitzer.


Erwähnungen von § 836 BGB in anderen Vorschriften
Folgende Vorschriften verweisen auf § 836 BGB:
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    • Buch 2 (Recht der Schuldverhältnisse)
      • Abschnitt 8 (Einzelne Schuldverhältnisse)
        • Titel 27 (Unerlaubte Handlungen)
      • § 837 Haftung des Gebäudebesitzers
    • Buch 3 (Sachenrecht)
      • Abschnitt 3 (Eigentum)
        • Titel 1 (Inhalt des Eigentums)
      • § 908 Drohender Gebäudeeinsturz



Nachrichten zum Thema
§ 836 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 836 BGB
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  • OLG-DUESSELDORF - Aktenzeichen: I-16 U 53/11
    31.05.2012
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    Regelt ein Arbeitsvertrag einschränkungslos, dass dem Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug auch zur privaten Nutzung überlassen ist, umfasst dies sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit der Nutzung des Dienstfahrzeugs angefallen sind, damit also auch die im Urlaub des Arbeitnehmers aufgewandten Kosten für die Betankung des Fahrzeugs. Es... » weiter lesen
  • LAG-DUESSELDORF - Aktenzeichen: 9 Sa 1277/11
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    kein Leitsatz vorhanden » weiter lesen

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