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§ 2314 BGB - Auskunftspflicht des Erben

Buch 5 (Erbrecht) / Abschnitt 5 (Pflichtteil)

(1) Ist der Pflichtteilsberechtigte nicht Erbe, so hat ihm der Erbe auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen. Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass er bei der Aufnahme des ihm nach § 260 vorzulegenden Verzeichnisses der Nachlassgegenstände zugezogen und dass der Wert der Nachlassgegenstände ermittelt wird. Er kann auch verlangen, dass das Verzeichnis durch die zuständige Behörde oder durch einen zuständigen Beamten oder Notar aufgenommen wird.

(2) Die Kosten fallen dem Nachlass zur Last.




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§ 2314 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 2314 BGB
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 10 W 132/14
    15.01.2015
    1. Auch wenn der Erblasser deutscher Staatsangehöriger ist und nach Art. 25 Abs. 1 EGBGB grundsätzlich deutsches Erbrecht gilt, kann für einzelne Nachlassgegenstände ausländisches Erbrecht zur Anwendung kommen. Die Ausnahme gilt für solche Nachlassgegenstände, die sich nicht im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden und die... » weiter lesen
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  • OLG-KARLSRUHE - Aktenzeichen: 8 U 187/13
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    1. Voraussetzung eines Auskunftsanspruchs nach § 2314 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 2325 BGB ist nicht, dass das Vorliegen einer Schenkung feststeht. Bei ausreichenden Anhaltspunkten für möglicherweise pflichtteilsrelevante Vorgänge muss sich die Auskunft auf alle Umstände erstrecken, die für die Beurteilung, ob und in welcher Höhe ein... » weiter lesen
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  • LG-MOENCHENGLADBACH - Aktenzeichen: 1 O 163/13
    28.01.2014
    1. Verfügt ein Erblasser testamentarisch, dass zwischen den Erben aus dem übrigen Nachlass kein Ausgleich für den Fall erfolgen solle, dass einer der Erben durch testamentarische Anordnung, die der Erblasser selbst als "Teilungsanordnung" bezeichnet, faktisch mehr als seine Erbquote erhalten sollte, und die Zuwendung als... » weiter lesen
  • OLG-KARLSRUHE - Aktenzeichen: 7 U 114/07
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    § 2306 Abs. 1 S. 2 BGB findet auch Anwendung, wenn der pflichtteilsberechtigte Erbe, der zum Alleinerben eingesetzt wurde, die Erbschaft wirksam ausgeschlagen hat. » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 33 Wx 34/07
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    1. Der Begriff des "berechtigten Interesses" zur Akteneinsicht (gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 FGG) ist weitergehend als der des "rechtlichen Interesses" in § 299 Abs. 2 ZPO, der ein bereits bestehendes Rechtsverhältnis voraussetzt. 2. Eine Antragstellerin, die sich über die finanziellen Verhältnisse der Betroffenen durch Einsicht in... » weiter lesen
  • OLG-SCHLESWIG - Aktenzeichen: 3 U 63/05
    15.08.2006
    1. Bei der Berechnung der Höhe des Pflichtteilsanspruchs gelten Rechtsverhältnisse, die in Folge des Erbgangs durch Vereinigung von Forderung und Verbindlichkeit erloschen sind, entsprechend den §§ 1976,2143,2377 BGB als nicht erloschen. 2. Macht der Pflichtteilsberechtigte einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend, muss er... » weiter lesen
  • OLG-CELLE - Aktenzeichen: 4 W 151/05
    21.07.2005
    Wird mit einer Stufenklage in der letzten Stufe lediglich ein Pflichtteilsanspruch und nicht zugleich ein rechtlich selbständiger Pflichtteilsergänzungsanspruch verfolgt, umfasst die im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO durchzusetzende Verurteilung zur Auskunft über den Bestand des Nachlasses nicht ohne weiteres die... » weiter lesen

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