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§ 2306 BGB - Beschränkungen und Beschwerungen

Buch 5 (Erbrecht) / Abschnitt 5 (Pflichtteil)

(1) Ist ein als Erbe berufener Pflichtteilsberechtigter durch die Einsetzung eines Nacherben, die Ernennung eines Testamentsvollstreckers oder eine Teilungsanordnung beschränkt oder ist er mit einem Vermächtnis oder einer Auflage beschwert, so kann er den Pflichtteil verlangen, wenn er den Erbteil ausschlägt; die Ausschlagungsfrist beginnt erst, wenn der Pflichtteilsberechtigte von der Beschränkung oder der Beschwerung Kenntnis erlangt.

(2) Einer Beschränkung der Erbeinsetzung steht es gleich, wenn der Pflichtteilsberechtigte als Nacherbe eingesetzt ist.




Nachrichten zum Thema
§ 2306 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 2306 BGB
  • BGH - Aktenzeichen: IV ZR 387/15
    29.06.2016
    Auch nach der Neufassung des § 2306 Abs. 1 BGB mit Wirkung zum 1. Januar 2010 kann ein zur Anfechtung der Annahme einer Erbschaft berechtigender Irrtum vorliegen, wenn der mit Beschwerungen als Erbe eingesetzte Pflichtteilsberechtigte irrig davon ausgeht, er du?rfe die Erbschaft nicht ausschlagen, um seinen Anspruch auf den Pflichtteil... » weiter lesen
  • OLG-KARLSRUHE - Aktenzeichen: 9 U 147/13
    18.06.2014
    1. Ist ein pflichtteilsberechtigter Abkömmling vom Erblasser als Nacherbe eingesetzt, steht ihm ein Anspruch auf Auskunft über den Bestand des Nachlasses gegen den Erben, bzw. gegen den Vorerben, erst dann zu, wenn er die Nacherbschaft ausgeschlagen hat. Die bloße Absicht, die Nacherbschaft auszuschlagen, rechtfertigt einen... » weiter lesen
  • LG-MOENCHENGLADBACH - Aktenzeichen: 1 O 163/13
    28.01.2014
    1. Verfügt ein Erblasser testamentarisch, dass zwischen den Erben aus dem übrigen Nachlass kein Ausgleich für den Fall erfolgen solle, dass einer der Erben durch testamentarische Anordnung, die der Erblasser selbst als "Teilungsanordnung" bezeichnet, faktisch mehr als seine Erbquote erhalten sollte, und die Zuwendung als... » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 31 Wx 46/05
    22.09.2005
    Ein Miterbe, dessen Anteil nicht der Testamentsvollstreckung unterliegt, kann keinen Antrag auf Entlassung eines Testamentsvollstreckers stellen, der nur die Anteile der übrigen Miterben verwaltet. Die Rechte und Pflichten des nicht der Testamentsvollstreckung unterworfenen Erbteils richten sich allein nach §§ 2032 ff. BGB. Für etwaige... » weiter lesen
  • BAYOBLG - Aktenzeichen: 1Z BR 65/04
    14.12.2004
    1. Hat der Erblasser in einem notariellen Testament ausdrücklich verfügt, eine Ersatzerbenbestimmung nicht treffen zu wollen, so fehlt es an Zweifeln, welche die Anwendung der Auslegungsregel des § 2069 BGB voraussetzen würde. 2. Zu den möglichen Folgen einer Ausschlagung der Erbschaft unter dem Vorbehalt, durch die Ausschlagung gemäß... » weiter lesen
  • BAYOBLG - Aktenzeichen: 1Z BR 107/02
    08.12.2003
    1. Zur Zulässigkeit eines Vorbescheids, der mit keinem der gestellten Erbscheinsanträge übereinstimmt, und zur Prüfungs- und Anordnungsbefugnis des Beschwerde- und Rechtsbeschwerdegerichts, wenn nur einer der Beteiligten, die einen Erbscheinsantrag gestellt haben, Beschwerde (Rechtsbeschwerde) einlegt. 2. Zu den Grenzen der Auslegung... » weiter lesen
  • OLG-KARLSRUHE - Aktenzeichen: 9 U 59/03
    24.09.2003
    1. Bei gegenseitiger Erbeinsetzung von Ehegatten kann der Träger der Sozialhilfe nach dem Tod des Erstversterbenden nach erfolgter Überleitung Pflichtteilsansprüche eines behinderten Kindes unabhängig von dessen eigener Entscheidung geltend machen. 2. Die Auslegung einer letztwilligen Verfügung, die den besonderen Interessen des... » weiter lesen
  • OLG-SCHLESWIG - Aktenzeichen: 3 U 184/00
    05.11.2002
    Eine Erbin, welche berechtigt ist, die Nacherbschaft auszuschlagen, kann mit verjährungsunterbrechender Wirkung auf ihren Pflichtteil klagen. » weiter lesen
  • OLG-CELLE - Aktenzeichen: 22 U 79/01
    10.10.2002
    Der Anspruch auf Aufstockung des hinterlassenen Erbteils bis zum Erreichen des Pflichtteils (§ 2305 BGB) und die gesetzliche Vorschrift, dass in einem solchen Falle Beschränkungen und Beschwerungen des Erbteils als nicht angeordnet gelten, ergänzen einander, während erstgenannter Anspruch und Ausschlagungsrecht bei einem beschwerten,... » weiter lesen
  • BAYOBLG - Aktenzeichen: 1Z BR 29/01
    09.08.2001
    Zur Frage, wie ein Testament auszulegen ist, wenn die gesetzliche Erbfolge zu Lebzeiten der als Alleinerbin eingesetzen Ehefrau ausgeschlossen ist und die Ehefrau bezüglich des an den einzigen Sohn "zu gehenden Pflichtteils" befreite Vorerbin sein soll. » weiter lesen

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