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§ 2084 BGB - Auslegung zugunsten der Wirksamkeit

Buch 5 (Erbrecht) / Abschnitt 3 (Testament) / Titel 1 (Allgemeine Vorschriften)

Lässt der Inhalt einer letztwilligen Verfügung verschiedene Auslegungen zu, so ist im Zweifel diejenige Auslegung vorzuziehen, bei welcher die Verfügung Erfolg haben kann.




Nachrichten zum Thema
§ 2084 BGB
Entscheidungen / Urteile
Entscheidungen zu § 2084 BGB
  • OLG-BAMBERG - Aktenzeichen: 4 W 105/15
    06.11.2015
    1. Bei einem Berliner Testament in der typischen Konstellation, dass die Ehegatten als Schlusserben jeweils ihre gemeinsamen Kinder und zu gleichen Teilen berufen haben, ist in der Frage der Wechselbezüglichkeit der Schlusserbenbestimmungen die Vermutung des § 2270 Abs. 2 BGB zugleich Ausdruck des Erfahrungssatzes, wonach jeder... » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 142/15
    11.09.2015
    Haben sich Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament gegenseitig zu Alleinerben eingesetzt, so lässt weder der anschließende Satz:      "Nach dem Tod des Letztversterbenden soll die gesetzliche Erbfolge eintreten." noch eine ergänzende Pflichtteilsstrafklausel den zwingenden Schluss darauf zu, dass eine Schlusserbeinsetzung der... » weiter lesen
  • LG-KOELN - Aktenzeichen: 2 O 534/13
    15.07.2014
    Auf den beweglichen französischen Nachlass eines Erblassers, der im Zeitpunkt seines Todes die deutsche Staatsangehörigkeit hatte, findet deutsches Erbrecht Anwendung. Ein in einem französischen Testament enthaltenes Vindikationslegat entspricht nach deutschem Recht einem Vermächtnis. Ordnet der Erblasser an, dass die Ehelichkeit von... » weiter lesen
  • OLG-FRANKFURT-AM-MAIN - Aktenzeichen: 20 W 520/11
    20.03.2014
    1. Zur Fortgeltung eines gemeinschaftlichen Testaments mit wechselbezüglichen Verfügungen nach Ehescheidung. 2. Formanforderungen an einen in einem gerichtlichen Vergleich über die Scheidungsfolgen enthaltenen Erbvertrag. 3. Zur Frage des Fortbestandes eines nach § 2298 Absatz 1 BGB teilweise nichtigen Erbvertrages nach § 2298... » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: 15 W 136/13
    14.03.2014
    Zur Auslegung eines Ehegattentestaments, wenn der überlebende Ehegatte die Erbschaft ausschlägt » weiter lesen
  • OLG-HAMM - Aktenzeichen: I-15 Wx 312/08
    16.06.2009
    1) Der Zuwendungsverzicht eines durch Übertragung unter Lebenden begünstigten Abkömmlings kann Anknüpfungspunkt für eine ergänzende Auslegung der Schlusserbeinsetzung in einem gemeinschaftlichen Ehegattentestament sein, die zum Wegfall der erfolgten Ersatzerbenberufung der Abkömmlinge des Verzichtenden führt. 2) Für die Auslegung... » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 31 Wx 73/08
    04.03.2009
    Die Auslegung der in einem notariellen Testament enthaltenen Formulierung "Ersatzerben will ich heute ausdrücklich nicht benennen" kann ergeben, dass ein die Anwendung der Auslegungsregel des § 2069 BGB widersprechender Erblasserwille nicht feststellbar ist (Abgrenzung zu BayObLG vom 14.12.2004, FamRZ 2005, 1127). » weiter lesen
  • OLG-SCHLESWIG - Aktenzeichen: 3 Wx 98/03
    19.09.2008
    1. Die Testamentsauslegung nach § 2084 BGB kann ergeben, dass eine angeordnete Dauervollstreckung über die 30-Jahres-Grenze hinaus - hier bis zum Tod des Vorerben - fortdauern soll (§ 2210 S.2 BGB). 2. Nimmt ein Testamentsvollstrecker einen wesentlichen Teil des Nachlasses nicht in seine Verwaltung und verschweigt er den Erben die... » weiter lesen
  • OLG-MUENCHEN - Aktenzeichen: 31 Wx 29/08
    30.07.2008
    Wird ein privatschriftliches gemeinschaftliches Testament mit der Formulierung eingeleitet, "Sollte es Gott dem Allmächtigen gefallen, dass wir beide Ehegatten miteinander durch irgendein Ereignis sterben", kann im Einzelfall die Auslegung ergeben, dass die letztwillige Verfügung auch für den Fall gelten soll, dass die Ehegatten mit... » weiter lesen
  • OLG-DUESSELDORF - Aktenzeichen: I-3 Wx 131/07
    14.09.2007
    Setzen Eheleute durch ein gemeinschaftliches Testament einander gegenseitig zu alleinigen Erben ein und bestimmen sie, dass nach ihrem Tode der Neffe der Ehefrau und dessen Familie "unser Vermögen erben" soll, so ist für die Frage ob der überlebende Ehegatte hierdurch gehindert ist, anderweit zu testieren, einerseits zu untersuchen, ob... » weiter lesen

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