§ 1887 BGB - Entlassung des Jugendamts oder Vereins

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Stand: 16.10.2017
   Buch 4 (Familienrecht)
      Abschnitt 3 (Vormundschaft, Rechtliche Betreuung, Pflegschaft)
         Titel 1 (Vormundschaft)
            Untertitel 6 (Beendigung der Vormundschaft)

(1) Das Familiengericht hat das Jugendamt oder den Verein als Vormund zu entlassen und einen anderen Vormund zu bestellen, wenn dies dem Wohl des Mündels dient und eine andere als Vormund geeignete Person vorhanden ist.

(2) Die Entscheidung ergeht von Amts wegen oder auf Antrag. Zum Antrag ist berechtigt der Mündel, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, sowie jeder, der ein berechtigtes Interesse des Mündels geltend macht. Das Jugendamt oder der Verein sollen den Antrag stellen, sobald sie erfahren, dass die Voraussetzungen des Absatzes 1 vorliegen.

(3) Das Familiengericht soll vor seiner Entscheidung auch das Jugendamt oder den Verein hören.




Nachrichten zum Thema

Entscheidungen zu § 1887 BGB

  • BildOLG-NUERNBERG, 05.01.2015, 10 WF 970/14
    Jedenfalls wenn der Mitarbeiter eines Vereins im Hinblick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu Vergütungsfragen zum Pfleger bestellt wurde, ist für die Entlassung des Pflegers § 1887 BGB anzuwenden.
  • BildOLG-NUERNBERG, 12.05.2014, 11 WF 1596/13
    Pflegeeltern sind durch Entscheidungen zur Auswahl des Vormunds ungeachtet ihres Antragsrechts aus § 1887 Abs. 2 BGB nicht in eigenen Rechten im Sinne des § 59 Abs. 1 FamFG betroffen und daher nicht beschwerdebefugt (Anschluss an BGH FamRZ 2013, 1318 ff).Ist den Eltern des Kindes nur ein Teil der elterlichen Sorge entzogen, können sie...
  • BildOLG-NUERNBERG, 14.03.2014, 11 WF 141/14
    1. Pflegeeltern sind wie Großeltern durch Entscheidungen zur Auswahl des Vormunds ungeachtet ihres Antragsrechtsrechts aus § 1887 Abs. 2 BGB nicht in eigenen Rechten im Sinne des § 59 Abs. 1 FamFG betroffen und daher nicht beschwerdebefugt (Anschluss an BGH FamRZ 2013, 1318 ff).2. Zumindest wenn dem Kind in erster Instanz ein...
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 01.07.2008, 1 W 361/07
    Ein nicht sorgeberechtigter Elternteil ist beschwerdebefugt, wenn das Vormundschaftsgericht seinen Antrag zurückweist, den vom Familiengericht ausgewählten Vereinsvormund durch einen Verwandten des Mündels als Einzelvormund zu ersetzen. Daran ändert grundsätzlich nichts der Umstand, dass dem Elternteil das Sorgerecht entzogen wurde,...
  • BildKAMMERGERICHT-BERLIN, 01.07.2008, 1 W 360/07
    Ein nicht sorgeberechtigter Elternteil ist beschwerdebefugt, wenn das Vormundschaftsgericht seinen Antrag zurückweist, den vom Familiengericht ausgewählten Vereinsvormund durch einen Verwandten des Mündels als Einzelvormund zu ersetzen. Daran ändert grundsätzlich nichts der Umstand, dass dem Elternteil das Sorgerecht entzogen wurde,...

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