§ 1626 BGB - Elterliche Sorge, Grundsätze

Bürgerliches Gesetzbuch | 1 Kommentar

Stand: 11.12.2017
   Buch 4 (Familienrecht)
      Abschnitt 2 (Verwandtschaft)
         Titel 5 (Elterliche Sorge)

(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist.


Erwähnungen in anderen Vorschriften

Folgende Vorschriften verweisen auf § 1626 BGB:

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    • Buch 4 (Familienrecht)
      • Abschnitt 3 (Vormundschaft, Rechtliche Betreuung, Pflegschaft)
        • Titel 1 (Vormundschaft)
          • Untertitel 2 (Führung der Vormundschaft)
        • § 1793 Aufgaben des Vormunds, Haftung des Mündels



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Entscheidungen zu § 1626 BGB

  • BildNIEDERSAECHSISCHES-OVG, 27.02.2007, 10 ME 76/07
    Eine Abschiebung ist nicht auszusetzen, um dem Vater eines ungeborenen Kindes die Anerkennung seiner Vaterschaft (§ 1592 Nr. 2 BGB) und die Abgabe einer Sorgeerklärung nach § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB zu ermöglichen.
  • BildBAYOBLG, 09.01.2001, 1Z BR 137/00
    Tragen die nicht verheirateten Eltern die gemeinsame Sorge über ihr vor dem 1.7.1998 geborenen Kind, ohne daß sie dessen Geburtsnamen neu bestimmten, so ist der von diesem Kind weitergeführte Familienname auch für die nach dem Inkrafttreten des KindRG geborenen Geschwister verbindlich.

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61 - Fü ;nf =

Bisherige Kommentare zur Vorschrift (1)

Magnetski647  (29.07.2015 16:16 Uhr):
Hallo ! Meine Tochter (42) hat meine Enkeltochter (4) auf Drängen der ARGE in den Kiga von 8.00 - 14.00 gegeben, obwohl sie erfolglos Arbeit gesucht hat. Nun will sie die ARGE in eine Maßnahme stecken, wohin der Zug schon um 6.00 fährt--Weiterfahrt mit Bus. Meine Tochter sollte evtl. auch am WE arbeiten--sie hat niemanden, der sich um sie kümmert. Die Oma (78) packt das nicht mehr, und dem Lebenskameraden ( hat kein Sorgerecht ) will sie die Kleine auf keinen Fall überlassen. Sein Umgangston ist zu ruppig, was das Kindeswohl beeinträchtigt. Da die Arbeitsmöglichkeiten in MV (auf einer großen Insel) sehr schlecht sind, will meine Tochter den jetzigen Zustand so belassen, daß ihre kleine Tochter zu ihrem eigenen Wohl weiterhin von 8.00 bis 14.00 in den Kindergarten geht. Hat meine Tochter nicht das Recht, dieses selbst zu entscheiden, oder kann sie die ARGE über dieses Recht hinwegsetzen ? Arbeitsmöglichkeiten sind rar gesät in der Fischindustrie, in der Gastronomie oder im Gesundheitswesen !!! Danke für Ihre Antwort !!!

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