Kanzleibroschüre - Rechtsanwaltskanzlei

Kanzleimarketing

Die Kanzleibroschüre als Marketinginstrument

Professionell gestaltete Kanzleibroschüren haben in den letzten Jahren immer weitere Verbreitung gefunden. Neben hochwertig gestalteten Visitenkarten und Geschäftspapieren bietet eine solche Broschüre die Gelegenheit, eine subjektive Selbstdarstellung Ihrer Kanzlei der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Eine hochwertig gestaltete Kanzleibroschüre kann im Idealfall bei Ihren potentiellen Mandanten die Entscheidung auslösen, Ihnen das Mandat zu übertragen. Zudem bieten Broschüren die Gelegenheit, Ihre Dienstleistung durch die Weitergabe Ihres Werbemittels in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Eine von Profis ausgearbeitete Kanzleibroschüre kostet meist einen hohen dreistelligen oder gar fünfstelligen Eurobetrag und ist daher vor allem für Großkanzleien empfehlenswert. Für Berufseinsteiger und Junganwälte kommt wahrscheinlich eher die Erstellung eines 2-3-seitigen Prospekts in Frage, weil dies mit wesentlich geringeren Kosten verbunden ist. Da eine Kanzleibroschüre gemäß § 6 II 2 BORA ausdrücklich zugelassen ist, bietet dieses Werbemittel die Gelegenheit, kostengünstig zu werben.

Worauf Sie achten sollten

Wichtig ist bei der Erstellung eines Prospekts, dass Sie sich von Ihren Konkurrenten positiv abheben. Schauen Sie sich einfach einmal ein paar Kanzleiprospekte an. In 99% der Fälle werden Sie eine einfallslose und langweilige Broschüre vorfinden. Deshalb sollten Sie bei Ihrer eigenen Broschüre vornehmlich darauf achten, den Nutzen für Ihre Mandanten in den Mittelpunkt zu stellen. Falls Sie sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben oder hauptsächlich über Mandanten aus bestimmten Kreisen (z.B. Unternehmer oder Landwirte) verfügen, so ist es empfehlenswert, in der Kanzleibroschüre die Sprache Ihrer Mandanten zu verwenden. So können Sie leichter Vertrauen aufbauen und Ihre Mandanten werden sich eher verstanden fühlen. Vermeiden Sie unbedingt hochgestochene juristische Fachbegriffe, damit schrecken Sie ab. Erfahrungsgemäß sollte der Text leicht verständlich und gut lesbar gestaltet sein. Wenn Sie den Nerv und Tonfall Ihrer Mandanten treffen, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Daher sollte die Broschüre sprachlich möglichst verständlich gestaltet sein. Es ist wichtig in der Kanzleibroschüre zu beschreiben, welche Vorteile Ihre Dienstleistung für den Mandanten hat. Am besten Sie nehmen sich ein Blatt Papier und schreiben dort diese Vorteile auf. Die Vorteile sollten Sie dann unbedingt alle in Ihre Broschüre einbinden. So können Sie den Text für Ihre Mandanten interessant gestalten. Konzentrieren Sie sich beim Erstellen der Kanzleibroschüre immer darauf, dass Sie den Nutzen Ihrer Dienstleistung in den Vordergrund stellen. Versetzen Sie sich immer in die Position Ihrer Mandanten, die sich genau diese Frage stellen. Sobald Sie es geschafft haben, klar den Nutzen hervorzuheben, wird sich Ihre Kanzleibroschüre mit Sicherheit positiv von denen Ihrer Mitarbeiter absetzen. Sollten Ihnen diese Tipps schwer umsetzbar erscheinen, dann sollten Sie am besten einen Profi mit dem Texten beauftragen.

Was gehört in die Broschüre?

Jetzt sind Ihnen schon grundlegende Voraussetzungen zum Verfassen einer Kanzleibroschüre bekannt. Doch wie sollte die Broschüre genau aufgebaut sein? Insgesamt müssen folgende drei Teilbereiche unbedingt berücksichtigt werden:

  • Informationen über die Kanzlei: Kanzleigeschichte, (evtl. Bilder), Kanzleiphilosophie, Anzahl der Mitarbeiter, Partnerschaften mit Übersetzern, Architekten etc., Mitgliedschaften (z.B. Anwaltsverein), Zertifizierungen (Qualitätskontrolle nach ISO).
  • Informationen für Mandanten/Referenzen: Auflistung von Referenzen und Erfahrungen, Sachgebieten.
  • Mitarbeiter: Namen, (evtl. Bilder), berufliche Tätigkeit, Informationen zur akademischen Ausbildung, Qualifikationen/Weiterbildungen, Werdegang, Tätigkeitsbereiche und berufliche Erfahrungen, juristische Veröffentlichungen, Ausbildungs- oder Vortragstätigkeiten.

Rechtsprechung zu Kanzleibroschüren

Die Gestaltungsfreiheit bei Kanzleibroschüren ist nicht so eng gefasst, wie dies bei Briefbögen und Visitenkarten der Fall ist. Trotzdem bestehen Urteile, die bestimmte Inhalte in den Broschüren für unzulässig erklären. Gemäß Urteil des Landgerichtes Berlin, Verkündigungsdatum 24.März 2000, AZ 15 O 496/99, dürfen Adjektive keine Eigenschaften vorspiegeln, die objektiv nicht beweisbar sind. Dazu gehören beispielsweise "engagiert" oder "kompetent".


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