Textverarbeitung

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Wer denkt, mit dem Beruf des Rechtsanwaltes schon das Ende seiner beruflichen Qualifizierung und Weiterbildung erreicht zu haben, der irrt sich. Gerade in der heutigen Zeit sind im juristischen Berufsumfeld vermehrt außerjuristische Schlüsselqualifikationen gefragt. Schließlich beinhaltet der Rechtsanwaltsberuf neben der Rechtsberatung auch andere Komponenten wie beispielsweise Geschäftsmann oder Psychologe. Schließlich muss Ihre Kanzlei finanziell tragbar sein und auch ihre Mandanten benötigen ab und an auch neben Ihrem juristischen Rat menschlichen Zuspruch. Sehen Sie den Erwerb außerjuristischer Qualifikationen als wichtige Investition in Ihre berufliche Zukunft. Zu den wichtigen außerjuristischen Qualifikationen im juristischen Berufsumfeld gehören beispielsweise der Erwerb von Sprachkenntnissen und betriebswirtschaftlichem Wissen.

Sicherer Umgang mit Textverarbeitungssystemen

Für den Beruf des Rechtsanwalts ist das sichere Beherrschen von Textverarbeitungssystemen wie Word oder OpenOffice eigentlich Voraussetzung. Schon beim Schreiben der Hausarbeiten während des Studiums sollte diese Fähigkeit erlernt worden sein. Allerdings bringt das ganze Wissen nichts, wenn das Schreiben zäh und langsam mit dem Adler-Such-System abläuft. Spätestens im ersten Jahr Ihrer Berufstätigkeit als Rechtsanwalt werden Sie eine zügigere Schreibgeschwindigkeit vermissen.

Möglichkeiten schnellerer Textbearbeitung

Um die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Texten zu erhöhen, gibt es eigentlich nur drei Möglichkeiten. Die teuerste Möglichkeit wäre es, alle Texte in ein Diktiergerät zu sprechen und dann von Ihrer Rechtsanwaltsfachangestellten abtippen zu lassen. Diese steht dann allerdings nicht mehr für wichtigere Aufgaben zur Verfügung. Die zweite Lösung besteht darin, die Texte selbst mit einer Spracherkennungssoftware hineinzudiktieren. Als dritte Lösung bietet sich das Erlernen des 10-Finger-Systems über einen 10-Finger-Schreibtrainer an oder einen Volkshochschulkurs an. Egal ob Sie auf Spracherkennungssoftware setzen oder einen 10-Finger-Schreibtrainer verwenden wollen. Jede Lösung bietet Vor- und Nachteile.

Spracherkennungssoftware

Spracherkennungssoftware ist heutzutage schon ziemlich ausgereift und erzielt erstaunliche Ergebnisse. Die Systeme sind selbstlernend und passen sich Ihrem Sprachduktus im Laufe der Zeit an. Dazu muss die Spracherkennungssoftware allerdings stetig bei falschen Wörtern trainiert werden. Dies ist vor allem in der Anfangsphase zeitintensiv. Aus Erfahrung kann ich Ihnen mitteilen, dass in Spracherkennungssoftware diktierte Texte immer auch ein paar kleine Fehler enthalten können, die auf den ersten Blick nicht auffallen. Daher sollte jeder selbstdiktierte Text immer nochmals auf Fehler überprüft werden. Trotzdem ist das Selbstdiktat mit Spracherkennungssoftware eine geeignete Lösung für Kollegen, die wenig Zeit für das Erlernen einer höheren Schreibgeschwindigkeit aufbringen möchten. Als guter Anbieter für Spracherkennungssoftware hat sich Dragon mit seinen Produkten etabliert.

Erlernen des 10-Finger-Systems - Volkshochschule

Die beste Lösung stellt meiner Meinung nach das Erlernen des 10-Finger-Systems dar. Allerdings ist diese Methode auch mit einem höheren zeitlichen Aufwand und mit Durchhaltevermögen verbunden. Erlernt werden kann das 10-Finger-System beispielsweise an der Volkshochschule in Abendkursen. Allerdings gibt es mittlerweile auch schon 10-Finger-Schreibtrainer für den Heimgebrauch. Beide Methoden besitzen Vor- und Nachteile. Volkshochschulkurse besitzen natürlich den Vorteil, dass zu genau festgelegten Terminen im Team geübt werden kann. So wird es auch nicht so schnell langweilig. Außerdem ist es hier nicht so schwer, sich zum Lernen aufzuraffen. Das beste an den Volkshochschulkursen ist natürlich, dass am Ende des Kurse für die erfolgreiche Teilnahme ein Zertifikat ausgestellt wird. Wenn Sie sich als angestellter Rechtsanwalt auf eine Stelle bewerben, dann sollten Sie unbedingt auch eine solche Urkunde Ihrer Bewerbungsmappe beifügen. Ein zukünftiger Chef, der die Auswahl zwischen zwei Bewerbern mit ähnlicher Qualifikation zu treffen hat, wird sich sicherlich denjenigen entscheiden, der zusätzlich noch über Sicherheit im 10-Finger-Tippen verfügt. Aus unternehmerischer Sicht ist dieser Bewerber klar im Vorteil, da er für die gleiche Arbeit weniger Zeit benötigt und somit mehr Arbeit in kürzerer Zeit erledigen kann. Eine Auflistung von Volkshochschulen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

10 Finger Schreibtrainer

Für disziplinierte Lerner kann natürlich auch eine 10-Finger-Schreibtrainer verwendet werden. So lassen sich die Lernlektionen nach eigenem Ermessen bequem selbst von zu Hause durchführen. Schauen Sie sich am besten den 10 – Finger - Schreibtrainer in Ruhe an oder recherchieren Sie im Internet. Es gibt deutlich unterschiedliche Lernansätze in den verschiedenen Programmen. Viele Anbieter der 10-Finger-Schreibtrainer verwenden langweilige Abtippaufgaben, um die Fingerfertigkeit zu trainieren. In den meisten Fällen werden Sie natürlich auch nicht darum herumkommen, bestimmte Übungen durch Wiederholungen einzuüben. Mittlerweile gibt es jedoch auch Anbieter, die kleine Spiele in die Übungen einbauen, um das Lernen ein wenig aufzulockern. Jeder gute 10-Finger-Schreibtrainer sollte zumindest eine statistische Auswertung der Lernergebnisse liefern. Empfehlenswert sind folgende Programme:

Tippkönigin

Dieser 10-Finger-Schreibtrainer bietet neben regulären Trainingslektionen auch noch einige unterhaltsame Spiele wie z.B. Breakout.

Duden Tipptrainer

Dieser 10-Finger-Schreibtrainer verfügt über insgesamt 36 Lektionen und 20 Diktate. Der Lernfortschritt wird fortwährend gespeichert. Sind die Lektionen erfolgreich absolviert worden, dann kann man sogar ein Duden-Zertifikat über den absolvierten Kurs ausdrucken.


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