Angestellter Rechtsanwalt

Bewerbung als Jurist

Ein angestellter Rechtsanwalt hat auf den ersten Blick viele Vorteile. Sie haben ein festes Einkommen, mehr oder weniger geregelte Arbeitszeiten, unterliegen dem Kündigungsschutz und haben vor allem kein Existenzrisiko.  Ein angestellter Rechtsanwalt kann sich  voll und ganz auf seinen Beruf konzentrieren und besitzt gegenüber einem selbstständigen Rechtsanwalt keine weiteren administrativen Aufgaben.

Was muss ein angestellter Rechtsanwalt besonders beachten?

Neben den normalen Voraussetzungen, die beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages beachtet werden müssen, muss ein angestellter Rechtsanwalt auf drei Dinge besonders Acht geben.

Zum einen muss ein angestellter Rechtsanwalt eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Sie dient dazu, entstandene Schäden durch Fehlberatungen abzusichern. Die Deckungssumme der Berufshaftpflichtversicherung sollte vorher unbedingt mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber abgesprochen werden. In der Regel werden die Kosten für die Berufshaftpflicht vom Arbeitgeber übernommen. Allerdings sollte sich darauf nicht verlassen werden und im Zweifel genau mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Rentenversicherung. Normalerweise ist der angestellte Rechtsanwalt in einem normalen Arbeitsverhältnis beschäftigt und somit über Bundesversicherungsanstalt für Angestellte versichert. Rechtsanwälte können allerdings ebenso Mitglied des Versorgungswerks werden. In der Regel ist dies auch der Fall, denn die Versorgebedingungen, wie zum Beispiel die Rentenleistung, sind gegenüber der Rentenversicherung wesentlich besser.

Aufgrund des Arbeitsverhältnisses ist ein angestellter Rechtsanwalt auch gesetzlich kranken- und pflegeversichert. Es besteht allerdings die Besonderheit für den Fall, dass die Vergütungshöhe über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, eine private Krankenkassenversicherung abgeschlossen werde muss.


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