Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

Dieses Thema "ᐅ Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt - Vereinsrecht" im Forum "Vereinsrecht" wurde erstellt von Coldpartrunner, 14. Juni 2018.

  1. Coldpartrunner

    Coldpartrunner Forum-Interessierte(r) 14.06.2018, 16:34

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    Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Hallo zusammen,
    das Thema klingt etwas sperrig, ich will aber versuchen, etwas Klarheit hinein zu bringen.

    Nehmen wir also an, dass Frau A und Herr B mit ihren Partnern mehrere Jahre in einem Hundeausbildungsverein Mitglied waren und sich dort ineinander verliebten, sich von ihren Partnern trennten und zusammenzogen. Solche Konstellationen kommen sicher immer mal wieder vor und beschäftigen auch recht häufig die Vereinscommunity in allen Facetten.
    Jedenfalls verließen Frau A und Herr B im Zuge der ganzen Aktion den Verein und es kehrte Ruhe ein.

    Mehrere Jahre später wollte Frau B wieder in den Verein eintreten und wandte sich in dieser Sache an den 1V. Der lehnte in seiner Antwort das Ansinnen von Frau A mit dem Hinweis auf den Vereinsfrieden ab und verbat sich weitere Nachfragen.

    Zum Erwerb der Mitgliedschaft legt die Satzung fest, dass ein neues Mitglied das recht hat, unverbindlich an drei Trainingsstunden teilzunehmen. danach ist ein Aufnahmeantrag an den Vorstand zu richten, der für die Dauer von vier Wochen zu veröffentlichen ist, um den Mitgliedern eventuell Einspruchsmöglichkeiten zu eröffnen. Gibt es keine Einsprüche, ist das neue Mitglied aufgenommen. Über Einsprüche entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit, über eine Ablehnung wird das aufzunehmende Mitglied informiert. Eine Begründung ist nicht nötig.

    Nun ist die Frage, ob es sich im Fall von Frau A um eine Neuaufnahme handelt oder ob die ehemalige Mitgliedschaft dies nicht möglich macht. Ist der 1V berechtigt, hier eine Ablehnung von vornherein auszusprechen oder sind die Bestimmungen der Satzung auch in diesem Fall anzuwenden. Können überhaupt Regelungen angewandt werden, die nicht durch die Bestimmungen der Satzung gedeckt sind?

    Coldpartrunner
     
  2. Spezi–3

    Spezi–3 Star Mitglied 14.06.2018, 16:43

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    1.) es ist zweifellos eine neue Mitgliedschaft. Die frühere Mitgliedschaft ist unerheblich.
    2.) Wenn das eintrittswillige Mitglied einen Aufnahmeantrag stellt, kann es verlangen, dass die Eintrittsregelungen der Satzung eingehalten werden.
    3.) Natürlich hat der Vorstand als Mitglied auch Einspruchsmöglichkeiten und da er ohnehin über die Einsprüche entscheidet, wird gegen seinen Willen keine Mitgliedschaft zustande kommen.
    Zuletzt bearbeitet: 14. Juni 2018
     
  3. Coldpartrunner

    Coldpartrunner Forum-Interessierte(r) 16.06.2018, 03:09

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Dass sich ein Vorstand an die Bestimmungen der Satzung halten sollte bzw. muss, sollte eigentlich kein Thema sein, sondern allgemein gültige Vorgehensweise. Eigentlich bräuchte im geschilderten Fall der Vorstand nur die in der Satzung festgelegte Frist abzuwarten, selbst Einspruch einlegen und diesem stattgeben. Damit wäre die Sache satzungsgemäß erledigt.

    Nun hat er das nicht, sondern das begehren von Frau A auf nicht satzungsgemäße Weise abgeschmettert. Frau A könnte also auf die Anwendung der Satzung auch in ihrem Fall bestehen, auch wenn die Aussichten auf Nichtaufnahme in den Verein stehen?
     
  4. khmlev

    khmlev V.I.P. 16.06.2018, 09:10

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Wenn der erste Vorsitzende einzeln zur Vertretung des Vereins berechtigt ist, dann ist die ausgesprochene Ablehnung des Beitrittsantrages, trotz Satzungsverstoß, wirksam. Es bleibt der Mitgliederversammlung vorbehalten, wie sie auf das satzungswidrige Verhalten des ersten Vorsitzenden reagiert.
     
  5. Spezi–3

    Spezi–3 Star Mitglied 16.06.2018, 09:36

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Diese Schilderung (Ansinnen + Nachfrage) klingt für mich nicht danach dass es überhaupt einen offiziellen Aufnahmeantrag gab über den satzungsgemäß entschieden werden müßte.

    Wenn dieses "Ansinnen" eine Bitte um die Wiederbelebung der einstigen Mitgliedschaft betraf konnte der Vorsitzende auch so reagieren, ohne Satzugsregelungen zu verletzen.
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.06.2018, 09:56

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Handelt es sich um einen als gemeinnützig anerkannten Verein?
    (Der ist nämlich nicht frei darin, nach eigenem Belieben die Aufnahme von Mitgliedern abzulehnen.)
     
  7. Spezi–3

    Spezi–3 Star Mitglied 17.06.2018, 10:50

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Das ist ein Irrlaube, eine solche Verpflichtung gibt es nicht.
    Zumindest wäre die Satzungsregelung nicht unwirksam.

    Wo soll dies denn genau stehen ?
     
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.06.2018, 16:51

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

    Das ergibt sich aus den Bestimmungen der Abgabenordnung (§§51-60) und der Handhabung derselben durch die Finanzbehörden. Darauf weisen diese bei Erteilung der Gemeinnützigkeitsbescheinigung auch regelmäßig hin. Es steht auch in den einschlägigen Merkblättern der Finanzverwaltung.

    Es darf eine Beschränkung der Mitgliedschaft aus sachlichen Gründen erfolgen (z.B. kann ein Segelsportverein die Mitgliedschaft vom aktiven Segeln abhängig machen, es kann auch ein Sportverein aufgrund begrenzter Kapazität Neuaufnahmen ablehnen) - eine Ablehnung eines Mitgliedes ohne sachlichen Grund dagegen gefährdet die Gemeinnützigkeit.

    Siehe z.B.: http://www.lsb-berlin.net/angebote/...chaft/muss-ein-vereinverband-jeden-aufnehmen/

    Eine sachgrundlose Ablehnung eines Mitgliedsantrags kann auf jeden Fall die Gemeinnützigkeit gefährden - und bei einem Fall wie dem im EP beschriebenen schreit alles danach, weil nämlich ein Hinweis an das Finanzamt eine zu erwartende Retourkutsche wäre.

    Und die Begründung "Die Antragstellerin hatte mal was mit einem anderen, verheirateten Mitglied und das hat zu Stress geführt!" wird kein Finanzamt überzeugen.
     
  9. Spezi–3

    Spezi–3 Star Mitglied 17.06.2018, 18:34

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    AW: Wiedereintritt in einen Verein mehrere Jahre nach Austritt

     
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