wie frei ist ein Richter wirklich?

Dieses Thema "ᐅ wie frei ist ein Richter wirklich? - Recht, Politik und Gesellschaft" im Forum "Recht, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von Benutzer1a, 24. Dezember 2015.

  1. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 24.12.2015, 06:16

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    wie frei ist ein Richter wirklich?

    Hallo,

    als Laie, der sich zu manchen Themen so gut es geht versucht einzulesen stolpere ich ständig über soetwas wie einen scheinbaren Unterschied zwischen Theorie und Praxis - und frage mich langsam was da überhaupt das gewollte Grundprinzip ist, bzw. wie das System arbeitet..

    Ich gehe an eine sache heran, wie ich es in einer anderen wisenschaft auch machen würde un lese nach, was andere zu einem Thema so gesagt und getan haben (was in den Naturwissnschaften natürlich grundsätzlich einfacher ist).

    Wenn ich jetzt zu einer Rechtsfrage etwas wissen will oder verstehen möchte, was Sache ist, gehe ich idR. so vor:

    Wenn klar ist, welche Vorschrift einschlägig ist, nehme ich mir z.B. beim BGB mindestens 2 Kommentare her meist Palandt und Staudinger (den wegen der Ausführlichkeit - und man deshalb oft genau den Fall findet den man sucht..)

    Dann kann das durchaus Stunden dauern, bis man teilweise hundert Seiten gelesen und verglichen hat. Wenn man dann 2 oder drei Quellen verglichen hat, meint man zu wissen - ok, so ist das gedacht und passt auch alles ordentlich und scheint systematisch zu sein - und eine Teilfrage eigentlich klar...

    Fragt man jetzt aber einen Juristen kommt da regelmäßig ein "naja, kann man sich nicht drauf verlassen, wenn der Richter nichts von wissen will..." - auf jeden Fall ist es aber so gut wie unmöglich eine halbwegs verbindlich Meinung zu erhalten - und schon gar nicht schriftlich.

    Was ich mich da frage ist, ob es daran liegen mag, dass der Anwalt die Norm nun ggf. nicht wirklich kennt und sich nicht sicher ist, weil er sich selbst vor 20 Jahren das letzte Mal damit beschäftigt hat- oder damit zu rechnen ist, dass ein Richter sich auch seit 30 Jahren damit nicht beschäftigt hat - oder das Ganze einfach doof findet und deshalb nicht berücksichtigt ...

    Deshalb die Frage - was ist da eigentlich der Plan:

    Arbeitet ein Gericht einen Sachverhalt anhand einzelner Fragen anhand der entsprecghenden Gesetze ab - oder macht es sich ein grobes Bild entscheidet und versucht dann das was es für richtig hält - so gut es geht mit den bestehenden Gesetzen zu begründen?
     
  2. Anka D

    Anka D Star Mitglied 24.12.2015, 08:11

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Am besten, man befragt einen (oder mehrere) Richter.
    Vielleicht trägt der ein oder andere zu diesem Thema bei.

    'Freiheit' als (inter)subjektives Erleben ist einer ähnlichen Systematik unterworfen wie 'Wahrheit'.
    Wenn man fast täglich mit diversen Wahrheiten konfrontiert wird, mag sich manch Wahrheitsempfinden verschränken - und dies auch noch vollkommen 'frei';).
     
  3. cmd.dea

    cmd.dea V.I.P. 24.12.2015, 13:32

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Das sind Sprüche wie "Vor Gericht und auf hohere See..", "Recht haben und.." etc., die zwar einen gewissen Hintergrund aber, in aller Regel aber gerade nicht stimmen.

    Zunächst einmal besteht ein überwiegender Teil streitiger Fragen vor Gericht nicht im rechtlichen, sondern im tatsächlichen. Dass in einem Zivil- oder Strafverfahren wirklich mal über Rechtsfragen gestritten wird, ist eher selten. Denn das meiste ist wirklich höchsterichterlich ausentschieden.

    Und wenn es wirklich mal nicht vom BGH entschiedende Fragen gibt, welche von den OLGs und/oder der Literatur unterschiedlich gesehen werden, dann liegt es ja in der Natur der Sache, dass man nicht weiß, welcher Auffassung sich der Richter anschließt.

    Ersteres. Da es in der Justiz aber wie überall sonst auch Menschen gibt, die menschlich handeln und menschliches Handeln nicht 100% kongruent verläuft, gibt es auch Richter, die ihr Judiz zugrunde legen und dann versuchen, das zu bergünden. Es gibt auch solche, die nur ihr Judiz zugrunde legen. Es gibt auch solche, die jahrelang garnicht entscheiden.

    Will sagen: Natürlich kann man darauf keine einheitliche Antwort gegen. Von Berufs wegen kann ich nur sagen, wie ich und die allermeisten arbeiten, die ich kenne. Ebenso, wie die andere Kollegen arbeiten, deren Entscheidungen ist lese.

    Daher ist es auch hilfreich, einfach mal Urteile zu lesen, die ja regelmäßig in den einschlägigen Zeitschriften veröffentlicht werden (nicht: Die Presseberichterstattung). Da sieht man sehr schön, dass und wie die Gerichte die Urteile aufbauen und woran sie sich orientieren.

    Dass die unterlegene Partei natürlich meist meint, das Urteil sei falsch und der Richter könne daher nur nach seiner eigenen Ansicht entschieden haben, ist klar und führt auch zu entsprechenden Ansichten über die Justiz. Die Gewinner äußeren sich ja dazu nie.

    PS:

    Es ist ohnehin ein Irrglaube, die meisten Richter würde es überhaupt persönlich interessieren, wie ein Rechtsstreit ausgeht, so dass sie nicht nach dem Gesetz entscheiden würden.

    Was interessiert es mich inhaltlich, ob der Mieter oder der Vermieter den Schimmel verursacht hat, was, ob das Auto in der Markenwerkstatt oder eine sonstigen Werkstatt repariert werden darf, was, ob der Stützpfeiler in einem Haus, das ich nicht kenne und ich nie sehen werden, ordnungsgemäß errichtet wurde oder nachgebessert werden muss, was, ob das Kündigungsschreiben am 3. oder erst am 4. Werktag zuging und daher 1 Monat weiter gezahlt werden muss, etc. etc. etc.

    Warum sollte man sich dazu wirklich eine eigene Meinung bilden wollen und nicht einfach das Recht anwenden, das man ja nun mal auch jahrelang und mit viel Einsatz studiert hat?
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dezember 2015
     
  4. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 24.12.2015, 14:07

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Hallo,

    Auf die idee bin ich auch gekommen, wobei, wenn ich mir Urteile zu bestimmten Themen angesehen habe, dass dann halt meist welche des BGH oder eines OLG gewesen sind.
    Die sind zugegeben - wie erwartet - schlüssig und an den Stellen, wo man meint 'naja' so ausführlich begründet und erläutert, dass der rote Faden klar erkennbar und das Ganze strukturiert erscheint...

    Um mal zu motivieren, welches Gefühl mich beschleicht, wenn ich mit Anwälten rede, muss ich etwas ausholen:

    Ein Bekannter ist Zahnarzt. Fragen sie mal einen Zahnarzt, wie nach Stand der Technik und medizinischen Forschung ein kariöser Zahn mit einer Füllung zu versorgen wäre - und dann wie das "abgekürzte" Verfahren in der täglichen Praxis aussieht, wo nur ein paar Euro dafür abzurechen sind...

    Mein Verdacht geht da in die Richtung, dass da auch im Justizbereich ,an der Basis, schon die Anwälte möglichst "Effizient" bei der Klage und ihrer Begründung vorgehen - und dann der Richter , zumal er eh nur einen sehr begrenzten Auftrag zur Erforschung der Sachlage hat, dann "fünfe gerade sein lässt" und so entsteht dann die Sache mit dem "Gericht und der See".

    Hinzu kommt - so meine Beobachtung - bei Anwälten eine offenbar panische Angst vor einer eigenen Haftung, wenn sie einen rechtlichen Rat nachvollziehbar geben sollen.

    Meine Vermutung hier:

    Es ist wesentlich einfacher zu sagen: Das kommt darauf an wie das Gericht das sieht usw. als zu sagen: "Da will ich mich nicht festlegen, weil ich mich der Gefahr einer Haftung aussetze, wenn ich schief liege..."

    Denn mein Eindruck ist eigentlich: Wenn man will ist zu so ziemlich allen Fragen herauszubekommen, was "herrschende Meinung", "ständige Rechtsprechung" oder sogar Meinungen einer Minderheit zu einer speziellen Frage ist.
    Nur: Richtig ist auch, dass kein Gericht daran gebunden ist was unter §XYZ Rn 57 zu BGHZ 1997 usw. geschrieben steht ;-)
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dezember 2015
     
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  5. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 24.12.2015, 14:56

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    PS.:

    Das ist ein zweiter Quell meiners "Misstrauens". Es gibt zwar bei den Juristen auch Fachanwälte und bestimmt auch spezialisierte Kammern und Staatsanwaltschaften etc - aber ich halte es für praktisch ausgeschlossen, das jeder effizient im Zugriff hat was er alles vertreten darf...das ist alles zu unzusammenhängend und wirr, das das eigentlich kein Mensch im aktiven Gedächtnis haben kann...

    Ich sag's mal so : Hat jemand in einem theoretischen Thema der Physik zu irgendwelchen Gitterstörungen promoviert - käme ich schon nicht auf die Idee von ihm mehr als eine bessere Laienmeinung zuerhalten, wenn es um eine elektronische Schaltung geht - obwohl der ganze Zauber eben auf dotierten Halbleitern beruht.

    Wenn das BGB jetzt die Festkörperphysik ist - dann wäre die ZPO die Elektrotechnik, Das StGB die Chemie und die StPO die Chemietechnik... bis man dann über die Steuergesetzgebung bei den Ordnugswidrigkeiten und der komunalen Kleingartenverordnung angekommen ist ...
    Aja und die völlig verwirren SGB I bis schlag mich tot gibt es ja auch noch...
     
  6. cmd.dea

    cmd.dea V.I.P. 24.12.2015, 15:00

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Da sollten Sie sich überlegen, wo Ihr Verdacht genau herkommt und ob dem eine sachliche und qualifizierte Meinungsbildung zugrunde liegt.

    Im Übrigen haben Anwälte auch nicht mehr Zeit als Richter für die Verfahren und Richter sind mindestens genau so mit der Materie beschäftigt und somit auch vertraut, wie Anwälte. Das mag bei einigen Fachmaterien anders sein, dann hat das Urteil aber nicht mit "5 gerade sein lassen" (wem gegenüber denn überhaupt) zu tun, sondern damit, dass die Rechtsfindung der unteren Gerichte, die eben alles in kurzer Zeit machen müssen, nicht so ausgereift ist.

    Sie müssen unterscheiden zwischen einem allgemeinen Rechtsgespräch und der Frage, wie das Verfahren ausgehen wird. Letzteres kann der Anwalt nie sagen, weil das von unzähligen auch gerade unjuristischen Faktoren, etwa auch Zeugenaussagen und vor allem der Lieferung von Informationen und Belegen der Mandantenseite abhängt. Natürlich wäre das ggf. ein Haftungsfall, etwas zu versprechen, was dann nicht eintritt. Aber das wäre so oder so nicht möglich.

    Das hat nichts mit einfach zu tun, das ist die Aufgabe des Anwalts bei der Beratung. Ein seriöser Anwalt würde nie sagen, wie ein Fall ausgeht.

    Vor allem: Was hätte ein Mandant von einer konkreten Aussage des Anwalts? Dadurch würde sich ja die spätere Gerichtsentscheidung nicht ändern und das weiß er auch.

    Das ist eine typische Laienansicht, die so nicht zutreffend ist.

    Auch hier haben sie ganz falsche Vorstellungen.

    Warum sollte denn ein Richter ein Urteil fällen, dass vom BGH abweicht, und dabei noch umfassend begründen, dann in der Berufung oder Revision aufgehoben werden - zumal er davon überhaupt nichts hat -, wenn er einfach sagen kann: So spricht der BGH. Punkt aus Akte zuklappen nach Hause gehen.

    Sie haben denke ich eine gänzlich falsche Vorstellung von der Arbeit der Richter, aber auch der Anwälte.
     
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  7. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 24.12.2015, 16:00

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Naja - das Problem mit der Laienansicht ist eigentlich jenes, das man als Laie eigentlich zunächst gar keine Ansicht der Angelegenheiten hat und haben möchte - dann aber dennoch gezwungen ist sich mit den Angelegneheiten zu beschäftigen - wobei ich zugebe, dass es mir in gewisser weise mittlerweile etwas spass macht ...

    Der Ursprüngliche Zugang zu der Sache ist ja der:

    Du hast eine Auseinandersetzung mit jemanden wo du nicht weiter kommst. Und sie auch nicht lösen kannst

    Irgendwann geht der Erste zum Anwalt, was zwangsläufig zur Folge hat, das der andere auch einen Anwalt beauftragt.

    Die Mandanten - so hab ich das jedenfalls beobachtet - schildern den Anwälten den Sachverhalt, so wie sie den "erlebt" haben und erwarten nun jeweils , dass der Anwalt die Sache regelt.

    Wohl gemerkt - das ist jetzt die unverdorbene Laiensicht!

    Meine ganz persönliche - für mich damals verblüffende - Urerfahrung war dann, dass wenn man mit dem eigenen Anwalt und dem der Gegenseite sprach, ganz anders als erwartet, die rechtliche Bewertung des Sachverhalts so wie er tatsächlich in beiden Schilderungen aufgetaucht war, bis auf Details identisch war.

    Als Laie denkt man dann zunächst - ja gut, dann sollte man sich ja einigen können.

    @cmd.dea
    Das ist schon genau wie sie das hier schreiben....

    Was dann losgeht, das der gegnerische Anwalt sagt: Klar war das so - nur musst du das erst beweisen - wir bestreiten erstmal alles.

    Dein eigener anwalt sagt - Jo, dann such mal raus was relevant ist, ich mach dann die Klageschrift fertig.

    Damit der Laie aber "mal raussuchen" kann, was relevant ist, muss er erstmal wissen, welche Tatsachen überhaupt relevant sind und was denn die entsprechenden Beweisfragen sind und schwubs muss er sich mehr damit beschäftigen, als ihm eigentlich lieb ist :-(
     
  8. cmd.dea

    cmd.dea V.I.P. 24.12.2015, 20:24

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Ja und nein. Was alles relevant ist, entscheidet natürlich der Anwalt. Aber der Mandant muss halt erst mal alles, was überhaupt relevant sein könnte, heranbringen. Das ist ja nicht die Aufgabe des Anwalts. Dieser sondiert dann.
     
  9. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 25.12.2015, 00:24

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Genau - aber das scheint mir wieder die "lehrbuchmäßige" herangehensweise. Naturgemäß ist die Zahl meiner Beobachtungen da begrenzt - das soll jetzt auch kein konkreter Vorwurf sein, da die Zeit immer begrenzt ist - aber gibt man z.B. einen Ordner mit ggf 100-200 Seiten Korrospondenz ab (weil man ja auch zeigen will, was die Gegenseite ggf. anführen könnte - geht die Bereitschaft das auch nur etwas gründlicher zu überfliegen - nach meiner Erfahrung - gegen null.
    So ist man angehalten immer weiter zu reduzieren, bis man das ungute Gefühl hat irgendetwas zu übersehen...

    Das zwingt den armen Laien dann, sich damit auch mal links und rechts zusuchen, ob die Einschätzung des Anwalts richtig ist - und wenn man dann widersprüche findet, sind die Nerven ganz am Ende ;-(

    Das fängt ja schon damit an, dass wenn der Sachverhalt etwas komplizierter, das Geschehen umfangreicher ist ein "Stille Post" Prozess einsetzt der z.B. auch ungemein viel Zeit kostet.

    Das hat jetzt mit dem Richter in erster Linie nichts zu tun - nur wenn der dem gleichen Zeitdruck unterliegt(hier ggf. nicht wegen Angst um's Einkommen sondern weil der Stapel so hoch ist) - wird einem da Angst und Bange :cry:
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dezember 2015
     
  10. Rechthexe

    Rechthexe Star Mitglied 25.12.2015, 09:11

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Ich frage mich die ganze Zeit, welchen wirklichen Hintergrund die Frage, so es eine ist, haben könnte :misstrauisch: solche Gedanken würde sich ein "normaler" Mandant nicht machen denke ich.

    Vielleicht hat cmd.dea noch eine Statistik zur Hand, wie oft gerade in zivil- und arbeitsrechtlichen Verfahren Vergleiche geschlossen werden, unter anderem auch, weil die Zeit auf allen Seiten immer viel zu knapp ist ;)
     
  11. cmd.dea

    cmd.dea V.I.P. 25.12.2015, 09:34

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Eine solche Statistik gibt es zwar bei den Ministerien. Ich habe jedoch keine zur Hand.

    Es ist aber ein Irrglaube, dass Vergleiche immer der Zeitersparnis von allen Beteiligten, insb. Richter und Anwälte dienen. Häufig dauert das Aushandeln dieser wesentlich länger, als eine schlichte Antragstellung (das für die Anwälte in jedem Fall) und Entscheidung. Viele Fälle gleichen sich gerade rechtlich, so dass die Urteile letztlich auch schneller geschrieben sind.

    Bei großen Verfahren mit Beweisaufnahmen ist das natürlich anders. Vergleiche werden aber ebenso häufig in Verfahren geschlossen, in denen die Entscheidung dann doch von Rechtsansichten oder Wertungen abhängen, die das Gericht zu treffen hat, wo es das Gesetz vorsieht (durch Verwendung von Begriffen wie "angemessen", "unzumutbar", "verhältnismäßig"), so das die Parteien dieser Unwägbarkeit (auch der Berufungs- und ggf. Revisionsinstanz) durch den Vergleich entgegen wirken. Die Arbeit für die beteiligten Juristen ist dann aber ungleich größer, als eine Entscheidung .
     
  12. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 25.12.2015, 12:04

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Was ist schon ein normaler Mandant?

    Der Hintergrund der ursprünglichen Frage sollte doch deutlich sein - und cmd.dea hat sie ja auch beantwortet. Lediglich lese ich (was meiner Befürchtung entspricht) in den entsprechenden Abschnitt ein "eigentlich" hinein, das da so nicht ausdrücklich seht aber doch erkennnbar ist.

    Das ist methodisch aber ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Rein praktisch liegt es daran, dass ich ein Optimist mit Erfahrung bin und besonderes Vertrauen ggf. noch Mutti gegenüber hege - aber auch da hat es Grenzen.

    Darauf "logische Brüche" zu finden bin ich halt auch trainiert und so fällt mir auf, wenn eine Aussage wie "auf die schnelle ausgedacht" vorkommt. Höre ich das von einem Anwalt muss ich versuchen heraus zu bekommen was tatsächlich Sache ist.

    So ist es mir schon gelegentlich gelungen etwas richtig zustellen. Die typische Reaktion des Anwalts ist :

    a.) wenn es zu offensichtlich ist - ja, stimmt, hatte ich übersehen - ist aber hier nicht so wichtig...

    b.) ja, stimmt - aber ob der Richter das auch so sieht?

    Antwort b.) ist halt besonders unbefriedigend, weil es eben auch dieses "eigentlich" enthält.. Bedeutet das jetzt, dass der Anwalt den Kommentar oder besser die darin aufgegangenen BGH Entscheidungen nicht kennt - oder wirklich, das der Richter eine andere Meinung vertreten könnte...

    Zur Reaktion a) hätte kommt es z.b. wenn mehr oder weniger etwas übersehen wird, was direkt im Gesetz steht - z.B. wann eine bestimmte Forderungsart überhaupt fällig wird ... das ist denke ich unproblematisch...
     
  13. Beth82

    Beth82 V.I.P. 25.12.2015, 13:10

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Hallo @Benutzer1a,

    kennen Sie das Interview mit Wolfgang Schrammen?

    Zumindest ist seine Theorie über die Gruppendynamik in Juristenkreisen nicht ganz abwegig.

    Es würde auch erklären, warum ein Jurist, wenn überhaupt, erst wenn er im Ruhestand ist, zu einem sogenannten *Nestbeschmutzer* wird.

    Oder gar der junge Richter im Saarland, der Ministerialrat a.D. der den Mollathfall unterstützte...
    ...dies sind nur einige Beispiele, von leider vielen.

    Interessant wäre es Ihre Frage an den deutschen Richterbund zu richten, denn die Meinung eines Richters, hier @cmd.dea, ist wohl nicht ausschlaggebend.
     
  14. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 25.12.2015, 14:26

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    @Beth82

    Naja, was @cmd.dea schreibt, ist ja nicht von der Hand zu weisen.
    Ich sehe ein mögliches Problem - um es mal vorsichtig zu formulieren - nicht bei der Funktionstelle der Richter, weil deren Auftrag ja auch klar und eindeutig ist als auch persönliche Interessen nur in extremen Ausnahmefällen eine Rolle spielen dürften.

    Problematisch finde ich da eher die Rolle des Anwalts in dem System , so wie es bei uns ausgestaltet ist.

    Da besteht zunächst sowieso ein grundsätzlich schwelender konflikt zwischen den eigenen Interessen und denen des Mandanten. Man muss glaube ich nicht extra auf die wirtschaftlichen Interessen hinweisen.

    Schlimmer ist aber die Rolle, die die Gesetzgebung den Anwälten immer noch zuesteht - die aber sicher nicht (mehr?) den Tatsachen entspricht. "Organ der Rechtspflege" ;-)

    Es gibt da so Dinge wie §138ZPO oder die Berufsordnung die das verbreiten von falschen Tatsachen verbieten...

    Schlagt mich, aber meine Beobachtung ist, dass die eigentliche - zumindest nicht nur auf Einzelfälle beschränkte - anwaltliche Berufsregel ist : Lasst euch nicht beim Lügen erwischen - zumindest nicht so, dass trotz allem Wohlwollen dazu ein Beweis geführt werden könnte. Ansonsten lasst sich die Balken ruhig biegen, wenn es dem Mandanten nützen könnte.

    Die Berufsaufassung der einzelnen Vertreter weicht da schon stark voneinander ab - und systematisch muss man objektiv sagen: Wer da noch beim Lügen rot wird oder es vermeidet, ist im Überlebenskampf wohl im Hintertreffen...

    Aber ohne ein solch ein inneres Regulativ landet dann aber auch - so meine These dazu - wieder viel mehr beim Richter, als wäre man von Anfang an ehrlich miteinander umgegangen.
    Je mehr vor Gericht zur Entscheidung liegt, desto mehr kommt dort die Qualität unter Druck weil einfach quantitativ die Arbeit sonst nict zu erledigen ist.

    Dazu kommt noch ein Lerneffekt bei dem Mandanten:

    Bei Recht und Unrecht kommt es nicht darauf an was man sagt oder tut - sondern nur noch das, was einem nach anwaltlicher Beratung noch zu beweisen ist.

    Das ist so ein bißchen so, als ob man sein Gewissen amtlich in den Urlaub schicken darf. ;-)
    Zuletzt bearbeitet: 25. Dezember 2015
     
  15. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 25.12.2015, 14:45

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    AW: wie frei ist ein Richter wirklich?

    Ich hätte da ein ausgedachtes Beispiel , an dem man mein Problem mit der Rolle erkennen kann...

    Angenommen der Anwalt de Schuldners ruft den Gläubiger an und bittet um Stundung.
    Der dumme Gläubiger lässt sich darauf ein - der Anwalt will die Zusage für seinen Mandanten notfalls bezeugen - der Gläubiger verzichtet auf eine schriftliche Ausfertigung eines Vertrages. Ihm ist schlicht die Bedeutung nicht vollständig klar.

    Was ist die mögliche Konsequenz?

    Im Sinne des §212BGB wäre dis Stundung - eigentlich schon die Bitte um Stundung (?) ein Grund für den Neubeginn der Verjährung.

    Preisfrage:
    Wie verhält sich ein Anwalt nun, wenn sich sein Mandant - trotz Stundung - später auf die Einrede der Verjährung beruft?

    OK, der Gläubiger war halt dämlich - aber muss er damit rechnen, das die Welt so schlecht ist? ;-)
     
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