Wert von GmbH-Anteilen?

Dieses Thema "Wert von GmbH-Anteilen? - Gesellschaftsrecht" im Forum "Gesellschaftsrecht" wurde erstellt von JPBenk, 13. Oktober 2017.

  1. JPBenk

    JPBenk Neues Mitglied 13.10.2017, 10:53

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    Wert von GmbH-Anteilen?

    Wie würde man den Wert von GmbH-Anteilen (einer Unternehmensberatung) für einen Verkauf in folgendem Fall berechnen: Höhe der zu verkaufenden Anteile liegt bei 30%. Die GmbH hat noch keinen Umsatz gemacht seit Ihrer Gründung, vorhanden sind vom Gründungs-Kapital noch 15.000 EUR. Der Wert der GmbH liegt in den Verträgen, die die GmbH mit ihren Kunden (aus dem Pharmabereich) abgeschlossen hat. Es bestehen sechs Verträge mit Kunden für die Suche von Investoren, bei erfolgreicher Vermittlung eines Investors jeweils gegen Zahlung eines Erfolgshonorars im sechsstelligen Bereich. Der Wert der GmbH liegt also ausschließlich in der Möglichkeit, diese Verträge durch Umsetzung der Verträge (Vermittlung von Investoren) zu Geld zu machen. Wie könnte man daher die 30% der GmbH-Anteile zum Verkauf bewerten?
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.10.2017, 18:58

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    In der Praxis gibt es keinen "objektiven Unternehmenswert".

    Um einen Unternehmenswert zu ermitteln, gibt es drei Methoden.
    1. Das Ertragswert-Verfahren
      Das Verfahren berücksichtigt die Anlagealternativen des Käufers, der mit seinem Kapital (K) entweder das Unternehmen erwerben kann oder sein Geld am Kapitalmarkt anlegt. Die zugrundeliegende Fragestellung lautet:
      Wie hoch darf der Unternehmenswert sein, damit der erwirtschaftete Gewinn oder Cash-Flow eine angemessene Verzinsung (Z) auf das eingesetzte Kapital, den Kaufpreis, darstellt.
      Bei dem reinen Ertragswertverfahren entspricht der Wert des Unternehmens dem Barwert aller zukünftigen Einnahmen-Überschüsse. Der Ertragswert wird somit bestimmt durch den erwarteten Unternehmenserfolg in den folgenden Jahren und durch einen Kapitalisierungszinsfuß, mit dem die zukünftigen Überschüsse (bereinigt um den kalkulatorischen Unternehmerlohn bei Personengesellschaften) auf den Zeitpunkt des Verkaufs abgezinst werden. Die Prognose der zukünftige Erträge baut in der Regel auf den Werten der Vergangenheit auf. Die Erträge aus der Vergangenheit (bereinigt um außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen sowie - bei Personengesellschaften - dem kalkulatorischen Unternehmerlohn) sind jedoch nur ein Indikator unter vielen für die zukünftige Entwicklung des zu bewertenden Unternehmens. Für den Erwerber des Unternehmens ist entscheidend, wie viel Gewinn er in Zukunft mit dem Unternehmen erwirtschaften kann.
    2. Das Substanzwertverfahren
      Beim Substanzwertverfahren werden die Kosten addiert, die bei der Reproduktion des vorhandenen Unternehmens anfallen würden. Der Substanzwert bezeichnet den gegenwärtigen Verkehrswert aller materiellen, immateriellen, betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände, abzüglich der Schulden/Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Substanz kann unter der Annahme der Fortführung (Substanzwert) oder der Liquidation (Liquidationswert) eines Unternehmens ermittelt werden.
      Der Substanzwert wird bestimmt durch Anschaffungswert, Zustand, durchschnittliche technische Nutzungs- und Lebensdauer der zu veräußernden Wirtschaftsgüter aber natürlich auch durch die Nachfrage nach diesen Gütern. Die Schwierigkeit, die immateriellen Werte zu berechnen, führt in der Praxis meist dazu, dass nur die materiellen Werte erfasst werden. Immobilien können vereidigte Gutachter schätzen. Bei der Schätzung des Substanzwertes der beweglichen Wirtschaftsgüter helfen ebenfalls vereidigte Sachverständige, Berater oder Verbände.
    3. Die Marktwert-Ermittlung
      Der Marktwert ist der Wert, der sich aus dem Spiel von Angebot und Nachfrage als Gleichgewichtspreis ergibt. Bei börsennotierten Unternehmen ist dies der Börsenwert. Bei anderen Unternehmen können börsennotierte Unternehmen oder in jüngster Vergangenheit übertragene Unternehmen Anhaltspunkte für die Wertermittlung geben.
     
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