Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

Dieses Thema "ᐅ Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen? - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von ywvlf, 4. April 2018.

  1. ywvlf

    ywvlf Neues Mitglied 04.04.2018, 13:32

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    Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Hallo zusammen,
    folgender fiktiver Fall: Käufer K bietet im Marktplatz eines Online-Forums auf ein gebrauchtes, elektronisches Gerät - angeboten von Verkäufer V. V und K einigen sich letztendlich über die Private Nachricht-Funktion des Forums auf einen Kaufpreis von XYZ€ inklusive Versandkosten.

    K möchte über Paypal kaufen und transferiert das Geld über die "Waren und Dienstleistungs-Funktion" an die entsprechende Adresse von V. Er sendet jedoch genau den Kaufbetrag, sodass bei V aufgrund der üblichen Paypal-Gebühren nur XYZ€ minus X Gebühren ankommt und nicht der vereinbarte Kaufpreis.

    In wessen Verantwortungsbereich liegt die Begleichung des Differenzbetrages (und damit auch der Aufwand für den Paypal Käuferschutz?). Auch vor dem Hintergrund, dass zwar ein Hinweis auf die "Geld an Familie und Freunde senden"-Funktion von Seiten des Verkäufers vorher nicht erfolgte, diese Handhabe in dem Marktplatz jedoch üblich ist und auf diesem Weg keine Paypal-Gebühren angefallen wären. Wäre es hier die Verantwortung von V gewesen, K auf die Funktion hinzuweisen?

    Käufer K möchte nun vom Kauf zurücktreten, da er der Forderung des Verkäufers V nach Begleichung des Differenzbetrages/der Gebühren nicht nachkommen möchte. V besteht auf der eingegangenen Vereinbarung zu dem vereinbarten, vollen Preis, auch da er bereits einem anderen Kaufinteressenten abgesagt hatte und das Interesse von dieser Seite nun nicht mehr besteht. Wer ist im Recht? Besteht ein Kaufvertrag?

    Vielen Dank! :)
    Zuletzt bearbeitet: 4. April 2018
     
  2. mayerei

    mayerei V.I.P. 05.04.2018, 03:54

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    offensichtlich ja.
    V ist Privatverkäufer? Die Zahlungsweise wurde von wem vorgeschlagen? mMn hat der Verkäufer ein anrecht auf den vollen Kaufpreis. K hätte ja auch einen Boten beauftragen können, dessen Kosten dürfte er auch nicht vom Kaufpreis abziehen.
     
  3. dupdi

    dupdi Aktives Mitglied 05.04.2018, 22:45

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Nach meinem Verständnis wird die Gebühr dem Empfänger automatisch abgezogen. Will er den vollen Betrag erhalten, sollte der Verkäufer eine separate Gebühr für Zahlung per Paypal verlangen.
     
  4. once

    once V.I.P. 06.04.2018, 03:35

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    ... bezahlen.

    Die Auslegung der gesamten Vertragserklärungen könnte ergeben, daß K "nur" die Zahlung des Kaufpreises an Paypal schuldet, oder aber, daß V die Lieferung verweigern kann, solange ihm Paypal nicht den vollen Kaufpreis ausgezahlt/gutgeschrieben hat.

    Das wäre ein Aspekt, der bei der Auslegung der Vertragsverhandlungen hinsichtlich der Frage zu berücksichtigen wäre, ob eine Vereinbarung über die Kostenübernahme getroffen wurde.

    Wenn nichts darauf hinweist, daß eine Vereinbarung darüber getroffen wurde, wer die Kosten eines eingeschalteten Zahlungsdienstleisters tragen soll ... dann besagt § 270 BGB:

    "Geld hat der Schuldner im Zweifel auf seine Gefahr und seine Kosten dem Gläubiger an dessen Wohnsitz zu übermitteln."

    Dazu wäre K nur dann berechtigt, wenn V die Kaufpreisübermittlungskosten zu tragen hätte und daher die Lieferung zu Unrecht bis zum Erhalt des vermeintlich zu beanspruchenden vollen vereinbarten Kaufpreises verweigern würde.

    Wenn ein Unternehmer Käufern anbietet, den Kaufpreis auch unbar über einen anderen Zahlungsweg leisten zu dürfen - dann wird dies meistens als Angebot angesehen werden müssen, die jeweiligen Kaufpreisübermittlungskosten übernehmen zu wollen.

    11
     
  5. khmlev

    khmlev V.I.P. 06.04.2018, 05:47

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Dies gilt aber nicht für die Gebühren, welche für die Unterhaltung des PayPal Kontos durch PayPal erhoben werden.

    Und darunter fallen die hier von PayPal erhobenen Gebühren. Für die Unterhaltung des Kontos fällt keine Grundgebühr für den Kontoinhaber an. Stattdessen wird für einzelne Leistungen eine Gebühr für die Unterhaltung des Kontos erhoben. Zum Beispiel für den Empfang von Geld aus einem Verkauf.

    Daher sind diese PayPal--Gebühren als "Kosten der Unterhaltung des PayPal-Kontos" vom Verkäufer als Kontoinhaber zu tragen.
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2018
     
    aero89 gefällt das.
  6. aero89

    aero89 V.I.P. 07.04.2018, 17:56

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Die Gebühr zieht PayPal vom Verkäufer ein. Für den, der Geld sendet, ist PayPal immer kostenfrei. Da der Verkäufer eine PayPal Zahlung mit dem Käufer vereinbart hat, hat er entsprechend die Kosten dafür zu zahlen. Etwas anderes hätte man im Vorfeld vereinbaren müssen.
     
  7. once

    once V.I.P. 08.04.2018, 00:51

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Dann handelt es sich nicht um "Unterhaltungskosten" ( = Grund"gebühren" ), sondern um leistungsabhängige Kosten.

    Gemeint ist sicherlich: sendet ein Paypalmitglied Geld, kann der Empfänger erst dann über den Betrag verfügen, wenn der Empfänger Paypal-Mitglied (geworden) ist und "Geldempfangskosten" entrichtet hat.

    Damit steht aber noch nicht fest, wer die mit der Einschaltung des Zahlungsdienstleisters verbundenen Kosten zu tragen haben soll: eine entsprechende Vereinbarung wäre vorrangig, ansonsten gilt die gesetzliche Regelung.

    11
     
  8. khmlev

    khmlev V.I.P. 08.04.2018, 07:19

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    AW: Wer muss bei Privatkauf für Paypal-Gebühren aufkommen?

    Nein!
    Für Geld, dass der Empfänger von Freunden oder Familie empfängt, zahlt der Empfänger, wie der Sender, keine Gebühr.
    Lediglich wenn der Empfänger als Verkäufer sein Konto als Geldempfangskonto nutzt, zahlt der Empfänger für den Geldempfang eine Gebühr.

    Nach der Sachverhaltschilderung im Eröffnungsbeitrag hat der Empfänger seine PayPal-Daten auf der Verkaufs-Plattform hinterlegt. Die Zahlung erfolgte gemäß Eröffnungsbeitrag über die "Waren und Dienstleistungs-Funktion" der Verkaufsplattform. Der Verkäufer bietet die Zahlungsform PayPal offensichtlich aktiv auf der Verkaufsplattform an. Wenn der Verkäufer die Kosten für die Unterhaltung seines PayPal Kontos vom Käufer erhalten möchte, hätte er es hier zweifelsfrei vereinbaren müssen. Ansonsten darf er die Zahlungsmöglichkeit nicht aktiv anbieten.

    Dass diese Gebühr für die Unterhaltung des PayPal Kontos anfällt, war dem Verkäufer im Übrigen bekannt. Zitat aus dem Eröffnungsbeitrag: "Auch vor dem Hintergrund, dass zwar ein Hinweis auf die "Geld an Familie und Freunde senden"-Funktion von Seiten des Verkäufers vorher nicht erfolgte, diese Handhabe in dem Marktplatz jedoch üblich ist und auf diesem Weg keine Paypal-Gebühren angefallen wären." Der Verkäufer erwartet also eine bewusste falsche Deklaration des Verwendungszwecks, damit ihm keine Gebühr für die Unterhaltung seines PayPal Kontos anfällt.
    Zuletzt bearbeitet: 8. April 2018
     
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