Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

Dieses Thema "ᐅ Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt? - Allgemeines Juristenforum" im Forum "Allgemeines Juristenforum" wurde erstellt von Utili, 27. Januar 2005.

  1. Utili

    Utili Neues Mitglied 27.01.2005, 16:47

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    Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Hallo,

    ich möchte demnächst ein Jurastudium beginnen. Zu den Gründen ist zu sagen, dass ich bisher als Beamtin im gehobenen Dienst eine Ausbildung gemacht habe und so entsprechende rechtliche Vorkenntnisse besitze. Mir macht die Juristerei Spaß. Beruflich möchte ich gerne einmnal selbständig sein, oder mir zumindest die Perspektive eröffnen, einmal in die Selbständigkeit zu gehen.

    Nun frage ich mich, welche Eigenschaften ein Jurist , speziell ein Rechtsanwalt, wohl besitzen muss, um beruflich erfogreich zu sein.

    Auch würde mich interessieren, welche Eigenschaften man braucht, um im Studium erfolgreich zu sein.

    Vielleicht können Sie mir helfen? :confused:
     
  2. Domingo

    Domingo V.I.P. 27.01.2005, 19:10

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich höchstpersönlich denke, ein Jurist müsste eine hohe Fähigkeit besitzen, Texte zu analysieren und das Wesentliche (nämlich das, was der Gesetzgeber wollte) herauszufiltern. Außerdem muss er gut reden können, d.h. über die Fähigkeit verfügen, Andere wortreich von seiner Auffassugn zu überzeugen.

    Tschüss, Domingo
     
  3. fob

    fob V.I.P. 27.01.2005, 19:30

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Na ja...

    Gut reden oder schreiben zu können, gut auszusehen oder wenigstens gut zu riechen hat wohl noch niemandem geschadet. Um beruflich als Anwalt erfolgreich zu sein, braucht es aber was anderes, nämlich Beziehungen. Falls nicht gegeben, wenigstens viel Startkapital. Und falls das auch nicht, zwei ausgezeichnete Staatsexamina. Dann kommt man nämlich ohne Probleme in eine Kanzlei, die einem das gut eden und schreiben schon beibringt - zur Not auch das gute Aussehen finanziert.

    Natürlich gibt es auch andere Wege, zum Beispiel den richtigen Riecher für eine Niesche zu haben und sich entsprechend zu spezialisieren. Besonders skrupellos zu sein, kann auch nicht schaden.

    Kurz: DAS Erfolgsrezept gibt es eigentlich gar nicht, aber viele Wege, das Ziel zu erreichen.

    Vielleicht fragt ja irgendwann auch mal jemand, wie man es schafft, ein Anwalt zu werden, der sich für seine Mandanten einsetzt, das Recht pflegt und für etwas mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt sorgt.


    Gruß,

    fob
     
  4. alexpkoeln

    alexpkoeln Senior Mitglied 27.01.2005, 19:51

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ach Leute.....die Antwort ist so einfach.

    --------- EINFACH SO WIE ICH SEIN ------------------

    har har har har har :D
     
  5. Monodome

    Monodome V.I.P. 27.01.2005, 20:06

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Und wie bist du so? *

    Ein Anwalt sollte meiner Meinung nach für seinen Beruf leben und sich um die Mandanten kümmern. Natürlich ist ein Anwalt auch nur ein Mensch, aber wenn er einen Fehler begeht, sind die Auswirkungen viel schlimmer.








    *Wahrscheinlich so, wie ein Anwalt sein sollte oder? :D :o :p ;)
     
  6. Sebastian

    Sebastian Inhaber Juraforum.de Mitarbeiter 30.01.2005, 16:52

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich find das, was einen jeden Juristen trifft, ist das unumgängliche dauernde, lebenslange Mühen um den aktuellen Stoff. Nach ca. 5 Jahren Pause kann sich fast alles verändert haben. Damit muss man neben der menschlichen Seite in Bezug auf die Mandaten usw sicher auch klar kommen. Außerdem muss man wohl die Einhaltung von Fristen mögen oder sich eine gute Sekretärin leisten können ;)
     
  7. Monodome

    Monodome V.I.P. 30.01.2005, 17:22

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich denke ein gute Sekretärin zu haben ist schonmal nicht schlecht. Wenn man sich als Anwalt auch noch um die Post kümmern, Termine eintragen, neue Mandanten "hüten" und Kaffe kochen muss ...... ohje :o
     
  8. Domingo

    Domingo V.I.P. 30.01.2005, 18:25

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich merke ja, ich habe meine Antwort auf den "Juristen" (den ideellen) und nicht auf den Rechtsanwalt gemünzt :rolleyes:

    Ein Roxin-Typ kann ja mit den von mir beschriebenen Eigenschaften wohl sehr weit kommen udn mit seinen Büchern imponieren, aber als Anwalt...

    Kann es sein, dass einem, bis man RA geworden ist, der Idealismus schon lange abhanden gekommen ist? (Und dazu noch eine persönliche Frage: Hast Du deswegen aufgehört?)

    Ciao,

    Domingo
     
  9. fob

    fob V.I.P. 30.01.2005, 21:00

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Nein. Ich wollte immer schon beides machen - Journalismus UND Anwalt. Leider geht beides nicht immer zeitgleich.

    Das mit dem Idealismus ist so eine Sache. Persönlich glaube ich ja, dass der bei Juristen gar nicht so ausgeprägt ist. Jura ist ja ein Fach, das viele studieren, weil sie einfach nicht wissen, was sonst.

    Ich bin nach wie vor Idealist und steh dazu, allerdings: In der anwaltlichen Praxis ist Idealismus eher störend.

    Es ist nunmal so, dass einen nicht immer die "Guten" verpflichten. Oft genug wünscht man sich, die andere Seite möge gewinnen. Und in der Mehrzahl der Fälle gibt es überhautp kein "Gut" und "Böse", sondern einfach nur Akten.

    Sollte ich mal wieder als Anwalt arbeiten, dann vermutlich nur als "Nebenjob", daher: ich such´ mir die Fälle aus, in den ich meinen Idealismus ausleben kann.

    Aber gerade dabei muss man tierisch aufpassen. Ich blicke auf eine ziemlich saubere Klagebilanz zurück. Das liegt daran, dass ich meinen Mandanten immer versucht habe auszureden zu klagen, wenn diese nicht erfolgversrechend war.

    Die wenigen, die ich vergeigt habe, betrafen mich persönlich oder meine Lieben. Ist eine alte Weisheit, dass man sich als Anwalt nicht selbst "verteidigen" soll.

    Gruß,

    fob
     
  10. Monodome

    Monodome V.I.P. 30.01.2005, 21:39

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Das ist aber vorbildlich, ich glaube die wenigsten Verfahren so wie du ........

    Das habe ich auch schon öfter gelesen, als Ratschlag unter Kollegen :)
     
  11. fob

    fob V.I.P. 30.01.2005, 23:32

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Na ja, die eine oder andere Klage hätte man sicher trotz widriger Prognose gewonnen und damit den Mandanten mehr Geld eingebracht / erspart. Hat seine zwei Seiten. Generell ist es aber schon mein Eindruck, dass zuviel geklagt wird, was sicherlich auch was damit zutun hat, dass man als Anwalt - wie sonst nur die Spielbank - immer gewinnt.

    Gruß,

    fob
     
  12. [P3D]Sunshine

    [P3D]Sunshine Aktives Mitglied 31.01.2005, 09:19

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich denke mal das ist eines der größten Probleme, dass einem begegnen kann.

    die meisten, die jura anfangen haben ein durchaus erlauchtes Bild von der späteren Tätigkeit. Man stellt sich teilweise vor, wie man dem lieben alten Rentnerehepaar etc. aus der Patsche hilft und diese dann wieder mit einem Lächeln die Kanzlei verlassen und solche Geschichten. Das tatsächliche Bild ist weit weniger farbenfroh.

    Die Desillusionierung beginnt erstmal im Studium. In den ersten Semestern wird schon quasi kategorisc h jedes Rechtsempfinden getötet, denn man verlangt einfach nur stumpfe Prüfungsreihenfolgen. Das ist wichtig und macht Sinn, leider erklärt einem keiner das "warum" so richtig. Gerade am Anfang beginnt man mit einfachem BGB AT/Schuldrecht. Dann hat man einen Fall, dessen Ergebnis aus dem Bauch raus einfach nicht stimmen kann, und man ist frustriert. Bsp.:

    Kaufvertrag ist nichtig, aber Leistungen sind ausgetauscht. Der Anfänger lernt nur das und wundert sich, wieso die Parteien auf Kosten sitzenbleiben oder was mit den Leistungen passieren mag. Oftmals erfolgt der gerechte Ausgleich dann aber erst im Bereicherungsrecht, jedenfall aber mittels Normen die man noch gar nicht kennt, bzw. nicht beherrscht. Es bleibt ein unbefriedigendes Gefühl, ggf. Frust. Man kann die Probe machen: Einen Fall einem unbedarften (Oma,Opa) erzählen und paralel selber lösen. In den ersten Semestern hat man regelmäßig nach sturem prüfen selber das falsche Ergebnis, die unbedarften aber aus dem Bauch aber das richtige Ergebnis.

    Später beim Examen wird aber genau das Gegenteil erwartet, und zwar, dass man einen Fall aus der Vogelperspektive betrachten kann und auf einen Schlag erkennt wohin die Reise geht. Genau dabei ist das verlorene Judiz unerlässlich. Es ist teilweise ein enormer Spagat, erst das Judiz zerbrochen zu bekommen und dieses dann wieder neu - mit den richtigen Wertungen - zu erschaffen. Viele bleiben da auf der Strecke oder können ihre Verunsicherung nicht mehr ablegen.

    Den zweiten Hammer bekommt man oft im Referendariat. Nicht falsch verstehen! Dort macht es erstmal richtig Spass. Sucht man sich dann aber - wie ich es getan hatte - eine grosse Kanzlei aus, dann kann es passieren, dass man komplett das frühere Bild vom Idealanwalt verliert (ich rate jedem zu einer kleinen und persönlichen Kanzlei, dort lernt man mehr und hat auch mal den Mandanten vor Augen). Dort sitzen dann alle Anwälte still im Kämmerlein und haben morgens die Akten links, abends rechts und neue Akten links. Teilweise bis zu 600 Akten gleichzeitig in Arbeit und pro Tag 8 Klageerwiderungen zu fertigen. Dort sitzen leute, die ihr Leben lang nur Verkehrsunfälle bearbeiten und nie einen Mandanten sehen. Jedem sieht man den totalen Frust an. Das ganze dann natürlich von Morgens bis in die Nacht für schmales Geld. Dazu steht man nicht selber auf den Schriftsätzen, sondern nur der Dezernatsleiter (ein Partner natürlich). Man sollte sich vor Augen halten, dass das schnell passieren kann. Den Job ablehnen ist für viele nicht drin, denn andere stehen auf der Strasse Schlange, also nix mit Idealismus, sondern mehr arbeiten nach Diktatur.

    Auch die Examina sind alles andere als ein Spiegel des Könnens. Ich kenne viele gute Juristen mit schlechtem Examen und umgekehrt. Leider wird man sein Leben lang erstmal an der Note gemessen, egal was man kann. Je nachdem was sich die Klausurersteller so ausgedacht haben kann es durchaus sein, dass man die Prüfung in einem schlechten Monat ablegt und dann einfach keine Chance mit den Themen hat, bei einem anderen Monat aber super abgeschnitten hätte. Wie dabei bitte eine mit anderen vergleichbare Note erzielt wird ist mir immernoch schleierhaft, aber man hat diese dann wie einen Stempel aufgesetzt bekommen. Schlagt euch aus de Kopf, dass man mit Fleiß eine ordentliche Note garantiert bekommt. Der Fleiß garantiert das Bestehen des Examens und wohl auch eine ordentliche 3 als Note. Was darüber kommt ist weniger steuerbar, wobei das lernen natürlich das nötige Glück minimiert.


    Hat man dann eine super Note, bedeutet das immer noch nicht, dass man einen Job bekommt. Auch Spitzenkanditaten müssen oft lange suchen. Das Gehalt und die Arbeit entsprechen dann oft einem stinknormalen Sachbearbeiterposten (Man wäre wohl in einer Firma schon lange befördert worden).

    Man sollte sich das klar und ohne Träumereien vor Augen halten! Jemand der von vornherein bspw. in einer Versicherung anrbeitet, oder ein Handwerk lernt hat in dem Alter, in dem ein Jurist fertig ist oft schon Haus, Kind, und ein gesichertes Hab und Gut. Es gilt die Regel, dass man als Jurist erst 10 Jahre nach den Examen den gleichen Stand (finanziell) erreicht hat. Auch wenn alles klappt, dann hat man oft gar keine zeit mehr das Geld auszugeben oder sich selbst zu verwirklichen. Also: lange studieren und sich der Willkür anderer Personen im Examen unterwerfen und dann immer noch weiter rumkrebsen, ist durchaus keine schwarz gemalte Perspektive.Obiges ist der Grund für viele mental angegriffene Anwälte oder für solche, die allein zum überleben jeden verlorenen Fall denoch vor Gericht bringen.


    Und da fragt sich noch wer nach Illusionen? Es bracuht verdammt viel Anstrengung und noch mehr Glück, um sich einen der raaren Posten zu sichern, in denen man den klassischen Anwalt auch spielen kann.
     
  13. Nachtigel

    Nachtigel Boardneuling 14.02.2005, 14:34

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Mach Dir mal keine Sorgen!
    Mit dem Anwaltsberuf bist Du auf der sicheren Seite!
    Dummheit, Faulheit, Bestechlichkeit, Mandantenverrat usw. wird Dir Dein Mandant NIEMALS nachweisen können. Es gibt genügend - für den Nichtjuristen völlig unverständliche - Ausreden. Wenn es brenzlig wird, kannst Du Dein Mandat z.B. „wegen mangelnden Vertrauens“ ganz schnell niederlegen. Aber vorher ordentlich abkassieren! Und: Rumsprechen wird sich das auch nicht, keiner spricht gern über seine Niederlagen.
     
  14. alexpkoeln

    alexpkoeln Senior Mitglied 14.02.2005, 15:21

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    @Nachtigel

    Wenn das deine tatsächliche Einstellung ist, dann hast du unter den Juristen nichts zu suchen. Solche Beiträge in einem Jura Forum! Eine Schande für den Berufsstand ist das !
     
  15. Nachtigel

    Nachtigel Boardneuling 14.02.2005, 22:09

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    AW: Welche Eigenschaften braucht ein Rechtsanwalt?

    Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil: Der Mandant, in der Regel juristisch hochgebildet, wird Ausreden prompt durchschauen und sofort bei ersten Anzeichen von Unfähigkeit, Bestechlichkeit usw. das Mandat kündigen, Beschwerde bei der Kammer einreichen und Schadenersatzklage erheben. Das spricht sich sofort herum, der Ruf ist ruiniert! OK?
     
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