Wasserschäden im Parkettboden

Dieses Thema "ᐅ Wasserschäden im Parkettboden - Mietrecht" im Forum "Mietrecht" wurde erstellt von Alexander11, 30. August 2010.

  1. Alexander11

    Alexander11 Neues Mitglied 30.08.2010, 15:14

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    Wasserschäden im Parkettboden

    Guten Tag

    Die fiktive Person Mustermann wohnte ca. 2,5 Jahre in einer 2 Zimmermietwohnung. Vor ihm wurde diese bereits von einem anderem Mieter bewohnt. Dieser verursachte natürlich die üblichen Gebrauchsspuren, welche aber bis auf eine kleine Bodenunebenheit nicht im Übernahmeprotokoll vermerkt wurden. Es handelt sich wie gesagt nur um kleine Gebrauchsspuren.

    Der fiktive Mieter Mustermann hat nun beim Auszug festgestellt, dass sich auf dem Parkett zwei Wasserflecken befinden. Diese wurden durch das Übergießen zweier Pflanzen verursacht.

    Der Raum in dem sich die Wasserflecken befinden ist ca. 26 qm groß. Die flecken liegen direkt nebeneinander auf einer Fläche von ca. 1.5qm.

    Der fiktive Mieter Mustermann hat auf Grund unzureichender Beratung seiner Versicherung keine Haftpflicht. Der Schaden wird also nicht von der Versicherung abgedeckt. Eine Nachversicherung ist rechtlich auch nicht möglich.

    Der Vermieter stellte mittlerweile einen Kostenvoranschlag zu. Es soll der gesamte Raum komplett abgeschliffen und neu versiegelt werden. Auf Nachfrage wird mitgeteilt, dass dies unbedingt nötig sei. Es würden sonst Unregelmäßigkeiten in der Farbgebung auftreten, wenn nur die benannte Stelle ausgebessert würde.

    Ist es rechtens den Mieter Mustermann für die gesamte Renovierung des 26qm großen Zimmers aufkommen zu lassen oder muss er nur einen gewissen Anteil der Rechnung begleichen. Er beschädigte ja immerhin nur diese kleine Fläche.


    Vielen Dank
     
  2. Ama Dablam

    Ama Dablam Star Mitglied 30.08.2010, 18:26

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    AW: Wasserschäden im Parkettboden

    Hi,
    Wasserflecken sind keine normale Abnutzung sondern Beschädigungen des Parketts.
    Je nach Ausmaß und Schwere der Beschädigungen sind vom Mieter aber nicht sämtliche Kosten für Abschleifen und Neuversiegelung des Parketts zu tragen. Unter dem Gesichtspunkt "alt für neu" wird sich der Vermieter vor dem Hintergrund, daß ein Bodenbelag aus Parkett erfahrungsgemäß (vom Vermieter) alle 15 bis 20 Jahre abzuschleifen und neu zu versiegeln ist (LG Wiesbaden WM 91, 540), nach anderen Angaben alle 12 bis 15 Jahre (AG Köln WM 84, 197) einen Teil anrechnen lassen müssen.


    Es stellt sich also die Frage, wann wurde das Parkett das letzte Mal geschliffen und versiegelt?:)

    Gruß
    Ama Dablam
     
  3. Ron-Wide

    Ron-Wide V.I.P. 30.08.2010, 18:52

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    AW: Wasserschäden im Parkettboden

    Hier ein etwas neueres Urteil:

    LG Osnabrück, Urteil vom 6. Juni 2001, Az: 1 S 1099/00, 1 S 14/01 (11), 1 S 14/01)
    Ein ausziehender Mieter, der vorhandenes Parkett verunreinigt oder schuldhaft beschädigt hat, ist im Rahmen des Schadensersatz verpflichtet, das Parkett in der Wohnung zu reinigen, oder abzuschleifen und neu zu versiegeln. . Der Vermieter muss sich jedoch einen Abzug "Alt für Neu" gefallen lassen, denn in aller Regel ist davon auszugehen, dass ein Parkettboden spätestens nach 10 Jahren Nutzungsdauer neu abzuschleifen und zu versiegeln ist. :)
     
  4. Alexander11

    Alexander11 Neues Mitglied 30.08.2010, 18:56

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    AW: Wasserschäden im Parkettboden

    Vor Herrn Mustermann bewohnten ein, maximal zwei, Vormieter die Wohnung. Der Erstbezug des Mehrfamilienhauses war September 2003. Auszug von Herrn Mustermann war 31.07.2010.

    Seitdem wurde das Parkett nicht erneuert und abgeschliffen.

    Nach Herrn Mustermann zog direkt ein neuer Nachmieter ein. Das Parkett kann also erst nach dessen Auszug renoviert werden.

    Bis jetzt liegt Herrn Mustermann ein Kostenvoranschlag über ca. 1000 Euro vor, den er zu 100% übernehmen soll. Dieser Preis bezieht sich wie bereits oben erwähnt auf den gesamten Raum. Beschädigt sind aber nur 6 Parkettklötze, die ca. eine Fläche von 2m² einnehmen.
     
  5. Ron-Wide

    Ron-Wide V.I.P. 31.08.2010, 05:27

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    AW: Wasserschäden im Parkettboden

    Bezug nehmend auf das Urteil im #3:

    Wenn diese Beschädigung mit dem Abschleifen behoben wäre und das Parkett seit 7 Jahren nicht abgeschliffen wurde, dann hätte der Mieter ca. 300.-€ zu tragen.

    Zu überlegen wäre auch noch, ob eine Reparatur dieser 2 qm in Bezug auf eine sichtbare Farbveränderung möglich wäre und dadurch Kosten gespart würden.

    Sicherlich ist es von Vorteil, wenn noch ein weiterer Kostenvoranschlag eingeholt würde.

    Sollte ein uneinsichtiger Vermieter auf der Zahlung der gesamten Rechnung bestehen, dann wird wohl ein Gang zu einem Anwalt unvermeidbar.

    Ach ja, der fehlende Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung ist nicht Sache der Versicherung oder einem Berater, dass gehört einfach zum finanziellen Selbsterhaltungstrieb eines jeden Bundesbürgers.
     
    charles0308 gefällt das.

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