Was ist „angemessene Vergütung“ wenn Testamentsvollstrecker = Erbe?

Dieses Thema "ᐅ Was ist „angemessene Vergütung“ wenn Testamentsvollstrecker = Erbe? - Erbrecht" im Forum "Erbrecht" wurde erstellt von Recht nett hier, 14. Januar 2018.

  1. Recht nett hier

    Recht nett hier Aktives Mitglied 14.01.2018, 00:07

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    Was ist „angemessene Vergütung“ wenn Testamentsvollstrecker = Erbe?

    Was ist „angemessene Vergütung“ (§ 2221) wenn Testamentsvollstrecker gleichzeitig Miterbe ist?

    Angenommen, es liegt ein notarielles Testament vor, in dem sowohl Erben sowie deren Anteile, als auch einer der Erben als Testamentsvollstrecker festgeschrieben sind. Der Testamentsvollstrecker hat das Amt angenommen und hat nun ein Testamentsvollstreckerzeugnis beantragt.

    Gehe ich richtig davon aus, dass die Kosten für dieses Zeugnis vom Nachlaß bezahlt werden können/müssen und damit die Erbmasse reduzieren? Ist es unter diesen Gesichtspunkten für die anderen Erben sinnvoll, gegen die Erteilung des Testamentsvollstreckerzeugnisses Widerspruch einzulegen?

    Hintergrund ist, dass im vorliegenden Fall die Vorlage des notariellen Testaments bei Banken u.s.w. ausreicht.

    Was versteht § 2221 BGB sonst noch unter „angemessener Vergütung”? Stundenlohn? Reisekosten? Verdienstausfall?
     
  2. khmlev

    khmlev V.I.P. 14.01.2018, 09:25

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    AW: Was ist „angemessene Vergütung“ wenn Testamentsvollstrecker = Erbe?

    Im Idealfall hat dies der Erblasser im Testament festgelegt.

    Die Frage lässt sich ansonsten nur allgemein beantworten, da es keine gesetzliche Regelung gibt. Allerdings jede Menge Literatur und die unterschiedlichsten Meinungen. Weiterhin gibt es diverse Tabellen mit Vergütungs-Vorschlägen.

    Der BGH hat zu solchen Empfehlungen bereits 1967 entschieden, dass sie als akzeptable Grundlage herangezogen werden können, mit der Einschränkung, dass jeder von den Einzelfallumständen absehende Schematismus zu vermeiden ist und alle Richtlinien nur als ein Anhalt für Normalfälle herangezogen werden dürfen.

    Nach der "Rheinischen Tabelle" wird z.B. bei einem Bruttonachlass von bis zu EUR 250.000 4% zzgl. Auslagen als Jahresvergütung für angemessen angesehen.
    Ja
    Damit der Testamentsvollstrecker alleine handeln kann, bedarf es grundsätzlich immer des Testamentsvollstreckerzeugnisses, da sich hiermit der Testamentsvollstrecker ausweist.

    Häufig würde aber auch bereits die Eingangsbestätigung durch das Nachlassgericht über die Annahme des Testamentsvollstreckeramtes in öffentlicher Urkunde ausreichen, aber vielen ist dies nicht bekannt und daher wird das Testamentsvollstreckerzeugnisses verlangt.
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2018
     
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