Warenbetrug Chancen auf Entschädigung

Dieses Thema "ᐅ Warenbetrug Chancen auf Entschädigung - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Eumpel, 19. August 2008.

  1. Eumpel

    Eumpel Neues Mitglied 19.08.2008, 11:06

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    Warenbetrug Chancen auf Entschädigung

    Lieber Leser,

    nehmen wir mal an, dass aufgrund nachfolgender Darstellung sich 2 Problemstellungen ergeben, deren Behandlung untersucht werden sollen:

    Sachverhalt:
    Im Juli 2007 hat ein Kunde bei einem Zulieferer den er seit einiger Zeit kannten und als zuverlässig einschätzten Waren geordert. Diese standen (wie immer) bei seiner Spedition bereit zur Zahlung und danach zur Übergabe an ihn. So ist dies dann auch am 25.07.07 wieder einmal gewesen. Nach physikalischer Prüfung im Lagerhaus die Waren bezahlte der Kunde und warteten sodann auf die Freigabe der Waren. Im Verlaufe des Nachmittages und des darauffolgenden Tages wurde immer deutlicher, dass der Lieferant die Waren x-fach verkauft hat, und von sämtlichen Bestellern sich die Ware hat bezahlen lassen. Es stellte sich heraus, dass der Lieferant gar nicht Eigentümer der Waren war und mit gefälschten Papieren dies nur glaubhaft machte. Insgesamt 6 Geschädigte mit 1.2 Mio. Schaden. Darunter auch der hier beschriebene Kunde. Die Betrüger ließen sich das Geld in bar bei der Postbank Nürnberg auszahlen und haben sich danach Richtung Karibik abgesetzt.
    Es folgten Strafanzeigen und die Betroffenen versuchten das Umfeld des Betrügerduos zu ergründen. Dies ging auch überraschend schnell, da die Kripo (Raum Nürnberg) sehr schnell arbeitete. Bereits wenige Tage danach konnte zusammenfassend dies ermittelt werden:

    Täter:
    „J“ trat unter falschen Namen auf wurde jedoch von der Kripo schnell enttarnt. Er lebt mit Frau und 3 Kindern und ein paar Geliebten in Nürnberg. Er bezieht ALGII und was man sonst noch so vom Sozialstaat bekommen kann. Interessant aber: Wir konnten ermitteln, dass „J“ ein kleines Hotel auf der Ferieninsel Margarita (Venezuela) unterhält und dort als Swingerclub betreibt. Er stellt es dar als wenn es sein eigenen ist.

    „A“ war der vorgeschobene Inhaber der Firma und wurde von „J“ als Strohmann und Gesicht nach außen benutzt. Er ist deutlich jünger als „J“ und kommt aus Berlin. Die beiden haben sich auf Margarita kennengelernt, da sie beide dort gemeinsame Bekannte haben.

    Eine Delegation der Betroffenen ist sodann nach Venezuela gereist und versuchten die beiden Personen zu ermitteln. „J“ wurde auf Margarita gefunden und zur Rede gestellt, konnte jedoch dann untertauchen. „A“ wurde nur einmal flüchtig gesehen auf der Insel. Alle konnten sich jedoch davon überzeugen, dass das besagte Hotel tatsächlich existiert und einen gewissen Wert darstellt. Die Zusammenarbeit mit ven. Behörden wurden nach ausufernden Korruptionsforderungen seitens der Beamten dann wieder eingestellt. Es konnten jedoch im Zuge der Ermittlungen ganz interessante Gegebenheiten herausgefunden werden, die auch Anlass sind Ihnen diese Geschichte hier vorzustellen und um Mithilfe zu bitten.

    1. Das Hotel ist grundbuchrechtlich eingetragen auf „M“, einem Deutschen aus der Nähe von Nürnberg. Dieser ist der „beste“ Freund des „J“. Laut schriftlichen Aussagen des „J“ handelt es sich jedoch um sein Hotel. Das würde bedeuten, dass der „M“ nur als Treuhänder fungiert. „J“ besitzt eine ven. Generalvollmacht über das Hotel, und ist somit faktisch der Besitzer.
    In der pol. Vernehmung will der „M“ von einem Hotel nicht wissen. Die Kripo weiß allerdings auch nichts davon dass dem Geschädigten die ven. Grundbuchdaten vorliegen.
     Ich stelle mir nun die Frage, ob man diese Konstellation nicht angreifen könnte um das Hotel zu beschlagnahmen oder den „M“ nicht in irgendeiner Weise regresspflichtig machen kann. Immerhin weiß er dass der „J“ mehrere Personen geschädigt hat.
    2. Weiterhin konnte noch ein anderer Angriffspunkt ermittelt werden. Das Duo „J“ und „A“ haben sich von „S“ einem Freund/Bekannten von „J“ Anfang Juni 2007 den Betrag von 100TE geliehen um die Geschäfte anzuschieben. „J+A“ wurden jedoch kurze Zeit darauf selber Opfer eines belgischen Betrügers. Dieser hat „J+A“ betrogen und das geliehene Geld ist unterschlagen. „J+A“ waren somit in arger Bedrängnis da sie „S“ nicht mehr befriedigen konnten. Zusammen sind „J+A+S“ im Wagen des „J“ nach Belgien gefahren und wollten das unterschlagene Geld zurückholen (im Gepäck 2 bewaffnete Russen). Pech war nur, dass sie von der bel. Polizei dabei beobachtet wurden und die Sache in einer parallelen Ermittlungsakte dokumentiert ist. Ohne Geld fuhren Sie dann zurück.
    Interessant ist nun, dass der „S“ in seiner Vernehmung der Kripo gegenüber bestätigt, dass er von „J“ sein Geld Ende Juli 07 zurückerhalten hat. Es ist klar dass es sich dabei um das Geld handelte dass „J+A“ ertrogen haben. „J“ zahlte in diesen Tagen noch weitere bekannte Darlehen zurück bevor er sich nach Venezuela absetzte.
     Ich stelle mir hier die Frage, ob man nicht ggf. auch „S“ auf Herausgabe der 100TE heranziehen kann, da dieser ja wusste dass seine Kohle weg war. „S“ hätte auch (durch die Presse) auf jeden Fall von dem Betrug wissen müssen.

    Ich hoffe ich konnte die Rechtsverhältnisse darstellen und die Zusammenhänge verdeutlichen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir behilflich wären Ideen zu sammeln um die Rechte der Geschädigten durchzusetzen und die Rückführung des Kapitales herbei zu führen.

    Sollten Sie noch Rückfragen, oder auch Nachweise wünschen, dann können Sie mich ebenfalls gerne ansprechen.

    Ich danke Ihnen vorab und freue mich auch konstruktive Vorschläge. Selbstverständlich kommt auch eine Mandatierung in Frage. Hier sollte jedoch der erfolgsorientierte Aspekt im Vordergrund stehen.
     
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