Verkauf unter Herstellungskosten: Anti-Dumping-Gesetz

Dieses Thema "Verkauf unter Herstellungskosten: Anti-Dumping-Gesetz - Wettbewerbsrecht" im Forum "Wettbewerbsrecht" wurde erstellt von Aurelian, 23. Oktober 2013.

  1. Aurelian

    Aurelian Forum-Interessierte(r) 23.10.2013, 12:01

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    Verkauf unter Herstellungskosten: Anti-Dumping-Gesetz

    Ich habe eine Frage zum Verständnis der Anti-Dumping-Gesetze:

    Nehmen wir an, ein Zulieferer eines Automobilherstellers ("OEM") im Inland schließt einen Vertrag mit dem OEM über die Belieferung mit einem Serienteil. Der Zulieferer möchte unbedingt das Geschäft haben und akzeptiert daher letzten Endes einen niedrigen Preis, der ihm aber immer noch eine Gewinnmarge lässt.

    Allerdings wurde vertraglich vereinbart, dass sich der Preis in 5Jahren Vertragsdauer jeweils um 5 % reduziert. Auch hier dachte der Zulieferer, dass dies ihm immer noch einen Gewinn übrig lässt. Allerdings hat der Zulieferer dabei die Schwankungen der Rohstoffe seiner eigenen Sub-Zulieferer vernachlässigt und schlicht falsch kalkuliert, sodass er bereits nach der 2. Preisreduktion das Produkt tatsächlich unter den Herstellungskosten verkauft.

    Zu diesem Preis verkauft er sein Produkt an keinen anderen OEM, und würde es auch niemals tun, da er Verlust macht. Der OEM besteht darauf, weitere 3 Jahre das Produkt zu bekommen.

    Hat der Zulieferer irgend eine Möglichkeit, zB aufgrund Dumping- oder Kartellrecht oder Wettbewerbsrecht aus dem Vertrag zu kommen, da er ja nun diesen einen OEM gegenüber anderen Kunden stark bevorzugt?

    Wäre dies anders, wenn der Zulieferer tatsächlich einen Marktanteil von 33 % hätte?

    Aurelian
    Zuletzt bearbeitet: 23. Oktober 2013
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 23.10.2013, 15:21

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    AW: Verkauf unter Herstellungskoten: Anti-Dumping-Gesetz

    Das fällt in die Rubrik "unternehmerisches Risiko".

    Das macht der OEM zu Recht. Das ist übrigens bei jedem Termin-Geschäft so: wenn ich heute für Lieferung in 12 Monaten eine Tonne Kupfer zum Preis von 5300 Euro vereinbare, weil ich annehme, daß der Preis für Kupfer in 12 Monaten genauso hoch sein wird wie heute, und dann steigt der Preis auf 7500 Euro/Tonne, und ich muß 1800 Euro zubuttern, weil ich mich verpeilt habe und in einem Jahr das Kupfer viel teurer einkaufen muss - dann habe ich Pech gehabt.

    Das hat nichts mit Dumping-Preisen zu tun.

    Nein. Und der Vertrag bevorzugt die Wettbewerber auch nicht, denn die Verträge sind nicht vergleichbar. Langfristige Lieferverpflichtungen können nicht mit aktuellen gleichgesetzt werden.

    Nö.
     
  3. Aurelian

    Aurelian Forum-Interessierte(r) 23.10.2013, 15:53

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    AW: Verkauf unter Herstellungskoten: Anti-Dumping-Gesetz

    Hallo und Danke für die Antwort. Ich sehe das übrigens ebenso; Sinn und Zweck der Dumping-Regelungen ist sicher nicht, einen Lieferanten vor Fehlkalkulationen zu schützen. Ich habe aber wenig Ahnung von den Dumping-Gesetzen und frage mich, ob dieser Fall hier nicht irgendwie da rein passt: Stellen wir uns denselben Fall ohne Abweichung vor, aber unterstellen wir eine andere Motivlage:

    Der Zulieferer will unbedingt Geschäfte mit dem OEM machen. Daher bietet er wie beschrieben an, wohl wissend, dass er nach 2 Jahren vermutlich bei steigenden Rohstoffpreisen Verlust machen wird, aber auch wohl wissend, dass sein Wettbewerb genau deswegen zu höheren Preisen anbietet. In der Aussicht auf lukratives Folgegeschäft nimmt er dieses einmalige Risiko aber gerne in Kauf.

    Würden Sie es dann (vermutlich) weiterhin genauso beurteilen wie vorher?

    Gruß

    Aurelian
    Zuletzt bearbeitet: 23. Oktober 2013
     
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