Urlaubsvertretung selber suchen?

Dieses Thema "Urlaubsvertretung selber suchen? - Beamtenrecht" im Forum "Beamtenrecht" wurde erstellt von heli048, 17. Oktober 2017.

  1. heli048

    heli048 Neues Mitglied 17.10.2017, 17:59

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    Urlaubsvertretung selber suchen?

    Angenommen Beamter A arbeitet in einer Abteilung mit 30 Mitarbeitern. Diese sind jeweils in Zweierteams aufgeteilt. Jeder Gruppenleiter betreut 3 solche Teams.

    Nun möchte Beamter A Urlaub beantragen. Dazu benötigt er einen Vertreter, der ihm den Urlaubsantrag abzeichnet. Vorher darf er den Urlaubsantrag seiner Gruppenleitung nicht zur Genehmigung vorlegen.

    1. Da der Urlaub noch etwas in der Zukunft liegt (sagen wir in 4 Monaten), bekommt Beamter A zum gegenwärtigen Zeitpunkt von keinem der potenziellen Vertreter eine Unterschrift und kann den Antrag deshalb nicht zur Genehmigung vorlegen. Die Vertreter argumentieren "weiß noch nicht ob ich da selber Urlaub nehme".

    2. Desweiteren argumentieren alle in Frage kommenden Vertreter, Urlaubsanträge sind bei uns kurzfristig zu stellen. Mitunter möchte Beamter A aber z.B. Hotels, Flüge etc. buchen, was ja ohne die Genehmigung auch zum Problem werden kann, wenn sich kurzfristig kein Vertreter mehr auftreiben lässt. Die Kollegen von Beamten A argumentieren meist mit so Sprüchen "bis jetzt gab es da nie Probleme, irgendwer hat sich immer gefunden". Im Zweifel kann er sich darauf aber nicht berufen.

    Welche Rechte hat Beamter A zu 1.?
    Im Arbeitnehmerbereich scheint der Fall ja klar geregelt zu sein:
    Lt. § 7 I S. 1 BUrlG sind Urlaubswünsche zu berücksichtigen, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betrieblichen Belange entgegenstehen. Die Frage lautet also, ob "Der AN hat keine Vertreter benannt" ein solcher Belang ist. Die Antwort: Er ist es nicht. Grundsätzlich liegt es im Aufgabenbereich des AG, den reibungslosen Betrieb seiner Organisation zu regeln. Wie sieht es allerdings bei den Beamten aus?

    Könnte sich Beamter A zu 2. auf § 22 I S.1 UrlV berufen? Der besagt immerhin, Urlaub ist rechtzeitig zu beantragen.

    Beamter A stellt sich hauptsächlich die Frage, ob die geschilderten Umstände sein Problem sind oder die des Vorgesetzten.

    PS.: Urlaubsplanung gibt es in der Abteilung nicht. Beamter A kommt aus Bayern.

    Danke und viele Grüße!
     
  2. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 17.10.2017, 20:34

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    Das ist bei Beamten im Wesentlichen nicht anders als bei Arbeitnehmern.

    Nur Ablehnungsgründe sind vielfältiger usw.

    Grundsätzlich ist es Aufgabe des Dienstherren, und somit der Vorgesetzten, den Urlaub zu planen. Und die können Aufgaben delegieren. So dass man sich dann doch selbst kümmern muss, weil man damit betraut wurde.

    Natürlich kann man einen Antrag auch ohne Unterschrift einreichen.
    Nur wurde dann die angewiesene Aufgabe nicht erfüllt.
    Vermutlich bekommt man die Aufgabe dann noch mal.
    Scheitert man schon wieder, so liegt es an den Vorgesetzten, eine Lösung zu finden.

    Die kann auch darin liegen, dass der Antrag aus dienstlichen Gründen, wegen der schweren Planung abgelehnt wird.

    Es gibt einen Anspruch, dass über den Antrag kurzfristig zu entscheiden ist. Aber nicht, dass er positiv zu entscheiden wäre.
     
  3. heli048

    heli048 Neues Mitglied 17.10.2017, 21:15

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    Okay danke, klingt alles logisch und nachvollziehbar.
    Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass unter diesen 30 Mitarbeiter auch Angestellte sind. Für diese gilt das gleiche Prozedere.

    Im Kern spielt es auch erstmal keine Rolle, ob der Urlaubsantrag genehmigt wird oder nicht. Letztendlich wirft das Verfahren die meisten Fragen auf. Mitunter unterwirft sich der Antragsteller der Willkür seiner Kollegen. Bekanntlich kommt man auch nicht mit jedem Kollegen super aus ;) Im öffentlichen Dienst arbeiten ja oft Menschen, die würden in der freien Wirtschaft keine Woche überleben. Daher ist es eben fraglich, inwiefern der Vorgesetzte solche Kompetenzen an sein "Fußvolk" abtreten sollte. Das vertreten werden muss, steht zweifelsohne außer Frage. Wenn aber 28 der 30 Mitarbeiter sagen, sie unterschreiben nicht, weil sie nicht wissen, ob sie da selbst Urlaub nehmen wollen, dann kann man doch von einer Rosinenpickerei par excellence ausgehen.

    Nun ja, scheinbar gibt es dafür keine wirkliche Lösung. Personalvertretung wäre eine Idee, aber dann brennt vermutlich der Baum ^^
     
  4. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 17.10.2017, 21:31

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    Urlaubsplanung ist immer eine undankbare Aufgabe.

    Die beste Lösung ist immer die Einigung der Mitarbeiter.
    Wenn das nicht geht, dann muss man einen Termin nennen, bis wann Urlaubsanträge eingereicht werden sollen. Denn die "wer zuerst kommt, malt zu erst"-Strategie ist ebenfalls unfair für alle, die sich mit Partnern koordinieren müssen.
    An besagtem Termin wird der Urlaub dann Einigen genehmigt, und bei Kollisionen Anderen abgelehnt. Da gilt dann nicht immer der Schnellste, sondern der, der bislang weniger Rosinen gepickt hat.

    Ich hatte zum Beispiel mal einen Strategen, der schon fast ein Jahr im Voraus immer die Wochen mit den meisten Feiertagen beantragt hat. Und meinte, er wäre nun mal der Schnellste.
    Das wäre zu Lasten derer, die an einer so frühen Planung gehindert sind, gerade WEIL sie ein soziales Umfeld haben, das zu berücksichtigen ist.

    Nur wer an dem Termin keine Urlaubsplanung einreicht, muss nehmen, was übrig bleibt.
     
  5. heli048

    heli048 Neues Mitglied 17.10.2017, 21:58

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    In diesem Fall geht es um 4 Tage Urlaub. Zeitraum ist vollkommen unproblematisch. Da sind weder Ferien noch irgendwelche Brückentage. Es ist auch vollkommen egal ob der Urlaub kurz, lang, in einem Monat oder in 5 Monaten ist. Die Vertreter unterschreiben erst ca. 2 Wochen bevor der Urlaub beginnt. Planungssicherheit = 0

    Scheinbar ist dort die Handhabung aber seit Jahren immer gleich. Die Chefs halten sich aus allem raus. Ich bin auch der Meinung, die Mitarbeiter sollten sich in erster Linie untereinander verständigen. Dies bedarf aber auch einen vorgegebenen Rahmen, weil sonst wieder jeder macht was er will. Und genauso ist das in dieser Abteilung :)
     
  6. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 17.10.2017, 22:01

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    Dann stellt man den Antrag und fertig.
    Der Arbeitgeber MUSS diesen bearbeiten, ansonsten gilt er als genehmigt.
     
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