Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

Dieses Thema "ᐅ Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Spaxs, 27. Januar 2013.

  1. Spaxs

    Spaxs Neues Mitglied 27.01.2013, 13:00

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    Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Guten Tag, ich suche Hilfestellung zu folgendem Beispiel:

    Der Vater eines unehelichen Kindes muß monatlichen Unterhaltsverpflichtungen nachkommen. Das Kind ist 17 und wohnt im Haushalt seiner Mutter, die mit einem anderen Partner liiert ist.

    Der Unterhaltspflichtige geht einem Job in der Stadt nach, da die Stellenmöglichkeiten auf dem Land in seinem Berufsfeld eher schlecht sind und legt dafür eine tägliche Fahrtstrecke von 90km, einfach, zurück. Er verdient dabei 2000 Euro brutto, entsprechend seiner Steuerklasse 1 bleiben ihm dabei 1339 Euro netto.
    Für die Fahrt zur Arbeit hat er reale Spritkosten von monatlich ca 450 Euro.
    Der Unterhaltspflichtige wohnt mit seiner neuen Lebensgefährtin in einem Haus, welche IHR alleine gehört, finanziert durch SIE und Ihren Eltern.

    Der Sachbearbeiter auf dem Jugendamt setzt eine monatliche Unterhaltszahlung von knapp 300 Euro für das Kind fest und möchte auf die folgende Einkommensteuerrückerstattung des Unterhaltspflichtigen zurückgreifen, die alsbald ansteht. Der Unterhaltspflichtige besitzt ein Auto, welches knapp 20 Jahre alt ist und wollte die Rückerstattung dafür verwenden, um sich ein anderes Fahrzeug zuzulegen, mit dem er die tägliche Fahrt auf die Arbeitsstelle sicherstellen kann, da das jetzige Auto dafür nicht mehr brauchbar ist.

    Das Jugendamt versucht nebenbei Ihn dazu zu nötigen, diesen Arbeitsplatz aufzugeben, da die Spritkosten auf die Arbeit unverhältnismäßig hoch seien oder möchte, daß er in die Nähe seiner Arbeitsstelle zieht, wobei die dabei anfallenden Mietkosten eigentlich keine finanzielle Besserung darstellen würden.

    Ist das so in Ordnung?

    Desweiteren stellt sich dem Unterhaltspflichtigen die Frage, wie sich die Situation wohl für Ihn in Zukunfst darstellt, da das Kind nun schwanger geworden ist mit seinen 17 Jahren. Wie lange ist er noch unterhaltspflichtig gegenüber dem Kind?

    Vielen Dank für Ihre Erklärung.
     
  2. Angelito

    Angelito V.I.P. 27.01.2013, 13:06

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Der Unterhaltspflichtige muss alles tun um den Unterhalt leisten zu können. Arbeitsplatzwechsel oder, in Ausnahmefällen, die Annahme eines zusätzlichen Minijobs, gehören dazu.
    In meinen Augen ist der Hinweis auf einen Job in Wohnortnähe absolut legitim!
    Da er ja keine Mietkosten hat, ist der Unterhalt, meines Erachtens nach, nicht zu hoch angesetz

    Aber warten wir mal auf Pro, der kann sicher wesentlich umfangreicher und fachlicher antworten
     
  3. Spaxs

    Spaxs Neues Mitglied 27.01.2013, 13:17

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Der Unterhaltspflichtige würde selbstverständlich auch einen Job in der Nähe annehmen, wäre dies für Ihn möglich. Leider ist das nicht so einfach in seinem Berufsbild. Durch die anfallenden Mietkosten bei Umzug würde sich die finanzielle Situation definitiv nicht bessern. Das Ausüben eines Minijob ist für den Unterhaltspflichtigen nicht realisierbar, da er bedingt durch Arbeits- und Fahrtzeit die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht mehr einhalten könnte.

    Wie sieht es mit den folgenden Unterhaltszahlungen aus, wenn das Kind selber ein Kind bekommt. Muss er noch weiterhin zahlen, wenn das Kind volljährig wird?
     
  4. Roon

    Roon V.I.P. 27.01.2013, 13:33

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Nein, natürlich nicht, dadurch, dass der Nachwuchs selber Nachwuchs bekommt, sind ja alle Kosten bestens gedeckt - man könnte das Neugeborene schließlich gewinnbringend verkaufen...[/Ironie off]
     
  5. Angelito

    Angelito V.I.P. 27.01.2013, 14:17

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    *ggggg* Ich liebe Sarkasmus!



    Wenn es ganz blöd läuft, können sogar Großeltern für die Enkel unterhaltspflichtig sein, also nich weniger Unterhalt, sondern mehr.
     
  6. Kerzenlicht

    Kerzenlicht V.I.P. 27.01.2013, 14:30

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Auch wenn wir hier zum großen Teil den Eltern - welche Seite auch immer - gerne erklären, dass sie unterhaltspflichtig sind, muss man in diesem Fall einschränkend auch folgendes erwähnen:

    - Der Vater ist der Tochter auch über den 18. Geburtstag hinaus unterhaltspflichtig. Allerdings ist er ab dem 18. Geburtstag nicht mehr allein barunterhaltspflichtig, sondern die Mutter des Kindes ist dies auch. Es wird anhand der Leistungsfähigkeit festgestellt, welcher Elternteil dem Kind wie viel Unterhalt zu zahlen hat. Weiterhin gilt dies nur solange, wie sich die Tochter in einer irgendwie gearteten ersten Ausbildung befindet oder noch zur Schule geht oder studiert.

    - Sofern der Vater des Enkelkindes leistungsfähig ist, ist er auch der Mutter (hier der im Thread angesprochenen Tochter) in den ersten drei Lebensjahren des Enkelkindes zum Unterhalt verpflichtet. Dies könnte dazu führen, dass der Vater der Tochter, der Großvater des Enkelkindes, tatsächlich keinen Unterhalt mehr leisten muss.

    Es gibt also mehrere Fallkonstellationen in denen die Möglichkeit bestünde, dass dieser Vater hier nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet ist oder sich der Unterhalt zumindest reduziert.

    Da wir aber nicht die gesamte Familiensituation kennen und insofern keine Aussagen zu Unterhaltspflicht und auch nicht zu dessen Höhe machen können, wäre es sicher gut, wenn der Vater sich an einen Anwalt wenden würde - nach dem 18. Geburtstag der Tochter - und von der Mutter und allen weiteren möglichen unterhaltspflichtigen Personen über diesen Anwalt Einkommensbescheide anfordert und die Tochter auffordert ihre weiteren schulischen und beruflichen Planungen offen zu legen.

    Erst dann ließe sich mit all diesen Unterlagen tatsächlich feststellen ob und in welcher Höhe der Vater unterhaltspflichtig ist.
     
  7. Maulwurfn

    Maulwurfn Senior Mitglied 27.01.2013, 14:41

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    AW: Unterhaltszahlungen gegenüber minderjährigem nichtehelichen Kind

    Der U-Pflichtige sollte nicht denken, alle U-Berechtigten (oder deren Vertreter) machen sich die Hose mit dem Hammer zu oder haben in Mathe gefehlt!

    Bei so hohen Werbungskosten (220 Arbeitstage X 90km x EUR 0,30 = EUR 5.940 p.A.) bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit könnte er sich ohne weiteres einen FB auf der LSt-Karte (bzw. bei den LStabzugsmerkmalen) eintragen lassen. Dann hätte er ab sofort mehr netto und könnte ohne weiteres seinen U-Pflichten nachkommen.

    Die U-Pflicht für das Kind, welches 17 ist und nun selbst ein Kind erwartet, erlischt grundsätzlich erstmal selbstverständlich nicht.

    Für alles weitere:
    Warten wir die Antwort von Pro mal ab, der ist hier der Profi!

    Maulwurfn
     
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