Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

Dieses Thema "ᐅ Unterhaltsberechtigung des Ehepartners - Insolvenzrecht" im Forum "Insolvenzrecht" wurde erstellt von Flocky, 1. Oktober 2014.

  1. Flocky

    Flocky Boardneuling 01.10.2014, 13:18

    Registriert seit:
    1. Oktober 2014
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Hallo zusammen,

    ich habe mal folgende Frage.
    Der Sachverhalt ist vermutlich etwas kompliziert. Ich versuch es aber so übersichtlich und deutlich wie möglich zu schildern.

    Also...
    A ist seit März 2014 in der Insolvenz.
    AKTUELL wurde von A noch nichts gepfändet, da A bis August 2014 in einer Ausbildung war und seitdem arbeitslos ist. Also lag und liegt A unterhalb der pfändbaren Grenze.

    Im Juli 2014 hat A geheiratet. Die Steuerklasse wurde auf 5/3 geändert, da E (Ehefrau) doch deutlich mehr (1200 netto bei SKL3) bekommt als A.
    E hat ihre Tochter (T) mit in die Ehe gebracht.
    Rein Theoretisch ist E solange unterhaltsberechtigt, bis der Insolvenzverwalter einen Nichtberücksichtigungsantrag bei Gericht stellt.
    Zudem ist E nebenzu noch selbstständig.
    Aktuell sagt die EÜR einen Gewinn von 400€ für dieses Jahr. Also umgerechnet 40€ im Monat.

    E ist jetzt wieder Schwanger und wird natürlich nach der Entbindung in Elternzeit gehen.
    Im Internet habe ich ausgerechnet, dass E ca. 740€ Elterngeld bekommt.

    Der Kindsvater von T zahlt monatlich (wenn auch recht unregelmäßig) 300€ Unterhalt für seine Tochter.

    Es wird natürlich angestrebt, dass A bald wieder einen Job bekommt.
    Und jetzt kommt eigentlich das Wesentliche.

    Nehmen wir mal an A verdient mit der SKL5 1100€.
    Bis zum Tag X an dem der IV den Nichtberücksichtigungsantrag stellt, bleibt mir alles übrig.
    Da E ja aber 1200 netto hat, wird der Antrag mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit durchgehen.

    Wenn jetzt aber E im Mutterschutz und danach in Elternzeit ist, "verdient" sie ja nur noch 740€ monatlich.

    Wechselt A dann in die SKL3, verdient A ca. 1600€ monatlich.

    Dass A seinem eigenen Kind unterhaltspflichtig ist, ist ganz klar.
    Aber wie wäre das dann bei E?
    Wäre sie dann auch wieder unterhaltsberechtigt?
    Und spielt T da auch irgendeine Rolle?

    Ich weiß, das ist alles ein bißchen kompliziert.
    Aber vllt. kann mir ja irgendjemand weiter helfen.

    Gruß Flo
     
  2. didl46

    didl46 V.I.P. 01.10.2014, 14:17

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    1.864
    Zustimmungen:
    200
    Punkte für Erfolge:
    63
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Sozialmedizinischer Gutachter
    Ort:
    42329 Wuppertal
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Ich vesuche es mal...trotz viel zu vieler Informationen.

    A ist insolvent, damit hat E mit ihrer Tochter T erstmal nichts am Hut, denen wird nichts gepfändet.

    A ist seit Ende seiner Ausbildung (in der auch nichts gepfändet werden konnte) arbeitslos, erhält wahrscheinlich Arbeitslosengeld I oder II, was in jedem Fall unterhalb der Ausbildungsvergütung liegen dürfte, damit ist auch weiterhin nichts pfändbar.

    Die Hochzeit wirkt sich so aus, dass die Ehegatten gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet sind (ohne Ehevertrag). Unterhalt ist aber auch nur bedingt pfändbar (grundsätzlich estmal gar ncht) und bei dem hier beschriebenen Einkommen der Frau von monatlich 1.240€, bei einem unterhaltsberechtigtem Kind (bald zwei) ist sie dem A gegenüber nicht leistungsfähig.

    Wenn A wieder einen Job bekommt, wäre sein Einkommen gemäß Pfändungstabelle in der Spalte für eine unterhaltsberechtigte Person (Ehefrau) pfändbar. Das ehelich geborene Kind führt zum Pfändungsbetrag der Spalte für zwei Unterhaltsbeechtigte, solange keine andere Vaterschaft bestimmt ist.

    Meiner Einschätzung nach ist hier kein pfändbares Einkommen des A vorhanden und auch bis zur Beendigung seiner Arbeitslosigkeit nicht zu erwarten.

    Es liegt aber im besonderen Interesse des A, eine Beschäftigung aufzunehmen:
    • Wenn schon § 295 InSo greift, ist er zur aktiven Arbeitssuche verpflichtet,
    • die an den Treuhänder ausgezahlten Beträge gehen zunächst in die Verfahrenskosten, die hier wahrscheinlich gestundet sind und nicht mit einer Restschuldbefreiung erlassen werden würden.
    Bitte dies nur als erste Einschätzung zur Entwirrung des Sachverhaltes verstehen und auf weitere Beiträge hoffen.
     
  3. Flocky

    Flocky Boardneuling 01.10.2014, 14:36

    Registriert seit:
    1. Oktober 2014
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Hallo didl46,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Dass bis zum Nichtberücksichtigungsantrag durch den IV E dem A gegenüber unterhaltsberechtigt ist, ist klar.

    Mein "Hauptanliegen" bezieht sich eigentlich auch hauptsächlich um die Zeit nach der Entbindung (Elterngeld).

    Sollte der IV den Nichtberücksichtigungsantrag stellen und dieser vom Gericht bewilligt werden, ist E ja erst mal außen vor.
    Das heißt, ab der Entbindung gibt es primär erst mal nur 1 unterhaltsberechtigte Person. Und zwar das Kind.
    Dadurch dass E ja "nur" 740€ Elterngeld bekommt, zählt sie dann wieder zu den unterhaltsberechtigten Personen oder ist das Elterngeld zu hoch?
     
  4. InsoFlo

    InsoFlo Senior Mitglied 01.10.2014, 14:43

    Registriert seit:
    24. August 2012
    Beiträge:
    482
    Zustimmungen:
    74
    Punkte für Erfolge:
    28
    Beruf:
    Insolvenzsachbearbeiter
    Ort:
    Oberbayern
    Renommee:
    79
    100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Obacht! Leistungsfähigkeit im unterhaltsrechtlichen Sinne und Berücksichtigungsfähigkeit im insolvenzrechtlichen Sinne sind streng zu unterscheiden. Zunächst einmal gelten prinzipiell die gesetzlichen Unterhaltsrechte. Demnach ist A zum einen der E (aus § 1360 BGB) sowie natürlich dem zweiten Kind (aus § 1601 BGB) zum Unterhalt verpflichtet.

    Es liegt einzig am Treuhänder, ob er einen Nichtberücksichtigungsantrag bei Gericht stellt. Bei einem Nettoeinkommen der E von über 1.200 Euro wird der aber auch sowas von "durchgewunken". Selbst bei 740 Euro sehe ich da ehrlich gesagt kaum eine Chance, dass hier seitens des Gerichts noch eine Unterhaltspflicht des A ihr gegenüber angenommen wird...

    Nein, da T mit A nicht in gerader Linie verwandt ist. Es sei denn natürlich, A nähme T als Kind i.S.d. §§ 1741 ff. BGB an. Dann wäre er auch T gegenüber nach § 1751 Abs. 4 BGB zum Unterhalt verpflichtet.

    VLG
    InsoFlo
     
  5. Flocky

    Flocky Boardneuling 01.10.2014, 14:50

    Registriert seit:
    1. Oktober 2014
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Hallo InsoFlo,

    auch dir vielen Dank für deine Antwort.

    Das mit T hätte ich auch eigentlich eher mit E in Verbindung gebracht.
    Beispiel:
    E bekommt 740€ Elterngeld. Hat aber auch noch T als leibliches Kind.
    Kann da T beim "Einkommen" von E mit berücksichtigt werden, so dass E dann trotz der 740€ unterhaltsberechtigt dem A gegenüber bleibt?
     
  6. InsoFlo

    InsoFlo Senior Mitglied 01.10.2014, 14:57

    Registriert seit:
    24. August 2012
    Beiträge:
    482
    Zustimmungen:
    74
    Punkte für Erfolge:
    28
    Beruf:
    Insolvenzsachbearbeiter
    Ort:
    Oberbayern
    Renommee:
    79
    100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Sie meinen, dass bei der Bedürfnisprüfung auch berücksichtigt wird, ob die fragliche Person wiederum selbst Unterhaltspflichten zu erfüllen hat?

    Bin ich ehrlich: Ich weiß es nicht genau. Allerdings wird das Gericht auf einen NBA des Treuhänders hin dem A sicherlich Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Dann sollte der aber auch alles vortragen, was ihn entlasten könnte. Möglicherweise wird auch nur eine teilweise Nichtberücksichtigung beschlossen, was ja auch schon ein Erfolg wäre...
     
  7. didl46

    didl46 V.I.P. 01.10.2014, 15:02

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    1.864
    Zustimmungen:
    200
    Punkte für Erfolge:
    63
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Sozialmedizinischer Gutachter
    Ort:
    42329 Wuppertal
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Habe doch gesagt, es lohnt sich auf weitere Beiträge zu hoffen :sneaky:.

    Was nachlesbares (mit ziemlich veralteten Zahlen und zum Wohl der Gläubiger geschrieben) habe ich hier gefunden (Link).

    Demnach bliebe die E unterhaltsberechtigt, solange diese weniger als das ihr zustehende pfändbare Einkommen hätte.

    Aber es ist laut diesem Artikel Ermessenssache des Gerichts und er ist auch schon wirklich älter.
     
  8. InsoFlo

    InsoFlo Senior Mitglied 01.10.2014, 15:07

    Registriert seit:
    24. August 2012
    Beiträge:
    482
    Zustimmungen:
    74
    Punkte für Erfolge:
    28
    Beruf:
    Insolvenzsachbearbeiter
    Ort:
    Oberbayern
    Renommee:
    79
    100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Da habe ich aber auch aktuellere Rechtsprechung:

    LG Wuppertal, Beschl. v. 22.02.2008, 6 T 145/08, JurBüro 5/08, S. 270

    "Hat die Ehefrau des Schuldners [...] eigenes Einkommen, so ist auf Antrag [...] die Ehefrau teilweise bei der Berechnung des pfändbaren Betrages nicht zu berücksichtigen"

    (hier: eigenes Einkommen der Ehefrau von ca. 120-150 Euro => Nichtberücksichtigung zu 48%!)
     
  9. didl46

    didl46 V.I.P. 01.10.2014, 15:28

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    1.864
    Zustimmungen:
    200
    Punkte für Erfolge:
    63
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Sozialmedizinischer Gutachter
    Ort:
    42329 Wuppertal
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    <<<<<<< Verwirrung komplett (n).

    Dies würde bedeuten, dass von dem Differenzbetrag zwischen den zwei Spalten der Pfändungstabelle 48% berücksichtigt würden?

    Ich habe die Tabelle bisher als ja/nein (+ / - ) verstanden. Mir war nicht klar, dass ein "zum Teil irgendwo dazwischen" (hier 48%) auch möglich ist.
     
  10. InsoFlo

    InsoFlo Senior Mitglied 01.10.2014, 15:34

    Registriert seit:
    24. August 2012
    Beiträge:
    482
    Zustimmungen:
    74
    Punkte für Erfolge:
    28
    Beruf:
    Insolvenzsachbearbeiter
    Ort:
    Oberbayern
    Renommee:
    79
    100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Beispiel hier:
    Unterhaltspflichten kraft Gesetzes: 2 (E und zweites Kind)
    Demnach pfändbar bei 1.600 Euro Nettoeinkommen des A: 0,00 Euro

    Nichtberücksichtigung der E zu 48% würde bedeuten, dass die Differenz zwischen dem Pfändungsbetrag bei einer und bei zwei Unterhaltspflichten zu 48% unberücksichtigt bleibt.

    Heißt:
    pfändbar bei 1.600 Euro und 1 Unterhaltspflicht: 80,83 Euro
    pfändbar bei 1.600 Euro und 2 Unterhaltspflichten: 0,00 Euro
    ergo Differenz: 80,83 Euro
    hiervon bleiben 48% unberücksichtigt, folglich: 38,80 Euro

    Rest pfändbar! Hier: 42,03 Euro

    Soweit verständlich?
     
  11. didl46

    didl46 V.I.P. 01.10.2014, 15:48

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    1.864
    Zustimmungen:
    200
    Punkte für Erfolge:
    63
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Sozialmedizinischer Gutachter
    Ort:
    42329 Wuppertal
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Und wieder neues Wissen erworben, :danke:.

    Aber um den TE nicht zu vegessen:
    Im jetzigen Stadium bei Arbeitslosigkeit wäre ein solcher Antrag wohl eher nutzlos und erst interessant, wenn eine Arbeit des A aufgenommen würde.

    Dann müsste wieder der Einzelfall entscheiden, wir kennen die genauen Umstände der zitierten Rechtsprechung nicht. Hier hat die E ja auch eine T und ein künftiges Kind (S ?) zu unterhalten.
    :allesgute:
     
  12. InsoFlo

    InsoFlo Senior Mitglied 01.10.2014, 16:47

    Registriert seit:
    24. August 2012
    Beiträge:
    482
    Zustimmungen:
    74
    Punkte für Erfolge:
    28
    Beruf:
    Insolvenzsachbearbeiter
    Ort:
    Oberbayern
    Renommee:
    79
    100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)100% positive Bewertungen (482 Beiträge, 59 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Wohl wahr. Allerdings fragte @Flocky ja unter anderem auch nach den Begebenheiten, wenn A wieder in Lohn und Brot steht... ;)
     
  13. Flocky

    Flocky Boardneuling 01.10.2014, 19:06

    Registriert seit:
    1. Oktober 2014
    Beiträge:
    17
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Geschlecht:
    männlich
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Flocky hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    So vielen vielen Dank für die ganzen Antworten.
    Dann wird einfach abgewartet bis ein neuer Job und das Kind da ist.
    Und dann wird geschaut was der IV macht.
     
  14. didl46

    didl46 V.I.P. 01.10.2014, 23:18

    Registriert seit:
    26. Juni 2014
    Beiträge:
    1.864
    Zustimmungen:
    200
    Punkte für Erfolge:
    63
    Geschlecht:
    männlich
    Beruf:
    Sozialmedizinischer Gutachter
    Ort:
    42329 Wuppertal
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1864 Beiträge, 159 Bewertungen)
    AW: Unterhaltsberechtigung des Ehepartners

    Genau, vorher überlegen, was passieren könnte, ist meist nicht hilfreich. Es hemmt die Lebensgestaltung und die eigenen Möglichkeiten und dann auch die Motivation, etwas zu verändern.

    Es ist doch gut, wenn alles geregelt ist und die Familie in eine nicht ganz so düstere Zukunft schauen muss. Wenn das jetzt noch ungebohrene Kind eingeschult wird und der A gelernt hat, ist eine schöne Zukunft für A, E, T, und ? zu erwarten. Genau dies will u.A. das Insolvenzecht.

    Und wenn dann doch eine Rate an den IV gehen sollte - nun gut, immerhin hat man ja auch Schulden und würde die ohne Insolvenz auch an eine Bank o.Ä. bezahlen müssen. Nicht viele Haushalte kommen ganz ohne Ratenverpflichtungen aus.

    Sorry, wenn ich den Thread teilweise für eigene Zwecke mißbraucht haben sollte.
    Aber meine Dozenten meinen, man lernt am meisten durch die Diskussion von Fällen. Hier konnte ich wieder besonders profiteren; ich hoffe der Fragesteller konnte auch was für sich mitnehmen.
     
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Erbvertrag beinhaltet Teilungsverbot vor Tod des zweiten Ehepartners Erbrecht 16. Februar 2016
Unterhalt bei Pflegebedürftigkeit des Ehepartners Familienrecht 1. Dezember 2015
ALG II: In Sachen Anrechnung des Einkommens des Ehepartners Sozialrecht 22. Januar 2015
Wohnrecht für Tochter ohne Zustimmung des Ehepartners möglich? Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 23. Februar 2012
Haftung für Schulden die ohne Mitwissen des Ehepartners in der Ehe gemacht werden Familienrecht 23. März 2005

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum