Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

Dieses Thema "Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten - Datenschutzrecht" im Forum "Datenschutzrecht" wurde erstellt von inte, 13. August 2012.

  1. inte

    inte Boardneuling 13.08.2012, 18:11

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    Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Hallo,

    wenn mann mit mehreren Leuten an einem Projekt arbeitet und sich z.B. Studiendaten/Patientendaten gegenseitig zuschieben möchte, dann sind die neuen Clouddienste wie etwa Dropbox, Office365 oder Google Docs ungemein praktisch. Alle diese Dienste haben ja mit der EU ein Abkommen über den Datenschutz, nennt sich Safe Harbor.
    Damit bilden die Unternehmen ein Schutzniveau nach, das dem europäischem Niveau entspricht. Das Abkommen ist ja von der EU abgesegnet worden, genau auf diesem Level.

    Nun weiss ich natürlich, dass die US-Behörden ohne richterlichen Beschluss und Benachrichtigung der Dateneigner auf sämtliche in den Clouds gespeicherten Daten zugreifen können, im Rahmen des Patriot Acts, also dass die Daten in der Cloud alles andere als hinreichend geschützt sind, nach Deutschem Recht und trotz Safe Harbor.

    Aber die EU hats ja dennoch abgesegnet.
    DARF ich nun also (wider besseren Wissens, da ja das Safe Harbor Abkommen de facto nicht dem Deutschen Datenschutzniveau entspricht) einfach besonders schutzbedürftige personalisierte Patientendaten in eine Cloud wie etwa Dropbox, Office365 oder Google schieben, und mich darauf berufen, dass die EU ja sagt dass Safe Harbor quasi gleichwertig ist (auch wenn alles mitgelesen werden kann) oder mache ich mich dann strafbar?

    Wenn ich "nicht weiss", dass das Safe Harbor Abkommen recht löchrig ist und nur dem Marketing von Microsoft und Co. vertraue, darf ich denn DANN die Daten in die Cloud schieben?

    Danke im Voraus!!:wegrenn:
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 13.08.2012, 18:54

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Patientendaten dürfen überhaupt nicht weitergegeben werden, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen.
     
  3. inte

    inte Boardneuling 13.08.2012, 19:07

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Weitergeben an andere in die gleiche Studie involvierte Kollegen.
    Dieser Teil außerhalb der Datenbank ist rechtlich abgesichert.
    Anderes Beispiel: Ein Arzt schiebt Patientendaten in die Cloud, um sie später zu Hause auszuwerten (es findet keine Weitergabe, nur die Speicherung in der Cloud statt).

    Die Frage bezieht sich also darauf, ob die Aussage der EU, das SafeHarbor sei dem deutschen Datenschutzniveau ebenbürtig, ausreicht, um auch sensible personalisierte Daten dort zu speichern, oder ob man am Ende doch dafür belangt werden könnte, weil ja eben doch jeder mitlesen kann so lange der Patriot Act in Kraft ist?
     
  4. Humungus

    Humungus V.I.P. 13.08.2012, 22:55

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Man wird am Ende belangt werden, wenn die Daten offenbar werden und es jemanden stört. Und dann wird im Einzelfall zu diskutieren sein, ob mit den Daten sorgsam genug umgegangen wurde - insbesondere wenn man damit rechnen konnte, dass es ein Leck gibt. Außerdem gehe ich davon aus, dass es Datenschutzrichtlinien gibt, die befolgt werden müssen, und die beispielsweise von der Ethikkommission, der Uni oder anderen definiert sind.

    Allgemein gesagt ist das Kursieren unverschlüsselter Daten in Netzwerken grundsätzlich ein erhebliches Risiko, das man vermeiden sollte. Abhilfe können eine ausreichend komplexe Verschlüsselung, ein geschlossenes Netzwerk (EDV-Spezis fragen!) und die Trennung von Studiendaten und Patientendaten schaffen (es ist doch kein Problem, dass man die Patientenliste nicht ins Netz stellt und papiern führt und im Netz nur von "Patient 1" etc. die Rede ist).
     
  5. inte

    inte Boardneuling 14.08.2012, 07:44

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Das ist ja immer so eine Sache. Gerade Dropbox ist extrem praktisch, wenn man bei der Arbeit UND von zu Hause auf die gleichen Dokumente zugreifen möchte. Office365 wird ja genau zu diesem Zweck vermarktet.
    So lange die Server in Deutschland/Europa stehen spricht ja nicht viel gegen eine Auslagerung in die Cloud, nur ist Microsoft ja nun leider kein europäisches Unternehmen, besitzt aber den Safe Harbor Status.
    Und auch mit diesem ist das wieder so eine Sache. Zwar wird von der Wirtschaft betont, dass der Datenschutz unter Safe Harbor vergleichbar mit dem Niveau innerhalb der EU ist, andererseits sieht jeder juristische Laie dass dies de facto nicht der Fall ist.
    Gilt trotzdem das Abkommen und man kann sich blind darauf verlassen, oder ist der schlechtere Datenschutz zu offensichtlich?
     
  6. hera

    hera V.I.P. 14.08.2012, 08:04

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    mit sicherheit gibt es für die am projekt beteiligten kollegen einen datenschutzbeauftragten (an der UNI ?)

    bei diesem müssen alle internen verfahren zur auomatisierten datenverarbeitung (z.b. mit hilfe von einem PC) gemeldet und ggf. vorab auf die rechtmäßigkeit geprüft werden

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verfahrensverzeichnis
    http://www.bitkom.org/de/publikationen/38336_43488.aspx
    http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__38.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Safe_Harbor
    http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__43.html

    http://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/.../BfDI_Info_3_Sozialdatenschutz.html?nn=409164
    http://www2.argedaten.at/php/cms_monitor.php?q=PUB-TEXT-ARGEDATEN&s=26267cnp
     
  7. Humungus

    Humungus V.I.P. 14.08.2012, 08:19

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Du hast nicht ganz verstanden, was ich sagte: man kann sich nie blind darauf verlassen, dass die Daten sicher sind. Da könnte sonstwer für die Sicherheit garantieren! Und werden sie offenbart, gibts einen gemalt.
     
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 14.08.2012, 11:09

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Patientendaten sind nicht nur durch das BDSG, sondern vor allem - und strenger - auch durch das StGB geschützt (§203 StGB).

    Eine Speicherung außerhalb der eigenen "Aufsicht" wird m.E. beanstandet werden, spätestens wenn etwas schiefgeht.

    Nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten z.B. dürfen Ärzte und Krankenhäuser ihre Patientendaten nicht an externe Dienstleister auslagern, wenn die Patienten nicht dem ausdrücklich zustimmen.
    (https://www.datenschutzzentrum.de/material/themen/gesund/patdvia.htm)

    Die schleswig-holsteinische Landesärztekammer z.B. hat sich dieser Ansicht angeschlossen.

    Im Streitfall würde ein Arzt erhebliche Schwierigkeiten haben, sich mit einem "unvermeidbaren Verbotsirrtum" herauszureden.
     
  9. inte

    inte Boardneuling 14.08.2012, 11:34

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Ja, aber der Typ in Schleswig-Holstein ist auch überkorrekt.
    Hier:
    <snip>
    Und zum Safe-Harbor-Abkommen kam eine Untersuchung im Auftrag des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein Anfang des Jahres zu dem Ergebnis, dass diese Vorschriften das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden.
    </snip>
    Wenn das so wäre, dann wäre so etwas doch überhaupt nicht mit "echten" (Kunden-)Daten möglich: http://business.chip.de/artikel/CHI...365-beim-Einsatz-im-Unternehmen_52415464.html
     
  10. Humungus

    Humungus V.I.P. 14.08.2012, 12:25

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Sowohl der Datenschutzbeauftragte als auch die LÄK werden sich einen Satz heißer Ohren holen, wenn sie zum Rapport bei ihren Vorgesetzten antreten müssen. Die Meinung wäre beispielsweise mit der Einführung der zweiten Stufe der eGK (Datenspeicherung auf einem Zentralserver) nicht vereinbar. Was sollen wir wetten, dass dann solche Stimmen (die völlig recht haben!) verstummen werden? Die Gier der GKVen und Versicherungen nach Daten ist unstillbar.

    @TE: mit überkorrekt hat das nichts zu tun, sondern mit einer fundamentalen Regel der Datensicherheit: Daten in einem offenen Netz sind nie sicher, und jedes Mitglied des Netzes kann mit geeigneten Mitteln auf sie zugreifen.

    Patientendaten sind noch etwas ganz anderes als Kundendaten!
     
  11. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 15.08.2012, 12:21

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Sowohl der Landesdatenschutzbeauftrage als auch die LÄK haben keine Vorgesetzten...:D

    Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte hat es immerhin im letzten Jahr geschafft, die bisherige Praxis der Ärzte zu kippen, bei Laboruntersuchungen die Daten von Privatpatienten an die Labore zu geben, damit die nach GOÄ mit dem Patienten abrechnen können.

    Ein glatter Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht - ohne ausdrückliche Einwilligung des Patienten darf der Arzt keine Patientendaten an das Labor geben.

    Also holen die Ärzte jetzt brav jedesmal die nötige Einwilligung des Patienten ein.

    Angestoßen hat das ein einfacher Patient, der sich mit der Frage "Ist das eigentlich zulässig? Verstößt das nicht eigentlich gegen...?" an den Datenschutzbeauftragten gewandt hat. Welcher das absolut unzulässig fand.

    Man hat die Landesärztekammer selten so schnell rotieren sehen, nachdem ihre Juristen einen Blick auf das Problem geworfen hatten und feststellten: "Tja... da hat der Datenschutzbeauftragte in der Tat sowas von recht..."
     
  12. Humungus

    Humungus V.I.P. 15.08.2012, 14:11

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Das verhindert den direkten Anschiss. Warten Sies ab - diese Bedenken werden gegen die finanziellen Interessen der GKVen den kürzeren ziehen. Siehe auch die "black box", die bei Teilnehmern von Hausarztmodellen in Süddeutschland in der Praxis installiert ist und von der niemand weiß, was sie eigentlich genau an Daten sammelt...

    Korrekt. Ja, Ärzte, das sind diejenigen, auf die man einprügeln kann...
     
  13. hera

    hera V.I.P. 15.08.2012, 14:19

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    fast richtig: MÄNNER wurden dafür geschaffen :lacht:
     
  14. inte

    inte Boardneuling 15.08.2012, 14:24

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    AW: Umgang mit medizinischen Studiendaten/Patientendaten

    Ok, nun geben also die niedergelassenen Ärzte die Patientendaten an die Labore weiter, wenn der Patient zustimmt.
    Wäre dieser Prozess auch über einen Cloud-Dienst, der nach deutschem Datenschutzrecht arbeitet, möglich?
    Wäre dies ebenso über einen Cloud-Dienst, der unter dem SafeHarbor-Abkommen steht, zulässig?
    Langfristig geht der Weg ja immer mehr in diese Richtung, daher dachte ich ich frage einfach mal prophylaktisch nach, auch wenn diese Technik im medizinischem Bereich derzeit noch nicht genutzt wird (soweit ich weiß).
     
  15. Humungus

    Humungus V.I.P. 15.08.2012, 14:31

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    Nahezu alles ist zulässig, dem der Patient zustimmt (und über das er vorher hinreichend informiert wurde). Sollte die Studiengruppe also einen informed consent vorweisen können ist alles in Butter.

    Nur in den Träumen von Datenverkäufern.
     
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