U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

Dieses Thema "ᐅ U-Bahn Geräusche, Mietminderung? - Mietrecht" im Forum "Mietrecht" wurde erstellt von GTB123, 25. Februar 2012.

  1. GTB123

    GTB123 Boardneuling 25.02.2012, 11:13

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    U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Hallo,

    A hat folgendes Problem:

    A ist in eine neue Wohnung gezogen, bei der Besichtigung und Vertragsunterzeichnung der Mietwohnung(privat) war er in der Wohnung.

    Nachdem A seine Möbel etc eingeräumt hat fällt ihm auf einmal ein regelmässiger alle ~10 Minuten auftretender 5-10 Sekündiger Bass auf, nach kurzer Nachforschung fiel ihm auf, dass dieser Bass von der nahe verlaufenden U-Bahn kommt. (A dachte erst das wäre ein größeres Fahrzeug, das vorbei fährt oder ein lauter Nachbar)

    Jetzt fragt sich A ob er da etwas in Richtung Mietminderung oder Ähnliches machen kann, da der Vermieter B und die Vormieterin C mit keinem Wort die störenden Geräusche der U-Bahn erwähnt haben.
     
  2. zeiten

    zeiten V.I.P. 25.02.2012, 11:26

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    wenn zb. lärm aus benachbarten kneipen stört, ist das regelmäßig kein mietmangel, weil dem mieter die existenz der kneipe hätte bekannt sein müssen. er ist gehalten sich im vorfeld die nähere umgebung der wohnung anzusehen. da gibt es etliche urteile in der richtung.

    ich gehe stark davon aus, das für die u-bahn das selbe gilt.

    an großen straßen muss mit straßenlärm gerechnet werden, in der nähe von u-bahnnetzen wohl auch mit u-bahnlärm...
     
  3. schielu

    schielu V.I.P. 25.02.2012, 11:55

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Nein, da besteht keine Möglichkeit.
     
  4. Cloakmaster

    Cloakmaster V.I.P. 27.02.2012, 11:50

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Hm. Das wundert mich ein wenig, aber nun gut, ich bin kein Experte.

    Meine Laiensicht der Dinge ist, daß das Prnzip vorsieht, daß wann immer, und wo immer eine enrsthafte Beeinträchtigung an einer Mietsache auftritt, ein Mangel gegeben ist.

    Jeder Mietmangel führt prinzipiell zu einem Anrecht auf Mietminderung - wobei die Höhe des Minderungsanspruches ein Thema für sich ist.

    Ausnahmen hierfür gibt es nur wenige. Lärm von ausserhalb der Wohnung scheint oft eine zu sein: Kinderlärm vom Spielplatz, Strassenverkehr, Bahn/Fluglärm, die lauten Nachbarn, Bauarbeiten in der Nachbarschaft, etc.

    Nur sehr selten kommt man da mit einem Minderungsanspruch durch und das meistens nur dann, wenn es vorübergehner Natur, wie etwa eine laute Baustelle oder ein lärmender Nachbar ist.

    Mich würde nur mal interssieren, wie genau die rechtliche Basis dafür aussieht. Es ist leicht gesagt "Aber du wusstest doch, daß nebenan eine Kneipe ist", aber sicher darf die Kneipe nicht in der Phonsärke eines Open-Air Konzertes spielen - vor allem nicht nach 22 Uhr.
    Natürlich kann man schlecht gegen einen Flughafen oder die (U-)Bahn auf Abstellen der Dauerbeschallung vorgehen, aber dennoch stellen deren Emmissionen - bei einer U-Bahn im Keller denke ich da zB auch an Vibrationen im Haus, welche zB eine Vase zu Fall bringen könnten - eine Wertminderung bw eben einen Mangel dar. (Das mit der Vase ist meiner Grossmutter wirklich passiert, nachdem in ihrer Strasse eine neue U-Bahn gebaut wurde. Wie alte Leute oft sind, hat sie es hin genommen, und Schaumstoff unter ihre Möbel platziert, welcher die Vibrationen soweit abdämpfte, daß ihre Vasen wieder sicher waren..)

    Trotzdem: So sehr ich mich gegen Leute, die neben einen Flughafen ziehen, und dann wegen Fluglärm klagen aufrege, so sehr glaub ich, daß man nicht alle Lärmimmissionen in der eigenen Wohnung hinnehmen muss, nur weil sie offensichtlich vorher erkennbar waren - was ja im Falle der U-Bahn womöglich gar nicht der Fall war.
     
  5. 772

    772 V.I.P. 27.02.2012, 12:31

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Die §§ 536 ff sollte man schon genau lesen: Für einen Mangel, der beim Einzug bestand, kann man keine Minderung geltend machen (selbst wenn die U-Bahn als Mangel anzusehen wäre, was ich bezweifle). Er ist auch nicht versteckt, da ein Mieter sich über die Trassen (und auch die Flugrouten) ausreichend informieren kann.
     
  6. Cloakmaster

    Cloakmaster V.I.P. 27.02.2012, 16:15

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Die U-Bahnstrecke mag schon beim Einzug vorhanden gewesen sein. (Bei meiner Großmutter kam sie erst später). Nur macht die Strecke selbst keinen Lärm. Dieser kommt erst mit dem Zug um 11.14 (11.24, 11.34, ...) in die Wohnung. Sind das jetzt einzelne Lärmereignisse im 10-Minuten-Takt, oder ist das eine Dauerlärmquelle?

    Natürlich hat eine U-Bahn in der Nähe auch unbestreitbar ihre Vorteile. Als ich eine Zeit lang in München wohnte war ich froh um die U-Bahn direkt vor der Haustür, und habe mich nicht am regelmässigen Rumpeln gestört, aber jeder mag das anders empfinden.
    Die Kneipe ist sicher vorher sichtbar, aber wie laut/störend das nun in der Wohnung wird, vor allem abends oder evtl sogar nur am Wocheende wird, kann man nicht vorher einschätzen, und auch kaum bei einer Besichtigung (wenn diese nicht gerade am Samstag abend stattfindet) erkannt werden.

    Lärmbelästigungen dürften wohl die unagefochtene Nr 1. bei einem Streit um Mietminderungen sein...
     
  7. Kataster

    Kataster V.I.P. 27.02.2012, 17:18

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    AW: U-Bahn Geräusche, Mietminderung?

    Ich will mich da wirklich nicht lustig machen, das ist ärgerlich, vermutlich vor allem nachts.

    Nur stelle ich mir vor, dass man mit einem Anwalt oder Gutachter in dieser Wohnung tagsüber 30min Kaffee trinken kann und die können hinterher nicht sagen, warum man sie herbestellt hat, wenn man ihnen das nicht gesagt hat. Weil ihnen das auch nicht aufgefallen ist.

    Ganz ohne Paragraphen: Wie sieht das denn aus? Einen verdeckten Mangel muss man doch entdecken können...

    Ohnehin sind Lärmgutachten und entsprechende Prozesse schwieriges Terrain. Ebenso der Begriff "stören". Es bräuchte hier Messungen und ein Gutachten, irgendwelche Grenz- oder Orientierungswerte werden wahrscheinlich nicht überschritten. Das Gutachten kann dann durchaus besagen, dass alles okay ist.

    Die Beschwerde des Verschweigens setzt voraus, dass es Vermieter und/oder Vormieterin als störend empfinden. Ein eindeutiger Nachweis, dass 2-3 Vormieter der Lärm störte, wäre ein neuer Aspekt. Ansonsten ist "stören" ein juristisch wenig hilfreicher Begriff.

    Tun kann A nach gesundem Menschenverstande Folgendes. Mit dem Lärm leben oder umziehen, vielleicht lässt der Vermieter wegen Kündigungsfrist da mit sich reden. Sicher nicht, wenn man ihm mit "Verschweigen der U-Bahn" kommt.

    Ich persönlich vermute, dass A sich da über sich selber ärgert, das nicht bedacht (!) und nicht bemerkt zu haben. Kann passieren. Ich war in Lüneburg nur zu Gast. Randlage ruhige Kleinstadt. Knotenpunkt Bahn. Das fällt tags nicht so auf. Aber nachts? Verheerend. Von einem verdeckten Mangel kann man da aber nicht sprechen, mit der Begründung, dass es einem nicht aufgefallen wäre und man es einem nicht gesagt habe.
     
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