Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

Dieses Thema "ᐅ Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich - Steuerrecht" im Forum "Steuerrecht" wurde erstellt von Alex12321, 14. Februar 2018.

  1. Alex12321

    Alex12321 Boardneuling 14.02.2018, 08:15

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    Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Hallo,

    ich habe eine Frage zum Steuerrecht und würde mich über Erläuterungen zum Sachverhalt freuen:

    Ausgangssituation:
    - WG mit einem Hauptmieter und zwei Untermietern
    - Hauptmieter bewohnt selber ein Zimmer der WG
    - Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer, die sonstigen Räume werden gemeinsam genutzt.
    - Die beiden Untermieter zahlen eine Miete, sowie eine Vorauszahlung auf die Nebenkosten an den Hauptmieter. Die Nebenkosten der Wohnung werden zu gleichen Teilen auf die drei Bewohner verteilt.
    - Der Hauptmieter ist berufstätig und verdient über dem Freibetrag

    Szenario 1: Der Hauptmieter erhält von beiden Untermietern als Miete genau den Anteil der Miete, der auf die jeweils von den Untermietern genutzte Fläche entfällt ((Exklusiv genutzte Fläche + 1/3 der Gemeinschaftsfläche) / Gesamtfläche). Somit ist die Untervermietung kostendeckend.

    Szenario 2: Der Hauptmieter erhebt zusätzlich zur Regelung in Szenario 1 einen kleinen Aufpreis. Nehmen wir an, dass sich dieser ingesamt pro Jahr auf 250 € summiert.

    Wie sind die beiden o. g. Sachverhalte in der Steuererklärung abzubilden?

    - Muss in Szenario 1 Anlage V überhaupt ausgefüllt werden?
    - Szenario 2 sollte ja durch den "Härteausgleich" abgedeckt und steuerfrei sein. Ist in diesem Fall ein Ausfüllen von Anlage V notwendig?

    Über Erläuterungen und möglichst belastbare Quellen würde ich mich freuen und bedanke mich im Voraus.
     
  2. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 14.02.2018, 09:24

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Sz 1: nein
    Sz 2: das ist geregelt in § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG
     
  3. hambre

    hambre V.I.P. 14.02.2018, 10:50

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Das regelt nur die Abgabepflicht. Bei einem Überschuss von 250€ für das gesamte Jahr entsteht daher keine Pflichtveranlagung.

    Wenn man jedoch eine freiwillige Veranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG durchführt, dann muss nach meiner Auffassung auch die Anlage V mit abgegeben werden.

    Das gilt nach meiner Auffassung auch dann, wenn aufgrund der Härtefallregelung nach § 46 Abs. 5 EStG auf den Überschuss von 250€ gar keine Steuern anfallen. Der Überschuss von 250€ hat dennoch z.B. einen Einfluss auf die zumutbare Belastung nach § 33 Abs. 3 EStG.
     
  4. Alex12321

    Alex12321 Boardneuling 15.02.2018, 09:09

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Danke für eure Antworten.

    D. h. wir sind uns einig, dass das unter den Härteausgleich fällt und somit keine Steuern anfallen. Bzgl. der Steuererklärung wäre weiter zu unterscheiden zwischen Pflicht- und freiwilliger Veranlagung:

    Szenario 1: Es entsteht keine Abgabepflicht und auch bei freiwilliger Veranlagung muss Anlage V nicht ausgefüllt werden.

    Szenario 2: Es entsteht keine Abgabepflicht. Bei freiwilliger Veranlagung seid ihr euch, soweit ich das verstehe, nicht einig, ob Anlage V abgegeben werden muss.

    Verstehe ich das soweit richtig? Habt ihr irgendwelche Quellen bzgl. der freiwilligen Veranlagung in Szenario 2?
     
  5. hambre

    hambre V.I.P. 15.02.2018, 09:27

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Wenn man eine Steuererklärung abgibt, dann muss auch die Anlage V ausgefüllt werden unabhängig davon ob es sich um eine Pflicht- oder eine freiwillige Veranlagung handelt.

    Es war so gemeint, dass die Mieteinnahmen nicht zu einer Veranlagungspflicht führen.
     
  6. WeisWas

    WeisWas Star Mitglied 15.02.2018, 09:37

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Nein, bei freiwilliger Veranlagung stimme ich hambre zu, die Anlage V ist abzugeben.
     
  7. Alex12321

    Alex12321 Boardneuling 24.02.2018, 08:52

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Danke euch für eure Antworten!

    Noch eine Frage zu dem Thema: Können auch gemeinsam genutzte Gerätschaften, also z. B. Küchengeräte als Ausgaben angesetzt werden? Mobiliar sollte ja problemlos möglich sein, bei sonstigen Gebrauchsgegenständen bin ich aber nicht sicher.
     
  8. tycoon93

    tycoon93 Boardneuling 27.02.2018, 00:21

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    AW: Steuererklärung Untervermietung WG, Härteausgleich

    Anteilig ja. Entscheidend ist, dass dem Finanzamt alles offengelegt wird,
     
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