Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

Dieses Thema "ᐅ Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername - Bürgerliches Recht allgemein" im Forum "Bürgerliches Recht allgemein" wurde erstellt von taunusloewe, 31. August 2017.

  1. taunusloewe

    taunusloewe Boardneuling 31.08.2017, 15:47

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    Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Folgende Annahme :
    Karl Mustermann möchte sich einen Adelstitel als Künstlername zulegen.
    Bsp. : Karl Mustermann " Freiherr zu Karlshausen "
    Der Titel soll nicht im Personalausweis eingetragen werden und auch so nicht gewerblich genutzt werden. Er dient lediglich als Spassfaktor auf Visitenkarten und einer Website.
    Laut Weimacher Reichsverfassung sind Adelstitel abgeschaft und jeder Bürger ist gleichgestellt....
    Ist daher das führen eines selbst vergebenen Adelstitel Freiherr , Baron usw. erlaubt ?
     
  2. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 31.08.2017, 16:06

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Ein Verstoß gegen § 132a StGB sehe ich nicht, weil "Titel" im Sinne dieser Vorschrift bei Adelsnamen nicht einschlägig ist. Könnte aber gegen Namensrecht verstoßen, wenn z.B. eine andere Person so oder so ähnlich heißt, § 12 BGB. Der Namensträger könnte dann abmahnen und auf Unterlassung gehen.
     
  3. taunusloewe

    taunusloewe Boardneuling 31.08.2017, 20:26

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Danke für die Antwort , dazu noch eine Passage aus einem Urteil vom OLG München , dass ich heute gefunden habe.

    Oberlandesgericht Muenchen Beschluss 5 St RR (II) 39/10, 132a StGB ...

    ...Die unbefugte Annahme eines Adelsprädikats ist daher seit Inkrafttreten der Verfassung des Deutschen Reichs vom 11. August 1919 nicht mehr mit Strafe bedroht, es sei denn sie erfolgt einem zuständigen Beamten gegenüber (siehe z.B. KG in GA 71 (1926) S. 139, 140 zu § 360 Nr. 8 StGB und § 111 OWiG)....
     
  4. fernetpunker

    fernetpunker V.I.P. 31.08.2017, 21:42

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Adelstitel sind halt nur noch Namensbestandteil.
     
  5. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 31.08.2017, 23:11

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Strafbar dann, wenn durch die Angabe des Namens rechtswidrig eine Täuschung realisiert werden soll.
     
  6. Clown

    Clown V.I.P. 31.08.2017, 23:38

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Aha. Und nach welcher Strafnorm?
     
  7. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 01.09.2017, 00:03

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Zum Beispiel §263 StGB.

    Erweckt jemand mit dem falschen Namen einen falschen Eindruck, der z.B. dazu führt, dass man ihm Geld anvertraut, dass man ihm sonst nicht gegeben hätte, und es kommt zur Vermögensschädigung, ist das Betrug.

    Oder bei einem Ball sollen Adlige als Konferenciers engagiert werden... usw.
     
  8. Clown

    Clown V.I.P. 01.09.2017, 00:18

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Gut, aber der Vermögensschaden ist ja nicht unwichtig. Die bloße Täuschung ist nicht strafbar. Denn gerade hier:
    sähe ich erstmal keinen Vermögensschaden. Ob jemand "adelig" ist oder nicht, ändert ja nichts an der Güte seiner Konferencierleistung.
     
  9. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 01.09.2017, 00:24

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Darum schrieb ich "rechtswidrig". Der Vermögensvorteil oder Schaden muss vorliegen.

    Das tut er, wenn die Leistung nicht der entspricht, für die ich bezahlen wollte.

    Wenn ich für einen Adligen bezahlen wollte spielt es keine Rolle, ob die sonstige Leistung ok war.

    Wenn man für ein Abendessen mit Cro viel Geld spendet, ist es nicht egal, wer da hinter der Maske steckt. Gleichgültig, ob das Essen gut war und der Abend nett.
     
  10. Clown

    Clown V.I.P. 01.09.2017, 09:35

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Da würde ich nicht mitgehen. Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn nach Saldierung von Leistung und Gegenleistung ein Vermögensschaden auf Seiten des Geschädigten verbleibt, wenn also die erhaltene Leistung ihr Geld objektiv nicht wert war. Ich bezweifle, dass "adeliger Konferencier" ein wertbildender Faktor ist, zumal der Adel aufgehoben ist und der selbsterklärte Adel nur eine Prätention Ewiggestriger ist.
     
  11. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 01.09.2017, 12:45

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    wertbildend ist es dann, wenn es jemanden gibt, der genau dafür Geld ausgeben möchte. Dann hat es einen Wert.
    Mit persönlicher Ansicht hat das nichts zu tun.

    wenn jemand als Privatpatient im Krankenhaus viel Geld ausdrücklich dafür ausgibt das ihn der 70-jährige halb blinde Chefarzt behandelt, dann ist es Betrug, wenn er eine gleichwertige Leistung durch einen anderen Arzt erhalten hat, und dennoch so abgerechnet wird.

    Wenn jemand, der ein vermögenswirksames Rechtsgeschäft deutlich nur deswegen abschließt, weil ein Adliger beteiligt ist, in diesem Punkt getäuscht wird, liegt Betrug vor.



    Wenn du dir zum Beispiel ein Auto kaufst, und die Wahl des Modells davon abhängig machst ob das Fahrzeug umweltfreundlich ist, und sich dann nachträglich raus stellt, dass bei den Werten beschissen wurde, es aber gut fährt, dann ist das Betr....ähhh...ach ne, da nicht.
     
  12. mumpel

    mumpel V.I.P. 01.09.2017, 16:19

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Hallo!

    Die uns allen bekannte Hella von Sinnen hat sich diesen Künstlernamen auch selber gegeben. Mit bürgerlichem Namen heisst sie Kemper.

    Im Impressum einer Webseite muss aber m.E. der bürgerliche Name stehen (ladungsfähige Anschrift, Rechtsverkehr).

    Gruß, René
     
  13. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 01.09.2017, 23:59

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Wenn der Künstlername ausreichend genutzt wird, könnte er sogar in den Personalausweis eingetragen werden.
    Die Frage stellt sich nicht, weil man Adelstitel in Deutschland nicht mehr führen kann.
    Die früheren Adelstitel sind zu schlichten Namensbestandteilen geworden. Erfundene Adelstitel können uneingeschränkt als Künstlernamen geführt werden - eventuelle Namensrechte Dritter wären zu beachten, wie sonst auch. Namensrechte werden allerdings nicht dadurch verletzt, daß eine Person genauso heißt wie eine andere. Nur weil es einen Hans Meier gibt, ist es anderen Meiers nicht versagt, ihre Söhne Hans zu taufen.
     
  14. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 02.09.2017, 00:03

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Ein beim Standesamt eingetragener Künstlername ist ein vollgültiger Name. Kann der Künstlername nach der Eintragung eindeutig einer bestimmten Person zugeordnet werden, können mit dem Künstlernamen auch rechtsverbindlich Verträge unterschrieben und sein Träger unter diesem Namen verklagt werden. Nicht möglich ist demgegenüber die Eintragung des Eigentümers im Grundbuch unter seinem Künstlernamen. Hier kann aber der Künstlername dem Familiennamen hinzugefügt werden.
    Insofern reicht im Regelfall der Künstlername im Impressum aus - es ist ja gerade Sinn und Zweck des Künstlernamens, daß der Träger in der Öffentlichkeit unter diesem und nicht unter seinem eigentlichen Namen auftreten und auch rechtswirksam handeln kann. Der Künstlername ist auch "ladungsfähig".
     
  15. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 02.09.2017, 00:06

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    AW: Selbstvergabe eines Adelstitel als Künstlername

    Da es aber keine "Adligen" in Deutschland mehr gibt, ist das rechtlich nicht relevant.
    Man kann in Deutschland nur noch Personen engagieren, die eine Adelsbezeichnung als Teil ihres bürgerlichen Namens tragen.

    Ein "Kuno von und zu Adelsotto" ist genauso "echt" als "Adliger" wie "Ernst August von Hannover".

    Eine Täuschung entsteht frühestens, wenn ich den Eindruck erwecke, ich sei tatsächlich der berühmte Pinkelprinz Ernst August von Hannover und lasse mich in dieser Eigenschaft von jemandem engagieren, der explizit den Pinkelprinzen anheurern wollte.
     
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