Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

Dieses Thema "ᐅ Schule verbietet das Mitbringen von Essen. - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von MM09, 12. Mai 2009.

  1. MM09

    MM09 Neues Mitglied 12.05.2009, 21:40

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    Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Guten Tag,

    ich hab ein wenig gegrübelt über Rechte und Pflichten einer Schule. Dabei kam ich auf folgendes Gedankenspiel.

    Mal angenommen, eine Schule wechselt die Schulfrom im Rahmen einer Bildungsreform zur Ganztagsschule und muss folglich auch für Verpflegung zur Mittagszeit sorgen. Deshalb baut die Schule eine Mensa und bietet dort gegen einen Betrag Gerichte an. Gegenüber der Schule entschließt sich aber ein Unternehmer einen Kiosk/ Imbiss zu errichten, um dort Döner/ Pizza, etc. zu kleinen Preisen anzubieten. Darf die Schule das mitführen von externen Speisen, wie etwas Dönern oder Pizzen verbieten? Oder greift sie dadurch unlegitimiert in die Marktwirtschaft ein? Oder darf die Schule, u.a. durch steigende Kosten für die Müllentsorgung, das mitbringen von externen Dönern oder Pizzen verbieten, da durch die Verpackungen extra Kosten entstünden?

    Die Schule möchte gerne, dass die Schüler in der Mensa essen, damit sie Einnahmen hat, die evtl. zur Kostendeckung des Umbaus benötigt werden. Die Mensa befindet sich jedoch 500 m von der Schule entfernt in einem Schulgebäude der Jahrgänge 5 und 6, während der Kiosk/ Imbiss lediglich 50 m von der Schule entfernt steht.

    Erschwerend kommt hinzu, dass die Qualität des Essens an der Schule, so wie die Menge und der dafür fällig werdende Preis des Mensaangebotes nicht konkurrenzfähig mit dem Preis-Leistungsverhältnis des Imbisses ist.

    Über ausführliche, fundierte, Äußerungen wär ich sehr erfreut.
     
  2. Siobhan

    Siobhan Star Mitglied 12.05.2009, 22:34

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    HI,

    also mir würde jetzt keine Ermächtigungsfgrundlage einfallen, die ein Verbot über das Mitbringen von eigenem Essen rechtfertigen würde. Nachdem die Schule für ein solches Handeln sich eben auf eine Norm berufen können muss, die ihr ein solches Recht einräumt, kann m.E. eine Schule ein solches Verbot nicht aussprechen.

    Hinsichtlich der Essensbeschaffung bei einem Schnellimbiss unweit der Schule ist aber zu bedenken, dass der Rektor aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten nachlässig handeln würde, wenn die Schüler während der Unterrichtszeit (dazu zählen auch die Pausen) das Schulgelände überhaupt verlassen dürften.

    Ich vermute, dass auf diese Weise sich das Konkurrenzproblem ganz von selbst lösen würde.

    Also dann liebe Grüße
    Siobhan
     
  3. MM09

    MM09 Neues Mitglied 12.05.2009, 23:04

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Da das Verbot auch für Schüler höherer Jahrgänge gilt, die das Schulgelände aufgrund ihrer Volljährigkeit verlassen dürfen, ist diese Aussage entkräftigt. Außerdem muss man das Schulgelände verlassen, da der Weg, zur Mensa nicht zum Schulgelände zählt. Selbst wenn er dies täte, wäre aus diesem Grund kein Verbot gerechtfertigt, da der Kiosk sich ebenfalls auf dem Weg befindet.

    Trotzdem vielen Dank für die Antwort
     
  4. LeiderKeinName

    LeiderKeinName Junior Mitglied 13.05.2009, 16:48

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Wenn ein Unfall auf dem Weg zum Dönderladen passiert (Schüler stürzt über seine Rapper-Hose), und der Schüler gibt auch korrekt an, er wäre sowben auf dem Weg zum Döneröladen gewesen, ist dieser Unfall dann von der gesetzlichen Unfallversicherung gedeckt?

    Der Weg zur Mensa scheint ja ein notwendiger Weg zu sein, und dürfte daher zum direkten Schulweg gehören.

    Gibt es so etwas wie ein "erweitertes Schulgelände"?

    (Jura kann doch spannend sein, merke ich gerade.)
     
  5. Humungus

    Humungus V.I.P. 13.05.2009, 22:44

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Ein Problem ist das versicherungsrechtliche bzw. die Sache mit der Aufsicht.

    Ein anderes Problem ist die Sache mit der gesunden Ernährung. Unser Fastfoodverkäufer wird hier winseln, aber das Zeug ist und bleibt ungesund. Hat die Schule ein besseres Angebot, halte ich so ein Verbot aus pädagogischen Gründen für sinnvoll. Die Folgen täglichen Fastfoodessens sind bekannt, und es wird sich ein harter Kern von Dönerfans bilden.

    Übrigens wird ein geschickter Schulleiter damit argumentieren, dass Döner und Co nicht an den dafür vorgesehenen Orten verspeist werden und somit ein Dreck- und Müllproblem entsteht, das verhindert werden muss.

    Und das Dritte ist ein soziales Problem bzw. Argument, weil ein Döner wahrscheinlich teurer sein wird als das Mensaessen. Dass unser Dönerverkäufer das Preis-Leistungsverhältnis zu seinen Gunsten sieht ist klar, darüber lässt sich aber trefflich streiten.
     
  6. Humungus

    Humungus V.I.P. 14.05.2009, 15:30

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Ich möchte den Dönerhändler sehen, der heutzutage noch Lamm in das Döner gibt. Nahezu alle, die ich kenne, nutzen entweder Putenpressfleisch oder S.chwein :würg: vom Fettgehalt ganz zu schweigen...

    ich esse so etwas übrigens auch ab und zu, gehe aber davon aus, dass die Schüler den Dönerladen regelmäßig frequentieren würden (das hofft der Händler ja auch!).
     
  7. Siobhan

    Siobhan Star Mitglied 14.05.2009, 19:33

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    AW: Schule verbietet das Mitbringen von Essen.

    Naja...ob nun der Dönerladen gesund ist oder nicht ...

    wenn ich daran denke, dass ich das Kochen nur deshalb gerlent habe, weil ich das Essen in der Uni- Mensa absolut widerlich fand. (ersoffene Nudeln, verkochte Kartoffeln oder die Resteessenvarianten der vorherigen Tage)

    Außerdem, ob das Kantinen bzw.Mensaessen sooo... gesund ist, wage ich jetzt auch zu bezweifeln.
    Da werden in der Regel jede Menge Fertigpülverchen, Geschmacksverstäker und Fertiggerichte verwendet. Fischstäbchen mit ein wenig Salat und Zitrone garniert oder das Tiefkühlschnitzel mit Fertigknödel sind weder appetittlich noch gesund.

    Das selbst mitgebrachte Vesper ( ein gut belegtes Brot , Salat oder sonstiges Fingerfood) wäre sicherlich in jeder Hinsicht vorzuziehen. Nur mag sich wahrscheinlich niemand vor der Schule den Streß damit machen und den Kram auch noch mitschleppen.

    Wenn die Mensa wirklich gegen den Dönerladen anstinken will, dann muss sie vorallem Essen anbieten, das von Kindern und Jugendlichen gerne gegessen wird. (z.B. Spaghetti, Pizza, Schnitzel, Lasagne, Hähnchenschlegel, Pommes, Kartoffelbrei (frisch, nicht das Pulverzeug), Kartoffelpuffer).

    Am ehesten kriegt man die Schüler wahrscheinlich in die Mensa, wenn man sie die Menüplanung ein wenig mitgestalten lässt.

    Z.B. durch "Das wünsch ich mir zu Essen- Briefkasten", "Heute gibt es das Lieblingsessen der 8a", das ABi-Menü (Direx-Toast mit Schicken und Käse überbacken, Heißer Herr Hund )....
    Das nutzt sich zwar mit der Zeit ab, aber unter Umstäden haben sich die Schüler dann einfach daran gewöhnt in die Mensa zu gehen.

    Also dann liebe Grüße
    Siobhan
     
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