Rücktritt vom KV bei Gebrauchtwagen unter diesen Umständen möglich ?

Dieses Thema "ᐅ Rücktritt vom KV bei Gebrauchtwagen unter diesen Umständen möglich ? - Verbraucherrecht" im Forum "Verbraucherrecht" wurde erstellt von juraistschwer, 13. September 2010.

  1. juraistschwer

    juraistschwer Neues Mitglied 13.09.2010, 03:18

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    Rücktritt vom KV bei Gebrauchtwagen unter diesen Umständen möglich ?

    Hallo liebe Juraexperten, hier folgender fiktiver Fall: Person A findet in einem Internetportal einen Gebrauchtwagen. Dieses Modell mit exakt dieser Ausstattung hat Person A schon lange gesucht, denn es ist relativ selten. Das Fahrzeug wurde mit dem Account eines gewerblichen Gebrauchtwagenhändlers mit seinen Kontaktdaten, Firmenname und Anschrift des Handels inseriert, allerdings wird das Fahrzeug ausdrücklich im KUNDENAUFTRAG verkauft. Person A hat zunächst keine Ahnung was „im Kundenauftrag“ bedeutet und fährt in freudiger Erwartung mal bei dem Händler vorbei. Person A sieht sich das Fahrzeug an und stellt fest dass es doch in ganz gutem Zustand ist, v.a. weil es an den kritischen Stellen nahezu keinen Rost hat. Lediglich die Spaltmaße der Motorhaube stimmen ganz offensichtlich nicht, woraufhin genau nachgefragt wird ob der Wagen unfallfrei sei, was mit JA beantwortet wird. Immerhin könnte da ja mal ein Hammer unter der Haube vergessen worden sein und dann hat die jemand zugeknallt…kann passieren.
    Bei dem Gaspedal von dem Auto ist das Plastik welches es mit dem Gasgestänge verbindet abgebrochen, was jedoch bei diesen Autos ab und zu mal vorkommt und eine Reparatur von ca. 50 Euro ist, also nichts was weiter schlimm wäre. Bei der Probefahrt fährt das Auto ganz gut, allerdings beschleunigt er ein wenig langsam. Person A vermutet dass es an dem bei der Probefahrt voll besetzten Auto liegt, bemerkt das dem Händler gegenüber aber kritisch. Dieser meint, dass mit dem Motor und dem Getriebe alles in bester Ordnung sei und dass die müde Beschleunigung an dem defekten Gaspedal liege.
    Person A glaubt dem Händler, denn sonst läuft der Motor ja wirklich ruhig und gut.
    Person A fragt ob der Motor bereits überholt sei und ob entsprechende Unterlagen vorhanden sind. Dies wird mit JA beantwortet, die entsprechenden Papiere befänden sich noch beim Vorbesitzer, in dessen Auftrag der Wagen angeblich verkauft wird und sollen nachgeliefert werden. Person A entscheidet sich zum Kauf, zahlt die Hälfte an und freut sich dass Sie ein tolles Auto gekauft hat. Der Wagen soll dann in den nächsten 10 Tagen abgeholt werden und die andere Hälfte bei der Abholung bezahlt werden.
    Person A erzählt einem Kumpel, der das gleiche Auto hat, von dem Kauf und erwähnt die schlechte Leistung des Motors. Dieser lässt ihn netterweise eine Vergleichsfahrt durchführen. Hierbei muss Person A feststellen dass das technisch einwandfreie Auto vom Kumpel einfach 13mal besser beschleunigt. Der Kumpel kennt sich gut aus und meint dass der Händler ihn wohl über den Tisch gezogen hat. Wenn der Motor jetzt schon so schlecht läuft, dann wird er wohl einen größeren Defekt haben und vermutlich bald ganz kaputt gehen. Person A bekommt es mit der Angst zu tun, ruft den Händler an und will eine Kopie des Fahrzeugscheines per Fax um den Vorbesitzer zu fragen wie es um den Wagen, v.a. die angebliche Überholung des Motors, bestellt ist.
    Plötzlich ist der Gebrauchtwagenhändler nicht mehr so freundlich wie vorher. Er verweigert das Fax und eine Auskunft über die Adresse des Vorbesitzers, welche auf dem Fahrzeugschein steht, bringt dafür ganz blöde Argumente und Person A bekommt ein noch ganz viel schlechteres Gefühl.
    Weil der Händler auf keinen Fall die Adresse rausrücken will vermutet Person A, dass hier wohl gar nicht im Kundenauftrag verkauft wurde, sondern dass das erfunden war um sich vor der Gewährleistungspflicht zu drücken. Person A recherchiert auf der Internetseite des Händlers und stellt entsetzt fest, dass der ALLE Autos im „Kundenauftrag“ verkauft. Person A befürchtet hier übel betrogen worden zu sein und will unbedingt vom Kaufvertrag zurücktreten. Person A war beim Kauf zwar zu blauäugig und hätte den Braten früher riechen müssen, jedoch nicht ganz blöd weil die Freundin von Person A dabei war und jedes einzelne gesprochene Wort bezeugen kann.
    Person A schreibt dem Händler einen Brief per Einschreiben in dem er vom Kaufvertrag zurücktritt, und zwar wegen arglistiger Täuschung und behelfsweise innerhalb der gesetzlichen Frist von 14 Tagen bei gewerblichen Verkäufen (sofern diese überhaupt existiert) und stellt eine Frist von 14 Tagen um die Anzahlung zurückzuzahlen. Zusätzlich schickt Person auch noch eine email mit dem Brief, woraufhin Sie auch eine Antwort erhält. Hierin heißt es lediglich, dass für jeden Tag den das Auto nicht abgeholt wird 5 Euro Stellgebühr fällig werden.

    Person A stellt sich folgende Fragen: Welche Möglichkeiten und Chancen habe ich um aus der Sache gut rauszukommen? Wenn der gar nicht im Kundenauftrag verkauft hat, was so gut wie 100% sicher ist, ist das dann arglistige Täuschung und kann ich dann zurücktreten? Wenn dem so ist, wie kann ich das beweisen? Kann der Händler tatsächlich 5 Euro pro Tag verlangen, auch wenn der auf seinem Hof jede Menge Platz hat und da keine Kosten anfallen? Wenn der Händler als gewerblicher Verkäufer aufgetreten ist, beim Kaufvertrag die Adresse seiner Firma oben reinschreibt, den Kaufvertrag im Büro seiner Firma abschließt und der Wagen mit der roten 06er-Nummer seines Handels probe gefahren wurde, musste ich als Käufer wissen dass das ein „Privatverkauf „ ohne Gewährleistung und/oder Rückgaberecht war? Habe ich ein Recht auf eine Kopie des Fahrzeugscheines oder des Fahrzeugbriefes? Wenn ich weiß, dass das Auto vorher in Stuttgart zugelassen war, die aber bei der Zulassungsstelle die Fahrgestellnummer, welche im Kaufvertrag steht, gar nicht kennen , sie also noch nie im Computer hatten, was kann da denn noch so alles Übles auf mich zukommen bzw. was kann das denn zu bedeuten haben?

    Person A kann seit dieser Geschichte nicht mehr ruhig schlafen.
    Ich bin für jede Hilfe in diesem Fall dankbar…, euer Eugen
     
  2. Remby

    Remby V.I.P. 13.09.2010, 07:12

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    AW: Rücktritt vom KV bei Gebrauchtwagen unter diesen Umständen möglich ?

    Da sind ein paar "ich" zu viel in der Geschichte.
     
  3. Morris1981

    Morris1981 Junior Mitglied 13.09.2010, 08:22

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    AW: Rücktritt vom KV bei Gebrauchtwagen unter diesen Umständen möglich ?

    Die Polizei ist für solche Fälle nur zuständig, sofern das Auto bezahlt, jedoch nicht herausgegeben wird und dann auch nur zur Sicherung privater Rechte. Was möglich ist, wäre eine Anzeige wegen Betruges, doch dadurch gibts das Geld nicht wieder bzw. wird der Kaufvertrag nicht rückgängig gemacht. Da hilft tatsächlich nur der zivilrechtliche Klageweg. Sicherlich kann man dem Verkäufer mit der Polizei "drohen", doch wenn er sich auskennt, wird er dafür nur ein müdes Lächeln übrig haben. In der Regel nimmt die Polizei die Anzeige auf und wenn sie gut sind, dann machen sie auch einen Anruf für den Bürger beim Verkäufer, um ihm "mitzuteilen", dass es dem Käufer ernst ist. Ein Versuch kann nicht schaden, aber wie gesagt, mehr als die Anzeige aufnehmen, werden sie gewöhnlich nicht.
     
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