Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich?

Dieses Thema "ᐅ Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich? - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von H1133, 11. April 2018.

  1. H1133

    H1133 Neues Mitglied 11.04.2018, 14:49

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    Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich?

    Hallo zusammen!
    Folgender fiktiver Fall beschäftigt mich:

    Person A reserviert bei Person B eine Baby-Katze aus einer Zucht gegen eine Anzahlung von 80€ (Gesamtpreis: 300€). Abholtermin ist in 6 Wochen nach Reservierung. Person A beauftragt Person B darüber hinaus, die Katze für 50€ impfen zu lassen. Person A erklärt sich damit einverstanden, dafür die Kosten zu übernehmen.

    2 Wochen vor dem Abholtermin stellt sich heraus, dass die Katze chronisch krank ist. Dadurch erhöhen sich die "Lebenserhaltungskosten" erheblich.

    Kann Person A aufgrund der Information vom Kauf zurücktreten, und die Resevierungskosten zurück verlangen? Wie steht es in diesem Fall um die Impfkosten?

    Danke und viele Grüße!
    H1133
     
  2. cherokee

    cherokee V.I.P. 11.04.2018, 15:14

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    AW: Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich?

    Der Zustand der Kaufsache hat sich vor Übergang verschlechtert, ich würde meinen, ein Rücktritt vom Kauf ist möglich.
     
  3. Kataster

    Kataster V.I.P. 11.04.2018, 21:38

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    AW: Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich?

    B soll entweder eine mangelfreie Katze liefern oder A tritt vom Kauf zurück.

    Die Impfkosten sind rechtlich uninteressant, denke ich, die fallen so oder so an.

    Ein chronisch krankes Tier muss man m.E. nicht abnehmen. Klingt herzlos, meine damals 2 Fellnasen hatte ich 2009 vom Feld aufgelesen ohne Expertise. Gesund waren die nicht ... aber gratis.
     
  4. once

    once V.I.P. 21.04.2018, 18:30

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    AW: Reserviertes Haustier stellt sich als krank heraus - Rücktritt möglich?

    A kann sich entscheiden:
    a) entweder macht er "Schadensersatz statt der Leistung" geltend ( Voraussetzung: er hat dem Verkäufer eine Frist für die Lieferung einer "vertragsgerechten" = gesunden Katze gesetzt, und diese ist erfolglos verstrichen). Dann könnte er vom Verkäufer anstelle der vertraglich geschuldeten Leistung "Lieferung einer gesunden Katze" seine Aufwendungen (z.B. 800€) für die alternative Beschaffung einer gesunden Zuchtkatze bei einem anderen Züchter als Schaden ersetzt verlangen ( der Verkäufer müßte ihm die angezahlten 80€ zurückgegeben. d.h. im Ergebnis 720€ erstatten. )

    b) oder A kann, anstelle "Schadensersatz statt der Leistung" zu verlangen, seine nutzlosen Impfaufwendungen ( 50€ ) ersetzt verlangen, die er im Vertrauen auf den Erhalt einer mängelfreien Katze machen durfte, § 284 BGB.

    ( A kann dann auch Schadensersatz neben der Leistung geltend machen, etwa wenn er die chronisch krank gelieferte Katze nicht wie geplant in einem Werbefilm einsetzen konnte und sich für die Dreharbeiten eine Leihkatze besorgen mußte - deren Mietkosten könnte er Schaden ersetzt verlangen. )

    Unabhängig von Schadensersatzansprüchen hätte A zunächst Anspruch auf Abhilfe durch "Reparatur" bzw. Ersatzlieferung (und erst bei Erfolglosigkeit) das Recht auf Rücktritt ( und Rückerstattung des gezahlten Kaufpreises, soweit nicht "Schadensersatz statt der Leistung" geltend gemacht würde ). Anstelle eines Rücktritts könnte A auch wählen, ob er den Kaufpreis mindern (und den zuvielgezahlten Anteil zurückfordern) möchte.

    Vielleicht müßte er erst die Lieferung einer mängelfreien Katze fordern.

    Wenn A "Schadenersatz statt der Leistung" geltend machen könnte, dann könnte er sich entscheiden, stattdessen die Impfkosten als "nutzlos gewordene Aufwendungen" nach § 284 BGB zurückzuverlangen.

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