Rechtsgrundlage Vermummung

Dieses Thema "ᐅ Rechtsgrundlage Vermummung - Polizeirecht" im Forum "Polizeirecht" wurde erstellt von Unbestechlich, 23. August 2017.

  1. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 23.08.2017, 13:34

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    Rechtsgrundlage Vermummung

    Beim G20-Gipfel waren vermummte Polizisten zu sehen. Gibt es einen Paragrafen, der die Vermummung von Polizisten regelt?
     
  2. Gammaflyer

    Gammaflyer V.I.P. 23.08.2017, 13:50

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Wenn, dann müsste man dies in den jeweiligen Landesgesetzen suchen.

    Mir ist keine Regelung bekannt, vor allem jedoch kein Verbot (worauf die Frage vermutlich letztlich abzielt).
     
  3. Clown

    Clown V.I.P. 23.08.2017, 14:18

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Nein, es gibt auch keine Rechtsgrundlage, die Polizisten ermächtigt, Unterhosen zu tragen.
     
  4. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 23.08.2017, 15:26

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Das ist jetzt aber etwas albern. Das Tragen einer Unterhose hat keinen Bezug zum Polizeidienst - die Vermummung zwecks Identitätsverschleierung hingegen sehr wohl. Man könnte durchaus annehmen, dass so etwas per Gesetz oder Erlass geregelt ist.
     
  5. kommischonaer

    kommischonaer Senior Mitglied 23.08.2017, 17:26

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Nein, es ist nicht per Erlass geregelt.

    Theoretisch darf jeder Mensch sich Vermummen, außer es ist per Gesetz verboten.
    Ein Polizist ist auch Mensch


    Wobei ich jetzt bewusst auf die falsche Behauptung der Vermummung eingegangen bin.
    Du hättest ja auch mal fragen können, warum einige Polizisten Sturmhauben bei G20 trugen. Mit ID Verschleierung hat das nämlich nichts zu tun.
     
  6. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 23.08.2017, 17:46

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Sondern?
     
  7. kommischonaer

    kommischonaer Senior Mitglied 23.08.2017, 18:35

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Hygiene und Feuer
     
  8. Kantate

    Kantate Star Mitglied 29.08.2017, 19:52

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Das Vermummungsverbot gilt entsprechend des Versammlungsgesetzes nur für Versammlungsteilnehmer.
    Polizisten in derartigen Einsätzen tragen Schutzkleidung, die Schutz vor den Übergriffen der gewalttätigen Randalierern auch im nachhinein bieten ( Utube,Indymedia, Angriffe auf erkannte Polizisten)

    Ichgebe zu, dass die Identifizierung von Polizisten nach Übergriffen in solchen Lagen mitunter schwierig ist. Kennzeichnung kann da helfen.
     
  9. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 03.09.2017, 01:43

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Wenn es darum gehen würde, müssten das Gesicht ja nicht verdeckt werden. Im Übrigen wird ja mitunter auch Vermummung getragen, wenn gar kein Helm getragen wird - etwa bei Einsätzen im Bereich der organisierten Kriminalität. Da geht es also schon um Identitätsverschleierung.
     
  10. Kantate

    Kantate Star Mitglied 03.09.2017, 02:24

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Ja, natürlich. Kann sich jeder an zwei Fingern ausrechnen, warum das so ist.
     
  11. kommischonaer

    kommischonaer Senior Mitglied 03.09.2017, 07:43

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Der TE hat wegen G20 fragt. Dort war kein Einsatz gegen oK. Die Antwort wurde gegeben.
    Hygiene und Brandschutz ist der Grund
    Paragraphen, die das für Polizisten regeln gibt es nicht. Vermummung wird durch das Versammlungsrecht verboten. Das betrifft jedoch Versammlungsteilnehmer.
     
  12. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 03.09.2017, 14:33

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Ja, kann man. Allerdings birgt so etwas auch die Gefahr des Missbrauchs. Deshalb meine Frage, ob es hierzu Vorschriften gibt.

    Wenn es nur um Hygiene gehen würde, müsste man ja nicht das Gesicht verdecken. Da würde eine Bedeckung der Haare genügen. Und was Du mit Brandschutz meinst - keine Ahnung.
     
  13. Kantate

    Kantate Star Mitglied 03.09.2017, 15:10

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Nein, explizite Vorschriften gibt es dazu nicht. Allerdings gilt in solchen Fällen der berechtigte Eigenschutz mit der dienstrechtlichenn Fürsorgepflicht des Dienstherren. Das ist also eher deskriptiv.

    Was den Missbrauch betrifft: Ja, das wäre möglich. Allerdings ist die Polizei dem Recht besonders verpflichtet. Ein wenig Vertrauen könnte da schon helfen.
    Übergriffe werden i.d.R. auch verfolgt, wie sich leicht immer wieder lesen lässt.
     
  14. Unbestechlich

    Unbestechlich Star Mitglied 04.09.2017, 01:25

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Mein Vertrauen in die deutsche Polizei hat in den vergangenen Jahren arg gelitten. Ich erinnere mal an den Fall in Hagen: Da hat die Polizei einen Pkw rausgezogen, weil dessen Fahrer am Handy telefoniert hat. Der Fahrer ist dann extrem arrogant und uneinsichtig aufgetreten und hat zudem über Handy seinen Cousin zur Hilfe gerufen.

    Einer der Polizisten hat sich dadurch so provozieren lassen, dass er auf den Delinquenten losgegangen ist und diesen - als er ihn körperlich nicht überwältigen konnte - mit Pfefferspray besprüht hat. Der muskulöse Verkehrssünder war den ganzen Angriff über passiv und hat bloß immer wieder die körperlichen Angriffe des Polizisten an sich abprallen lassen.

    Später wurde das Videomaterial des Streifenwagens durch einen Kollegen entsprechend geschnitten und der Fahrer wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt. Zusätzlich hat der prügelnde Polizist (!) ihn noch auf Schmerzensgeld verklagt. Dummerweise ist dann irgendwie - ich glaube durch den Anwalt des Pkw-Fahrers - das ungeschnittene Material ausgewertet worden und die Sache bei der Verhandlung ans Licht gekommen.

    Hätte es das Video nicht gegeben, wäre der Autofahrer garantiert verurteilt worden: Im Zweifel sind Polizisten vor Gericht nämlich glaubwürdiger als Normalbürger, an Zeugenaussagen vor Gericht zudem gewöhnt und kennen sich berufsbedingt auch bestens mit den Grundsätzen und Abläufen des Rechtssystems aus. Wie viele Fälle gibt es wohl, wo kein solches Video existiert?

    Durch die moderne Technik kommt solches Fehlverhalten - auch etwa bei G20-Gipfel - jedoch immer häufiger an die Öffentlichkeit. YouTube ist voll davon. Ich erinnere mich auch an den Fall Buckhausen, wo ein (uneinsichtiger) Falschparker übel misshandelt worden sein soll. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Mitunter trifft es sogar ehemalige Polizeibeamte. Und das gar nicht so selten. Es geht also nicht bloß um polizeifeindliche Propaganda.

    Und das sind eben nur die Dinge, die ans Licht kommen. Ich will liebergar nicht wissen wie viel da durch falschen Korpsgeist unter den Teppich gekehrt wird.
     
  15. Kantate

    Kantate Star Mitglied 04.09.2017, 05:03

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    AW: Rechtsgrundlage Vermummung

    Alle bekannt gewordenen Fälle werden untersucht. In mehreren Fällen führte das zur Entlassung der Täter, in anderen zu empfindlichen Strafen. Der von dir geschilderte Fall hat sich 2015 in Herford zugetragen. Der Polizist wurde verurteilt ( ich glaube 1 Jahr 3Monate auf Bewährung), der Fall ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
    Die Problematik mit der Videoaufzeichnung war womöglich auf einen Fehler bei der STA zurückzuführen, dort wurden lediglich die Standbilder bewertet, nicht aber das Video in seiner gesamten Länge.

    Der Korpsgeist, der immer wieder heraufbeschworen wird, ist so nicht existent.

    Du hast da gerade eine ziemlich phrasenhafte Begründung abgegeben. Es gibt eine gewisse Kameradschaft, die allerdings Grenzen findet, insbesondere weil die meisten Polizisten eine klare Wertehaltung auch zu ihresgleichen haben. Ansonsten endet die Kameradschaft an der nächsten Vorgesetztenebene. Auch die immer wieder hergestellte Nähe zur STA ist insbesondere für operative Organisationseinheiten eine Mär.

    Nein, die Polizei ist mit eine der vertrauenswürdigsten Institutionen und steht aufgrund ihrer Aufgabenstellung zu recht immer im kritischen Focus.
    Nicht alles läuft rund, nicht alle sind integer, das hat allerdings kein System.
    Polizisten sind auch nur Menschen und machen Fehler, für die sie meistens einzustehen haben.
    Zuletzt bearbeitet: 4. September 2017
     
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