Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

Dieses Thema "ᐅ Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie - Immobilienrecht" im Forum "Immobilienrecht" wurde erstellt von VerWe, 17. Mai 2018.

  1. VerWe

    VerWe Neues Mitglied 17.05.2018, 11:27

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    Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Hallo,

    eine vermietete Wohnung steht zum Verkauf an und zur Wohnungsbesichtigung kündigt sich per Terminvereinbarung der Wohnungseigentümer mit einem Makler zur Wohnungsbesichtigung beim Mieter an.

    Gibt es für den Mieter ein geltendes Recht, wonach der Vermieter vor einem Besichtigungstermin die Personen wie Makler bzw. Immobilienunternehmen alle schriftlich namentlich benennen muss und wenn das angeblich nicht erfolgt, der Mieter die Besichtigung verweigern kann???

    VG
    VerWe
     
  2. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 17.05.2018, 12:04

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Nein. Wieso sollte es das auch geben?

    Der Vermieter muss die Besichtigungen ankündigen, und er muss Rücksicht auf die Interessen des Mieters nehmen. Das bedeutet dann z.B., daß er nicht spät abends kommen darf, oder auch nicht Sonntag. Er muss Besichtigungen durch verschiedene Interessenten möglichst zusammenfassen, er muss rechtzeitig den Termin absprechen, usw. usf.
    Der Mieter seinerseits muß, wenn er rechtzeitig informiert wurde, dafür sorgen, daß die Wohnung zugänglich ist, ggf. dadurch, daß er sich von einer Person seines Vertrauens vertreten lässt.

    Wenn der Vermieter sich durch einen Makler o.ä. bei der ganzen Sache vertreten lässt, dann muss er den Mieter darüber in Kenntnis setzen, daß dieser Makler o.ä. sein Vertreter ist, und der Vertreter hat dann dieselben Rechte und Pflichten hinsichtlich der Besichtigungen wie der Vermieter selbst.

    Der Mieter hat keinerlei berechtigtes Interesse, die Personalien von an der Wohnung interessierten Personen zu erfahren. Er hat - logischerweise - einen Anspruch darauf, zu erfahren wer neuer Eigentümer und damit Vermieter ist, wenn die Wohnung verkauft wird.
    Das erfährt er aber zwangsläufig schon dadurch, daß der neue Eigentümer und Vermieter ja in den Mietvertrag eintritt und sich spätestens an diesem Zeitpunkt zu erkennen geben muss.
     
    Ron-Wide gefällt das.
  3. VerWe

    VerWe Neues Mitglied 17.05.2018, 20:31

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    ...vielen Dank für die Antwort!

    Es gibt Mieter, die fest behaupten das es durch geltendes Recht ihr Anspruch ist das alle Personen vor einem Besichtigungstermin schriftlich, namentlich benannt werden müssten oder bei schriftlicher Nichtbenennung der Namen die Besichtigung verweigern werden könne.

    Das ein Mieter keinerlei berechtigtes Interess bezüglich der Personalien hat, leuchtet mir schon ein. Aber, muss sich ein Makler vor Ort zum Besichtigungstermin ausweisen können, wenn der Vermieter mit besichtigt?

    Gibt es diesbezüglich überhaupt ein geltendes Anspruchsrecht auf Personalien.

    Man liest eigentlich immer nur, das ein Besichtigungstermin vorher terminlich abgestimmt sein muss, sonst nichts.

    Was unternimmt ein Vermieter im Fall das der Mieter die Personen, (Makler und Vermieter) nicht in die Wohnung lässt, weil der Vermieter zuvor nicht schriftlich den Namen des Maklers und die Immobiliengesellschaft bekannt gegeben hat?

    VG VerWe
     
  4. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 18.05.2018, 11:53

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Dafür ist mir keine Rechtsgrundlage bekannt.
    Wenn der Vermieter dem Mieter mitteilt "Ich habe das Maklerbüro Meier & Sawatzke beauftragt, die Wohnung/das Haus zu verkaufen. Das Maklerbüro wird mit Ihnen die Besichtigungstermine für Kaufinteressenten absprechen."...

    ...wieso sollte sich der Mitarbeiter des Maklerbüros dann "ausweisen" müssen? Und wie sollte er sich ausweisen können? Mit einer Visitenkarte? Die wird er dem Mieter sicher gern geben.
    Nein. Das scheitert doch schon daran, daß viele Makler Mitarbeiter haben, und nicht unbedingt jedesmal derselbe Mitarbeiter kommt. Oder auch das Maklerbüro kurfristig einen anderen Mitarbeiter mit den Interessen schickt.

    Man stelle sich nur mal vor: das Maklerbüro findet einigermaßen mühsam einen Termin, der allen Beteiligten passt: dem Vermieter, den fünf Kaufinteressenten, und dem Maklerbüro-Mitarbeiter. Und dann wird der Maklerbüro-Mitarbeiter einen Tag vorher krank oder hat einen Unfall. Und ein Kollege springt kurzfristig ein. Soll man dann den Termin platzen lassen, nur weil der Mieter den anderen Mitarbeiter nicht kennt?
    So ist es ja auch.
    Er mahnt den Mieter ab, weil der seine mietvertraglichen Pflichten verletzt und stellt ihm die dadurch entstehenden Kosten in Rechnung. Die könnten u.U. nicht ganz unerheblich sein, wenn ein Kaufinteressent für die Wohnung in Hamburg aus München angeflogen kommt, und dann der Termin platzt, weil der Mieter die abgesprochene Besichtigung verweigert.
     
  5. hambre

    hambre V.I.P. 22.05.2018, 12:50

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Doch, selbstverständlich hat der Mieter ein Interesse daran, die Personalien derjenigen Personen zu erfahren, die die Wohnung besichtigen. Das ist bereits von Gerichten so entschieden worden (AG München vom 17. 06. 1993 – 461 C 2972/93). Nach meiner Kenntnis reicht es aber aus, wenn die Besucher ihren Personalausweis dem Mieter vor Beginn der Besichtigung vorlegen.
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 22.05.2018, 15:13

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Das ist ein Urteil eines Amtsgerichts. Anscheinend, das zeigt eine kurze Google-Suche, wird überall immer dieses eine Urteil zitiert.
    Wenn es da nicht mehr gibt, ist das noch nicht gerade eine belastbare Rechtslage.
     
  7. hambre

    hambre V.I.P. 22.05.2018, 15:35

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    AW: Rechte und Pflichten bei Verkauf von Mietimmobilie

    Es ist richtig, dass es sich nur um das Urteil eines Amtsgerichtes handelt, das daneben auch noch 25 Jahre alt ist. Alle Artikel zu diesem Thema berufen sich allerdings noch auf dieses Urteil, d.h. es gibt scheinbar kein gegenteiliges Urteil und ich habe auch keinen Artikel gefunden, der der in dem Urteil dargelegten Rechtsauffassung widerspricht.

    Was macht man denn als Vermieter, wenn der Mieter eine derartige Forderung stellt und die Zustimmung zur Besichtigung davon abhängig macht. Den Mieter auf Schadenersatz verklagen und hoffen, dass das zuständige Gericht eine andere Rechtsauffassung vertritt als das AG München?

    Zur Vorabmitteilung der Namen der Interessenten gibt es das folgende Urteil des AG Berlin-Tempelhof-Kreuzberg vom 28.2.2007 (Az.: 2 C 418/06). Das geht letztlich in die gleiche Richtung wie das des AG München.
     
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