Recht am eigenem Bild

Dieses Thema "Recht am eigenem Bild - Urheberrecht" im Forum "Urheberrecht" wurde erstellt von Wuppertaler, 30. Dezember 2009.

  1. Wuppertaler

    Wuppertaler Boardneuling 30.12.2009, 15:42

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    Recht am eigenem Bild

    Folgender fiktiver Fall :

    Zwei Nachbarn, welche schon jahrelang im Klinsch liegen treffen sich an der Grenze. Der eine Nachbar versucht ein Gespräch aufzubauen, welches vom anderen Nachbarn forsch abgelehnt wird. Weil der abgelehnte Nachbar nun verunsichert ist zückt er seinen Fotoapparat und "schießt" mehrere Bilder von Gegenüber.
    Leider habe ich zu diesem Fall keinen Richtigen Paragraphen gefunden, weil sich §22 KunstUrhG lediglich die Verbreitung dieser Bilder regelt.
    Ist es denn ein Verstoß gegen die Würde eines Meschen und seiner Freiheit ?
    Welche Paragraphen regeln die Aufnahmen von Personen ohne die Verbreitung dieser Medien ? Kann der Abgelichtete eine Unterlassungsklage durchsetzen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Wuppertaler
     
  2. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 02.01.2010, 01:17

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Für die Vertraulichkeit des Wortes gibt es ein Gesetz: Das Mitschneiden, ja schon der Versuch, ist strafbar.

    Für das Knipsen nicht in der Art. Es kann aber sicher als Belästigung untersagt werden, man surfe da mal nach "Stalken" usw.

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
  3. Brati

    Brati V.I.P. 02.01.2010, 10:40

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Für ne zivilrechtliche Klage aus 823 iVm APR wird es an einem Schaden fehlen, den der eine Nachbar geltend machen könnte. Ein Unterlassungsanspruch nach 1004 setzt einen solchen aber nicht voraus- daher seh ich da ne Möglichkeit.
     
  4. once

    once V.I.P. 02.01.2010, 17:15

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    AW: Recht am eigenem Bild

    ... ungewollt fotographiert zu werden?

    Nein.

    Nur wenn die begründete Besorgnis einer alsbald drohenden Verletzung von Rechten des Abgelichteten durch rechtswidrige Verwendung der Fotos drohen würde, könnte der "Verbreitungswillige" Fotograph vorbeugend auf Unterlassung in Anspruch genommen werden.

    Vermutlich käme auch "nur" eine Verurteilung zur Unterlassung (beabsichtigter) Veröffentlichungshandlungen in Betracht, aber nicht auch ein Verbot schon des bloßen Fotographierens seines Nachbarns.

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  5. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 02.01.2010, 18:10

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Das Problem ist das Fotografieren über die Grundstücksgrenze, das so noch nicht sehr strafbar ist:
    http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/index.html
    § 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen
    (1) Wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

    Da müsste sich der Nachbar also schon unerlaubt in eine Laube schleichen zun Knipsen. Ansonsten gibt es keine "Vertraulichkeit des Gesichtes" analog zu:
    § 201 Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
  6. Brati

    Brati V.I.P. 02.01.2010, 19:00

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Ich kann mich entsinnen, dass der EGMR diese ganze Sache mehr zu Gunsten des Verletzten ausgelegt hat. Danach bedürfe es wohl keine 3m hohen Hecken um sich adäquat zu schützen.
     
  7. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 02.01.2010, 19:30

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Dass das Sonnenbaden auf der heimischen Wiese auch ohne hohe Hecke vor Fotos geschützt werden soll, ist ja noch nachvollziehbar.

    Aber ergibt sich daraus, dass ich den nicht knipsen darf, der mir - während ich auf meinem eigenen Grundstück stehe - ins Gesicht brüllt?

    M.E. nicht zwingend. Jedenfalls versucht der derweil kaum, seinen "höchstpersönlichen Lebensbereich" vor Einblicken zu schützen. Ja, im Gegenteil, dabei wird ja direktemang Öffentlichkeit generiert - wenn nicht gar Zeitgeschichte:)

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
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  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 03.01.2010, 22:35

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Nein. Warum sollte es das auch sein.
    Außerhalb der Intimsphäre: prinzipiell gar keines. Es kann unter Umständen die Art und Weise des Fotografierens Straftatbestände berühren, wie Nötigung, Beleidigung usw., aber das hängt vom Einzelfall ab.

    Weswegen denn?
     
  9. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 03.01.2010, 22:39

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    AW: Recht am eigenem Bild

    OT: Das Wort Fotografie ist aus dem Griechischen abgeleitet, und zwar von "Phos" (Licht) und "graphein" (schreiben, fotografieren heißt mithin: "mit Licht schreiben".

    Es gibt in der deutschen Sprache zwei Schreibvarianten: die "altmodische" Photographie, photographieren, Photograph usw.. Und die neuere, "eingedeutschte" Fotografie, fotografieren, Fotograf usw.

    Weder "fotographieren" noch "photografieren" macht etymologisch einen Sinn.
    /OT
     
  10. Brati

    Brati V.I.P. 04.01.2010, 10:35

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Das war ja gerade das Komische an der Entscheidung. Der BGH ging doch immer davon aus, ob man sich erkennbar zurückzieht. Das macht der EGMR hier nicht. Ich glaub in der Entscheidung gings (mal wieder) um eine Prinzessin und die Bunte gerade in der Öffentlichkeit.
    Natürlich ist der Nachbar sicherlich nicht mit einer solchen verwant, aber was für eine Pers. der Zeitgeschichte gilt, muss für einen "Normalbürger" doch wohl erst Recht gelten.

    @Unterlassungsanspruch & TomRohwer: Die Gefahr einer Veröffentlichung und damit einer Rechtsverletzung besteht doch. Hierfür ist der Unterlassungsanspruch doch da, drohende Verletzungen zu verhindern. Oder dürfte das Anspruchsbegehren nur auf die Unterlassung der Veröffentlichung gestützt werden?
     
  11. once

    once V.I.P. 04.01.2010, 11:33

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  12. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 04.01.2010, 15:36

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Allerdings ist für einen Bundesbürger der BGH relevanter als der EuGfM (Europäische Gerichtshof für Menschenrechte), denn vor letzterem können nur Staaten verklagt werden (die Mitgliedsstaaten der EMRK).

    Die deutsche Rechtslage kennt keinen Rechtsanspruch, in so einer Situation nicht fotografiert zu werden. Sie kennt nur den Anspruch, danach nicht veröffentlicht zu werden.

    Also kann sich ein Anspruch auf Unterlassung auch nur darauf beziehen.

    Es müsste also schon ausreichend glaubhaft gemacht werden, daß eine tatsächliche Gefahr besteht, daß das Foto unzulässig "zur Schau gestellt oder verbreitet" wird. Aus dem Fotografieren allein kann man das nur selten ableiten, da braucht es Gesamtumstände.

    Es kann ja auch sehr wohl zulässig sein, den Nachbarn zu fotografieren. Und sei es zur Beweissicherung für ein Gerichtsverfahren.
     
  13. Brati

    Brati V.I.P. 04.01.2010, 18:08

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    AW: Recht am eigenem Bild

    Vorsicht bei einer solchen Annahme: Ich möchte da nur auf den Fall Görgülü (BVerfG) aufmerksam machen... Eine fehlende Bindungswirkung der Rechtsprechung des EGMR haben die Richter da wohl auch angenommen...war nich so gut ;)
     
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