Problem Deprivation in Pflegeheimen

Dieses Thema "Problem Deprivation in Pflegeheimen - Betreuungsrecht" im Forum "Betreuungsrecht" wurde erstellt von Miranda, 11. September 2007.

  1. Miranda

    Miranda V.I.P. 11.09.2007, 13:33

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    Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Dieses Problem kommt nicht oder viel zu wenig zur Sprache - stumpfer Tagesablauf, Isolation vom normalen Leben(sraum). Man könnte auch sagen: Verblödung aufgrund von fehlender (oder mehr als nur mangelnder, freundlicher formuliert) geistiger, seelischer und physischer Anregung. Da ist immer nur die Rede von "warm", "sauber", "essen", "Kleidung", "Hygiene" (wo es auch mangelt oder fehlt, davon abgesehen) - aber weniger oder gar nicht von den geistigen und psychologisch-sozialen Bedürfnissen der Menschen.
    Aber klar: einerseits ist es fehlende Zeit des Personals (besser gesagt: der Geiz, mehr Personal anzustellen). Andererseits aber auch der Sparvorteil: weniger gutes Befinden aufgrund von Deprivation - trägt dazu bei, den Pflegebedürftigen auf der höchsten, von den Krankenkassen am höchsten bezahlten Pflegestufe zu halten bzw. ihn nicht auf eine niedrigere kommen zu lassen. Das MUSS sicher nicht so sein, kommt aber vor - ich weiß nicht, in wie vielen Fällen. Aber der Prozentsatz muss recht hoch sein.
     
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  2. Hamsterrad

    Hamsterrad Senior Mitglied 25.10.2007, 09:56

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    So betrachtet fiele mir aber auch die Pharma-Industrie als Nutznießer einer um sich greifenden Verblödung ein. Ein geistig angeschlagener Mensch "muss" bei so vielen Menschen auf so engem Raum ruhiggestellt werden. Anbinden ist / wäre ja keine Lösung.
     
  3. midnightlady24

    midnightlady24 Aktives Mitglied 25.10.2007, 10:46

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Welche dieser genannten Probleme möchtest Du hier zur Diskussion stellen?

    Die Frage von "mehr Personal" ist doch schon seit Jahren Thema ... und glaube mir, jeder der Leute, die in Alten- und Pflegeheimen arbeiten, würde es befürworten. Als Pflegepersonal muss man heutzutage in den Pflegheimen den Gesprächsbedarf der Bewohner abwimmeln, weil sonst eben nicht alle schnellgenug "sauber & satt" werden. Das ist ansich nicht der Traum derer, die diesen Beruf ergreifen. Als Frischexaminierter hat man noch Ziele ... man will was verändern .... aber die Versuche werden im Keim erstickt. Und viel zu wenige Idealisten machen den Mund auf, weil alle Angst um ihren Job haben ... vor der Tür der Personalabteilung steht schon der nächste.

    Die Frage der Verblödung ist nicht so leicht darzustellen. Natürlich muss man die Menschen fordern damit sie nicht abbauen, keine Frage. In vielen Heimen kommt das zu kurz, auch keine Frage. Auf den Aktivitätenplan sollte jeder, der einen Angehörigen unterbringen will, achten. Jeden Tag wechselnde Angebote, Koch-, Strick-, Kaffeklatschgruppen etc sollten "normal" sein. Wen es sowas nicht gibt, dann Finger weg von dem Heim. Aber ... man sollte selbst auch bereit sein, das Heim bzw seinen Angehörigen dahingehend zu unterstützen. Warum nicht mal ehrenamtlich eine Ausflugsgruppe begleiten? Warum nicht ehrenamtlich auch eine Creativgruppe unterstützen? Wieso nicht einfach selber mal mit dem Angehörigen in die Stadt fahren, treffen mit alten Freunden/Nachbarn organisieren? Das wäre doch auch schließlich die Aufgabe der Angehörigen, wenn sie ihre Leute zu hause versorgen. Man kann bei dem Personalschlüssel nicht alles von dem Pflegepersonal erwarten, besonders nicht, wo doch wirklich jeder über die Problematik bescheid weiß.

    Das Pflegestufenproblem dass Du nennst ist existent, das will ich nicht bestreiten. ABER ... nicht einer meiner Kollegen die in Pflegheimen arbeiten, würde diese Pflege freiwillig so führen. Jeder würde lieber unterstützen, selbstständigkeit erhalten. Nur das bedarf Zeit ... Zeit die man zu 3 Leuten im Frühdienst für gute 40 Bewohner nunmal nicht hat. Damit sind wir wieder an der beschissenen Personalstruktur angelangt. Das es die heimleitungen freut, mehr PfSt III zu haben als II ist klar ... die Mitarbeiter, die direkt am Bewohner zu finden sind, wären andersrum eher zufriedener.

    Lieben Gruß, Monika
     
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  4. Miranda

    Miranda V.I.P. 26.10.2007, 14:17

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Es wird eben wenig Geld ins Gesundheitssystem gesteckt - sondern woanders hin.

    Die Aussage mit den Interessen der Pharmafirmen kann ich unterschreiben, allerdings nicht nur in Bezug auf die Pflegeheime. Das Geschäft mit dem Ruhigstellen (von Kindern angefangen) scheint ja blendend zu laufen. Blendend aus der Sicht der Pharmafirmen und derjenigen, die von der Ruhe profitieren wollen, anstatt andere Mittel und Wege zu beschreiten. Oder zumindest zu versuchen, andere Wege zu beschreiten. (Kein Kümmern, sondern Medikament rein, damit der Betreffende reibungslos und klaglos "funktioniert" - die Tendenz scheint mir mehr und mehr zuzunehmen.)
     
  5. Dopamin

    Dopamin V.I.P. 26.10.2007, 14:22

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Miranda,

    Medikament ist günstiger als Therapie. Und es gibt Fälle (ich nehme an, dass Du ADHS-Kinder meinst) wo ich jeden Elternteil gut verstehen kann der das Kind medikamentiert. Ich denke das hängt auch mit von der schwere der Erkrankung ab - ein verantwortungsvoller Arzt stellt nicht sofort ruhig...

    Dopamin
     
  6. midnightlady24

    midnightlady24 Aktives Mitglied 28.10.2007, 11:11

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen


    Vor wenigen Jahren hätte ich Deinen letzten Satz unterschrieben .... aber nicht mehr, seitdem ich selber mehr Einblick in Kinderarztpraxen etc bekomme. ADHS ist eine tolle Modeerkrankung geworden! Wie viele Kinder bekommen mittlerweile Ritalin, die einfach nur etwas extremer ihre Grenzen austesten *kopfschüttel* ... Es gibt Kinder, die können nicht ohne .... aber nur mal eine Schätzung von mir, ca 40- 50 % der Ritalinkinder müssten keine sein wenn Eltern nicht so sehr auf "perfekte" Kinder aus wären, dass jegliches Fehlverhalten einfach einen "Schuldigen" braucht.... und ADHS ist in der heutigen Zeit
    der Schuldige schlechthin. Eltern sollten wieder anfangen ihren Kindern ordentliche Erziehung zukommen zu lassen ( leider wissen die meisten betroffenen Eltern selbst nicht wie diese aussehen könnte ) und lernen Entwicklungsphasen - so schwierig sie auch sein sollten - auszuhalten und mit den Kindern dran zu arbeiten. Stichwort: Familientherapie!

    Just my two cents...
     
  7. Dopamin

    Dopamin V.I.P. 28.10.2007, 11:44

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Ja, midnightlady,

    "perfekte" Kinder, und verantwortungsvoller Umgang...

    Ich bin mir sicher, dass dort vieles im argen liegt, aber es hakt, dann m.E. am verantwortungsvollen Umgang bzw. auch der Unterstüzung betroffener Eltern durch die Umwelt (nicht durch Medikamente!)...

    Naja, das AD(H)S eine "Modeerkrankung" ist, habe ich auch schon festgestellt.

    Es ist ja auch einfach zu sagen "... hat das und das, kann eben nicht anders". Vielleicht schafft irgendwann die Neurologie echtes von vermutetem AD(H)S zu unterscheiden, allerdings wo wird die Grenze gezogen zwischen "Normal" und "Krankhaft"? Jetzt könnten wir endlos über den "Fluch und Segen" der modernen Medizin diskutieren...

    PERFEKT... WER ist das schon?

    Dopamin
     
  8. Miranda

    Miranda V.I.P. 30.10.2007, 11:10

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Mnagel an der nötigen Nahrungsmenge überhaupt oder an passenden Nährstoffen? Oder beides?
     
  9. Miranda

    Miranda V.I.P. 30.10.2007, 11:35

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    AW: Problem Deprivation in Pflegeheimen

    Und das machen die absichtlich? (Würde mich natürlich nicht wundern, bei meinen Heimerfahrungen.) Ist das nicht Körperverletzung und/oder sonstwas?
     
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