Private Verkäufe- Ab wann gilt die Steuerpflicht?

Dieses Thema "Private Verkäufe- Ab wann gilt die Steuerpflicht? - Steuerrecht" im Forum "Steuerrecht" wurde erstellt von antonbln, 10. Oktober 2017.

  1. antonbln

    antonbln Boardneuling 10.10.2017, 13:29

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    Private Verkäufe- Ab wann gilt die Steuerpflicht?

    Person X ist Altersrentner und will sich von privaten Dingen trennen. Er hat viele Bücher und DVD`s. Da er über Jahrzehnte diese Dinge gesammelt hat, entschließt er sich, sich nun von einem Großteil der Bücher/ DVD`s zu trennen.

    Dazu richtet ihm sein Enkel auf einer der unzähligen Verkaufsplattformen ein Profil ein. Mit Elan geht Hr. X daran viele seiner nicht mehr benötigten Dinge einzustellen.

    Fünf bis sechs der Artikel werden pro Woche verkauft. Der Verkaufserlös (inklusive Porto) liegt zwischen 2 und 10 € pro Artikel.

    Ab wann ist Hr. X steuerpflichtig? Gibt es Freigrenzen? Sind private Verkäufe überhaupt steuerfrei? Muss Hr. X ein Gewerbe anmelden? Sind regelmäßige private Verkäufe auf einem Flohmarkt steuerpflichtig?

    Für interessante und erhellende Antworten bin ich dankbar.
     
  2. werauchimmer

    werauchimmer Senior Mitglied 10.10.2017, 15:04

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    Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind steuerfrei, wenn zwischen Erwerb und Veräußerung mehr als 1 Jahr liegt, ansonsten gilt eine jährliche Freigrenze (nicht Freibetrag) von 600€.

    Schwieriger ist die Abgrenzung zwischen privatem Verkauf und gewerblichem Handel im Einzelfall. Wenn es sich erkennbar darum handelt, dass altes, nicht zum Zweck des Wiederverkaufs erworbenes Zeug zum Zwecke des Ausmistens des Kellers gebraucht verscherbelt wird, sollte dies aber auch bei hoher Verkaufsfrequenz als privat durchgehen.
     
  3. hambre

    hambre V.I.P. 16.10.2017, 11:00

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    Die Auflösung einer Sammlung durch Einzelverkauf der Sammlungsstücke kann auch dann gewerblich sein, wenn die Sammlung eigentlich dem Privatvermögen zuzuordnen ist.

    Aufpassen muss man auf jeden Fall, wenn die Kleinunternehmergrenze überschritten wird.

    Interessant in diesem Zusammenhang dürfte das BFH-Urteil vom 26.04.2012 (Az.: V R 2/11) sein.
     
  4. Donald Duck

    Donald Duck Star Mitglied 17.10.2017, 16:30

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    Das Problem dürfte hier weniger die Einkommensteuerpflicht als vielmehr eine mögliche Umsatzsteuerpflicht sein. Sieht man sich das von Hambre angeführte BFH-Urteil an, dann kann bei der Gesamtwürdigung der Tätigkeit auch eine hohe Zahl durchgeführter Verkäufe schon ein starkes Indiz für eine gewerbliche Tätigkeit sein. X wäre zu raten, auf keinen Fall die Kleinunternehmergrenze zu überschreiten (Umsatz von € 17.500 p. a.), damit es hier gar nicht zu Diskussionen mit dem FA kommen kann.
     
  5. antonbln

    antonbln Boardneuling 18.10.2017, 14:06

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    Danke für Eure Antworten.

    Also die Verkäufe liegen in unserem fiktiven Fall weit unter der Kleinunternehmergrenze von p.a. € 17500.

    Anzunehmender Erlös monatlich max. € 50 (p.a. zwischen 400-600 €)
     
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