PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

Dieses Thema "ᐅ PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von chancen, 13. März 2018.

  1. chancen

    chancen Senior Mitglied 13.03.2018, 23:40

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    PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Angenommen ein PKW hat Mängel, die ein Verkäufer auch nach mehrfacher Aufforderung nicht behebt. Für die Minderung spricht, dass der Käufer die Reparaturen selbst durchführen könnte. Gegen die Minderung, dass der Wert ggf. aufgrund des Alters des PKWs nicht einfach zu ermitteln ist.

    Ist es günstiger für den Käufer Schadenersatz zu verlangen oder den Kaufpreis zu mindern?

    Wofür kann der Verkäufer Schadenersatz verlangen? Für notwendige Reparaturen nach Kostenvoranschlag bzw. Gutachten? Oder für den Wertverlust?

    Was wäre, wenn die nötigen Reparaturen den Kaufpreis übersteigen? Wäre es dann angemessen, einen Schadenersatz zu verlangen, der den Kaufpreis entspricht?

    Kann der Käufer auch zum Teil Schadenersatz, etwa für einen nötige Reparatur verlangen und mindern? (Wobei der Wert des PKWs ja dann durch die Reparatur steigt).
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2018
     
  2. H.K.

    H.K. Boardneuling 14.03.2018, 00:53

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Vielleicht sollte man einfach erst einmal ermitteln lassen, wie hoch konkret die Kosten für eine Reparatur sind. Dann kann man sich über die Vorgehensweise unterhalten.
     
  3. chancen

    chancen Senior Mitglied 14.03.2018, 11:16

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Da könnten die Schwierigkeiten anfangen, denn ein Mangel sei derart, dass es Stunden dauern könnte die Ursache zu finden. Kann dafür auch Schadenersatz verlangt werden?
     
  4. Andromedaner

    Andromedaner Aktives Mitglied 15.03.2018, 10:27

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Zunächst einmal muss festgestellt werden, ob der Verkäufer überhaupt Gewährleistung geben muss. Wenn es ein sog. Privatverkauf war, könnte die nämlich ausgeschlossen sein.

    Nehmen wir an, der Verkäufer muss Gewährleistung geben.

    Schadenersatz kann der K nicht so ohne weiteres verlangen, der müsste gesondert begründet werden und - mal aus der Hüfte - den sehe ich hier nicht.

    Im Falle eines Mangels am Kaufobjekt muss der Käufer diesen rügen, sprich er informiert den V über den Mangel und fordert ihn auf, diesen zu beseitigen. Wenn K schlau ist, setzt er dazu eine Frist und macht das so, dass man den Zugang beweisen kann.

    Dann hat V erst mal Zeit, den Mangel auf seine Kosten abzustellen.

    Tut er das nicht kann K androhen, den Mangel selbst zu beseitigen (und V dafür aufkommen zu lassen) oder - je nach Kaufvertrag - den Wagen zurückzugeben und Erstattung des Kaufpreises, ggf. Anrechnung der Nutzungszeit, zu verlangen.

    Wenn K selbst Hand anlegt, muss er die Kosten der Reparatur beweisen. Das kann er z.B. tun, indem er zuvor einen Gutachter beauftragt, bei kleineren Beträgen einen Kostenvoranschlag der Werkstatt einholt oder eben die Reparatur einfach durchführt und dann den Rechnungsbetrag ansetzt.

    Wenn die Kosten der Reparatur den Kaufpreis übersteigen, kann der Käufer den Wagen zurückgeben, denn der Käufer unterliegt einer Schadensminderungspflicht. Sollte dieser Umstand wahrscheinlich sein, muss K erst mal die Kosten schätzen lassen, er kann nicht einfach drauflos reparieren lassen.

    Eine Kombination aus Gewährleistungsansprüchen und Minderung ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn nachweislich der PKW nach und durch die Reparatur im Wert gefallen ist. Das müsste aber K erst mal beweisen (Gutachter) und kommt auch nicht soo häufig vor.

    Also:
    a) Feststellen, ob es Gewährleistung gibt. Wenn nicht, dann ordentlich ärgern, das Ganze unter Lehrgeld verbuchen und in Zukunft beim Kauf von Wirtschaftsgütern jemanden mitnehmen, der sich mit sowas auskennt.
    b) sonst: Mängelrüge (sachlich, korrekt, klar) an den Verkäufer, First zur Nachbesserung setzen und auffordern, den Mangel zu beheben.
    Wenn die First ergebnislos verstreicht, dann
    b1) Kaufvertrag wandeln, PkW zurück, Geld zurück. Oder
    b2) Kosten über Kostenvoranschlag schätzen lassen, bei höheren Beträgen ggf. durch einen Gutachter und entscheiden, ob Reparatur angemessen. Sonst goto b1).
    Wenn es sich bei dem Auto um einen Ferrari 250 GTO aus den 60er handelt und der mit Originalmotor an K verkauft wurde, und dieser Motor jetzt unwiederbringlich defekt ist, dann käme auch zusätzlich ein Schadenersatz für Wertminderung in Frage.
     
  5. aero89

    aero89 V.I.P. 15.03.2018, 10:34

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Darum geht es ihm nicht. Sondern um zugesicherte Beschaffenheiten. Da kann sich auch kein Privatverkäufer der Haftung entziehen.
     
  6. chancen

    chancen Senior Mitglied 16.03.2018, 20:14

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Können Reparaturkosten eines Mangels nicht als Schaden gelten gemacht werden?

    Also ein Schaden kann durch ein Gutachten geltend gemacht werden?
    Mal angenommen der Verkäufer sei vermutlich zahlungsunfähig, Rücktritt wäre ihm also nicht zu empfehlen. Käufer hat 1000 Euro bezahlt, Reparaturen wären 1200 Euro, Schrottwert des Wagens wäre 150 Euro. Könnte der Käufer nun 850 Euro Schadenersatz fordern?
     
  7. chancen

    chancen Senior Mitglied 17.03.2018, 11:08

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    AW: PKW - Kauf, Mängel, Minderung oder Schadenersatz

    Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Gläubiger statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen (§ 249 II 1 BGB). Kostenvoranschlag bzw. Gutachten sollte also reichen. Bleibt die Frage, ob ein Erfüllungsschaden vorliegt und der Käufer nicht uU sogar eine Summe fordern könnte, die den Kaufpreis übertrifft. Das kann bei einer Minderung nicht geschehen. Dazu müsste man aber den Wert des PKWs im mangelfreiem und im mangelhaften Zustand ermitteln, was bei älteren Fahrzeugen schwierig ist. Eine Schadenersatzforderung scheint also auch leichter durchsetzbar.
    Zuletzt bearbeitet: 17. März 2018
     
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