Nicht mehr als eine Arbeit

Dieses Thema "ᐅ Nicht mehr als eine Arbeit - Arbeitsrecht" im Forum "Arbeitsrecht" wurde erstellt von psee, 22. Oktober 2011.

  1. psee

    psee Boardneuling 22.10.2011, 23:50

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    Nicht mehr als eine Arbeit

    Hallo,

    A ist Fotograf und hat einen Angestellten B. Darf nun A im Arbeitsvertrag verankern, dass B keiner anderen fotografischen Tätigkeit oder eine solchen, die im weitesten Sinne damit zu tun hat, ausüben darf, insofern er dafür Geld bekommt?

    Vielen Dank für eure Antworten.
     
  2. Casa

    Casa V.I.P. 23.10.2011, 00:36

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Verankern darf A das im Arbeitsvertrag, doch wäre diese Klausel unwirksam.

    Denn B kann nebenher arbeiten was er will, außer er arbeitet in direkter Konkurrenz zu seinem Arbeitgeber A.

    Also zB A spezialisiert sich auf Hochzeitsbilder, dann darf A dem B untersagen gegen Geld Hochzeitsfotos anzufertigen.


    Arbeitgeber A macht alle Art von Fotos, außer Aktfotos. Dann darf B Aktfotos gegen Geld anfertigen.


    Natürlich kann Arbeitgeber jetzt nicht sagen, dass er alles fotografiert, was fotografierbar ist, ohne dafür in der Lage zu sein, zB Unterwasserfotografie.
     
  3. psee

    psee Boardneuling 23.10.2011, 11:28

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  4. Casa

    Casa V.I.P. 23.10.2011, 13:45

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Die Persönlichkeitsrechte sind nicht beeinträchtigt.

    Im Falle eines Fotografen würde ein allgemeines Nebentätigkeitsverbot wohl gegen das Recht auf Berufsfreiheit verstoßen und wäre unwirksam.

    So eine Einschränkung ist nur in engem Rahmen zulässig.

    Ein Wettbewerbsverbot des Arbeitnehmers ergibt sich jedoch aus § 242 BGB.



    Besteht also kein Umstand, der ein Verbot rechtfertigen würde bzw. ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers (Wettbewerb, Überschreitung der zulässigen Arbeitszeit, Nebentätigkeit im Urlaub), ist ein Nebenbeschäftigungsverbot unwirksam.
     
  5. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 23.10.2011, 17:31

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Ja. Darf er. Und er muß es nicht einmal im Arbeitsvertrag verankern, denn der Arbeitnehmer unterliegt einer "Treuepflicht" gegenüber seinem Arbeitgeber, was vereinfacht bedeutet, daß er seinem Arbeitgeber nicht Konkurrenz machen darf.

    Die Frage ist nun in der Praxis, wie weit das Konkurrenzverbot reicht.

    Wenn A als niedergelassener Fotograf ein Fotostudio betreibt und die ganze Palette der Auftragsfotografie von der Hochzeits- über die Portrait- bis zur Werbefotografie anbietet, dann darf B ihm auf alle diesen Gebieten keine Konkurrenz machen.

    Das hindert aber B nicht daran, z.B. als Unterwasserfotograf zu reüssieren und Unterwasserfotos zu vermarkten - sofern sein Arbeitgeber eben nicht so etwas anbietet.

    Der Haken in der Praxis wird sein: der normale "Feld-, Wald- und Wiesenfotograf" mit Fotostudio beackert zwangsläufig die ganze Palette der Auftragsfotografie, um auf einen grünen Zweig zu kommen. Insofern werden dann die Möglichkeiten eines Angestellten eher begrenzt sein, neben seiner angestellten Tätigkeit noch selbständig in der selben Branche tätig zu sein.
     
  6. Casa

    Casa V.I.P. 23.10.2011, 18:03

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    da fällt mir grad noch was ein:

    Wenn B angenommen in Köln angestellter Fotograf ist, aber nebenberuflich in Düsseldorf seine Arbeit anbietet und sein Portfolio das des Arbeitgebers überschneidet, dürfte doch theoretisch keine Konkurrenz zum Arbeitgeber mehr bestehen?
     
  7. psee

    psee Boardneuling 23.10.2011, 22:05

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Das mit der Entfernung wüsste ich auch gerne. Und noch eine Zusatzfrage: Angenommen man übt beim Fotografen garkeine fotografischen Tätigkeiten aus, sondern schminkt Menschen und erledigt andere Hilfstätigkeiten. Gilt die Regelung dann auch?
     
  8. Casa

    Casa V.I.P. 23.10.2011, 23:40

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Es kommt drauf an, ob B als Fotograf oder Stylist angestellt ist.

    Als Stylist dürfte eventuell gegen Geld fotografieren, aber die Menschen nicht stylen.

    Wobei er dem Arbeitgeber A immer noch Konkurrenz macht.


    Was ist B nun? Stylist? Fotograf? Hilfsmädchen?

    Was steht im Arbeitsvertrag?
     
  9. Van Nille

    Van Nille V.I.P. 24.10.2011, 09:45

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    AW: Nicht mehr als eine Arbeit

    Das hängt von den Umständen ab. Wenn mein Arbeitgeber seine Leistungen bundesweit erbringt, dann darf ich bundesweit nicht in Konkurrenz treten.

    Im Falle eine Hochzeitsfotografen dürfte in der Regel bereits die gefühlte Grenze zwischen Köln und Düsseldorf ausreichen, bei einem Architekturfotografen möglicherweise bereits nicht mehr.
     
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