Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar

Dieses Thema "Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar - Nachbarrecht" im Forum "Nachbarrecht" wurde erstellt von Ross_i, 24. Februar 2013.

  1. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 24.02.2013, 09:09

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    Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar

    angenommen Nachbar B und eigentlich auch ein weiterer Nachbar (C) ärgert sich schon seit Einzug des neuen Nachbarn A über eine uralte Eiche, die auf dem Grundstück von A steht, deren Äste jedoch auch über die Grundstücke von B und C hinausragen. C gibt inzwischen Ruhe, jedoch macht nun mal wieder B Ärger.

    Die Eiche ist mind. 100-150 Jahre alt, kerngesund und entsprechend hoch gewachsen (ca. 15-20 Meter). Es sind nur wenige Äste, die über die Nachbargrundstücke hinausragen, jedoch würde A die Eiche so stutzen wie es B und C fordern, dann wäre die Eiche fast kahl und würde mit Sicherheit den Zuschnitt nicht überleben! Wegen des hohen Alters der Eiche und ihrem massiven Umfang, fällt sie automatisch in die sog. Baumschutzsatzung, auch wenn sie von der Gemeinde her nicht besonders geschützt wurde. Das Fällen käme somit nicht in Frage, da dies ein sehr umständlicher und auch teurer Vorgang wäre!!!

    Es ist auch so, dass das Grundstück erst seit ca. 6 Jahren von A erworben wurde, zuvor stand es ca. 4 Jahre leer, gehörte einer Erbengemeinschaft, die mit C verwandt ist und davor lebte eine alte Dame, die natürlich auch mit C verwandt ist. B und C haben all die Jahre (leben immerhin schon seit ca. 40 Jahren dort) rein gar nichts unternommen, auch wurden Gebäude (zuerst 2 Garagen, zig Jahre später dann ein Carport) gebaut, die direkt unter dieser Eiche stehen. De facto war die Eiche schon vor 40 Jahren sehr massiv und hoch gewesen (vermutlich schon 10-15 Meter und beim Bau des Carports vor ca. 10-15 J. sogar noch höher), dennoch wurde direkt unter ihr gebaut und der Bauantrag entsprechend unter dieser Situation beantragt und auch genehmigt worden, d.h. beiden Parteien war schon vor 40 Jahren (zuletzt sogar vor 10-15 J.) klar gewesen, dass hier ein alter Baum steht, der im Herbst entsprechend sein Laub und auch seine Eicheln abwerfen wird und dies Jahr für Jahr aufs neue!!!

    Sachverhalt:
    A hatte deshalb schon ziemlich kurz nach Erwerb des Grundstücks diese eine Eiche gestutzt, was aber anscheinend die Parteien B und C nicht mitbekommen hatten, weshalb nun A immer wieder als "Lügner" hingestellt wurde, obwohl man deutlich sehen konnte, dass hier ein frischer Zuschnitt erfolgt war. Eigentlich ging es B und C nur darum, die Eiche sollte "gefällt" werden, denn C wollte einen Wintergarten mit viel Verglasung erbauen (ärgerte sich deshalb über möglichen Taubenkot), beide ärgern die Eicheln und auch das Laub, was eben im Herbst viel Arbeit bereitet - aber wie schon erwähnt, dies war beiden Parteien schon vor zig Jahren bekannt, bevor sie mit dem Bau ihrer Garagen und dem Carport begonnen hatten!

    Wegen des vielen Ärgers um den einen Baum (man fast sich echt an den Kopf! Hat was vom „Maschendrahtzaun“), haben irgendwann B und C einen Schiedsmann eingeschaltet, was von der Sache her auch von A begrüßt wurde. Jedoch lief hier wohl einiges schief, denn A wurde nur über seine Pflichten bzgl. des Schiedsabkommen aufgeklärt, nicht aber über mögliche Rechte bzw. ein allgemeiner Rechtsbehelf fehlte gänzlich (wie sich erst später herausstellte). So musste A Jahre später erfahren, dass dieses Schiedsabkommen angeblich eine Gültigkeit von 30 Jahren haben soll - hätte A dies vorher gewusst, dann hätte er dem Abkommen NIE ZUGESTIMMT!!! Bleibt hier die Frage offen, was A gegen den Schiedsvertrag unternehmen könnte???

    Nun berufen sich andauern beide Parteien, aber besonders B auf dieses Abkommen, selbst wird sich aber kaum daran gehalten, wie dass sie zuerst A ansprechen oder anschreiben sollten, bevor sie andere Maßnahmen ergreifen würden. Stattdessen wird immer zuerst über den Schiedsmann gewehklagt und nun sogar voreilig ein RA eingeschaltet!

    Abschluss des Schiedabkommen war im Winter 2010/2011, B und C sollten A ansprechen und es sollte dann eine Einigung über den möglichen Zuschnitt erfolgen. Weder B, noch C meldete sich bei A, so dass in dsm. Winter kein Zuschnitt erfolgen konnte. Stattdessen wurde wieder beim Schiedsmann geklagt und geschimpft, wobei A mit Recht sagen konnte, er könne ja nicht hellsehen, außerdem war vereinbart, B und C sollte sich bei A melden, was eben nicht geschah.

    Deshalb wurde der Zuschnitt auf den nächsten Winter 2011/2012 verschoben, weil der Zuschnitt durch die Baumschutzsatzung nur vom 1. Okt. Bis zum 31. März erfolgen darf. Zumindest B kam nun dem Abkommen nach und sprach mit A den Zuschnitt ab. Es kam zu einiger Einigung, wo 2-3 mittlere Äste gestutzt werden sollten. Als dann die neue Baumpflege-Saison begonnen hatte, stürzte A auf der Treppe und verletzte sich am Rücken, so dass er B zum Ende der Saison darüber in Kenntnis setzen musste, dass er den Zuschnitt wegen seiner Gesundheit auf die nächste Saison verschieben müsse und so wurde vereinbart, dass der Zuschnitt in der Zeit vom 1. Okt. 2012 bis spät. 31. März 2013 zu erfolgen habe.

    Kurz vor Weihnachten 2012 wurde A nochmals von B angesprochen und A versicherte B, dass der Zuschnitt bis spät. 31. März 2013 geschehen würde, ansonsten müsse man nochmals sich unterhalten, wenn einem z.B. der Frost einen Strich durch die Rechnung machen würde. Schon im Jan. (Mitte) 2013 überreichte der Schiedsmann A ein Schreiben mit der Aufforderung nun endlich den Zuschnitt vorzunehmen. A erklärte dem Schiedsmann, dass er gerade erst vor wenigen Tagen mit B gesprochen habe, ihm versichert habe, dass der Zuschnitt bis zum Ende der Saison erfolgen würde, sofern das Wetter mitspielt. Die Saison ist noch lange nicht zu Ende, außerdem liegt Schnee, es herrscht stetig Frost und ab und zu sogar Eis. Den Zuschnitt unter solchen Bedingungen vornehmen zu müssen, wird einmal durch die Baumschutzsatzung untersagt (bei Frost darf nicht zugeschnitten, lediglich gefällt werden!) und zum anderen sei dies „lebensgefährlich“!!! A war dies mehr als unverständlich, denn es war so nicht vereinbart und die vereinbarte Frist war noch lange nicht abgelaufen!!!

    Inzwischen waren die Wetterumstände nicht für einen Zuschnitt geeignet, weil entweder war Frost, es lag Schnee oder es regnete oder der Boden war glitschig und rutschig, weil er oben zwar angetaut war, aber darunter gefroren und deshalb das Wasser nicht versickern konnte. Unter solchen Umständen ist das Aufstellen einer Leiter nicht umsetzbar, um darauf mit einer Motorsäge zu hantieren!!! A will sich nicht den Hals brechen, nur wegen ein paar Ästen, die sich aber auf einer Höhe von ca. 6-10 Meter befinden!!! Deshalb dachte A schon daran, eine Firma zu beauftragen oder einen Hausmeisterservice wegen der günstigeren Kosten, aber auch die halten sich an die Baumschutzsatzung!!!

    B gibt jedoch keine Ruhe, es geht ihm nicht schnell genug!!! Die Saison ist erst zum 31.03.2013 beendet, dennoch schaltet B nun einen Rechtsanwalt ein, der nun A auffordert die Eiche bis zum 08.03.13 vom Überhang zu befreien. Da sind immerhin mehr als 3 Wochen vor Saisonende!!! A ist sauer, weil er sich nun unter Druck gesetzt fühlt und das Wetter ihm ständig einen Strich durch die Rechnung macht, denn heute Nacht hat es mal wieder geschneit und der Schnee blieb liegen. Die Tage zuvor war Dauerfrost, hier darf er gar nicht schneiden!!! Die Frist endet schon in 12 Tagen, er ist zudem auch erwerbsfähig, hat eine pflegebedürftige Frau zuhause, deren Versorgung er auch gewehrleisten muss. Er ist total verzweifelt!!! Mal wieder wurde er nicht angesprochen, wie im Schiedsabkommen vereinbart, die Saison ist zudem noch gar nicht beendet und das Wetter gibt ihm seit Wochen keine Chance aktiv zu werden! B hingegen sind beides Rentner, die eben sehr viel Zeit haben, im Gegensatz zu A, der noch jung ist und deshalb auch noch arbeiten muss und dem Zeit hinten und vorne fehlt... :misstraui

    Was kann A hiergegen unternehmen? Dem RA dürfte die Baumschutzsatzung eigentlich auch bekannt sein, von daher ist diese Forderung mehr als utopisch!!! Welche Möglichkeiten hat A??? Gibt es einen gesetzlichen Rückhalt für A oder Urteile, worauf sich A berufen könnte???
    Zuletzt bearbeitet: 24. Februar 2013
     
  2. nieselpriem

    nieselpriem Star Mitglied 24.02.2013, 17:34

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Ganz schön viel Text ....
    Vorab: Rechtsanwälte schreiben gern und viel, um die Gegenseite zu beeindrucken - davon sollte man sich nicht unbedingt irre machen lassen.
    Wenn der Baum unter die Baumschutzsatzung fällt, ist jegliches Beschneiden (bis auf die Entfernung von Totholz) nur mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde zulässig. So ein Baum darf nicht ohne Grund - Laub und Eicheln auf dem Nachbargrundstück reichen dafür NICHT aus! - beschnitten werden. Nachbar A könnte sich also erst einmal ans Amt wenden und dort in Erfahrung bringen, ob dieser Schnitt überhaupt zulässig ist.
    Ein Anspruch auf Rückschnitt des Überhangs besteht ohnehin nur, wenn durch den Überhang die Nutzung des Grundstücks mehr als nur unwesentlich beeinträchtigt wird. Bei Ästen in einer Höhe von 6 Metern und mehr erscheint das sehr fraglich.

    Kleine Ergänzung: Schiedsverfahren sind nicht dazu da, die Rechtslage zu erläutern. Sie dienen nur dem Zweck, außergerichtlich eine Einigung herbeizuführen. Über die rechtliche Situation muss sich jede Partei selbst informieren.

    Dann noch viel Spaß mit den netten Nachbarn!
     
  3. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 24.02.2013, 19:39

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    :sorry: für den vielen Text, aber manchmal geht es eben leider nicht anders, sonst fehlt zu viel Hintergrundwissen!

    erst mal :danke:

    also der Baum soll nicht gesondert geschützt sein, aber er fällt wegen seiner Größe und seines Alters automatisch unter die allgemeine Baumschutzsatzung, so wurde es A von der Gemeinde-Beauftragten für Baumschutz und Baumpflege berichtet. Dies bedeutet, dass er durchaus auch selbst beschneiden darf, er kann aber auch die Gemeinde darum bitten, muss dies dann aber wohl bezahlen. Zwei oder drei Bäume sind hingegen besonders gesc hützt, die nur nach Absprache und Genehmigung von der Gemeinde beschnitten werden dürfen!!!

    A ging zuerst davon aus, dass diese Eiche besonders geschützt sei, da er aus einem alten Baumschutzplan eine Zeichnung hat, die jedoch sehr ungenau ist. Dennoch kann es sich eigentlich nur um diesen Baum handeln. Dies wurde aber in der Schiedsverhandlung negiert,angeblich soll dies die Baumschutzbeauftragte so mitgeteilt haben. Vielleicht sollte A dies noch einmal näher prüfen lassen, denn dann hätte er auf jeden Fall ein großes Problem weniger!!! :p

    Wie ist dies nun aber mit der Frist zu handhaben, die ja nun eindeutig mehr als drei Wochen vor dem Ende der Saison liegt, ergo auch vor der Vereinbarung!!! Zudem besteht auch noch die Möglichkeit im April zurückzuschneiden, wenn der Winter ein Zuschneiden wegen des Wetters gar nicht zugelassen hat (weg. Frost, Schnee, Regen etc.), weil sie einmal laut Satzung nicht zulässig sind oder wegen des Gefahrenpotentials nicht umsetzbar waren!!! Darf hier überhaupt eine solche Frist gesetzt werden?

    Eigentlich wurde vereinbart, dass der Zuschnitt bis zum 31.03.2013 erfolgen soll, dieses Datum liegt somit drei Wochen nach der geforderten Frist! Die Forderung ist somit Vorweggenommen worden, weil B zu ungeduldig ist, es ihm nicht schnell genug geht oder was auch immer.... und selbst diese Frist wird bei den Wetterverhältnissen nur schwer umsetzbar sein, wenn der Winter nicht gehen will....auch ist A berufstätig, mal abgesehen von seinen weiteren Verpflichtungen seiner pflegebdürftigen Frau gegenüber. Während B den ganzen Tag als rentner nichts mit sich anzufangen weiß....oh Gott, Herr lass Hirn regnen!!!! :ahh: Sollte hierauf verwiesen werden, dass hier eine andere Vereinbarung getroffen war, deren Fristablauf noch anhängig ist???

    Ach so, in diesem Fall scheint es sich um eine sog. "kommunale Baumschutzsatzung/-verordnung" zu handeln - wie kommt A da ran? Nur über die Gemeinde??? Kann diese sehr von der allg. Baumschutzsatzung abweichen? Oder handelt es sich hier mehr nur um Kleinigkeiten, was das Stadtbild angeht etc. p. p.? Im Großen und Ganzen müsste sie grundsätzlich doch identisch sein, oder?

    Wo findet sich dieser Sachverhalt in der Satzung? (§§???)
     
  4. nieselpriem

    nieselpriem Star Mitglied 25.02.2013, 09:39

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Die Regelungen zum Überhang findet man in §910 BGB. Ob und welche Baumschutzsatzungen es in der betreffenden Gemeinde/Kreis gibt, muss bei der Gemeindeverwaltung in Erfahrung zu bringen sein.
    Wenn in der Schiedsvereinbarung Termine festgelegt wurden, dann sind beide Seiten daran gebunden - da kann auch der Anwalt nichts anderes verlangen (vielleicht kannte er den Inhalt der Vereinbarung nicht oder es handelt sich einfach um einen irrtümlich falsch festgelegten Termin).
     
    Ross_i gefällt das.
  5. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 25.02.2013, 13:03

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    :danke: werde es gleich mal studieren :work:

    Bis dato gab es "keine festen Termine", in dem Sinne, dass vereinbart wurde, der Zuschnitt habe bis zum 8. Febr. oder 1. Mrz. oder wie auch immer zu erfolgen! Zuletzt handelte es sich num eine mündliche Absprache zwischen A und B, die nach der Verhandlung getroffen worden war, wo sich beide Parteien am Baum getroffen und dies besprochen hatten.

    Im Jan./Febr. 2012 teilte A Nachbarn B mit, dass er den Zuschnitt in dieser Saison (ergo bis zum 31.03.2012) nicht vornehmen kann, da er wegen eines Treppensturzes sich am Rücken verletzt hatte, weshalb er den Baum nun nicht hinaufsteigen könne. Er war zu dieser Zeit sogar AU geschrieben, alleine dshalb hätte er den Zuschnitt nicht vornehmen dürfen - was wäre wenn dann ein Unfall passieren würde, während der AU-Zeit?

    Deshalb wurde abgesprochen, dass der Zuschnitt irgendwann während der nächsten Saison nachgeholt werden würde (ergo zw. 1. Okt. 2012 u. 31. Mrz. 2013). Doch schon kurz vor Weihnachten 2012 sprach B den A an (was ja mal endlich sehr löblich ist!) und hierbei wurde von A nochmals versichert, dass er den Zuschnitt in dieser Saison vornehmen werde. Keine drei Wochen später, stand der Schiedsmann vor A's Türe, überreichte ein Schreiben, indem B nochmals den Zuschnitt des Überhangs forderte. Hierüber war A mehr als verwundert, wo doch nur wenige Tage zuvor von ihm gegenüber B versichert wurde, alles einzuhalten!!! Dem Schiedsmann wurde dies mitgeteilt, auch, sollte der Winter einen Zuschnitt während der Zeit bis zum 31.03.2013 nicht zulassen, dass dann notfalls dieser im April vorgenommen werden, sobald die Witterung dies zulassen würde - A werde die Vereinbarung aber einhalten. A bat den Schiedsmann dies B nochmals zu versichern und dies in seinem Namen zu übermitteln. Dies wollte der Schiedsmann B mündlich Telefon oder pers. Gespräch) übermitteln. Ob dies erfolgt war, kann A nicht beurteilen - ist letztendlich auch Schnuppe, denn entscheidend ist, die Saison ist noch gar nicht zu Ende und damit die Drohungen über den RA eigentlich unnötig!!!

    Am Samstag nun folgte dann das Schreiben des RA mit der Forderung den Überhang bis zum 08.03.2013 zu beseitigen, ansonsten werde B eine Fach-Firma beauftrage, dessen Kosten wir dann zu tragen hätten und wahrscheinlich dann auch die des RA.
    Außerdem haben wir seit Samstag Schnee (Rutschgefahr!) und Frost (Zuschnitt-Verbot - nur Fällen wäre erlaubt, würde eine Genehmigung vorliegen!) mit einem eisigen Wind, der einen in 6/7 Meter Höhe nur von der Leiter fegen würde - Hallo? A will sich nicht den Haks brechen!

    Was soll das??? Anscheinend hat B einfach nur KEINE GEDULD!!! A kann diese Arbeiten und somit seine Vereinbarung während dieser Saison einlösen, wann immer er will und nicht bis Dez., Jan. oder zum 08.03.13!!! Oder habe ich da einen Denkfehler? :misstraui Vor allem, JETZT ist das angeblich nette Nachbarschaftsverhältnis garantiert nicht mehr zu retten, wonach B ja angeblich so sehr gelegen ist!!! Denn solche Machenschaften schüren eher Wut und Zorn, wohl kaum positive Gefühle.... :ne:
    Welch ein Wahnsinn, nur wegen eines Baumes.....hat also doch was von "Maschendrahtzaun" aus dem damaligen neuen Bundesländern, wovon Raab so schön gesungen hatte, gelle?

    Nun ja, A ist ziemlich cool drauf - er meint, er ist gekommen um zu bleiben - sollen sie doch :kotz: Dennoch muss A auf das RA-Schreiben reagieren, bevor B eine Fach-Fa. beauftragt und Kosten entstehen!:ne:
     
  6. nieselpriem

    nieselpriem Star Mitglied 25.02.2013, 16:16

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Im Grunde muss A nicht unbedingt auf das Schreiben reagieren. Wenn die Forderungen aus der Luft gegriffen sind (weil z.B. gar keine Beeinträchtigung des Grundstücks vorliegt) - ändert daran auch die Tatsache nichts, dass ein RA das Schreiben aufgesetzt hat. Der bekommt dafür Geld - warum sollte er also nicht schreiben?
    Problem für B:
    Wenn er eine Fachfirma beauftragt, muss er die auch bezahlen. Er kann dann zwar von A das Geld zurück verlangen, muss dies aber im Streitfall einklagen, wenn A sich weigert zu zahlen. Dann entscheidet das Gericht, ob Bs Forderungen berechtigt waren oder nicht und der Unterlegene muss dann auch für die Kosten des Gerichtsverfahrens aufkommen.
     
  7. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 28.02.2013, 01:04

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Mal etwas vereinfacht:

    B und C haben einen Beseitigungsanspruch gegenüber Ästen und Wurzeln, die über die Grundstücksgrenze hinaus auf ihr jeweiliges Grundstück wachsen. Wenn die Eiche anschließend "fast kahl" ist, dann bedeutet das logischerweise, daß sie vorher überwiegend über fremden Grundstücken stand, und das müssen die Grundstückseigentümer nicht hinnehmen.

    Muß man ja auch nicht, aber die rüberwachsenden Äste und Wurzeln müssen gekappt werden. Wenn das dazu führt, daß die Eiche dann nicht mehr ausreichend standfest ist, muß sie entweder gestützt oder gefällt werden.

    Ein "Gewohnheitsrecht" gibt es da nur eingeschränkt.

    Grundsätzlich gilt zunächst mal:
    Bäume, Sträucher und Hecken müssen zum Nachbargrundstück einen Mindestabstand von 0,5 m einhalten. Gemessen wird von der Mitte des Stammes bis zur Grenzlinie.
    Werden Pflanzen in einem Abstand zwischen 0,5 m und 2 m zur Grundstücksgrenze gepflanzt, dürfen sie maximal 2 m hoch werden (Art. 47 AGBGB).
    Beträgt der Abstand mehr als 2 m, gibt es keine Höhenbegrenzung.

    Werden diese Mindestabstände nicht eingehalten, d. h. überschreitet z. B. ein Baum oder eine Hecke, die weniger als 2 m von der Grundstücksgrenze entfernt ist, die zulässige Höhe von 2 m, kann der Nachbar verlangen, dass der Baum bzw. die Hecke beseitigt oder auf die zulässige Höhe von 2 m gekürzt wird.

    Für diesen Anspruch gilt: er verjährt, wenn er nicht innerhalb von 5 Jahren nach Kenntnis erhoben wird.

    Aber: diese Verjährung gilt nicht für herüberwachsende Wurzeln und Äste - was logisch ist, weil die anders als der Baum an sich ihren Standort ständig verändern und erweitern. Der Anspruch auf Beseitigung von Wurzeln und Ästen unterliegt keiner Verjährung.

    Eine Baumschutzsatzung kann dem dem Fällen und auch dem Beschneiden eines Baumes zwar grundsätzlich im Weg stehen, aber bei einer Beeinträchtigung eines Nachbargrundstücks ist ggf. eine Güterabwägung vorzunehmen. Und vor allem: die Wurzeln müssen immer entfernt und der vorherige Bodenzustand muß wieder hiergestellt werden. Daran führt auch keine Baumschutzsatzung vorbei, und das ist dann schnell ein viel gewichtigeres Argument, daß der Baum aus Sicherheitsgründen gefällt werden muß als die Äste.

    Laub, Eicheln usw. können einen Unterlassungs- bzw. Schadensersatzanspruch auslösen, wenn sie das übliche und zumutbare Maß erheblich überschreiten, z. B. wenn die Dachrinnen und Dacheinläufe des Nachbarhauses laufend verstopft werden und dem Nachbarn dadurch hohe Kosten durch Reinigungsarbeiten entstehen (so z. B. BGH, Urteil v. 14.11.2003, V ZR 102/03).

    Das ist alles letztlich unerheblich - die Äste und Wurzeln dürfen nicht auf die Nachbargrundstücke rüberwachsen, wenn die Nachbarn das nicht wollen.
    Auch das ist rechtlich unerheblich, denn gegen den Standort des Baumes hätten die Grundstückseigentümer ggf. binnen 5 Jahren nach Kenntnis vorgehen müssen, sofern der Baum denn überhaupt zu dicht an der Grundstücksgrenze steht. (Siehe oben.)

    Diese Frist beginnt überlicherweise mit der Pflanzung an zu laufen, so daß die Nachbarn in dem Punkt wohl keine Ansprüche mehr geltend machen können.

    Vernünftig, aber manchmal gibt es eben nur "schwanger" oder "nicht schwanger", "ein bißchen schwanger" geht nicht. Da hilft dann auch ein Schiedsmann nicht mehr weiter.

    ???

    Das macht irgendwie keinen Sinn. Das Schiedsabkommen muß doch eine klare Entscheidung enthalten, wie denn nun mit dem Beschnitt zu verfahren ist.
    A hat sich da ja nun auch lange Zeit gelassen - daß A erkrankt ist, ändert nichts an seinen Pflichten, er muß dann eben jemanden beauftragen, die Äste zu beschneiden.

    Ich sag's mal so: ich kann B und C verstehen, wenn bei ihnen langsam der Eindruck entsteht, A wolle den Baum in Wahrheit gar nicht beschneiden lassen.

    An Stelle von B und C würde ich jedes unfachgemäße Arbeiten am Baum von der Polizei augenblicklich unterbinden lassen, da dabei die Gefahr besteht, daß Schäden an den Grundstücken bzw. Gebäuden von B und C verursacht werden können.

    Solche Arbeiten müssen von einem qualifizierten Fachunternehmen durchgeführt werden.

    Wie gesagt: ich kann's irgendwie nachvollziehen.

    Bis auf das Wetter ist das alles allein sein Problem, das muß B und C nicht kümmern.


    Was die Baumschutzsatzung betrifft, so kann man bei der zuständigen Behörde nachfragen, ob die Vorgehensweise XYZ gegen selbige verstoßen würde. Dann muß A das so nicht machen.

    Da ich aber auch davon ausgehe, daß dem RA die Baumschutzsatzung ebenfalls bekannt ist, würde ich zunächst mal vermuten, daß er auch die Ausnahmeregelungen in selbiger kennt und sich ggf. auf die berufen wird.

    Bäume jeglicher Art dürfen nämlich durchaus das ganze Jahr über beschnitten und auch gefällt werden, wenn dies zwingend erforderlich ist, um Schäden von Personen und Gebäuden oder Sachwerten abzuwenden.
     
  8. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 28.02.2013, 01:07

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Kann sein, oder es handelt sich um eine unvollständige Sachverhaltswiedergabe seitens A.

    Für mich klang es nämlich so, als wären die in der Schiedsvereinbarung festgelegten Termine schon vor 2 Jahren gewesen und A habe sie verstreichen lassen.

    Wenn es sich nicht um einen rein fiktiven Fall handelt, dann kriegt man die Kuh nur noch mit einem weiteren Anwalt vom Eis, auf Seiten von A, und dann lässt man die Anwälte das klären, und verhält sich anschließend entsprechend.
     
  9. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 28.02.2013, 01:10

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Er soll da sowieso nicht selber rumsägen, sondern ein Fachunternehmen beauftragen. Im übrigen ist dieser krankheitsbedingte Ausfall rechtlich völlig ohne Belang - A hätte jemanden beauftragen können, und das hat er nicht gemacht.
     
  10. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 28.02.2013, 16:33

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Vorab :sorry: für den umfangreichen Text!


    Zum Krankheitsfall
    Dies mag zwar rechtlich ansonsten ohne Belang sein, jedoch war dies zwischen A und B abgesprochen. C betrifft es seit der Mediation nicht mehr, da C sich weder bei A gemeldet hat wie vereinbart war, auch kam es hierdurch zu keiner Absprache was den Zuschnitt angeht, dennoch würde A auch dort etwas schneiden - des lieben Frieden willen.....

    Dies war aber der Grund, warum A sich nur an B gehalten hatte und B hatte der Verschiebung in die nächste Saison "zugestimmt" (unter Zeugen), d.h. es ist nicht nur für A, sondern auch für B bindend. Ergo ist die "voreilige Fristenforderung durch den RA" ziemich überspitzt, daneben und auch gegen die Vereinbarung, da diese noch einhaltbar und umsetzbar ist, immerhin noch bis zum 31.03.2013 und sogar bis in den April hinein. Es wäre nachvollziehbar, wenn die Saison schon geendet wäre, ohne dass A einen Zuschnitt vorgenommen oder sich nochmals mit B abgesprochen hätte - aber das Verschieben in die nächste Saison war mit B selbst abgesprochen!!! Also hält sich eher B nicht an die Vereinbarung als A!!!

    Natürlich kann man für B "bedingt" Verständnis aufbringen bzgl. seiner Ungeduld, wenn B aber so sehr am nachbarschaftlichen Verhältnis liegt, wie er immer von sich behauptet, dann ist weder das erneute Einschalten des Mediators und schon gar nicht die des RA verständlich, denn jetzt ist es dahin mit dem doch so angeblich netten Verhältnis! Und es war eben anders vereinbart und abgesprochen!!!


    Zuschnitt des Überhanges allgemein
    Es ist eben nicht der Fall, dass B oder auch C durch den Überhang ein sog. massiver Schaden entstehen würde, im Gegenteil:
    -es gibt keine Regenrinnen, die verstopfen würden oder könnten!
    -das Wurzelwerk beeinträchtigt keine Nachbargrundstücke oder -gebäude, sondern sie liegen tief in der Erde und sind nicht sichtbar zu erkennen! Der Baum ist ca. 2 Meter (+/-) von der Grenze entfernt, war aber schon vor 40 Jahren an dieser Stelle, als die Gemeinde die Grundstücke zwecks Baulandveräußerung entsprechend aufgeteilt und verkauft hatte (er ist ja schon über 100-150 Jahre alt). Das Grundstück von C gehörte von über 40 Jahren noch zum Grundstück von A und wurde erst auf Wunsch der Verwandtschaft gesplittet, deshalb auch der Zusatz "a" bei der Hausnummer. Davor waren dort fast ausschließlich nur große Bauernhöfe und Pferdegestüte mit entsprechend großen Grundstücken von mehreren 1.000 qm (manche hatten 10-20 Ha) Land.
    -das Laub und auch die Eicheln sind nicht übermäßig und damit stellen sie auch keine außergewöhnliche Belastung oder drohende Beeinträchtigung dar, vielmehr gehört dies zu den natürlichen Lebensrisiken!
    -oder wie auch immer...Gefährdung des Mauerwerks, des Dachstuhls....
    -kein totes Geäst im Baum, sondern ein sehr gesunder, stattlicher Baum! Es kommt lediglich bei Sturm zum natürlichen Astbruch.

    Diese Faktoren wurden auch während der Mediationsverhandlung ausgiebig besprochen und geklärt, d.h. A hätte von B oder C zu einem Zuschnitt gar nicht gezwungen werden können!!! Der Zuschnitt erfolgt deshalb aus reiner Gefälligkeit von A gegenüber B und C um den nachbarschaftlichen Frieden zu wahren - nur deshalb hatte A einem Zuschnitt zugestimmt!!! Es wurde auch über das Fällen des Baumes gesprochen, wobei hier, der von der Gemeinde beauftragte Mediator dies eindeutig ablehnte, weil eben zu überspitzte Forderung von C, nur wegen des Wintergartens, der dann einem möglichen Tauben-/Vögelkot, dem Laub oder den Eicheln ausgesetzt wäre (eben kein massives mögliches Risiko!).
    Damals wurde auch deutlich gemacht, dass der Gemeinde sehr daran liegen würde, jeden Altebstand an Bäumen auch zu erhalten! Die Grundstücke liegen immerhin angrenzend in einem Naturschutzgebiet (naturgeschützte Wälder und Moore), d.h. die abgelegene Siedlung ist wie eine Insel im Naturschutzgebiet! Vielleicht ist dies auch der Grund, weshalb dieser Baum automatisch auch der Baumschutzsatzung unterliegt, auch wenn er nicht gesondert geschützt ist!?!? Die Gemeinde beruft sich auch im Internet auf das Bundesnaturschutzgesetz in Bezug auf die Baumschutz- und Gehölzschutzsatzung!

    Da die Äste erst in einer Höhe von 6-7 Meter beginnen, wird das meiste Laub (z.B. durch Wind) weggeweht und bleibt gar nicht bei B oder C auf dem Boden liegen. Auch fällt das meiste Laub auf den Boden von A (alleine schon wegen des Windes)! Laut Aussage von C und nun zuletzt auch von B, geht es aber hauptsächlich nur um das Laub und die Eicheln, weil es eben "sehr nervig" sei, zu viel Arbeit machen würde und besonders B werde zunehmend älter (schon lange im Rentenalter) - dies stellt laut Rechtsprechung und auch Satzung jedoch keinen Grund zum Zuschnittzwang dar, weil es sich hier eben nicht um eine mögliche drohende Beeinträchtigung oder Schädigung handele. Selbst ein natürlicher Astbruch zählt zu den "natürlichen Lebensrisiken", wenn der Baum gesund und entsprechend durch Sichtung und evtl. anfallenden Zuschnitt von Totholz usw. oder sonst keine ersichtliche Gefahren bestünden, gepflegt werde!!! Damit bestünde, soweit mir bekannt, auch keine Schadenersatzpflicht (OLG Koblenz, 02.12.1997, Az. 12 U 1370/96). Laut OLG Düsseldorf (9 U 10/95 vom 23.08.1995; NJWE - MietR 1996, 2) sei Laubfall vom Nachbarbaum "entschädigungslos" hinzunehmen, auch wenn hierdurch erhöhte Reinigungskosten eines Schwimmingpools anfallen würden!
    Was anscheinend auch dem BGH-Urteil nicht entgegen spricht.


    Nein, daran ist nicht A, sondern B und besonders C schuld, denn laut Vereinbarung sollte sich B und C bei A melden um über den Zuschnitt zu sprechen, welche Äste stören und wie im Einzelnen dann zugeschnitten werden soll, damit B und C zufrieden sind, aber der Baum auch nicht zu stark verletzt werde, wodurch er evtl. Schaden nehmen könnte. Jedoch teilte B zuerst mit, dass ihm keine Äste stören würden, im Gegenteil freue er sich gerade im Sommer über den Schatten durch den Baum! B hatte eigentlich nur wegen C und dessen Unterstützung mitgemacht.

    Später ließ sich B von C hochschaukeln, weil C gegenüber B keine Ruhe gab und deshalb meckerte B Monate später wegen des angeblich noch fehlenden Zuschnittes, dementierte seine damaligen Behauptungen (keine störenden Äste, der Schatten freue ihn), obwohl dies auch ein Zeuge gehört hatte. C ließ sich von A gar nicht ansprechen und hielt es auch nicht für nötig, sich hierzu zu äußern - was hätte A hiergegen unternehmen können? Damit war die 1. Saison (2010/2011) um! Somit trifft hier A keine Schuld! Und in der 2. Saison (2011/2012) kam der Unfall dazwischen, was aber zwischen A und B "abgesprochen und vereinbart" war (siehe oben). Deshalb die Verschiebung auf die nächste Saison (2012/2013). Diese ist aber noch gar nicht vorbei!!! Also eigentlich hält sich hier B nicht an die getroffenen Vereinbarungen, kann jetzt nicht einfach schon vor Ablauf der getroffenen Vereinbarung einen Abschluss fordern und dann auch noch anwaltlich!

    Ich persönlich, finde es wahrlich daneben, denn wenn man eine Vereinbarung getroffen hat, dann haben sich auch "alle Parteien" daran zu halten und nicht nur "A"! Für mich stellt dies sogar eine Verletzung der Mediationsvereinbarung dar, da B nun einen vorzeitigen Abschluss fordert, abders als vereinbart und laut Mediationsabkommen sollte B und C künftig A zuerst "persönlich ansprechen oder anschreiben", woran sich B und schon gar nicht C nie gehalten hat. Statt A persönlich anzusprechen oder anzuschreiben, beschwerte B sich grundsätzlich sofort beim Mediator, der dann natürlich A schriftlich konfrontierte. A fragte sich dann immer wieder, wieso hat B ihn nicht persönlich kontaktiert? Antwort von B war immer wieder, dass ihm das schwerfallen würde, ein persönliches gespräch zu suchen - wobei, es gibt auch noch die schriftliche Möglichkeit, indem B bei A einen Zettel in den Briefkasten wirft, dann würde A sich umgehend bei B melden. Aber auch dies erfolgte nur "einmal", danach nie wieder, sondern B verfiel wieder in das alte Muster!!!

    Eigentlich verstehen sich B und C gar nnicht so gut, aber es ist eben einfacher gegen A anzustinken, indem sich (zumindest dafür) verbündet, streiten kann man danach auch wieder aufs Neue.... :ahh: Nun ja, A ist da eben anders, sehr konsequent und nnimmt eben kein Blatt vor den Mund (er ist ehrlich und direkt, aber nicht beleidigend...


    1.die Eiche besteht nur aus drei Verzweigungen des Hauptstammes, wobei nur eine Abzweigung zuerst über den Luftraum von C und dann zu C übergeht. Ansonsten sind es dann die aus diesen drei Abzweigungen entstehenden zahlreichen kleineren Äste und Zweige, die dann durchaus auch in der Krone zu B und C gewachsen sind. B würde nun am Liebsten den Zuschnitt am Hauptast sehen, sowie die meisten anderen Äste, die zu ihm herüberragen. Rechnet man nun auch noch die Äste, die zu C gewachsen sind, dann bleibt kaum noch was übrig... Deshalb wurde mit dem Mediator vereinbart, dass hier nur eine "maßvolle Kappung erfolgen darf"!

    2.Aber auch nur, wenn diese eine massive Beeinträchtigung darstellen würden (siehe oben), denn wie erwähnt, die Äste beginnen ab einer sehr großen Höhe (6-7 Meter und weit darüber) und stellen "keine Gefährdung oder Risiko für die Nachbarn" dar (siehe oben), da Häuser weit genug weg, kein Mauerwerk gefährdet wird, etc.p.p. .... es sind lediglich wenige Äste, die in einer großen Höhe über den Carport und ein wenig über die Garagen ragen (Garage von B iegt hiner dem Carport und damit ist sie nur betroffen, wenn der Wind dort etwas hinwehen würde, ergo eher sehr, sehr selten! Das Laub und auch die Eichelns fallen zu mind. 75-80% auf das Grundstück des Eigentümers A (wegen des Windes, der hier nur selten nicht weht und meist so weht, dass es zu A rüber geweht wird!) und nur bei Sturm kommt es ggf. zum natürlichen Astbruch von sehr kleinen Zweigen, die aber somit keine Gefahr darstellen, dies gehört vielmehr zu den "natürlichen Lebensrisiken"! (siehe oben). Ich meine, in der Baumkrone darf eigentlich so und so nicht geschnitten werden, wäre auch nur schwer möglich bei dieser Höhe (15-20 Meter).

    Dies ist allen Parteien auch klar und war auch Gesprächsthema während der Mediationsverhandlung (siehe oben). Es handelt sich hierbei lediglich um eine "Gefälligkeit" von A, die in der Mediation vereinbart wurde und nur deshalb von B eingefordert werden kann, aber dann gelten eben auch die "untereinander gemachten Vereinbarungen" - ergo Zuschnitt bis 31.03.2013, max. bis April 2013! Deshalb ist die RA-Forderung, meiner Ansicht nach, ungerechtfertigt, da verfrüht, also vor Ablauf der getroffenen Vereinbarung!!! :ne: Vereinbarungen sind doch dazu da, dass sie eingehalten werden oder nicht? Und zwar von beiden Seiten, also A muss den Zuschnitt bis zum Saisonende 2013 vornehmen und B muss sich eben so lange in Geduld üben!


    Nur von Fachfirma durchzuführen
    Also dies mag vielleicht bei den streng geschützen Bäumen zutreffen, die zudem auch die Genehmigung der Gemeinde/Behörde bedürfen, nicht aber in diesem Fall. Dies wurde A bei der damaligen Besichtigung der Bäume mit dem Baumpflegebeauftragten auch so mitgeteilt. A könnte sogar nach Absprache mit dem Beauftragten, selbst Hand anlgen an den geschützten Bäumen, wenn dieser zustimmt und der Zuschnitt entsprechend der Absprache eingehalten bzw. umgesetzt werde! Aber das will A gar nicht, denn die geschützten Bäume sind soooo hoch (30 Meter und mehr).... man kann sich auch anders den Hals brechen....

    Die jährliche Kontrollsichtung findet aber zusammen mit einem gelernten Baumpfleger statt!!!

    Würden die Äste auf das Nachbargrundstück fallen, wäre dies laut B kein Problem, bei C fehlt bedauerlicherweise jegliche Äußerung, da dieser sich seit dem Mediationsabkommen in Stillschweigen hüllt! Aber hier sollen ja keine großen, massiven und schweren Äste gekappt werden , sondern nur kleinere Zweige, die somit keinen oder nur einen minimalen Schaden anrichten könnten, würde man sie "ohne Sicherung" einfach fallen lassen! Aber A kann die Zweige durch Seile sichern, so dass sie erst gar nicht fallen können, sondern vielmehr nach Kappung langsam abgeseilt werden könnten! Hierzu würde sich A auch Hilfe holen und dies nicht alleine durchführen wollen. Sollte dann dennoch etwas passieren, hat A eine Haftpflicht-Versg. um den Schaden ausgleichen zu lassen.
     
  11. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 02.03.2013, 16:20

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Nochmals zum Überhang

    anscheinend MUSS ein Zuschnitt NICHT IMMER DURCHGEFÜHRT WERDEN! Denn, wie schon beschrieben, handelt es sich hier um einen sehr alten Baum, der auch eine dem Alter entsprechende Höhe erreicht hat. Somit greift hier der Art. 51 AGBGB, der spez. Bezug auf älteres Gehölz oder Bewaldung nimmt (besond. Abs. 4). Hieraus geht hervor, dass wenn der störende Überhang sich in einer Höhe von mehr als "5 Meter" befindet, dass dieser dann "zu dulden" sei, außer er würde eine "massive Gefahr" darstellen - dies ist hier aber nicht der Fall!!!

    Inzwischen weiß ich mehr, der Überhang des Baumes geht lediglich nur ganz dezent über B's Carport, dessen Garage ist gar nicht betroffen, ebenso ist auch die ganz neu errichtete Terassenüberdachung von B nicht betroffen (beides zu weit weg!), sowie die Garage von C (ebenfalls zu weit weg), da ragt auch nichts rüber. C regt sich allgemein über das Laub, die Eicheln und den Vogelkot auf, der seinen noch in den Sternen stehenden Wintergarten betreffen würde (würde dieser denn gebaut werden, was ja seit Jahren nicht der Fall ist), ergo über das sog. "natürliche Risiko", welches hinzunehmen ist, außer es würde das normale Maß überschreiten, was aber nicht der Fall ist!!!


    Zur Verjährung

    Laut Art. 52 AGBGB tritt nach 5 Jahren von Kenntnis des Zustandes eine Verjährung ein! Wie gesagt, es handelt sich hier um sehr alte Bäume und beiden Nachbarn (B + C) ist der Zustand dieses einen Baumes schon seit über 40 jahren bekannt. Dort war der Baum auch schon sehr groß und stattlich, denn immerhin war er zu diesem Zeitpunkt schon mind. 60-110 Jahre alt!!! Also bestand der Überhang schon zu diesem Zeitpunkt als B und C ihre Grundstücke erworben und dort gebaut hatten!!! Auch wurden bewusst vor ca. 40 J. die Garagen, vor ca. 1 J. die Terassenüberdachung bzw. vr ca. 10-15 J. der Carport in diesem Bereich des Baumes gebaut, eigentlich betrifft es nur teilweise den Carport von B, der eben leicht unter den Überhang des Baumes steht.

    Während der Mediationsverhandlung gaben B und C an, dass nur C die Vorbesitzer darauf angesprochen hatte (da er mit diesen verwandt ist) und Forderungen stellte, aber beide Vorbesitzer (Erstbesitzer u. danach Erbengemeinschaft)eine Fällung des Baumes NICHT wünschten. Die Erbengemeinschaft räumte aber im Gegensatz zum Erstbesitzer B und C die Möglichkeit ein, den Überhang des Baumes etwas zu kappen. B hatte jedoch KEIN INTERESSE etwas zu kürzen! Lediglich C äußerte Interesse wegen des Zuschnitts, wurde aber innerhalb der 4 Jahren, in denen das Grundstück der Erbengemeinschaft gehörte, NICHT TÄTIG - es wurde nichts gekappt, nicht ein Zweig!!! :ne:

    Als dann A das Grundstück von der Erbengemeinschaft erworben hatte, konnten B und C nicht mehr so ohne weiteres aktiv werden, ohne sich schadenersatzpflichtig zu machen! B zeigte vom ersten Tag des Erwerbes durch A kein Interesse daran, A anzusprechen um wegen einer Fällung oder eines Zuschnittes sich zu einigen. Lediglich C war von Anfang an daran interessiert A einlullen zu wollen, auch weil C dachte, dass A in Unwissenwissenheit sei, was die Versuche anging, die Vorbesitzer von einer Fällung überzeugen zu wollen! A hatte davon aber durch C selbst erfahren, weil C oftmals zu redseelig war und sich nicht nur bei der Verhandlung verplappert hatte. Auch kam bei der Mediationsverhandlung heraus, dass nur C daran Interesse hatte, B lediglich "Mitläufer" war! Dies wurde auch beim Gespräch am Baum klar, als B gegenüber A zugab, dass ihn in Wirklichkeit gar nichts stören würde, sondern er vielmehr sich über den schönen Schatten des alten Baumes freuen würde, weshalb 2010/2011 KEIN ZUSCHNITT von A vorgenommen wurde, weil dies von B gar nicht mehr gefordert war. B forderte einen Zuschnitt erst im Spätsommer 2011 von, nachdem er sich erneut von C hat einlullen lassen und mal wieder "Mitläufer" wurde, während C sich seit der Mediation gar nicht mehr äußert!!!

    Betrachtet man nun den ganzen Sachverhalt aus diesem Gesichtspunkten, dann war eine Verjährung eigentlich schon damals eingetreten, als C zwar den Erstbesitzer ansprach, dieser aber nicht zustimmte und C, sowie B dies einfach so hingenommen hatten, immerhin ließen beide mehr als 35 Jahre vergehen, ohne tätig zu werden!!! :ahh:


    Deshalb handelt es sich hierbei von A gegenüber B und C um eine reine Gefälligkeitsvereinbarung des lieben Friedens Willen!!! Vereinbart wurde, dass A den Zuschnitt des Überhanges bis zum 31.03.2013 vornehmen solle. Falls der Winter zu hart war, weil bei Frost nicht geschnitten werden darf ohne den Baumm zu schädigen (was gegen die Baumschutzsatzung verstoßen würde!), könnte A sogar noch auf den April ausweichen! Also sind Ermahnung vom Jan. 2013 über den Mediator und nun die Fristensetzung bis zum 8. März über den RA so gesehen "unberechtigt"! Denn die Vereinbarungszeit ist noch lange nicht abgelaufen, sondern eben sogar noch bis in den April hinein möglich, denn dieser Winter hatte viele und sehr lange Frostzeiten gehabt, in denen es A untersagt ist zu schneiden! Da dies zur Vereinbarung gehört, hat es auch B (und C) sehr wohl zu interessieren! :cool:
     
  12. Miranda

    Miranda V.I.P. 02.03.2013, 17:24

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    Wie sieht es denn aus mit der Baumschutzverordnung? Wurde sich da schon erkundigt bei der zuständigen Behörde?

    Ich wünsche dem alten Baum alles Gute!:allesgute
     
    Ross_i gefällt das.
  13. Ross_i

    Ross_i Star Mitglied 03.03.2013, 04:13

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    AW: Nachbar B droht Nachbar A mit RA und Frist, obwohl die Pflegesaison laut Baumschutzsatzung noch gar nicht beendet is

    laut Baum-/Gehölzschutzsatzung (oder so ähnlich) ist es eigentlich so, dass wegen des Baumes gar kein Zuschnitt erfolgen braucht, so hatte es auch damals der Mediator von sich gelassen, was auch der Aussage des Baumschutzbeauftragten entsprach. Jedoch greift hier nur die Mediationsvereinbarung! Wie gesagt, es handelt sich hier um eine Zusage aus Gefälligkeit, um den Nachbarschaftsfrieden zu wahren....was aber nun der anderen Partei egal zu sein scheint, sonst würde man nicht zu solchen Maßnahmen greifen, obwohl die Vereinbarungsfrist noch gar nicht beendet ist....

    Vielleicht wäre es besser gewesen, dem Gefälligkeitszuschnitt nicht zuzustimmen! Nun ist es aber so geschehen und A liegt auch daran seine Vereinbarung hierzu einzuhalten, aber eben in der "vereinbbarten Zeit" und nicht Wochen vorher!!! :kotz:

    Dem Baum kann man wirklich nur alles Gute wünschen! Manche schreien so laut nach Umweltschutz, wenn sie dann aber selbst etwas dazu beitragen könnten (z.B. das Laub und die Eicheln alter Bäume zu ertragen....), dann ist ihnen selbst das zu viel!! Leider.... :ne:

    :danke: für den Hinweis ;)
     
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