Medikation wortlos verdoppelt

Dieses Thema "ᐅ Medikation wortlos verdoppelt - Arztrecht" im Forum "Arztrecht" wurde erstellt von Miezi91, 11. Mai 2018.

  1. Miezi91

    Miezi91 Neues Mitglied 11.05.2018, 17:12

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    Medikation wortlos verdoppelt

    Hallo Zusammen,

    wie der Titel bereits verrät, würde ich gerne wissen, ob es “legal/gesetzmäßig“ ist, wenn ein Arzt die Medikation, ohne Info und/oder Begründung, hochsetzt oder verdoppelt?

    Hintergrund d. Frage:
    Mal angenommen, jemand ist seit ca. 8 Tagen in einer Tagesklinik. Bis dahin hat ihm/ihr sein/ihr Psychiater das Medikament Venlafaxin 75mg, in 2 Einzeldosen à 37.5mg/ Einnahme morgens und nachmittags, verschrieben.
    Laut einer Stationsärztin wäre das völliger Unsinn, man würde Venlafaxin nur 1 mal am Tag als komplette Dosis einnehmen, da es sich wohl um ein Spiegelmedikament handelt.
    Am ca. 5ten Tag sollte er/sie unter Aufsicht eines Pflegers den Tablettendispenser für die Woche bestücken.
    Dabei sieht er/sie in der Akte, dass dort nun als Dosierung “75 - 75 - 0 - 0“ (Dosis morgens - mittags - abends - nachts) angegeben ist.
    Als er/sie am nächsten Tag nach der Richtigkeit der Angaben und Grund der Erhöhung fragte, antwortete man, dass das mit dem Arzt besprochen werden müsse.
    Bei der Oberarzt Visite spricht er/sie das Thema an und erhält als Antwort, dass dies so korrekt sei; 1 Sekunde später schüttelt der OA ihm/ihr die Hand und verschwindet zum nächsten Patienten.
    Er/sie wird erneut die Stationsärztin aufsuchen und erneut nachfragen - leider war ein Gespräch aus zeitlichen Gründen bis jetzt nicht möglich. (Kein Notfall)

    Ich hoffe, ich habe alle nötigen Details genannt und freue mich über ein Feedback!

    Beste Grüße
     
  2. Gammaflyer

    Gammaflyer V.I.P. 11.05.2018, 17:56

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Es gibt Venlaflaxin in retardierter und nicht retardierter Form.
    Bei letztgenannter ist die Verteilung auf 2-3 Einzeldosen üblich.

    Je nach Umständen ist diese Medikation also durchaus unproblematisch und damit natürlich auch "legal/gesetzmäßig".
     
  3. Miezi91

    Miezi91 Neues Mitglied 11.05.2018, 18:02

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Sowohl beim Psychiater, als auch in der Klinik handelt es sich um Venlafaxin retard.

    Könnten Sie mir noch die Umstände näher erläutern?
     
  4. freaggle4711

    freaggle4711 Aktives Mitglied 12.05.2018, 01:58

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Legal ist es definitiv, es obliegt dem Fachmediziner die Dosierung vorzunehmen.

    Mir selbst ist nur die täglich einmalige Einnahme bekannt, von vielen Personen und aus eigener Erfahrung. Wobei die Dosierung 150mg/Tag gering ist.

    Weiteres wird aber nur der behandelnde Arzt sagen können, irgendwas will ja erreicht werden
     
  5. zeiten

    zeiten V.I.P. 12.05.2018, 06:49

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Eine Dosiserhöhung um 100% ohne Rücksprache mit der Patientin ist ein Behandlungsfehler.

    Ich gehe in diesem Fall allerdings davon aus, dass es sich nicht um eine bewusste Dosiserhöhung sondern um ein Missverständnis handelt. Vermutlich steht irgendwo 75 mg in der Akte und außerdem, dass zweimal täglich eingenommen wird.

    Das sollte umgehend noch mal mit der Ärztin besprochen werden.
     
  6. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 12.05.2018, 17:33

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Eine Begründung für die Medikation braucht ein Arzt in jedem Fall. Die Begründung liegt in seiner fachlichen Entscheidung im Rahmen der ärztlichen Kunst.

    Ob es sinnvoll ist, die Medikation zu verändern, ohne mit dem Patienten darüber zu sprechen, sei mal dahingestellt. Unzulässig ist es selbstverständlich nicht - allein schon logischerweise dann, wenn der Patient z.B. nicht ansprechbar ist.

    Grundsätzlich sollte der Arzt jede Behandlung und jede Veränderung einer Behandlung erklären - das ist schließlich eine Voraussetzung für die Einwilligung durch den Patienten.
    Dann sind da offensichtlich zwei Ärzte unterschiedlicher Ansicht. Die Entscheidung liegt letztlich immer beim Patienten und mit dessen Einwilligung beim behandelnden Arzt.
    Logisch. Dann bespricht man es mit dem Arzt.
    Dann sagt man "Halt! Stop! So geht das nicht! Das möchte ich genau erklärt haben!"

    Der Patient muss überhaupt kein Medikament einnehmen, wenn er das nicht will.
     
    Mamato gefällt das.
  7. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 12.05.2018, 17:34

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Es kann auch schlicht ein Fehler vorliegen... So selten kommt es ja nun nicht vor, daß bei der Medikation etwas falsch läuft.

    "Ärzte und Pharmakologie" - zwei Welten treffen aufeinander... Da staunt man manchmal auch nur noch fassunglos...
     
  8. freaggle4711

    freaggle4711 Aktives Mitglied 12.05.2018, 20:13

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Nach 6 Monaten stationärer Behandlung habe ich einige wenige Konstellationen aufgenommen. Gerade Venlafaxin wurde zu der Zeit wie Konfetti verteilt. Richtig ist dass ein vom Arzt festgelegter Spiegel erreicht werden soll. Gleichzeitig soll Venlafaxin die Stimmung und den Antrieb anheben. Daher wurde es regulär einmal pro Tag verabreicht, bei allen Patienten am Morgen.
    Eine Schwankung in der Dosierung zwischen 100 bis 200 Prozent war, während der Einstellung, völlig normal. Daher kann ich den Einwand des Behandlungsfehler nicht nachvollziehen, mag aber auch völlig daneben liegen.
     
  9. zeiten

    zeiten V.I.P. 12.05.2018, 21:27

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Es geht nicht um die Erhöhung an sich. Es geht darum die Erhöhung nicht mit der Patienten abgestimmt zu haben. Die Patientin muss in die Medikationsänderung einwilligen.
     
  10. le_streets

    le_streets V.I.P. 19.05.2018, 20:53

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    AW: Medikation wortlos verdoppelt

    Es wurde keine Dosis erhöht bisher jeweils 75 morgens und abends. Wenn es sich um einen stimmungssufheller handelt erscheint es mir auch unlogisch diesen abends zu geben da sollen die Kunden schließlich schlafen.
     
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