Lizenzen für Filmposter?

Dieses Thema "Lizenzen für Filmposter? - Markenrecht" im Forum "Markenrecht" wurde erstellt von bertholdhk, 2. Mai 2013.

  1. bertholdhk

    bertholdhk Boardneuling 02.05.2013, 19:03

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    Lizenzen für Filmposter?

    Hoffentlich ist die Frage hier im richtigen Unterforum eingetragen.

    Angenommen Person A möchte von ihm gestaltete Grafiken (Fanposter) gewinnbringend verkaufen, die aber den Namen eines Filmes oder einer Serie enthalten. Ist dies ohne weiteres Möglich oder ist hierfür eine Lizenz von Nöten?

    Danke im Vorraus.
     
  2. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 02.05.2013, 23:52

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    AW: Lizenzen für Filmposter?

    Ein Buch oder ein Film oder ein Poster mit der Aufschrift "Harry Potter und der Schleim der Weisen (oder sonst ein Filmtitel oder Buchtitel oder Songtitel) ist nicht gerade ein Werk der Weltliteratur, aber doch ganz amüsant und spannend, ja nachgerade phantasieanregend, insbesondere für pubertierende Möchtegern-Zauberlehrlinge" darf man durchaus verbreiten, ohne die Rechte-Inhaber an dem Titel zu befragen.

    Dies, obwohl der Werk-Titel geschützt ist nach erscheinen durch Markengesetz § 5 Geschäftliche Bezeichnungen:

    "(1) Als geschäftliche Bezeichnungen werden Unternehmenskennzeichen und Werktitel geschützt. ...

    (3) Werktitel sind die Namen oder besonderen Bezeichnungen von Druckschriften, Filmwerken, Tonwerken, Bühnenwerken oder sonstigen vergleichbaren Werken."


    Denn laut § 15 ebenda muss man lediglich dies vermeiden:

    "(2) Dritten ist es untersagt, die geschäftliche Bezeichnung oder ein ähnliches Zeichen im geschäftlichen Verkehr unbefugt in einer Weise zu benutzen, die geeignet ist, Verwechslungen mit der geschützten Bezeichnung hervorzurufen."

    Und bei so berühmten Titeln wie denen aus der Potter-Serie gilt auch noch:

    "(3) Handelt es sich bei der geschäftlichen Bezeichnung um eine im Inland bekannte geschäftliche Bezeichnung, so ist es Dritten ferner untersagt, die geschäftliche Bezeichnung oder ein ähnliches Zeichen im geschäftlichen Verkehr zu benutzen, wenn keine Gefahr von Verwechslungen im Sinne des Absatzes 2 besteht, soweit die Benutzung des Zeichens die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung der geschäftlichen Bezeichnung ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise ausnutzt oder beeinträchtigt."

    Und das ist bei meinem Text nicht der Fall. Deinen Text kennen wir ja nicht.

    Außer dem Titelschutz gibt es aber noch einen Markenschutz nach §§ 4 und 14. Der greift z. B., wenn ein Filmtitel oder ein Teil davon geschützt ist als Marke.

    So wie etwa Batman. Was man dann vermeiden muss, steht in § 14 Markengesetz. Also lesen und dann weiterfragen.

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
  3. bertholdhk

    bertholdhk Boardneuling 03.05.2013, 19:34

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    AW: Lizenzen für Filmposter?

    Danke schonmal für die Hilfe Gerd.

    Es ist ja nicht gern gesehen hier, mit konkreten Beispielen zu hantieren. In diesem Fall würde ich es trotzdem gerne an 2 Fallbeispielen diskutieren, da ich nicht sehe wie man sonst verständlich an das Thema rankommt.


    Es geht in diesem Fall um die Fernsehserie "Breaking Bad" die in deutschland auf Arte zu sehen war. Angenommen Person A hat 2 unterschiedliche Postermotive erstellt. Würden diese dann dem Markenrecht unterliegen.

    - Bild 1 besteht aus einer digitalen, künstlerischen Zeichnung der wichtigsten Charaktere der Serie. Oben im Bild, ist der Schriftzug "Breaking Bad", sowie der Name des Autors zu lesen. Desweiteren findet sich in der Mitte, ein Zitat aus der Serie.

    - Bild 2 ist einfach nur eine Bleistiftzeichnung des Hauptcharakters. Ich gehe stark davon aus, das hier Person A das Recht hat dieses Bild zu vertreiben, auch wenn die Person auf dem Bild eindeutig als Hauptdarsteller der Serie wiedererkannt wird?
     
  4. Gerd aus Berlin

    Gerd aus Berlin V.I.P. 03.05.2013, 23:10

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    AW: Lizenzen für Filmposter?

    Zu Bild 2:

    A) Marke: In meinem Beispiel 1 ist der Charakter "Batman" als Bildmarke geschützt.

    B) Kunst-Urheberrecht: Der Schauspieler kann sich gegen die Verbreitung seines Abbilds wehren laut § 22. Ausnahme: Promis (1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte) laut § 23 Absatz 1. Ausnahme von dieser Ausnahme: Absatz 2.

    C1) Urheberrecht: Der Fotograf, dessen Foto abgezeichnet wird, muss um Erlaubnis zur Veröffentlichung der Zeichnung gebeten werden laut § 23 Bearbeitungen und Umgestaltungen, falls nicht die Ausnahme § 24 Freie Benutzung greift. Zum Unterschied hier lesen. Und da: http://www.schmunzelkunst.de/saq.htm#freinutz

    C2) Der Verwertungsrechte-Inhaber an dem Foto muss auch noch gefragt werden, falls § 24 nicht greift - also in der Regel der Filmproduzent.

    Zu Bild 1:

    A) Wichtige Charaktere sind in der Regel als Bildmarke geschützt, um damit T-Shirts zu merchandizen und Kaugummi usw. Das kann man in einem ersten Schritt mal selbst testen, und zwar im Feld "Wiedergabe der Marke:" da: https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger

    B) Abgebildete und Fotografen haben auch ihre Rechte, siehe Zu Bild 2.

    C) Der Serientitel ist geschützt. Verwechselungen sollten vermieden werden - und eine Benutzung des Zeichens, soweit dies "die Unterscheidungskraft oder die Wertschätzung der geschäftlichen Bezeichnung ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise ausnutzt oder beeinträchtigt", siehe oben.

    D) "ein Zitat aus der Serie" ist mutmaßlich kurz und banal, so dass gar kein geschütztes Sprachwerk zitiert wird. Also benötigt man dafür auch keinen legitimen Zitiergrund, der ansonsten verlangt wird durch Urhg § 51 Zitate und der hier sicherlich nicht vorliegt, vgl. diese hübsche Erklärung.

    Aber sobald man ein geschütztes Werk, eine geschützte Marke nicht bloß verherrlichend oder profitorientiert imitiert, sondern imitierend parodiert, hat man ganz andere künstlerische Freiheiten. Zum Unterschied ebenfalls hier lesen.

    Im Falle Asterix ging das allerdings sehr in die Hose. Im Falls Milka und Bumms Mal Wieder hingegen behielten die beklagten Parodisten Recht: http://www.schmunzelkunst.de/saq.htm#marken. Man weeset also selten vorher ... "Jeder Fall ist anders. Zum Teil reagieren Markeninhaber sehr empfindlich. Im Zweifel ist es besser, die Markeninhaber zu fragen." (ebd.)

    Und natürlich auch die Titel-Inhaber ...

    Gruß aus Berlin, Gerd
     
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