Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

Dieses Thema "ᐅ Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung? - Adoptionsrecht" im Forum "Adoptionsrecht" wurde erstellt von AlanSmithee, 11. Juli 2016.

  1. AlanSmithee

    AlanSmithee Junior Mitglied 11.07.2016, 11:17

    Registriert seit:
    25. April 2016
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    6
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, AlanSmithee hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    In den USA hat ein alleinstehende Mann wohl zwei Kinder von einer Leihmutter "austragen" lassen. In Deutschland sind Leihmutterschaften ja komplett verboten bzw. illegal und Ärzte, die das trotzdem machen, werden hart bestraft. Was haltet ihr von dem Verbot in Deutschland? Findet ihr das richtig oder sollte es zumindest Ausnahmen geben - z.B., wenn eine Frau aus medizinischen Gründen keine eigenen Kinder austragen kann?
     
  2. bennelong

    bennelong V.I.P. 11.07.2016, 11:50

    Registriert seit:
    17. Januar 2013
    Beiträge:
    2.580
    Zustimmungen:
    541
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    278
    90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)90% positive Bewertungen (2580 Beiträge, 320 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Wie wäre es mit Adoption?
     
  3. quiddje

    quiddje V.I.P. 11.07.2016, 13:29

    Registriert seit:
    17. Februar 2012
    Beiträge:
    1.546
    Zustimmungen:
    291
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Hamburg
    Renommee:
    202
    98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    In Deutschland gibt es kein Recht auf Elternschaft und jegliches finanzielles Entgegenkommen gegenüber Leuten, die einem dafür ihre Leibesfrucht verkaufen, wird hierzulande als sittenwidrig angesehen.
    Das hat so schon etwas für sich und wird vermutlich auch nicht geändert werden, allein schon, weil man hier das Recht des Kindes in den Vordergrund stellt. Mit dem Recht des Kindes ist das nun mal nicht vereinbar: Menschenhandel ist verboten.


    In den USA hingegen lebt man wohl eher das freie Spiel des Marktes aus.

    Es ist immer die Frage, wo da die Grenze ist. In Indien zum Beispiel kann man auch lebenden Menschen ihre Nieren abkaufen - nicht gerade ganz legal, aber verfolgt wird das auch nicht. Hier ist die Grenze halt sehr klar und sehr früh gezogen.


    Dass eine Frau "aus medizinischen Gründen" keine Kinder bekommen kann, hat irgendwie auch herzlich wenig mit "ein Mann lässt Kinder austragen" zu tun, oder?

    Filmempfehlung: "Juno" beschäftigt sich mit einer jungen Frau, die ihr noch nicht geborenes Kind zur Adoption freigeben möchte. Ich weiß nicht, ob die Verhältnisse in den USA wirklich so sind wie im Film dargestellt, aber die Überraschung der sich bewerbenden Adoptiveltern, dass Juno KEINE Bezahlung will, ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben.
     
    bennelong gefällt das.
  4. Frustati

    Frustati V.I.P. 15.07.2016, 21:06

    Registriert seit:
    11. November 2015
    Beiträge:
    1.373
    Zustimmungen:
    272
    Punkte für Erfolge:
    83
    Renommee:
    157
    96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)96% positive Bewertungen (1373 Beiträge, 161 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Ein Kind hat das Recht seine Eltern zu kennen.
    Ein Kind ist keine Ware die man kauft und verkauft.
    Es gibt doch mittlerweile in Deutschland genug Regenbogenfamilien. Dies halte ich zwar auch als anstrengend für die Kinder, wird sicher aber nicht anders als bei getrennt lebenden Eltern sein.
    Es gibt auch in Deutschland genug Menschen die einen Weg finden ein Kind zu bekommen ohne die deutschen Gesetze zu fragen und ohne den gefährlichen Weg der Leihmutterschaft zu gehen.
    Eine Frau als Brutkasten zu nutzen ist mir befremdlich.

    Das Problem was sich später stellen wird, ist auch schon einmal dokumentiert worden- wenn man die biologische Herkunft verschleiert, dann treffen sich Brüder und Schwestern ohne Kenntnis über die biologische Gemeinsamkeit. Je mehr es davon gibt, desto größer die Gefahr.

    Außerdem denke ich, dass es die Natur schon weiß, warum es mal mit dem Nachwuchs klappt und mal nicht. Warum müssen Menschen funktionierende Maschinen werden? Sollte nicht wenigstens dem letzten Stück Natur eine Chance gelassen werden?
     
    Jetzt Rechtsfrage stellen
  5. Phil79

    Phil79 V.I.P. 19.07.2016, 09:09

    Registriert seit:
    16. Mai 2014
    Beiträge:
    5.239
    Zustimmungen:
    1.108
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    973
    99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Spannende Diskussion!

    Es kommt zunächst wohl darauf an, wie man Leihmutterschaft definiert. Klassischerweise ist dies mWn "nur" die Zurverfügungstellung des Uterus für eine in vitro befruchtete Eizelle zweier Dritter. Hierbei ist die Frage um die Biologie vernachlässigbar, weil die Leihmutter nach dem klassischen Begriff keine DNA beiträgt. Auch werden hierbei keine Kinder ge- oder verkauft, da die Spender der Ei- und Samenzellen die biologischen Eltern sind; die Leihmutter hingegen nicht.

    Bei diesem Model hat man die Möglichkeit, einem Paar das grds. zeugungsfähig ist, jedoch aufgrund einer Uteruserkrankung der Frau (e.g., aufgrund von Krebs) das Kind nicht austragen kann, die Möglichkeit zu geben, eigene Kinder zu haben. Der Nachteil ist natürlich die emotionale Belastung für die Leihmutter, die das (wenn auch fremde) Kind austrägt, aber nach der Entbindung abgeben muss. Auf der anderen Seite eröffnet ihr dies natürlich ein finanzielles Einkommen. Die mWn in Deutschland legale Alternative (i.e., vorübergehende Transplantation eines fremden Uterus nur für den Verlauf der Schwangerschaft; bspw. von der Mutter der Fortpflanzungswilligen), ist hingegen auch nicht so ohne Risiken... insbesondere für die Frucht. Die Leihmutterschaft ist hingegen für das Kind nicht erheblich gefährlicher als die "reguläre" Schwangerschaft.

    Ich muss gestehen, dass da dementsprechend auch zwei Herzen in meiner Brust schlagen und ich daher nicht sicher bin, ob ich Leihmutterschaften befürworte oder nicht. Was mich jedoch hierbei in Deutschland am meisten stört ist der Paternalismus, der dahinter steckt (und das gilt auch für einige andere deutsche Gesetze). Sprich, egal wie aufgeklärt bzw. emotional abgeklärt alle Beteiligten sind, der Staat "weiß es besser".
     
    Beth82 gefällt das.
  6. Carlsbe

    Carlsbe Boardneuling 19.07.2016, 15:15

    Registriert seit:
    5. Juni 2015
    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    1
    Punkte für Erfolge:
    3
    Renommee:
    10
    Keine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhaltenKeine Wertung, Carlsbe hat noch keine 10 Bewertungen von anderen Mitgliedern erhalten
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Bei so emotionalen Themen finde ich es immer extrem schwierig, eine klare Stellung zu beziehen. Wenn alles perfekt läuft, ist eine Leihmutterschaft eine schöne Lösung für alle Beteiligten. Die Eltern haben ein Kind, die Leihmutter hat ein Auskommen und ist glücklich, weil sie einfach gerne schwanger ist etc. Aber es gibt da so viel Potenzial für Missbrauch und so viele Dinge, die eben nicht optimal laufen können, gesundheitliche Risiken etc.
     
    Phil79 gefällt das.
  7. quiddje

    quiddje V.I.P. 21.07.2016, 09:02

    Registriert seit:
    17. Februar 2012
    Beiträge:
    1.546
    Zustimmungen:
    291
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Hamburg
    Renommee:
    202
    98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Uterus transplantieren?!?!? Das meinst du jetzt nicht ernst, oder?

    Das BGB kommt übrigens ganz ohne DNA-Analysen aus. Der
    § 1591ist erfrischend kurz und eindeutig. Ob das Kind die DNA der Mutter trägt, hat in Deutschland keine Bedeutung.
     
  8. Phil79

    Phil79 V.I.P. 21.07.2016, 09:50

    Registriert seit:
    16. Mai 2014
    Beiträge:
    5.239
    Zustimmungen:
    1.108
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    973
    99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Klar meine ich das ernst:
    http://www.popsci.com/blog-network/ladybits/everything-you-need-know-about-uterus-transplants

    Doch, nämlich im ESchG (v.a., ist für die hier diskutierte Frage § 1 wichtig).
     
  9. quiddje

    quiddje V.I.P. 22.07.2016, 08:32

    Registriert seit:
    17. Februar 2012
    Beiträge:
    1.546
    Zustimmungen:
    291
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Hamburg
    Renommee:
    202
    98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Nö, auch beim genannten Gesetz werden weder Eispenderin noch Mutter bestraft. Es geht lediglich gegen die Leute, die solche Eingriffe machen.

    wenn man allerdings erst mal mit der Ansicht um die Ecke kommt, dass manche Frauen einfach gerne schwanger sind, ohne dass da irgendwelche weiteren Erwartungen beteiligt wären (außer einer Entbindung, was ja eine ganz tolle Erfahrung sein soll laut Zeitschriften und Kinofilmen), dann sind wir schon ziemlich weit nach Utopia abgedriftet, glaube ich. Was ich an live Berichten gehört habe, summiert sich eher zwischen "das Baby war das alles wert" und "zum Glück sind Frauen nach ner Entbindung sehr vergeßlich. Hat die Natur weise eingerichtet"
     
  10. Phil79

    Phil79 V.I.P. 22.07.2016, 08:48

    Registriert seit:
    16. Mai 2014
    Beiträge:
    5.239
    Zustimmungen:
    1.108
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    973
    99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Es hat doch auch niemand etwas über die Strafbarkeit der Mutter gesagt; es ging bisher nur um die (laut Deinem Beitrag fehlende) Relevanz von DNA-Unterschieden zwischen Leihmutter und "Eimutter". ;)

    Im Übrigen kommt für die Mutter durchaus eine Strafbarkeit wegen Anstiftung (des Arztes und des Samenspenders) in Frage.
     
  11. quiddje

    quiddje V.I.P. 22.07.2016, 16:04

    Registriert seit:
    17. Februar 2012
    Beiträge:
    1.546
    Zustimmungen:
    291
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Hamburg
    Renommee:
    202
    98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Ja klar, auch der Verweis auf Uterustransplantation ("and many teams around the world are racing to be the first to succeed, despite skepticism and ethical concerns") hat sicherlich tierisch Relevanz.
    Tausende von Frauen warten doch nur darauf, den Uterus loszuwerden und sinnvoll zu spenden, gelle? Besonders, dass du den Plural benutzt ist bei einer Utopie wie dieser, die noch nicht ein einziges Mal gelungen ist, sehr sinnvoll.


    Bei der fehlenden Relevanz der DNA ging es mir im Übrigen nur darum, dass die Definition von "Mutter" gänzlich ohne den modernen Hickhack auskommt. In den USA können heutzutage - ohne Adoption - bis zu fünf Personen als Elternteil bezeichnet werden: Eispenderin, Leihmutter (die das befruchtete Ei austrägt), Samenspender, rechtliche Mutter (die das Kind bestellt hat), rechtlicher Vater. Wenn Utopia kommt, kommt vielleicht noch die Uterusspenderin dazu. Bei uns ist zumindest die Bezeichnung "Mutter" ganz einfach zu vergeben. Das spart uns so unselige Prozesse wie den um Leihmütter, die ihr(?) Kind behalten wollen oder den kürzlich durch die Presse geisternden Fall, dass die kaufenden Eltern den Kaufgegenstand wegen vermeintlicher Mangelhaftigkeit nicht abnehmen und die Verkäuferin auf ihrer Ware hocken bleibt.
     
  12. Phil79

    Phil79 V.I.P. 22.07.2016, 17:32

    Registriert seit:
    16. Mai 2014
    Beiträge:
    5.239
    Zustimmungen:
    1.108
    Punkte für Erfolge:
    113
    Renommee:
    973
    99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)99% positive Bewertungen (5239 Beiträge, 985 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Ganz ehrlich, @quiddje, ich verstehe so ganz und gar nicht, was Du eigentlich mit Deinen Beiträgen zum Ausdruck bringen willst, bzw. woran Du Dich an meinen Beiträgen störst.

    Ich habe selbst zum Ausdruck gebracht, dass die Uterustransplantation (die i.Ü. sehr wohl schon geglückt ist und auch schon mind. einmal zu einer erfolgreichen Geburt geführt hat) in Deutschland zwar legal ist, aber eben ausgesprochen risikoreich, als i.E. keine sinnreiche Alternative. Also dreh' mir doch bitte nicht das Wort im Mund rum und behaupte, ich hätte hierin eine sinnvolle Alternative zur Leihmutterschaft gesehen oder sei grenzwertig-wahnhaft in utopischen Sphären unterwegs.

    Und wo sich der von Dir so sarkastisch ausdrücklich kritisierte Plural (mit Ausnahme von "Risiken") im folgenden Satz finden soll, ist mir ebenfalls schleierhaft:
    Das ist doch unbestritten.
    Doch will mir hier ebenfalls nicht einleuchten, was Du damit ausdrücken willst, was das mit der Frage um das Verbot von Leihmutterschaften zu tun hat und weshalb Du meinst, ich hätte da irgendetwas mit Deiner Ansicht Unvereinbares gesagt: Die Leihmutterschaft ist in Deutschland nach § 1 ESchG verboten und definiert sich darin aus dem Prozedere und den Umständen der angewandten Fortpflanzungstechnik.

    Dass die Gebährende dann nach BGB die Mutter ist, habe ich weder bezweifelt, noch ist das für die Definition oder strafrechtliche Bewertung einer Leihmutterschaft von Relevanz.
    Anders herum formuliert: Die Antwort auf die Fragen des TE
    findet sich mE nicht in § 1591 BGB.
     
  13. Isetta

    Isetta Senior Mitglied 22.07.2016, 18:42

    Registriert seit:
    16. Januar 2014
    Beiträge:
    418
    Zustimmungen:
    73
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    77
    100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)100% positive Bewertungen (418 Beiträge, 67 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Das ist sehr wohl schon mehrmals gelungen, es gibt Stand heute bereits 4 gesunde Kinder, die durch eine Uterus-Transplantation auf die Welt gekommen sind.

    http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904358
     
  14. Wolfgang Uhr

    Wolfgang Uhr Star Mitglied 25.07.2016, 11:51

    Registriert seit:
    15. Oktober 2004
    Beiträge:
    924
    Zustimmungen:
    56
    Punkte für Erfolge:
    28
    Renommee:
    29
    76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)76% positive Bewertungen (924 Beiträge, 37 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und aktuell gibt es - oder vielleich gab, denn ich habe die Seite nicht gebookmarkt - wohl auch Geschäftsmodelle, mit denen man sich ein Kind teilen kann etwa der Art: "Ich möchte am Wochenende die Mutter eines Mädches sein" oder "Ich möchte jeden Freitag Nachmittag der Onkel eines Jungen sein". Die Frage, die sich daraus entwickelt ist doch nur ob man nun jeden Unfug nachmachen muss, der anderswo in der Welt gelebt wird.

    Basierend auf das Kindeswohl hat das Kind das Recht auf eine Rundumbetreugung für die nächsten 18 Jahre durch zwei Personen unterschiedlichen Geschlechts. Alles andere kann eine Notlösung sein, etwa bei einer Scheidung bliebt in der Regel eine alleinerziehnende Person übrig - in der Regel die Mutter - oder falls jemand während dieser Zeit stirbt usw.

    Einen Kinderwunsch zu erfüllen, wenn die Notlösung bereits vorliegt halte ich für total daneben. Das Einzige, was bei dem Geschäft rauskommt, sind Kinder für die dann das Sozialamt sorgen muss, eben wenn der oben genannte Mann feststellt, dass Kinder out sind und diese auf Dauer eben Geld und Zeit kosten und es viel mehr Spaß macht Kinder zu zeugen (oder zumindest es zu versuchen) als sie aufzuziehen.
     
  15. quiddje

    quiddje V.I.P. 25.07.2016, 14:18

    Registriert seit:
    17. Februar 2012
    Beiträge:
    1.546
    Zustimmungen:
    291
    Punkte für Erfolge:
    83
    Ort:
    Hamburg
    Renommee:
    202
    98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)98% positive Bewertungen (1546 Beiträge, 188 Bewertungen)
    AW: Leihmutterschaft - was haltet ihr von der deutschen Regelung?

    Fein, dann hat eine andere bestimmt total seriöse Webseite ("Entwickelt und geschrieben für den praktizierenden Arzt in Deutschland") offenbar so was von glaubwürdig (ich habe auf die Anmeldung verzichtet, daher konnte ich diese Perle des Wissenschaftsjournalismus selbst nicht lesen) über gleich vier geglückte Uterus-Transplantationen berichtet. Damit haben wir also die Lösung für den verzweifelt eine legale Leihmutter suchenden Mann: Er lässt sich einfach so ein Ding reintransplantieren, gleich mit einem bereits eingelagerten befruchteten Ei. Die Kerle werden Schlange stehen dafür!!!

    Früher gab es Zeitschriften, die wöchentlich oder monatlich ziemlich wirre Tatsachen veröffentlichten. In dem herrlichen Kinofilm "Men in Black" wurde denen ein würdiges Denkmal gesetzt. Leider wurden sie bekanntermaßen durch das Internet ihrer Geschäftsgrundlage beraubt. Dass aber ihr Zielpublikum noch existiert, ist doch schon mal nett.


    @Phil79: Nein, mit der Ursprungsfrage des TE hat das nichts mehr zu tun. Da dieses aber auch eine Meinungs- und keine Jurafrage war, hatte die ja hier sowieso nichts verloren.
    Wollen wir dann die juristischen Aspekte betrachten, dann sollten wir übrigens auch mal fragen, was der TE mit "Leihmutter" eigentlich meint.
    Da ein Mann und nicht ein Paar hat "austragen" lassen, spricht meiner Ansicht nach einiges dafür, dass es sogar das biologische Kind der Mutter war. Aber das ist halt nach deutschem Recht egal: Die Mutter (und da ist es rechtlich irrelevant, ob etwas von ihrer DNA im Kind ist) darf und kann ihr Kind nach deutschem Recht nicht verkaufen oder verleihen oder als Leihgegenstand zurückgeben. Solange das Kind lebt und nicht anderweitig adoptiert wird, bleibt es ihr Kind.
    Und das hat alles nichts das geringste mit dem Embryonenschutzgesetz zu tun, die (künstliche oder echte) Befruchtung wäre erlaubt. Auch eine Sorgerechtsübertragung an den Vater nach der Geburt wäre erlaubt. Bezahlung für diese Übertragung wäre aber sittenwidrig und eine Sorgerechtsübertragung vor der Entbindung wäre auf jeden Fall widerrufbar - wenn man überhaupt einen Notar findet, der diese mitmachen würde.

    So, und was halte ich nun von der deutschen Regelung: sehr viel in der Theorie, da nichts über den Kopf des Kindes hinweg entschieden wird. In der Praxis sogar noch mehr, da im Fall einer Adoption das Jugendamt eingebunden werden muss und bei allen Unzulänglichkeiten derselben ist da immerhin mal jemand, der die Interessen des Kindes im Blick hat.
     
    bennelong gefällt das.
Ähnliche Themen:
Titel Forum Datum
Meeting auf Englischer Sprache beim deutschen Unternehmen Arbeitsrecht 18. August 2017
Wurde 9/11 durch die ungültigen Gesetze im Deutschen Reich von 2001 gedeckt? Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 7. Juni 2015
Festnahmerecht und Körperverletzung Strafrecht / Strafprozeßrecht 11. November 2009
Cannabis als Medizin und Menschenrecht, Menschenwürde, menschlich rechtliche Probleme Betäubungsmittelrecht 19. Dezember 2008
Großer Hungerstreik in deutschen Knästen? Recht, Politik und Gesellschaft 6. August 2008

© 2003-2018 JuraForum.de — Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung, Verbreitung oder Nutzung für kommerzielle Zwecke.


Sitemap | Kontakt | Datenschutz | AGB | Impressum