Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

Dieses Thema "ᐅ Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand? - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Nina91, 12. September 2016.

  1. Nina91

    Nina91 Neues Mitglied 12.09.2016, 13:20

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    Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    folgender fiktiver Fall:

    A wird Diebstahl von 2 PS4 Spielen vorgeworfen und der Ladendetektiv hat schriftlich dokumentiert aber keine Polizei gerufen. A überlegt, den vorhergehenden Verlust seines Ausweises anzugeben, wodurch eine Gegenüberstellung nötig wäre um eine eindeutige Identifizierung zu gewährleisten. Einer entsprechenden Vorladung würde A natürlich nicht Folge leisten. Wie werden Polizei/Staatsanwaltschaft sich verhalten?
     
  2. werists

    werists V.I.P. 12.09.2016, 13:29

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Sauer, weil sie merken, dass A sie verarschen will.
     
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  3. JHS

    JHS V.I.P. 12.09.2016, 13:30

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Die werden sich denken: "Wieder jemand, der meint, dass wir mit dem Klammerbeutel gepudert sind"

    Dass er den Verlust ggf. eidesstattlich versichern muß, und das eine falsche eidesstattliche Versicherung eine weitere Straftat darstellt, ist ihm aber schon bewusst, ja ?!

    Wie auch immer - eine "Einstellung wegen zu viel Aufwand" wird es garantiert nicht geben.
     
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  4. Nina91

    Nina91 Neues Mitglied 12.09.2016, 13:46

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    In Ordnung, danke für die Antworten. Was wäre bei einem Ersttäter eine angemessene Auflage bei Antrag auf Paragraph 153a (Einstellung gegen Auflage) und könnte gemeinnützige Arbeit auch anstelle einer Geldbuße geleistet werden wenn A älter ist als 21?
     
  5. JHS

    JHS V.I.P. 12.09.2016, 14:01

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Das entscheidet die Staatsanwaltschaft anhand des Einkommens. Mit konkreten Vorschlägen hinsichtlich eines (möglichst niedrigen) Betrages sollte man sich da tunlichst zurückhalten.

    Das Alter spielt dabei keine Rolle. Man kann in einem Antrag auf § 153a StPO darum bitten, gemeinnützige Arbeit aufzuerlegen, statt einer Geldauflage. Dem wird aber in der Regel nur stattgegeben, wenn man über ein sehr geringes Einkommen verfügt, oder Sozialleistungen erhält.
     
  6. Clown

    Clown V.I.P. 13.09.2016, 14:59

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Sie werden ein weiteres Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat durch die falsche Behauptung, jemand habe den Ausweis des Diebes missbraucht, einleiten.
     
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  7. JHS

    JHS V.I.P. 13.09.2016, 18:42

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Stimmt, ich hatte auch in Richtung § 145d StGB überlegt, aber mir fiel nichts ein, insb. nicht § 281 StGB.
     
  8. Clown

    Clown V.I.P. 13.09.2016, 19:15

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Den bräuchte es womöglich gar nicht, weil in der Geschichte ja auch noch eine Fundunterschlagung läge.
     
  9. JHS

    JHS V.I.P. 13.09.2016, 19:25

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Daran hatte ich gedacht, aber dazu müßte man ja voraussetzen, dass es einen Finder gab.

    Bei einer Verlustmeldung á la "Ist bei bei einer Schiffstour in den Bodensee gefallen" wirds schwierig :)

    Anders natürlich, wenn der "Verlierer" direkt eine Fundunterschlagung anzeigt.
     
  10. Clown

    Clown V.I.P. 13.09.2016, 19:53

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Naja, irgendwie muss der Ausweis ja dem Ladendetektiv vorgezeigt worden sein. Egal, ob von der Straße aufgelesen oder vom Grund des Bodensee geborgen.
     
  11. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 13.09.2016, 20:47

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    @Clown, @JHS

    Seid ihr sicher, dass das mit dem "Vortäuschen einer Straftat" oder der "Fundunterschlagung" wirklich verfängt?

    Ohne das ich das jetzt begrüßen würde:

    Die falsche Aussage:
    "ich hab den Ausweis verloren",
    "ich war nicht in dem Geschäft"

    beinhaltet ja nicht zugleich die Aussage jemand anderes habe dieses oder jenes.

    Eine Möglichkeit ist ja auch immer - der Vorfall hat nicht stattgefunden.

    Wenn man das so behandelt wird benahe jede Selbstbegünstigung/Strafvereitelung in eigener Sache durch die Hintertür ja doch irgendwie strafbar...

    Wenn man so großzügig ist wäre ja schon die Aussage:
    "Ich war das nicht" gleichwertig:

    Glaubt man dem Ladendedektiv liegt der gleiche Schluss auf §281 StGB vor...
     
  12. JHS

    JHS V.I.P. 14.09.2016, 01:18

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Die Möglichkeit trifft hier ja aber nicht zu. A selbst legt seinen Ausweis im Geschäft dem Dedektiv vor, meldet ihn anschliessend wahrheitswidirg als zu diesem Zeitpunkt (Laden) schon verlustig, um später (sonst macht es ja alles keinen Sinn) zu behaupten, dass der erwischte Ladendieb nicht er sondern ein Dritter gewesen sei. Damit täuscht er einen Mißbrauch von Ausweispapieren (= Straftat) vor.

    Nein, wiso? Es ist und war schon immer so, dass das "Recht auf Lüge" des Beschuldigten/Angeklagten dort endet, wo weitere Straftaten begangen werden (wenn nicht im Ausnahmefall explizt straffrei gestellt, wie z.B. Strafvereitelung zugunsten Angehöriger)
     
  13. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 14.09.2016, 10:40

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Ich denke um eine Straftat vorsätzlich vorzutäuschen müsste sich diese schon ohne logische Ergänzungen "(sonst macht es ja alles keinen Sinn)" und Verlängerungen "sondern ein Dritter gewesen " aus der Aussage ergeben.

    Lackmustest:

    Allein die Aussage " Ich war nicht in dem Laden" ->"Ich war's nicht" würde unter der gleichen Behandlung zum selben Ergebnis führen.

    War der Dieb es nicht- muss jemand anderes es gewesen sein - und nach Aussage des Mitarbeiters den Ausweis missbraucht haben. Schlimmer noch : Nun einen gefälschten.
     
  14. JHS

    JHS V.I.P. 14.09.2016, 16:05

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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    Wenn wir hier derart "streng" verfahren würden, und keine logischen Ergänzungen an den geschilderten Sachverhalten vornehmen dürften, könnte man mind. die Hälfte aller threads hier einstampfen, bzw. würde im Laufe der Beantwortung wahnsinnig werden :D


    Die Straftat täuscht er in dem Moment vor, in dem er -nach der gemachten Verlustanzeige- behauptet, dass er nicht derjenige war, der dem Dedektiv den Ausweis präsentiert hat. Dass genau das "der Plan" ist/war, geht doch aus dem Sachverhalt hervor:

    Damit eine Gegenüberstellung notwendig wird, muss es denklogischerweise ein vorheriges -idF. wahrheitswidriges- Bestreiten geben, dass man selbst der "Ausweisvorleger" war. Und mit diesem wahrheitswidrigen Bestreiten impliziert man -wiederum denklogischerweise- dass ein anderer den Ausweis vorgelegt hat, der somit des TB des Missbrauchs verwirklicht hat.

    PS: Wie in meiner ersten Antwort schon gesagt, liegt eine Strafbarkeit -ggf.- aber auch schon weit vorher vor, näml. dann wenn bei einer schlichten Verlustanzeige (ohne Strafanzeige) eine eidesstattliche Versicherung über den Verlust abzugeben ist, wie es z.B. hier bei uns am Ort der Fall ist.
     
  15. Benutzer1a

    Benutzer1a V.I.P. 14.09.2016, 16:16

    Registriert seit:
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    AW: Ladendiebstahl - Einstellung wegen zu viel Aufwand?

    @JHS

    Nun gut - ich frage mich halt immer mehr wie bestimmte Dinge in der Welt denn nun funktionieren:

    Auf der einen Seite kann sich der Ladendieb winden wie ein Wurm, er wird strafrechtlich eingekesselt und alles ist scheinbar wasserdicht...

    Auf der anderen Seite mache ich das Radio an und höre von Ehrenämtern mit Millionenvergütung und Sprachregelungen ala "Jahre später versteuert" - oder ganz einfach fahren Millionen Autos herum, wo hinten etwas anders herauskommt als in den Verkaufsunterlagen angepriesen...

    Am die Verhaftungen in solchen Fällen kann ich mich dann aberr auch wiederum nicht erinnern. Der Straftatbestand wird irgendwie nicht erfüllt oder bewiesen.

    Drängt sich für mich die Frage auf: Warum kann man den Ladendieb da nicht raushauen - bzw. den falschen Verdacht des Diebstahls entkräften, wenn so etwas einem vorgeworfen wird (Ich gehe natürlich von der Unschuld aus) ?

    Hat der Ladendetektiv sich die Ausweisnummer notiert usw. usw. was ist der Trick jemanden herauszuhohlen, der gut vernetzt ist und jede Menge Vitamin B hat und halt Anwaltshonorare keine Rolle spielen?

    Kann es sein, dass solche Ladendiebe zu oft die Wahrheit sagen?

    Wie würde ein Anwalt einen Ladendiebstahl begehen?
    Da hätte doch mutmaßlich der heilige Geist etwas in die Tasche gesteckt und eine Beteiligung würde man vollumpfänglich von sich weisen! :)


    So "denklogischerweise" passt bei mir da nicht soviel zusammen...
    Zuletzt bearbeitet: 14. September 2016
     
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