Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

Dieses Thema "ᐅ Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung - Kaufrecht / Leasingrecht" im Forum "Kaufrecht / Leasingrecht" wurde erstellt von ad hoc fatalis, 9. Juli 2018.

  1. ad hoc fatalis

    ad hoc fatalis Neues Mitglied 09.07.2018, 09:26

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    Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Hallo liebe Juro-Community,

    als Student ist das Geld knapp, der entstandene persönliche Schaden verhältnismäßig groß.

    Zum Sachverhalt:

    Über eine Facebook-Gruppe namens "Flohmarkt Stadt XY", ist M. mit seiner Freundin auf eine Haushaltsauflösung aufmerksam geworden. Die beigefügten Bilder zeigten ein mit Kunst bis an die Decke vollgestopftes Haus. Nachdem sie dort ein wenig gebummelt haben, ist ihnen ein Bild aufgefallen und haben nach Bauchgefühl die untenstehende Signatur "gegoogelt". Dabei kam heraus, dass die Bilder dieses Künstlers zwischen 2500-9000€ gehandelt werden. Daraufhin fragten Sie den Verkäufer was dieses Bild koste. Er antwortete: "hmm... ja.. ein *Name der Signatur*.... 200€" (bei dem Namen Handelt es sich um einen Künstler den man als Laie nicht kennen sollte). Der Preis und das erkennen der Signatur durch den Verkäufer, bestätigte ihnen den vermuteten tatsächlichen Wert des Bildes

    Da die beiden nicht genug Geld dabei hatten, haben sie ihm eine Anzahlung von 50€ gegeben.
    Ungefähr 1,5 Stunden später haben sie ihm die restlichen 150€ gegeben.

    Zuhause angekommen, schaute recherchierten sie nochmals den Künstler. Unter der "Bilder-Suche" einer Suchmaschine fand M. ein Bild mit dem selben Motiv. Da stellte er fest, dass gewisse Abweichungen zu erkennen sind. Das Bild stellte als Fälschung heraus.

    Da der Verkäufer sagte, er kenne sich mit Kunst nicht aus, aber dennoch recht schnell erkannte, dass es sich hier um einen *Name des Künstlers* handelt, und er auch einen relativ hohen Preis verlangte, der jedoch wiederum viel zu günstig für ein Original ist, ging M. davon, dass es sich um arglistige Täuschung handelt. Das unterstreicht auch die Aussage* des Verkäufers, dass ein anderes Bild von einem "Bekannten" wie folgt beschrieben wurde: "...nicht unter 700€..."*.
    M. denkt, dass jemand der so eine Haushaltsauflösung macht, sich vorher genauestens darüber Informieren würde, ob dort nicht irgendwelche "Schätze" liegen.

    Da M. keine Telefonnummer des Verkäufers hatte, schrieb er per Facebook und Email und formulierte den Sachverhalt, mit der Bitte um Rücknahme der Kunstfälschung.

    Auch zwei Tage nach der Kontaktaufnahme hat M. keine Antwort erhalten.

    Ist die Forderung des M. begründet und hat sie Aussicht auf Erfolg?



    Ich habe schon woanders gelesen, dass der Kunstkauf auf Flohmärkten generell stillschweigend die Gewährleistungsrechte des Käufers ausschließt. Ist das hier in diesem Fall auch so? Es handelt sich ja um eine Haushaltsauflösung.


    Beste Grüße, ad hoc fatalis
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
     
  2. mumpel

    mumpel V.I.P. 09.07.2018, 09:47

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Hallo!

    1:
    :fr:

    2:
    Ein Bild im Wert von mehreren tausend Euro zum Schnäppchenpreis abkaufen wollen und dann noch meckern wenn es nicht echt ist. ;)

    Gruß, René
     
  3. ad hoc fatalis

    ad hoc fatalis Neues Mitglied 09.07.2018, 09:55

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    zu 1:Werde ich machen. Gleichfalls möchte ich dies in Anbetracht meiner Emotionalität entschuldigen. Ich hoffe, das ist für Sie nachvollziehbar.

    zu 2:Steckt die brauchbare Antwort in der Interpretation ihrer Aussage?
    Sie meinen also, dass dieser Herr M. keine Aussicht auf Erfolg hat und ich die Frage schon im unteren Textabschnitt beantwortet habe?

    3:Trotzdem danke für die schnelle Antwort. Ich kann daher davon ausgehen, dass es hier mit der "ich"-Form sehr ernst genommen wird. Ich bitte meinen Fehler zu entschuldigen
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
     
  4. mumpel

    mumpel V.I.P. 09.07.2018, 10:05

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    "2." war nur eine kleine Anmerkung, die nicht so ernst genommen werden soll (daher das Smiley dahinter).
     
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  5. zeiten

    zeiten V.I.P. 09.07.2018, 11:20

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Ob man eine arglistige Täuschung nachweisen kann ist fraglich. Das ist aber auch nicht notwendig.

    Wenn es sich um eine Fälschung handelt ist das Gemälde ohnehin mangelhaft, da es nicht vom Künster *Künstlername* stammt, als welches es verkauft wurde. Daher muss der Verkäufer es zurücknehmen. Insofern ist die Forderung der Käufer berechtigt.
     
  6. mumpel

    mumpel V.I.P. 09.07.2018, 11:38

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Stellt sich die Frage ob die Käufer zweifelsfrei nachweisen können dass Gemälde nicht als Fälschung bzw. Reproduktion gekauft zu haben!? Es gibt ja Leute die wissentlich Fälschungen und/oder Reproduktionen kaufen.
     
  7. once

    once V.I.P. 09.07.2018, 13:12

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Der BGH hatte in einem vergleichbaren Fall entschieden, daß der Verkäufer Schadensersatz in Höhe der Differenz ( hier: ca. 5000€-200€ = 4800€ ) zu leisten hatte:

    "Der Bekl. verkaufte ein mit "Burra 33" signiertes Ölgemälde zum Preis von 10000 DM.

    Den Schaden beziffert der Käufer auf 290000 DM. Nach seiner Behauptung hätte das Gemälde, wenn es echt wäre, einen Marktwert von mindestens 300000 DM.

    (...)

    Die Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs gegen den Bekl. sind erfüllt. Danach kann der Käufer verlangen, durch Wertersatz in Geld so gestellt zu werden, als besäße die Kaufsache die vom Verkäufer zugesicherte Eigenschaft. Entscheidet er sich für den sogenannten "kleinen Schadensersatz", so hat er Anspruch auf die Wertdifferenz zwischen dem hypothetischen Vermögensstand, der gegeben wäre, wenn die Sache bei Gefahrübergang mangelfrei gewesen wäre, und dem Vermögensstand, wie er sich infolge des Sachmangels tatsächlich darstellt. Läge der Wert des dem Kl. verkauften Gemäldes, wenn es von dem Maler Burra stammte, bei 300000 DM, wie mangels abweichender Feststellungen zu unterstellen ist, so beläuft sich die Wertdifferenz zwischen dem hypothetischen und dem tatsächlichen Vermögensstand des Kl. und damit der ihm zu ersetzende Nichterfüllungsschaden auf die Klageforderung von 290000 DM."

    BGH, Urteil v. 19.05.1993 - VIII ZR 155/92

    Es ist eine (grob fahrlässige Un-)Kenntnis von Mängeln vor/bei Vertragsschluß, die zu einem Ausschluß von Mängelrechten führt, § 442 BGB. ( War dem Käufer der Mangel aufgrund grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben, so haftet der Verkäufer trotzdem, wenn er den Mangel "arglistig verschwiegen" ( = in nachweislicher Mängelkenntnis den Fehler unerwähnt gelassen ) haben sollte, wofür der Käufer beweispflichtig wäre. )

    11
     
  8. ad hoc fatalis

    ad hoc fatalis Neues Mitglied 09.07.2018, 14:46

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Wäre M. eine nicht-fiktive Person, würde er jetzt bestimmt Luftsprünge machen.
    Vielen Dank für Eure Unterstützung ihr seid der Hammer. Das nächste mal wenn jemand digital oder physisch Hilfe braucht werde ich an euch denken :). Ich hoffe, dass kann man so in einem Jura-Forum schreiben
     
  9. zeiten

    zeiten V.I.P. 09.07.2018, 15:46

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Die Frage stellt sich nicht. Denn bezüglich dessen wäre der Verkäufer in der Beweispficht.
     
  10. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 09.07.2018, 16:56

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Also mit anderen Worten:

    M meint, bei der Haushaltsauflösung ein Kunstwerk mit einem geschätzten Wert zwischen 2500 und 9000 € entdeckt zu haben.
    Dann kauft M dieses Kunstwerk für 200 € (was sittenwidrig ist, wenn M das Unwissen des Verkäufers ausnutzt, um ein 2500-9000€-Bild für 200€ zu bekommen, und den Verkäufer berechtigen würde, den Verkauf anzufechten).

    Nun stellt sich heraus, daß der oberschlaue M nicht ganz so oberschlau war, wie er dachte. Und daß das Bild gar kein echter "XYZ" war, und M also ein geringwertes Bild für 200 € gekauft hat.

    Und jetzt will M vom Verkäufer Schadensersatz?

    Nicht im Ernst, oder?

    Sachmängelhaftung gibt es nur bei Geschäften zwischen Unternehmern und Verbrauchern. Die ist hier überhaupt nicht anwendbar. Außerdem hat der Verkäufer ja überhaupt nie behauptet, es handele sich um einen "echten XYZ". Das hat M sich eingebildet, und ist dabei auf gut Deutsch gesagt "auf die Schnauze" gefallen...

    Es gibt da ein schönes Sprichwort: "Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!"

    Es ist übrigens bemerkenswert, wie oft diese Konstellation in Jura-Foren und anderswo diskutiert wird. Das scheint häufiger zu passieren.
     
  11. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 09.07.2018, 16:57

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Das ist m.E. so schlicht falsch. Eine "Fälschung" hat nur dann einen Mangel, wenn sie als echt verkauft wird. Hier wurde aber überhaupt keine Aussage über die Echtheit gemacht.
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2018
     
  12. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 09.07.2018, 17:04

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Eben. Und anhand des Preises von 200 € dürfte klar sein, daß M nicht erwartet hat, ein echtes Werk zu bekommen.

    Hätte er das, müsste er sich immerhin ein "Sittenwidriges Rechtsgeschäft" im Sinne von §138 BGB vorwerfen lassen:

    § 138 BGB Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher
    (1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
    (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.


    Daß das Ganze gemäß §291 StGB auch noch strafbar sein könnte, sei nur der Vollständigkeit halber hinzugefügt.

    Um es noch mal klar festzuhalten:

    Nicht der Verkäufer hat hier "getrickst". Der Verkäufer hat keine unzutreffende Behauptungen über die Beschaffenheit des Bildes aufgestellt. Solange er kein Fachmann auf diesem Gebiet ist, sagt seine Äußerung "Aha, ein XYZ" nicht mehr und nicht weniger als daß er eine Signatur "XYZ" erkennt.

    M dagegen wusste, daß ein echter "XYZ" 2500 bis 9000 € wert ist, und versuchte den Verkäufer zu übervorteilen, indem er das Bild für 200 € erwarb. Wie gesagt, das wäre, wenn das Bild echt wäre, ein sittenwidriges Rechtsgeschäft sein, denn M hatte sich ja vorher kundig gemacht.

    Man kann aber nicht Schadensersatz verlangen, weil man sich beim Versuch, ein sittenwidriges Rechtsgeschäft zum eigenen Vorteil abzuschließen, selbst heftig verpeilt hat...
     
  13. TomRohwer

    TomRohwer V.I.P. 09.07.2018, 17:09

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Da ging es aber um arglistiges Verschweigen seitens des Verkäufers, was im Fall des EP nicht erkennbar ist.
    Im EP es m.E. um den gescheiterten Versuch des arglistigen Erschleichens seitens des Käufers.

    Die Beweisführung bei so einem Deal bei einer Haushaltsauflösung ist dann noch mal eine weitere Baustelle.
     
  14. zeiten

    zeiten V.I.P. 09.07.2018, 18:18

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Eine besondere Aussage zur Echtheit eines Bildes ist zum einen nicht notwendig, sondern ergibt sich konkludent, wenn nichts anderes vereinbart ist. Abgesehen davon wurde lt. Sachverhalt sehr wohl die Echtheit behauptet:
     
  15. Phil79

    Phil79 V.I.P. 10.07.2018, 08:15

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    AW: Kunstfälschung bei Haushaltsauflösung

    Die Voraussetzungen für Wucher sind überhaupt nicht erfüllt. Die sicherlich von Tom angenommene "Unerfahrenheit" (denn alles andere liegt noch ferner) bedeutet nicht "Ich kenne mich nicht mit XYZ aus", sondern bezeichnet eine allgemeine Unerfahrenheit in Bezug auf Rechtsgeschäfte (BGHSt 13, 233); bspw. bei Jugendlichen. Zudem liegt hier auch die "Ausbeutung" fern.

    I.Ü. ist zwischen dem (vermeintlichen) Wert des Gemäldes und den Tatsachen zu trennen, die auf das Gemälde zutreffen: Insofern also der Verkäufer angibt, es handele sich um einen van Gogh, ist das eine Tatsachenbehauptung. Wenn er anschließend sagt, er würde den (vermeintlichen) van Gogh für € 200 verkaufen, ist das (1) eine andere Baustelle und (2) grds. sein gutes Recht. Über Tatsachen kann man täuschen, doch nicht über den "Wert" (zumindest nicht, was die strafrechtlichen Aspekte angeht).
     
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