Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

Dieses Thema "ᐅ Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall - Versicherungsrecht" im Forum "Versicherungsrecht" wurde erstellt von martinj, 27. Dezember 2007.

  1. martinj

    martinj Boardneuling 27.12.2007, 17:01

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    Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Hallo zusammen,

    ich habe in letzter Zeit häufiger Berichte gelesen, dass Versicherer im Haftpflichtfall gerne Gutachten kürzen, die vom Geschädigten in Auftrag gegeben werden in der Hoffnung, so doch noch ein wenig Geld zu sparen.

    Angenommen es passiert ein Auffahrunfall. Der Geschädigte meldet sich bei der Versicherung des Unfallgegners und klärt die weitere Vorgehensweise ab. Er beauftragt einen Gutachter der zu dem entstandenen Schaden ein Gutachten schreibt und dies dem Geschädigten wie auch der Versicherung zustellt. Die Versicherung prüft das Gutachten und und kürzt bspw. versanschlagte Arbeitslöhne aus dem Gutachten, da die Versicherung mit bestimmten Werkstätten zusammen arbeitet, die gleichwertige Arbeit für weniger Geld machen.
    Dürfte eine Versicherung so etwas machen? Ich dachte immer, in so einem Fall muss der Geschädigte von der Versicherung so gestellt werden, "als wäre der Schaden nicht passiert" und der Geschädigte hat doch immer das Recht auf die freie Wahl der Werkstatt oder nicht? Spielt es da z.B. eine Rolle, ob eine Abrechnung nach Gutachten (sprich Auszahlung) oder direkte Abrechnung nach der Reparatur vorgenommen wurde?

    Gruß
     
  2. Monaco501

    Monaco501 V.I.P. 27.12.2007, 17:08

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    ”Der Geschädigte ist grundsätzlich sowohl in der Wahl der Mittel zur Schadensbehebung als auch in der Verwendung des vom Schädiger zu leistenden Schadensersatzes frei.
    Das gilt auch, wenn fiktive Reparaturkosten geltend gemacht werden.
    Das Gericht geht davon aus, dass der Kläger sich nicht darauf verweisen lassen musste, statt bei einer markengebundenen Werkstatt seiner Wahl und seines Vertrauens die Reparatur bei einer von der Beklagten benannten Werkstätten durchführen zu lassen.

    Auch der BGH führt aus, dass der Geschädigte nicht verpflichtet ist, die in der Regel erforderlichen Erkundigungen hinsichtlich der Werkstatterfahrung und der Art der durchgeführten Reparatur einzuholen, was der Fall wäre, wenn ein Geschädigter eine Reparatur nicht in einer ihm bekannten markengebundenen Werkstatt durchführen lässt.

    Das Gericht hält im Ergebnis die Dispositionsfreiheit eines Geschädigten für beeinträchtigt,
    wenn ihm an Stelle der von ihm ausgewählten Reparaturwerkstatt vorgeschrieben werden könnte,
    wo er konkret seine Reparatur durchführen lassen muss.

    Unerheblich ist, dass der Kläger sein Fahrzeug tatsächlich nicht hat reparieren lassen, da obige Grundsätze auch für den Fall einer Abrechnung auf fiktiver Reparaturkostenbasis gelten.”
    AG Reutlingen AZ: 3C 1235/05.
    Auch der BGH hat diese Sache ja schon eindeutig bewertet: VI ZR 398/02.


    Lg. aus München
     
  3. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 28.12.2007, 11:25

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Hört sich ganz nach meiner Lieblingsversicherung aus CobXXXX an.

    Die Versicherung kann diese kürzen,wenn die Preise extrem von Ortsüblichen Preis abweichen.

    Es sei den,das der Gutachter sich auf die Preise eines ausführenden Betriebes stützt.

    zB Vertragshändler

    Versicherungen behauptet auch, das sie den Gutachter auswählen dürfen, und man seiner Schadenminderungspflich nachkommen muss.

    Eine Schadenminderungspflicht hat man, jedoch hat der Geschädigte die Gutachter und Werkstattwahl

    Auch wenn der Schädiger einen Tarif mit Werkstattbindung hat, so kann der Geschädigte seine Werkstatt suchen.

    Hör auch Monaco, der kennt sich aus!
     
    Monaco501 und Humungus gefällt das.
  4. mame

    mame Boardneuling 11.01.2008, 18:22

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Hallo,

    ich habe gerade so einen Fall.

    Zunächst habe ich ein Gutachten erstellen lassen und den Schaden nach fiktiven Reparaturkosten (Markenwerkstatt) gegenüber der Haftpflichtversicherung (D*-D**ekt) des Unfallverursachers geltend gemacht.

    Ausgezahlt wurde dann erst der Differenzbetrag Wiederbeschaffungswert-Restwert (ca. 30% der geschätzten Reparaturkosten).

    Als ich das reklamiert habe, tat die Sachbearbeiterin so, als wüsste sie nicht, dass man nach den fiktiven Kosten abrechnen könnte. Das habe ich ihr erst mal geglaubt und ihr auf ihren Wunsch hin die von mir im Web gefundene Rechtsprechung zugefaxt (u.a. OLG Schleswig, 7 U 103/99). Aus jetziger Sicht denke ich aber, dass sie das bloß zur Rechtfertigung gegenüber ihrem Vorgesetzten brauchte.

    Kurz darauf kam ein Schreiben, mit dem zwar die Möglichkeit der fiktiven Abrechnung anerkannt wurde, die Kosten wurden aber gekürzt (um ca. 30%), weil es mir ohne Schwierigkeiten möglich gewesen sei, eine günstigere Werkstatt aufzusuchen (niedrigere Stundensätze, keine Verbringungskosten zum Lackieren, geringere Materialkosten-alles Sachen, die der BGH schon gegenteilig entschieden hat-s.o.). Dazu wurde ein BGH-Zitat aus dem von Monaco genannten Urteil gebracht, das wild aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

    Die "billigere" Werkstatt wurde auch konkret benannt, liegt ca. 30 km entfernt mitten im Wald. Der Hit ist, dass lt. Inhaber eine Vereinbarung zwischen Werkstatt und Versicherung besteht hinsichtlich begünstigter Behandlung der Kunden dieser Versicherung.

    Habe die Versicherung jetzt unter Fristsetzung aufgefordert, den ausstehenden Betrag zu zahlen. Bin mal gespannt. Ich überlege aber auch, Strafantrag (sowohl gegen die Bearbeiterin auch gegen den Vorstand) zu stellen, da das beschriebene Verhalten m.E. systematische, knallhart kalkulierte Ver*rsche, juristisch Betrug, ist.
     
  5. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 12.01.2008, 13:50

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Hier werden keine echten Fälle behandelt.

    Aber für s allgemeine.

    Eine Versicherung darf nur im Kaksobereich eine Werkstatt vorschreiben, wenn dieses vertraglich Festgehalten ist.

    Im Haftpflichtbereicht hat der Geschädigte das Wahlrecht.

    Die brauchen jedoch keine MwSt bezahlen
     
  6. actomac

    actomac Boardneuling 29.01.2008, 13:53

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Hallo zusammen,

    Auch ich habe zur Zeit einen derartigen Fall, dass mir die gegnerische Versicherung mein Gutachten gekürzt hat mit der berühmten Fa. Control Expert.

    Auch ein Kollege von mir ist in derselben Weise betroffen.

    Aber dank der Infos hier, haben wir nicht lange gezögert und die Sachen umgehend unseren Anwälten zur weiteren Bearbeitung übergeben. Sind die ja selber schuld bei der Versicherung.

    Hätte aber noch eine Frage anbei.

    Hab irgendwo gelesen, dass bei älteren Fahrzeugen die MWST nicht mehr abgezogen werden darf.

    Man sprach da von einem Mindestalter der PKW von 7 Jahren.

    Worauf stützt sich diese Angabe, gibt es rechtliche Hinweise (Urteile usw) dafür, auf die man seine Bruttoforderung stützen kann?

    Hier wäre ich Dankbar für entsprechende Hilfestellung, von der ja auch andere profitieren können.
     
  7. Ron-Wide

    Ron-Wide V.I.P. 29.01.2008, 14:09

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Wäre doch schön, wenn man diesen Hinweis zur MWST noch finden könnte.

    Habe davon noch nie gehört. Es ist allgemein bekannt, dass bei einer fiktiven Schadensregulierung grundsätzlich keine MWST durch das VU gezahlt wird.
     
  8. actomac

    actomac Boardneuling 29.01.2008, 14:26

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  9. Ron-Wide

    Ron-Wide V.I.P. 29.01.2008, 14:45

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Zu den hier mehrfach auftauchenden Aussagen: "Ich beauftrage einen Gutachter" und dem dann möglichen Ärger über die Kostenfrage möchte ich aus Erfahrung folgendes hinzufügen:

    Im Allgemeinen sieht die Schadensabwicklung für mich wie folgt aus:

    1. Der Geschädigte meldet unverzüglich den Schaden der Versicherung des Unfallgegeners und übermittelt möglichst gleichzeitig einen Kostenvoranschlag über die vermutliche Reparaturhöhe.
    2. Das VU entscheidet auf Grund der Höhe des Kostenvoranschlages ob ein Gutachten von einem Sachverständigen erstellt wird oder nicht und stellt dann auch diesen Sachverständigen wenn erforderlich.
    3. Bin ich mit der Ausführung oder dem Umfang der Reparatur nicht einverstanden, dann werde ich mich um ein eigenes weiteres Gutachten bemühen.
    4. Mein Fahrzeug wird in einer anerkannten Fachwerkstatt repariert. Die Kosten übernimmt in vollem Umfang die gegnerische Versicherung.

    Für mich ist völlig klar, dass ein Unternehmen, das plötzlich eine Leistung erbringen muß, sich nicht vorschreiben läßt was es zu zahlen hat. Das Unternehmen bestimmt hier nach den geltenden Vertragsbestimmungen was und wieviel geleistet wird. Dazu ist es auch verpflichtet.

    Wenn ich solche Dinge beherzige und nicht in möglicherweise Unwissenheit vorpresche, dann kann ich auch in aller Ruhe einer Schadensabwicklung entgegen sehen. :ruhe:

    Hmm... mir fällt noch einiges ein, aber ich hör lieber auf bevor mir Steine durch's Fenster fliegen. :cool:
     
  10. Tiger63

    Tiger63 V.I.P. 29.01.2008, 17:49

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    und keine MWSt - so kenne ich es auch, wenn der Schaden nicht repariert sondern nach Gutachten abgerechnet wird. :D
     
  11. actomac

    actomac Boardneuling 29.01.2008, 21:35

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Wie verhält es sich denn damit :

    Mein Anwalt erwähnte auf meine Nachfrage eine Rechtsprechung zu Fahrzeugen im Alter von mindestens 5 Jahren (eher unstreitig ab 9-10 Jahren), die auf dem Händlermarkt nicht mehr zu haben sind, sondern nur auf dem Markt privater Anbieter; dann entfällt ausnahmsweise der MwSt.abzug.

    Genau das wird er jetzt in meinem Fall prüfen lassen.

    Einen Versuch ist es ja wert. Wer nicht wagt der nicht gewinnt und wer nicht um sein Recht kämpft hat schon verloren.


    Werde diesbezüglich nachberichten, wenn ein Ergebnis vorliegt.
     
  12. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 29.01.2008, 22:14

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Haben die den ermittelten Wiederbeschaffungswert um die Differenzbesteuerung gekürzt? Haben Sie bei mir auch. Mein Anwalt kannte das nicht.
    Nur wem man beim Händler ein Wagen kauft ist dieser auch Differenzbesteuert, dann bekommt man das wieder!

    Mein Wagen war auch 10!!!Das beste ist, das die einen dann noch Nutzungsausfall kürzen, da der Wagen ja älter ist. Egal wie wenig er gelaufen hat oder wie der Zustand ist.
     
  13. actomac

    actomac Boardneuling 30.01.2008, 12:33

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    @ Jens

    Du als Versicherungsfachmann dürftest doch dann wissen, wie das mit dem MWST Abzug ist.
    Kann man die MWST nicht doch einfordern bei einem 10 Jahre alten Auto?!Und wonach?

    Soviel ich weiss, wurde bei mir keine Differenzbesteuerung aufgeführt oder abgezogen.

    ....

    Bzgl.der MWST war mein Denkansatz in etwa so:

    Wenn ich den Wagen dann irgendwann verkaufe, und den Schaden vorher nicht reparieren lasse, dann wird der Käufer (egal ob Privat oder Händler) ja vom Wiederbeschaffungswert ohne Schaden dann auch den kompletten Schaden incl MWST abziehen und mir nur den Restwert zahlen. Der wird mir ja schließlich nicht die MWST dazu geben, die man mir vorher abgezogen hat.
     
  14. Jens D.

    Jens D. V.I.P. 30.01.2008, 12:40

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Wiederbeschaffungswert ist der Preis den ein Ersatzfahrzeug bei einem Gebrauchtwagenhändler kostet.
    Dieser muss auf seinen Gewinn Mwst rechnen.
     
  15. mame

    mame Boardneuling 01.02.2008, 11:41

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    AW: Kürzung von Gutachten im Haftpflichtfall

    Diese Aussage kann man so nicht stehen lassen. Erst einmal muss gesagt werden, dass zunächst mal nicht die Versicherung verpflichtet ist, den Schaden zu bezahlen sondern der Schadenverursacher. Die Versicherung tritt nur kraft Vertrages in dieses Verhältnis ein. Was gezahlt werden muss, bestimmt nicht dieser Vertrag, sondern das Gesetz (bzw. die dazu ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung). Ist der Schaden größer als die Versicherungssumme, muß der Schädiger die Differenz tragen.

    Zudem muss hier klar gesagt werden, dass der Geschädigte sofort und ohne die Genehmigung des Versicherers einholen zu müssen das Recht hat, einen Gutachter heranzuziehen und einen Anwalt zu beauftragen (Ausnahme vielleicht Bagatellfälle). Anschließend kann man die Kosten auch fiktiv nach Gutachten abrechnen (wenn man nicht oder billiger reparieren lässt). Dazu können vom Gutachter die Kosten einer markengebundenen Werkstatt kalkuliert werden, auf eine billigere Werkstatt braucht man sich nicht verweisen zu lassen ("Porsche-Urteil" des BGH).

    Was die Erstattung der MwSt. im Falle der fiktiven Abrechnung bei Nichtvorsteuerabzugsberechtigten anbelangt, so hängt das wohl tatsächlich vom Alter des Fahrzeugs ab.

    Im Übrigen: ich habe jetzt in einem 4. Teilbetrag den vollen geforderten Betrag ausgezahlt bekommen, sogar zuzüglich eines von mir noch geltend gemachten Bearbeitungszuschlags für meinen wegen des Verhaltens der Versicherung verursachten zusätzlichen Zeitaufwand.

    Fazit: Wie an verschiedenen anderen Stellen im Netz auch zu lesen: die Versicherungen versuchen mit allen Mitteln, ihre Verpflichtungen zu minimieren. Verloren hat der, der sich nicht auskennt bzw. sich nicht wehrt. Eins ist für mich klar: beim nächsten mal (hoffentlich nicht so schnell) werde ich gleich einen Anwalt beauftragen (schont Nerven und beschleunigt die Sache).
     
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