Kontopfändung nicht aufgehoben, doppelt bezahlt

Dieses Thema "ᐅ Kontopfändung nicht aufgehoben, doppelt bezahlt - Bankrecht" im Forum "Bankrecht" wurde erstellt von DavidKa, 21. Dezember 2017.

  1. DavidKa

    DavidKa Neues Mitglied 21.12.2017, 11:33

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    Kontopfändung nicht aufgehoben, doppelt bezahlt

    Hallo, folgender Fall:

    Person A hat eine Rechnung nicht bezahlt und es kam bis zur rechtmäßigen Kontopfändung durch Rechtsanwalt R. A besitzt zwei Konten, eines bei der Bank 1 und eines bei Bank 2. Im Rahmen der Pfändung wurden beide Konten gesperrt. Der Pfändungsbetrag wurde von Konto 1 aus bezahlt, woraufhin dieses Konto wieder freigegeben wurde. Eine kurze Zeit später wurden per Lastschrift Zinsen bis zum Zahltag eingezogen. Der Geldeingang bei R ist dementsprechend klar erkennbar.

    Das Konto bei Bank 2 ist nun jedoch bis zur Freigabe von R immer noch gesperrt. 30 Tage nach Ausgleich der Pfändung schreibt A an R und fordert die noch nicht erfolgte Freigabe seines Kontos bei Bank 2. Dazu gibt er R eine Frist von 7 Tagen. Auf diese Forderung reagiert R bis auf eine automatische Eingangsbestätigung nicht. 7 Tage nach dieser Forderung wird der Pfändungsbetrag bei Bank 2 ebenfalls an R überwiesen. R hat nun den Pfändungsbetrag dementsprechend doppelt erhalten. Wie sollte A in diesem Fall weiter vorgehen und auf welche Rechte kann er sich dabei berufen? Muss R in diesem Fall für evtl. entstandene Schäden (zum Beispiel nicht eingelöste Lastschriften) aufkommen? Hat A ein Recht auf Zinszahlungen für die Zeit, in der R unrechtmäßig über sein Geld verfügt? Besteht ein Schadensersatzanspruch durch die unverhältnismäßig lange Sperrung des Kontos?

    Vielen Dank
     
  2. Rechtshüter84

    Rechtshüter84 Aktives Mitglied 31.12.2017, 19:25

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    AW: Kontopfändung nicht aufgehoben, doppelt bezahlt

    Dem R per Einschreiben eine Frist von 7 Werktagen zur Rückzahlung von dem doppelt gepfändeten Betrag setzen. Der PFÜB an sich wurde ja durch die doppelte Zahlung nun bei beiden Banken "erledigt".

    Wäre denkbar, käme jedoch auf die genauen Umstände und Ablauf der Pfändung an. Bspw. ob bei Ihrer Fristsetzung zur Entsperrung auch alle Tage der Frist Werktage waren oder das zwischen den Feiertagen war usw.

    Grundsätzlich ja. Abhängig von der Höhe der Forderung dürften sich die Zinsen jedoch in der Regel in einem lächerlich niedrigen Bereich bewegen.

    Durch die lange Sperre an sich nicht. Es müssen durch die Sperrung selbst tatsächlich entstandene Schäden nachgewiesen werden.

    Alles in Allem würde ich Ihnen raten, den doppelt gepfändeten Betrag zurückzuerlangen und ggf. angefallene Gebühren ersetzt zu bekommen.
    Weigert sich der R, machen weitere großartige rechtliche Schritte mit dem damit verbundenem Prozesskostenrisiko wegen ein paar Euro wohl keinen Sinn. Das wäre ein typischer Fall von "Kanonen, die auf Spatzen schießen".

    Gewissermaßen trägt man ja selbst auch eine gewisse, zumindest moralische, Mitschuld, wenn man es soweit kommen lässt, dass gepfändet wird. Auch das würde wohl ein Gericht bei der Urteilsfindung nicht gänzlich außer Acht lassen.


    Grüße
    Rechtshüter
     
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