Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

Dieses Thema "ᐅ Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV - Sozialrecht" im Forum "Sozialrecht" wurde erstellt von Miranda, 28. September 2007.

  1. Miranda

    Miranda V.I.P. 28.09.2007, 16:42

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    Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Jawohl, ihr habt richtig gelesen: Knetgummiseminar.
    Aber da hier alles hypothetisch sein soll, folgender hypothetische Fall:
    In einer hypothetischen bundesdeutschen Großstadt (gerade mal - eher Mittelstadt) gibt es das (hypothetisch). hypothetische ALG-Empfänger über 50 Jahre werden verpflichtet, eine solche Trainingsmaßnahme zu besuchen, wochenlang, sechs Stunden täglich. Einer der Teilnehmer - hypothetisch - ein Kranführer z.B. - der seine Arbeit verloren hat, weil die Firma Pleite machte (hypothetisch pleite natürlich).
    Weiter die hypothetische Szenerie:
    Die Teilnehmer, denen sonst das Geld gestrichen wird, weil die Maßnahme verpflichtend ist, müssen sich im Kreis aufstellen, sich alle an den Händen nehmen und einander vorstellen. Sie schämen sich.
    Danach setzen sie sich und jeder bekommt ein Blatt Papier und ein Ei. Sie werden aufgefordert, das Ei in das Papier einzupacken und die Ecken so zu "verzwirbeln", dass das Ei fest eingepackt ist. Dann bekommen sie weiteres Papier und Schnüre, um Fallschirme für die verpackten Eier zu bauen und die Eier daran zu hängen. Dann geht es auf zum Fenster. Die Seminarleiterin - stellen wir uns einmal hypothetisch vor, es sei eine Diplompädagogin - öffnet das Fenster und ersucht die Teilnehmer der Trainingsmaßnahme, ihre Fallschirmeier aus dem Fenster auf eine unten auf dem Gehsteig durch ein Kreuz markierte Stelle abzuwerfen. Zweck: festzustellen, wie die Fallschirmeier sich beim Fall verhalten. Unten auf dem Gehsteig passt währenddessen jemand auf, dass kein Passant getroffen wird.
    Dann setzen sich die Teilnehmer wieder. Nun bekommen sie bunte Bauklötzchen ausgeteilt (ganz normale für Babys und kleine Kinder) und werden aufgefordert, daraus etwas zu bauen, und zwar etwas, was ihren Berufswunsch ausdrückt.
    Danach wird Knetgummi (voilà!) ausgeteilt und die Teilnehmer der Trainingsmaßnahme dürfen sich damit vergnügen.
    Dann werden Papier und Farben zum Malen ausgeteilt...
    Ist alles hypothetisch, wie gesagt.

    Wenn man sich vorstellt, dass es sowas hypothetisch gäbe - wozu sollte das dann dienen??? Beschäftigungstherapie ohne Krankenkasse (Trainingsmaßnahmen werden ja von Steuergeldern bezahlt)?

    Naja, Knetgummiformen entspannt - vielleicht kann man entspannter besser einen Job finden. Besonders wenn man über 50 Jahre alt ist...

    Ach, wie schön, so ein Knetgummiseminar. Ich persönlich liebe Knetgummi und künstlerisches Gestalten - so eine schöne Trainingsmaßnahme. Aber ob da jeder das nötige Verständnis dafür aufbringt?

    Also, ich würde da noch weitere Trainingsmaßnahmen einführen: Schnitzeljagd, Versteckspielen, Räuber und Gendarm und weitere Spiele, die spannend sind und in Bewegung halten.
     
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  2. Dopamin

    Dopamin V.I.P. 28.09.2007, 16:58

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Ich dachte immer ich wäre mit reichlich Phantasie beschenkt, aber diese hypothetische Geschichte... Kompliment...

    Die fett formatierte Frage würde sich mir in so einer Geschichte auch stellen - könnte aber nun ohne besseres wissen nur Vermutungen äussern, die ich mir jetzt besser verkneife...

    Da mir jetzt das Wissen fehlt ob da juristischer Natur Ansatzpunkte beteiligt sind (das bestimmt andere ausfüllen) würde ich in so eine Geschichte verwickelt, sehen dass ich alles was mir dort so beigebracht wird protokolliere, so detailliert es irgend geht - und mich nach Abschluss mit diesem Protokoll aufmache und mir Ansprechpartner suche. Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn andere Kursteilnehmer ähnlich agieren... Vielleicht reicht da auch schon der Austausch der Kontaktdaten, damit man sich nciht aus den Augen verliert...

    Dann würde ich angefangen bei dem Menschen, der der Meinung war DIESE Massnahme fördere meine Reintegration in den Arbeitsmarkt, dieses Protokoll vorlegen und reichlich "W"-Fragen stellen. Warum, wie, weshalb MIR das jetzt weitergeholfen hat mein Ziel zu erreichen. Ziel wäre ja meine Arbeitsaufnahme, oder? Und würde der Mensch mir nicht zuhören, hat der bestimmt einen Vorgesetzten, und wenn der auch nicht wollen würde, hat letztendlich vielleicht das Kundereaktionsmanagement in Nürnberg Interesse daran, das von mir gelernte auch zu erfahren...

    Vielleicht würde ich (mit dem Nötigen ausgestattet), sogar hingehen und versuchen ein paar Hintergrundinformationen zu recherchieren über das Institut dieser "Weiterbildung" manchmal kommen da ganz spannende Sachen raus...

    Was meinen die anderen dazu?

    Dopamin
     
  3. Defendant

    Defendant V.I.P. 28.09.2007, 17:01

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Mal ehrlich, was soll denn der Quatsch bitte bringen? Weder Jobqualifikationen -außer fürs Knetgummigewerbe. Aber die stellen das Zeug eigentlich nur her und spielen nicht damit...und was soll der Käse mit den Fallschirmeiern??? Als Teilnehmer würde ich mich ziemlich ver*****t fühlen.
    Das grenzt juristisch an eine Verpflichtung zur Teilnahme an einer unzumutbaren Maßnahme.

    Die sollten von dem Geld mal lieber den ARGE- oder Bundesagenturdamen und -Herren Dr. Kawasakis Hirntrainingsprogramm stellen. Vielleicht nützt's was :ne:
     
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  4. Miranda

    Miranda V.I.P. 28.09.2007, 17:31

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    So ein schönes Trainingsprogramm... Seht ihr: Knetgummifabrikanten stellen den Knetgummi nur her - geben aber keine Spiel-/Einsatzanweisungen. Da würde mit einem solchen Seminar Abhilfe geschaffen. Da wissen die 1-Euro-Jobber dann, was sie machen können, wenn sie im Kindergarten arbeiten (oder im Altenheim - da wird z.B. mit Plastikkugel auf Plastikkegel gekegelt...). Insofern würde ein solches Knetgummiseminar auch dazu dienen, die Menschen über 50 allmählich auf den Stand von Kleinkindern herunterzuschrauben, sodass sie sich schon mal an den Alltag im Altenheim (oh: Seniorenresidenz meine ich selbstverständlich) gewöhnen. Das wäre allerdings eine psychotherapeutische Maßnahme und keine zur Wiedereingliederung in die Arbeitswelt.

    Ist - nein: wäre - es nicht verwunderlich, dass - nein: wenn - die hypothetischen Teilnehmer der Knetgummi-Maßnahme sich darüber beklagen, dass sie verblödet werden (bei sechs Stunden dieser Maßnahme täglich)? Tja, man braucht eben Fantasie und Durchhaltevermögen, um sich gegen die Verblödung zu wehren (das Hirn entsprechend auf Durchzug - aber wie soll man dann kneten...).

    Ich mag Knetgummi wirklich - nur sechs Stunden täglich wäre ein bisschen viel zu viel. Und die Steuergelder, die Steuerzahler. Sind doch wurscht. Die Hauptsache, den "da oben" geht es gut. - Wahrscheinlich sitzen die an ihren Schrebitischen und kneten...? Wenn sie sich nicht eine kleine Golfbahn im Büro aufgebaut haben.

    Ich komme immer wieder zu dem Schluss: Beschäftigungstherapie wäre doch Sache der Krankenkassen???


    Aber wir haben ja schon anderswo gelernt: die ARGE hilft.

    Allerdings: eine Knetgummi-Selbsthilfegruppe für eventuell depressive über 50-Jährige wäre vieleicht besser? Müsste dann keine sechs Stunden täglich sein und nicht von Steuergeldern bezahlt werden.

    Andererseits: verblödete Menschen lassen sich leichter manipulieren. Die kriegen ja gar nicht mehr mit, wenn sie dann in einen 1-Euro-Job gesteckt werden.
     
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  5. Miranda

    Miranda V.I.P. 28.09.2007, 17:37

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Knetmasse - rein hypothetisch. Ich weiß nicht, ob das schmeckt. Ich habe früher immer mit der Hand geknetet und dran gerochen, es aber nie in den Mund gesteckt. Mit dem Zeug haben wir früher übrigens u.s. Kerzenständer gebastelt zu Weihnachten - indem wir Stroh außen rumgesteckt haben. - Ob die das in dem Seminar wohl auch machen (würden)?
    Ich hätte übrigens vergessen, den hypothetischen Bekannten des hypothetischen Teilnehmers zu fragen, ob die Eier gekocht, roh oder ausgeblasen waren.
     
  6. Miranda

    Miranda V.I.P. 28.09.2007, 17:41

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    P.S.: ich bin Kunstmalerin und Übersetzerin und würde deshalb in einem solchen Seminar vielleicht mehr Widerstandskraft gegen eine Verblödung mitbringen - aber was ist mit denen, die mit Kunst und Gestalten nichts am Hut haben???
     
  7. Dopamin

    Dopamin V.I.P. 28.09.2007, 17:41

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Ich halte so eine Massnahme ohne entsprechende Indikation für Verschwendung - egal wer es bezahlt (KK oder ARGE) und auch von Potential, denn (auch ohne das Alter der Mitforisten zu kennen) wird sicherlich so mancher bestätigen können dass Erfahrung die sich erst mit dem Alter einstellt so manches kompensiert (triffts nicht ganz)...

    MICH würde man in so einer Massnahme nur EINMAL parken, dann wäre ich (wahrscheinlich Vollzeit) damit beschäftigt dieser "Verschwendungsmassnahme" den Garaus zu machen...

    Im Hintergrund sollte gegenwärtig bleiben, dass ein Aussteigen des Teinehmers mit Sanktionen geahndet werden kann, wenns ganz blöd läuft (hängt vom SB, FM, PaP ab)...

    Dopamin
     
  8. Humungus

    Humungus V.I.P. 28.09.2007, 17:51

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Uch gehe davon aus, dass so eine Maßnahme von Sozialpädagogen für LZ-Arbeitslose initiiert wird, um ihnen
    1. wieder Einen Kontakt zu Fremden zu verschaffen und sie aus dem heimischen Sulp zu ziehen
    2. sie beschäftigen will und dafür dezidiert fremde Tätigkeiten wählt, um das Nachdenken anzuregen
    3. ihnen eine Möglichkeit zur Kommunikation über ihren Beruf und ihre beruflichen Träume zu geben

    ...egal, aber das ist noch immer besser als zu Hause zu gammeln und sich den allnachmittäglichen Privatfernsehverdummungsmist in die Birne zu ziehen!

    Und wenn das Ganze wenigstens eines gebracht hat: die Leute aus ihrer Depression zu reißen und sie wenigstens zum Ärger über das Seminar zu bewegen!
     
  9. Dopamin

    Dopamin V.I.P. 28.09.2007, 18:22

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Humungus,

    ich bin kein Mensch, der sinnvolle Massnahmen ablehnt. Betonung auf dem Wort SINNVOLL ;)

    Leider unterliegen die vom Amt bezahlten Massnahmen keiner Kontrolle (wurde wohl vergessen - in dem Papier, dass der Herr Hartz im Sommer 2002 vorgelegt hat, war das zumindest vorgesehen) auch schon der Bundesrechnungshof bemängelt in seinen Bemerkungen 2006 diese fehlende Qualitätskontrolle. Die BA will daran arbeiten, warten wir mal ab, was dort passiert...

    Ich weiss um die Notwendigkeit ALGII-Empfänger aus der Isolation zu holen, von daher unterstütze ich Punkt 1 voll und ganz (wäre ein Grund für mich egal was durchzuziehen). Punkt 2. würde ich nicht so generalisiert ausdrücken, denn viele in der Altersklasse 50+ bewerben sich regelmässig ohne Erfolg (und bis 50+ muss man gar nicht erst hochgehen, das beginnt schon oft schon viel früher) die resultierenden Nebenwirkungen auf das Selbstbewusstsein, denke ich, müssen nicht näher erläutert werden, oder? Wenn diese Erscheinungen auftreten, sollten dann allerdings die Sorte Spezialisten ran, die eine entsprechende Ausbildung haben...

    Wenn der Mensch so weit ist DASS er/sie zu Hause "rumgammelt" ist der Resignationsprozess sicher schon so weit fortgeschritten, dass auch dem mit Massnahmen dieser Art sicherlich nicht mehr langfristig beizukommen ist. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, nur eine Erklärung.

    Beschäftigung ja - aber bitte mit Sinn und Verstand und bezogen auf den individuellen Werdegang. In diesem Bereich wird einfach mangels Kontolle viel zu viel Schindluder getrieben, und es sind auch IHRE Steuergelder, die hier verbrannt werden...

    Dopamin
     
  10. Miranda

    Miranda V.I.P. 29.09.2007, 11:22

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    AW: Knetgummiseminar im Rahmen von Hartz IV

    Stimmt, wenn jemand so weit ist, dass er depressiv zu Hause "rumgammelt", braucht er nicht die ARGE, sondern professionelle Hilfe.
    Außerdem: nicht jeder 50-plus-Mensch, möchte ich einfach jetzt mal unterstellen, "gammelt" zu Hause vor der Glotze oder sonstwie rum. Und wenn jemand mit sich selbst nichts (mehr) anfangen kann und nur noch "durchhängt", wie gesagt, hilft demjenigen ganz bestimmt kein Kaugummi-Seminar. Dadurch wird demjenigen ja noch bewusster gemacht, auf welche Stufe er bereits abgesunken ist in der Vorstellung derjenigen, die sich solche Maßnahmen ausdenken (des Staates).
    Raus aus der Selbstständigkeit - rein ins Kaugummi-Seminar: wer soll denn da ein eventuell verlorenes Selbstwewertgefühl wieder bekommen und seine Depressionen loswerden?
     

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