Klausurbenotung - Widerspruch einreichen

Dieses Thema "Klausurbenotung - Widerspruch einreichen - Schulrecht und Hochschulrecht" im Forum "Schulrecht und Hochschulrecht" wurde erstellt von hanspeterwurst, 13. Juni 2017.

  1. hanspeterwurst

    hanspeterwurst Boardneuling 13.06.2017, 15:44

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    Klausurbenotung - Widerspruch einreichen

    Nehmen wir an, am Tag xy wurde eine Klausur geschrieben. Diese wurde in einem Grundkurs auf einer Gesamtschule in NRW in der Jahrgangsstufe Q1 geschrieben.

    Schüler A kommt im Raum an, in dem die Klausur stattfinden soll. Er hat noch mehrere Seiten Übungsmaterial vom durchlesen auf dem Weg zur Schule in der Hand (6 DIN A4 Seiten mit einer Zusammenfassung des gesamten Themas!!). Diese legt er zur Hälfte geknickt und ohne darüber nachzudenken auf den Nachbarstisch. Die Zettel sind also nicht in unmittelbarer Nähe zu ihm sodass er problemlos an diese herankommen könnte.
    Lehrer B kommt nun, und findet diese Zettel. Er geht (ungefragt) an diese und sieht, dass dort Prüfungsrelevate Inhalte drauf sind. (Ist denke ich mal klar) Erst dann fällt dem Schüler wieder ein, dass er seine Zettel dort liegen hat.
    Diese behält er und weißt den Schüler darauf hin, dass diese unzulässig sind. Lässt den Schüler aber weiterschreiben und nimmt die Klausur später auch ohne weiteren Kommentar an. In der darauffolgenden Stunde kommt der Lehrer wiederholt zu Schüler A und teilt ihm mit, dass er alle Inhaltlichen Übereinstimmungen zwischen den Übungsblättern und der Klausur als ungenügend bewerten wird.
    Auf die Erklärung seitens des Schülers geht er nicht relevant drauf ein. Zudem ist zu beachten, dass auf den Blättern wie gesagt eine komplette Zusammenfassung des Klausurthemas ist und natürlich der Großteil der Klausur damit übereinstimmt.

    Nehmen wir weiter an, der Schüler versichert das er diese Zettel wirklich nicht benutzt und total vergessen hat.
    Kann der Schüler gegen den Vorwurf eines Täuschungsversuchs Einspruch einlegen?
    Und wenn ja, dann wie.

    Nehmen wir hypothetisch noch weiter an: Der Schüler hat am vortag wenig geschlafen, im Raum war sehr schlechte Luft und es war dauerhaft mit Lärmstörungen zu rechnen. (dies hatte Stress und Ablenkung zur Folge)
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2017
     
  2. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 13.06.2017, 19:21

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    das entspricht sicher nicht der Prüfungsordnung.
    die sehen vor, dass die Arbeit bei einem Täuschungsversuch grundsätzlich als ungenügend zu bewerten ist.

    das hilft dem Schüler natürlich nicht weiter .

    aber vielleicht hilft es ihm, wenn er versteht, dass es die Bewertung ungenügend für die Möglichkeit der Täuschung bereits gibt. Es ist dabei nicht von Belang, ob die Täuschung tatsächlich stattgefunden hat.
    Das schaffen einer Möglichkeit ist bereits der Versuch.
     
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  3. Sephir0th

    Sephir0th Aktives Mitglied 13.06.2017, 19:27

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    Ich sehe hier durchaus einen Täuschungsversuch gegeben. Zwar wird aus Schülersicht hier beschrieben, dass die Zettel auf dem Tisch vergessen wurden, aber objektiv dürfte es wohl auch an dieser Schule so sein, dass die Schüler vor Klausuren alles Material außer leere Blätter und Arbeitsmittel wegzuräumen, Handys auszustellen haben usw.

    Wenn dann noch offen Lernzettel mit den relevanten Themen herumliegen, ist die Voraussetzung für die versuchte Täuschung bereits erfüllt.

    @ElJogi Das wiederum ist arg länderabhängig. Während in Niedersachsen die Arbeit gleichwohl bewertet werden, die Wiederholung angeordnet oder "ungenügend" erteilt werden kann (-> Runderlass "Schriftliche Arbeiten in den allgemeinbildenden Schulen" , 10.), kann z.B. in Rheinland-Pfalz auch die Bewertung herabgesetzt werden (§55 SchulO RP). In NRW (um das es hier geht) können nach §13 APO-GOSt ebenfalls einzelne Leistungen, auf die sich der Täuschungsversuch bezieht, für ungenügend erklärt werden.
     
  4. hanspeterwurst

    hanspeterwurst Boardneuling 13.06.2017, 20:14

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    Die Zettel waren zu keinem Zeitpunkt lesbar. Sie waren gefaltet und unerreichbar für den Schüler. Außerdem ist es nicht eigentlich so, dass ein Täuschungsversuch erst stattgefunden hat, wenn der Schüler sich eben einen Vorteil verschafft hat, also bereits "gespickt" hat?
    Ich denke, der Schüler A hatte wirklich nicht die Absicht zu Täuschen. Und was unterscheidet den Versuch und die tatsächliche Ausführung?
     
  5. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 13.06.2017, 20:28

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    auf dem Nachbartisch ist doch nicht unerreichbar.

    Das habe ich bereits erklärt. Nein.
    Der Versuch ist das schaffen einer theoretischen Möglichkeit.

    eigentlich nichts.
     
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  6. hanspeterwurst

    hanspeterwurst Boardneuling 13.06.2017, 20:36

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    Naja, ist relativ. Schüler A hätte zumindest nicht ohne großartige Bewegung (aufstehen oder anheben) daran kommen können.

    Also liegt Schüler A hier mit der anfänglichen Vermutung falsch, dass "unschuldig solange das gegenteil bewiesen ist" falsch und muss sich, trotz nicht begangener Täuschung verantworten?
     
  7. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 13.06.2017, 20:44

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    Genau.

    Damit man sich nicht auf das Spielchen mit Beweisen einlassen muss, ist schon die theoretische Möglichkeit ein Versuch.

    wer zum Beispiel an vielen Unis ein Handy mitführt, wenn das untersagt ist, ist aus dem Rennen.
    Selbst wenn in Tasche und Akku leer.

    Der Verstoß ist schon das mitführen.
     
  8. hanspeterwurst

    hanspeterwurst Boardneuling 13.06.2017, 20:54

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    Ist das aber nicht, ich sage mal rein subjektiv, für Schüler A sehr "unfair"?
    Das er so gesehen keine Chance hat, dem entgegenzuwirken?
     
  9. ElJogi

    ElJogi V.I.P. 13.06.2017, 21:01

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    Doch hat er. Er hat gefälligst nichts derartiges mitzuführen.

    Das ist nicht unfair, sondern praktikabel.

    Wer sich mit einem Sprengsatz in ein Stadion begibt, ist auch wegen versuchten Mordes dran.

    Auch ohne dass er zündet, oder selbst wenn die Bombe nichts taugt.

    Bei Prüfungen ist nunmal schon beim Versuch die “Höchststrafe“ möglich.
     
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